Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2021

Fast jeder Hobbygärtner hatte schon einmal mit Ihnen zu tun. Es geht um Ameisen im Garten – Eigentlich kann das ja nicht so schlimm sein, oder? Was aber, wenn du einen riesigen Ameisenhaufen im Garten hast? Das kann dem ein oder anderen schon zu viel werden.

Wie du die kleinen Insekten in so einem Fall wieder aus deinem Garten vertreiben kannst, ob diese schädlich oder vielleicht sogar nützlich sind und vieles mehr werden wir im folgenden Artikel genauer beleuchten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Ameisen richten im Garten keinen Schaden an, vielmehr übernehmen sie wichtige Aufgaben im Ökosystem wie die Beseitigung von Abfällen oder die Verbreitung von Pflanzensamen.
  • Wenn Ameisen im Garten zu viel werden, sollten sie vertrieben werden. Bei einer Störung des natürlichen Lebensraums ziehen Ameisen von selbst um. Hausmittel wie Essig, Backpulver oder Chemikalien sollten im Garten nicht angewandt werden.
  • Ameisen ernähren sich von Honigtau. Das sind Ausscheidungen von Blattläusen, weswegen Ameisen im Garten oftmals auf einen Blattlausbefall hinweisen.

Hintergründe: Was du über Ameisen im Garten wissen solltest

Bevor wir dir mehr über verschiedene Lösungsmöglichkeiten zur Vertreibung von Ameisen im Garten erzählen, wollen wir dir mit einigen Hintergrundinformationen einen besseren Überblick über die gesamte Thematik bieten. Hierfür haben wir uns die am häufigsten gestellten Fragen angeschaut und diese nachfolgend kurz und knapp beantwortet.

Warum kommen Ameisen in den Garten?

Ihr habt kleine Erdhügel oder Sandhäufen im Rasen, an Wegen und zwischen Gehwegplatten und fragt euch was das wohl ist? Das sind oftmals die typischen Anzeichen für einen Ameisenbefall im Garten.

Vorzugsweise wählen Ameisen sonnige und trockene Stellen unter Steinen, in Sand- oder Erdböden oder in Mauerspalten für ihre Nester aus. Ein weiteres Merkmal von Ameisen im Garten ist, dass die Fugen von Gehwegen sich lösen und ihr Ameisen in den Hohlräume sehen könnt.

Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum viele von uns Ameisen in ihren Gärten vorfinden: Es ist die Suche nach Nahrung und die optimale Lebensumgebung. Ameisen mögen Gärten mit wechselnden Vegetationsformen sowie den direkten Zugang zum Erdsubstrat.

Oftmals ziehen Ameisen aus nahen Wäldern in den Garten um, weil dort beispielsweise mit älteren Bäumen optimale Lebensräume für die kleinen Ameisen sind.

Auf der anderen Seite kommen Ameisen auch oftmals aufgrund von Pflanzen mit Blattlausbefall in die Gärten. Das machen sie nicht wegen den Läusen, sondern weil sie sich von dem Honigtau der Blattläuse ernähren.

Dieser bezeichnet Ausscheidungen von Blattläusen, welcher von Ameisen besonders gerne verspeist wird. Wenn du also eine Ameisenstraße in deinem Garten erblickst, kannst du davon ausgehen, dass die Ameisen gerade auf Nahrungssuche sind. (1)

Sind Ameisen im Garten schädlich oder nützlich?

Ob Ameisen im Garten als gut oder schlecht befunden werden, ist grundsätzlich eine individuelle Entscheidung und je nach Einzelfall unterschiedlich. Grundsätzlich übernehmen die kleinen Insekten aber durchaus wichtige Aufgaben in unserem Ökosystem.

Einige Punkte, die vielen Hobbygärtnern teilweise zu Recht ein Dorn im Auge sind, möchten wir dir aber natürlich auch nicht vorenthalten. Die Insekten sind zwar nicht direkt schädlich für Kulturpflanzen, doch manchmal können sie den Pflanzenwachstum negativ beeinflussen.

