Aloe Vera vermehren
Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2021

Eine Pflanze, die sich nicht nur als dekorative Topfpflanze gut macht, sondern auch als Heilpflanze gegen Hautverletzungen eine lange Tradition hat: die Aloe Vera. Besonders vorteilhaft ist auch, dass sich die Aloe Vera mithilfe verschiedener Methoden regelmäßig vermehren lässt.

In diesem Beitrag möchten wir dir zeigen, was du wissen solltest, wenn du vorhast deine Aloe Vera zu vermehren. Genauere Tipps und Tricks, wie dir dies schließlich gelingt, werden wir dir am Ende ebenfalls mit auf den Weg geben.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aloe Vera Pflanze bringt mit ihren spitz zulaufenden, rosettenartig angeordneten Blättern ein tropisches Flair in jeden Raum. Auch aufgrund ihres heilsamen Pflanzensafts wird die Aloe Vera von vielen sehr geschätzt.
  • Obwohl die Pflanze allgemein als sehr robust gilt, bedarf es dennoch einer geeigneten Pflege. Vor allem, wenn du die Aloe Vera vermehren möchtest, musst du einige Dinge beachten.
  • Eine Aloe Vera Pflanze lässt sich grundsätzlich auf 3 unterschiedliche Weisen vermehren. Welche das sind und wie sie funktionieren, erfährst du in diesem Artikel.

Aloe Vera vermehren: Was du darüber wissen solltest

Es existieren unzählige Arten von Topfpflanzen, die unter anderem abhängig von der Pflege unterschiedlich lange leben. Die Aloe Vera stellt in diesem Fall eine besondere Pflanzenart dar. Dadurch, dass sie sich mit etwas Geschick leicht vermehren lässt, ist sie sehr langlebig.

Nach ungefähr zwei bis drei Jahren bildet die Aloe Vera sogenannte Kindel. Mit diesen lässt sich deine Pflanze am einfachsten vermehren. Es gibt jedoch auch noch andere Optionen, die wir dir im Folgenden auch noch genauer erklären.

Für was ist eine Aloe Vera Pflanze gut?

Zu Beginn wollen wir nun erst einmal wissen, was genau eine Aloe Vera Pflanze überhaupt ist und wofür sie nützlich ist. Die Aloe Vera stammt meist aus tropischen oder subtropischen Regionen und kommt deshalb mit sehr wenig Wasser aus. Sie gilt deshalb auch als eine beliebte und recht pflegeleichte Topfpflanze.

In vielen Kulturen zählt die Pflanze als wahres Wundermittel für unterschiedliche Bereiche des Körpers. Die vielseitigen Inhaltsstoffe der Aloe Vera haben besondere Wirkstoffe. So hilft die Pflanze beispielsweise bei Immunschwäche, Allergien, Entzündungen und unterstützt die Leber und Niere und den gesamten Verdauungstrakt.

Wie kann Aloe Vera mit einem Kindel als Ableger vermehrt werden?

Besonders einfach gelingt die Vermehrung mithilfe von Ablegern. An deiner Mutterpflanze bilden sich meist sogenannte Kindel. Das sind meist vollständige kleine Pflanzen, die an der Mutterpflanze heranwachsen. Wenn du einen derartigen Ableger bei deiner Aloe Vera vorfindest, solltest du zunächst die gesamte Pflanze aus dem Topf nehmen.

Eine kleine Wurzel am Kindel ist notwendig, damit die Vermehrung funktioniert.

Im nächsten Schritt trennst du den Kindel von der Mutterpflanze vorsichtig ab und lässt die feuchten Schnittflächen des Kindel für kurze Zeit antrocknen. Wichtig ist, dass der Kindel bereits über eine kleine Wurzel verfügt und mindestens fünf Zentimeter lang ist. Jetzt kannst du die kleine Aloe Vera in sandige Erde einpflanzen und an einen warmen, hellen Ort platzieren.

Bis zum ersten Gießen solltest du nun etwa eine Woche warten. Ab dann kannst du die Jungpflanze wie gewohnt pflegen.

Aloe Vera vermehren

Achte darauf deinen frisch eingepflanzten Kindel an einen warmen, hellen Ort zu stellen. Zum Beispiel in die Fensterbank bei Sonnenlicht.
(Bildquelle: Tristan Gevaux/ Unsplash)

Wie kann Aloe Vera mit Stecklingen vermehrt werden?