Beispielsweise, wenn sich ein Ameisennest im Beet befindet und die Gänge im Substrat den Wachstum beeinträchtigen. Dabei wird das Gießwasser teilweise wie eine Drainage von den Pflänzchen weggeleitet, was dazu führt, dass diese schließlich vertrocknen. (2)

Außerdem sind Hügel aus Erde und Sand, die auf dem Rasen oder zwischen Gehwegplatten entstehen natürlich nicht schön anzusehen. Ein weiterer Punkt sind absackende und lockere Steine auf der Terrasse oder Wegen im Garten, die von Ameisen untergraben wurden. Das können im schlimmsten Falle böse Stolperfallen werden.

Auf der anderen Seite können Ameisen prinzipiell auch sehr nützlich sein. Das zeigt sich zum Einen darin, dass sie sich von Insekten- und Schneckeneier ernähren und Raupen in ihr Nest ziehen, um die Brut zu versorgen. (Bildquelle: Unsplash / MD_JERRY)

Darüber hinaus verbreiten sie Samen und begünstigen das Überleben unterschiedlicher Pflanzen. Ameisenarten, welche unter der Erde wohnen, sorgen dafür, dass der Boden regelmäßig gut durchlüftet wird. Damit wird  insbesondere der Bodenverdichtung entgegengewirkt, was den Hobbygärtner auf jeden Fall freuen kann.

Insgesamt muss man also zugestehen, dass die kleinen Tierchen dazu beitragen, ein Gleichgewicht in der Natur einzustellen. Sicher hast du auch schon oft gesehen, dass Ameisen Abfälle beseitigen und tote Tiere vertilgen.

Welche Arten von Ameisen leben im Garten?

In deinem Garten wirst du vor allem folgende zwei Arten finden: die Schwarze Weg-Ameise (Lasius niger) und die Gelbe Weg-Ameise (Lasius flavus). Die gängigste Art ist die Schwarze Weg-Ameise, welche auch unter dem Namen Garten-Ameise bekannt ist.

Diese beiden Arten leben meist in einem Ameisenstaat aus bis zu 500 Arbeiterinnen. Die Gartenameisen weisen regulär eine Größe zwischen drei und fünf Millimeter auf. Sie sind sehr anpassungsfähige Insekten und bauen ihre Nester gerne unter Pflasterflächen. Ab und zu suchen sich die Schwarzen Weg-Ameisen auch einen Weg ins Haus und richten sich dort ein. (3)

Am liebsten legt diese Art ihr Nest unter Rasenflächen an.

Die Gelbe Weg-Ameise hingegen ist mit zwei bis vier Millimetern Körpergröße ein wenig kleiner als die Schwarze Weg-Ameise.  Dabei können oft auch kleine Hügel bis zu der Größe eines Maulwurfshaufens entstehen. Weil diese nur wenige Löcher als Ausgänge besitzen und mit Gras zuwachsen, fallen sie nicht gleich auf den ersten Blick auf.

Aufgrund der unterirdischen Nahrungsquelle müssen die Ameisen auch nur selten ihr Nest verlassen. Die Staaten werden anfangs von unterschiedlichen Königinnen gegründet, welche sich aber im Laufe ihres Lebens gegenseitig bekämpfen.

Was fressen Ameisen im Garten?

Wie bereits angesprochen ernähren sich die Schwarzen Garten-Ameisen hauptsächlich von dem Honigtau von Blattläusen, Schildläusen, Blattflöhen oder auch Zikaden. Ab und zu reicht das allerdings nicht aus und sie müssen ihre räuberische Seite ausleben.

In diesem Fall töten und erbeuten sie auch andere Insektenarten. Die Blattläuse halten sich die Garten-Ameisen in einer perfekten Art und Weise. Sie kultivieren sie und schaffen es dabei sogar die Schädlinge auf andere Pflanzen, die näher an ihrem Bau liegen, umzusiedeln.