Falls du eine bereits ältere Aloe Vera Pflanze besitzt, kannst du diese auch durch Blatt-Stecklinge vermehren. Am besten funktioniert diese Art der Vermehrung in der Wachstumszeit im Frühjahr. Generell ist es aber das ganze Jahr über möglich.

Hierfür schneidest du mit einem sauberen und scharfen Messer ein lang gewachsenes Blatt von der Mutterpflanze ab. Da die Stecklinge der Aloe Vera ein sehr wasserreiches Gewebe haben, solltest du die Schnittfläche vor dem Einpflanzen unbedingt gut trocknen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Pflanze später fault.

Erst wässern, sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben!

Im Anschluss kannst du deinen Blatt-Steckling ca. ein bis zwei Zentimeter in sandige Erde stecken. Falls es dir nicht stabil genug scheint, kannst du den Steckling auch zusätzlich an Stäben befestigen.

Auch bei dieser Methode solltest du der Jungpflanze vorerst kein Wasser geben. Erst, wenn die Pflanze genügend Wurzeln gebildet hat, kannst du die Aloe Vera in deinen vorgesehenen Topf stecken und wässern.

Wie wird Aloe Vera durch Aussaat vermehrt werden?

Du hast noch keine Aloe Vera bei dir zu Hause, möchtest aber gerne eine heranzüchten? Dann eignet sich die klassische Vermehrung durch Aussaat für dich. Hierfür benötigst du zuerst entsprechende Samen. Diese streust du anschließend in einen mit Aussaat– oder Anzuchterde gefüllten Topf. Nun solltest du die Samen noch mit ein wenig Erde bedecken und sie leicht mit Wasser beträufeln.

Nun ist es wichtig, dass du deinen Topf an einen hellen und warmen Platz stellst, beispielsweise auf die Fensterbank. Mit der Zeit sollten sich mehrere Keimlinge bilden. Sobald du diese mit zwei Fingern greifen kannst, musst du die kleinen Aloe Vera in einzelne Töpfe umpflanzen. Am besten verwendest du hochwertige Kakteen– oder Sukkulentenerde als Substrat für deine Jungpflanzen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um eine Aloe Vera zu vermehren?

Du willst nun deine Aloe Vera vermehren, bist dir aber nicht sicher, ob es der richtige Zeitpunkt dafür ist? In der folgenden Tabelle haben wir dir einen kleinen Überblick über die geeignetste Zeit für die jeweilige Methode erstellt.

Methode Zeit
Vermehrung durch Kindel Das ganze Jahr über möglich
Vermehrung durch Stecklinge Das ganze Jahr über möglich, am besten aber im Frühjahr
Vermehrung durch Aussaat Im Frühjahr aufgrund milder Temperaturen und guten Lichtverhältnissen

Tipps und Tricks: Was du beachten solltest, wenn du eine Aloe Vera vermehren willst

Bis hierhin hast du bereits die grundlegenden Informationen darüber gelesen, mit welchen Methoden eine Aloe Vera vermehrt werden kann. Du bist nun also schon fast so weit, um loszulegen.

Bevor du dich aber für eine Variante entscheidest und dich an die Arbeit machst, möchten wir dich im Folgenden noch auf einige Dinge aufmerksam machen. Dass man eine Aloe Vera vermehren möchte ist nämlich leichter gesagt als getan. Im Folgenden zeigen wir dir, was du zusätzlich beachten solltest.

Warum sollte das Vermehren der Aloe Vera mit dem Umtopfen verbunden werden?

Wenn du eine Aloe Vera besitzt, dürftest du bereits wissen, dass sie alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden muss. Grund hierfür ist, dass das Substrat mit der Zeit ausgedient hat und somit keine optimalen Kulturbedingungen mehr für die Wurzeln der Aloe Vera bietet. Beim Umtopfen wird also die gesamte Pflanze aus dem Topf entnommen und das alte Substrat abgeschüttelt und dabei gleichzeitig die Wurzelballen aufgelockert.

Es ist notwendig, die Aloe Vera alle zwei bis drei Jahre umzutopfen.