Die Gelbe Weg-Ameise ernährt sich ebenfalls vorwiegend von dem Honigtau der Läuse. Hier ist es allerdings so, dass sich die Ameisen unterirdische Wurzellaus-Kolonien halten und so fast ausschließlich unter der Erde leben und essen. (4)

Wie kann ich die Ameisen aus dem Garten vertreiben?

Erstmal muss man festhalten, dass ein funktionierender Garten so gut wie immer durch Ameisen besiedelt wird. Ein ameisenfreier Garten ist scheinbar nur durch Giftstoffe zu erhalten.

Weil dadurch aber nicht nur die Ameisen leiden, sondern auch die Gesundheit der Pflanzen und das natürliche Gleichgewicht im Garten, ist das eine wenig erstrebenswerte Lösung. Zudem ist Gift auch immer nur eine kurzfristige Lösung, welche die Ursache nicht direkt bekämpft.

Wenn Ameisen einen Lebensraum gefunden haben, verteidigen sie diesen auch. Sie leben territorial. (Bildquelle: Unsplash / Lorenz Lippert)

Regelmäßig gibt es in solchen Fällen Revierkämpfe, wobei zugewanderte Ameisen im Kampf getötet und gegessen werden. Wenn du als Mensch in einen solchen Kampf eingreifst, wird der natürliche Kreislauf gestört. Sobald ein Volk zerstört wurde, wandern schon nach kurzer Zeit neue Ameisen zu und besiedeln den Garten.

Wie aber können Ameisen nun nachhaltig und langfristig aus dem Garten vertrieben werden? Mit ein wenig Geduld lassen sich Ameisen durchaus auf natürliche Weise vertreiben.

Wichtig ist allerdings, die Maßnahmen regelmäßig zu wiederholen sowie am besten parallel mehrere Methoden anzuwenden. Wie auch sonst reagieren verschiedene Ameisen-Arten auch unterschiedlich gut auf die Beeinträchtigungen.

Eine Möglichkeit wäre die systematische Vertreibung, indem man die Lebensräume unattraktiv macht. Zum Anderen gibt es bestimmte Hausmittel, welche Ameisen ohne sie direkt zu töten aus dem Garten vertreiben. Genauere Informationen zu diesen Maßnahmen geben wir dir aber im letzten Abschnitt noch einmal.

Verschwinden Ameisen im Winter aus dem Garten?

Mit dem Einbruch des Winters, der sinkende Temperaturen, eine Knappheit der Nahrungsmittel sowie wenig Licht mit sich bringt, werden Ameisen zur Winterruhe gedrängt und ziehen sich in ihr Nest zurück.

Davon sind nicht nur die Larven und Arbeiterinnen betroffen, auch die Königinnen halten Winterruhe. Eine Ausnahme stellen lediglich die Waldameisen dar. Diese überwintern ohne Brut als ausgewachsene Insekten.

Damit die Ameisen eisige Temperaturen überleben können, müssen sie sich entleeren. Das führt dazu, dass die übrigen Körperflüssigkeiten eindicken. Der Flüssigkeitsverlust kann damit Erfrierungen verhindern. Außerdem überwintern Ameisenarten in der Regel in verschiedenen Stadien.

Gartenameisen können dabei mit oder ohne Larven überwintern. Das alles führt allerdings dazu, dass die Ameisen nach dem Winter nicht aus dem Garten verschwunden sind. (5)

Gibt es Pflanzen, die Ameisen anziehen?

Es konnte festgestellt werden, dass vor allem bei tropischen Pflanzen eine Wechselwirkung mit Ameisen besteht. Dabei geben die Gewächse den Ameisen Nahrung und einen attraktiven Lebensraum, während die Ameisen die Pflanzen vor Fraßfeinden beschützen.

Eine derartige Symbiose konnten Wissenschaftler auch bei dem bei uns bekannten Kirschlorbeer feststellen. Die beiden Drüsen an jedem Blattstiel geben einen zuckrigen Pflanzensaft ab.