Bei diesem Vorgang lösen sich kleine Nebenrosetten, eine andere Art von Ablegern, von der Mutterpflanze. Diese Nebenrosetten sollten bereits eine eigene, kleine Wurzel haben. Sie eignen sich also gut, um sie in einem neuen Topf anzupflanzen und somit eine neue Aloe Vera heranwachsen zu lassen.

Da das Umtopfen der Aloe Vera also so oder so alle zwei bis drei Jahre notwendig ist, kannst du diesen Vorgang perfekt damit verbinden, deine Pflanze zu vermehren.

Wie sollte der Topf für die neue Aloe Vera aussehen, damit die Vermehrung gelingt?

Zu Beginn solltest du kleine Anzuchtstöpfe wählen, um deine kleinen Jungpflanzen heranwachsen zu lassen. Als Substrat eignet sich hier am besten stark durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde. Du kannst alternativ aber auch auf das übliche Erde-Sand-Gemisch zurückgreifen. Hier solltest du dann jedoch darauf achten, dass dein Topf einen guten Wasserabzug bietet.

Denke daran, dass du die richtige Erde für deine Jungpflanzen verwendest.
(Bildquelle: Philippe Leone / unsplash)

Um sicherzugehen, dass es zu einem ausreichenden Wasserabzug kommt, kannst du auf den Boden des Topfes zusätzlich eine Drainageschicht legen. Dafür kannst du beispielsweise Tonscherben oder Tongranulat verwenden.

Was ist, wenn der Steckling keine Wurzeln bildet?

Das wohl größte Hindernis bei der Methode mit den Blatt-Stecklingen ist die fehlende Wurzel. Du hast dich für diese Methode entschieden und fragst dich nun, wann sich Wurzeln bilden? Ob sich bereits ausreichend Wurzeln gebildet haben, erkennst du an einem guten Wachstum deiner Jungpflanze.

Sollte sich bei deinem Steckling nichts tun, kann es sein, dass die Schnittstelle deiner Sukkulente vor dem Einpflanzen nicht trocken genug war. Wenn das der Fall ist, besteht die Gefahr, dass deine Aloe Vera verfault ist und du einen erneuten Versuch starten musst, um deine Aloe Vera zu vermehren.

Was sollte bei der Pflege der neuen Aloe Vera beachtet werden?

Die Aloe Vera ist insgesamt eine sehr pflegeleichte Pflanze und ist aufgrund ihrer tropischen Herkunft an Trockenheit gewohnt. Trotzdem solltest du darauf achten vor allem deine neuen, kleinen Aloe Vera regelmäßig zu pflegen.

Wichtig ist hierbei vor allem, dass du während der Anwachsphase auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit achtest. Denn wie du bereits erfahren hast, ist die Aloe Vera aufgrund ihres wasserreichen Gewebes sehr fäulnisgefährdet.

Bei der Vermehrung im Frühjahr können spezielle Dünger beim Wachstum helfen.

Wenn du im Frühjahr deine Aloe Vera vermehrt hast, beziehungsweise vermehren möchtest, helfen unter anderem schwache Düngungen mit Spezialdünger für Kakteen und Sukkulenten deinen Jungpflanzen beim Wachstum.

Solltest du die Vermehrung im Herbst vornehmen, solltest du auf Dünger verzichten und deine Aloe Vera in einem frostfreien Winterquartier stehen lassen und bis zum Frühjahr damit warten.

Fazit

Du hast nun erfahren, dass sich die Aloe Vera grundsätzlich durch drei verschiedene Methoden vermehren lässt. Dabei ist aufgefallen, dass die Pflanze generell zwar recht pflegeleicht ist. Dennoch bedarf es etwas Zeit und Vorsicht, wenn es ans Vermehren der Aloe Vera geht. Es spielen dabei vor allem äußere Verhältnisse, wie Licht und Temperatur, aber auch die richtige Bewässerung und das rechtzeitige Umtopfen eine tragende Rolle.

Prinzipiell können alle Methoden bei richtigem Umgang zum Erfolg führend. Am besten funktioniert es jedoch, die Aloe Vera mithilfe von Ablegern, wie beispielsweise Kindel zu vermehren. Diese Variante führt mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass du zukünftig eine oder sogar mehrere neue Aloe Vera Pflanzen besitzt.

Bildquelle: Kaitlyn Rigg / Unsplash

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