Es wurde beobachtet, dass sobald die Produktion im Frühling anläuft, die Gehölze sich vor Ameisen nicht mehr retten können. Die Ameisen schützen hier wiederum ihren Nahrungslieferanten, den Kirschlorbeer, indem sie Schädlinge beseitigen und vertreiben. (6)

Ameisen im Garten: Die besten Tipps & Tricks für einen Garten frei von Ameisen

Nachdem wir dir nun einen breiten Überblick über Ameisen im Garten gegeben haben und du die gesamte Thematik besser einschätzen kannst, kommen nun einige Tipps und Tricks zur nachhaltigen Vertreibung von Ameisen aus deinem Garten.

Dabei unterteilen wir einerseits in systematische Möglichkeiten, um Ameisen aus dem Garten zu vertreiben sowie andererseits in Hausmittel.

Es gibt natürlich auch chemische Mittel, um die Insekten abzutöten. Diese Variante werden wir hier aber nicht genauer beleuchten, da sie neben dem Töten der Ameisen auch deinen Garten schädigen. Hier gibt es einfach weitaus schonendere und bessere Alternativen.

Ameisen im Garten systematisch vertreiben

Ameisen können systematisch aus dem Garten vertrieben. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten, die wir dir im Folgenden vorstellen. Neben der Vertreibung sind hier auch nachhaltige und vorbeugende Maßnahmen enthalten, welche deinen Garten langfristig für Ameisen unattraktiv machen sollen.

Systematische Störung

Ameisen mögen ihre gewohnte Umgebung mit regulären Lebensbedingungen. Wenn der natürliche Lebensraum gestört wird, sehen sie ihre Brut in Gefahr. Die Antwort auf so eine Störung ist die Umsiedlung der Brut.

Für dich heißt das nun: Hast du ein Nest in deinem Garten entdeckt, kannst du die Erde täglich auflockern oder fest andrücken. Dadurch werden die Gänge der Ameisen zugeschüttet und die Ameisen werden sich bei regelmäßigen Störungen ein neues, ruhigeres Revier suchen.

Fluten der Gänge

Ameisen sind zwar unter der Erde zuhause und somit auch feuchte Bedingungen gewohnt, einen dauerhaft nassen Boden können sie allerdings nicht für die Aufzucht ihrer Brut nutzen.

Möchtest du also den Lebensraum für die Ameisen unattraktiv machen, so hilft es bei einigen Arten die Gänge zu fluten. Manche Ameisen können das Fluten allerdings auch gut aushalten und werden von dieser Maßnahme weniger stark beeindruckt. (7)

Nahrungsquellen bekämpfen

In der Regel werden Ameisen sich immer dort vorfinden lassen, wo ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Wie wir bereits in anderen Abschnitten angesprochen haben, ernähren sich Ameisen hauptsächlich von Honigtau.

Das wiederum lässt den Rückschluss zu, dass ein Ameisennest häufig in der Nähe von mit Wurzelläusen befallenen Pflanzen zu finden ist. Nester, die über der Erde liegen, findest du oft in der Nähe von Pflanzen, auf denen Blattläuse leben.

Willst du also deine Nester loswerden, so musst du an der Ursache für das Auftreten arbeiten. Wir geben dir einige Beispiele:

  • Blattläuse mit Wasser abspritzen
  • Wurzelläuse mit Rainfarnbrühe bekämpfen
  • Pflanzen mit Brennnesseljauche stärken

Hast du die Läuse bekämpft, können sich die Ameisen nicht weiter von dem Honigtau der Läuse ernähren. Das führt schließlich dazu, dass sie sich höchstwahrscheinlich einen neuen Lebensraum suchen, an dem Nahrung leichter zu finden ist. (8)

Unattraktive Lebensräume gestalten

Schließlich kannst du deine Gartengestaltung allgemein so verändern, dass er als Nistplatz für Ameisen unattraktiv ist. Beim Anlegen einer Terrasse oder von Gartenwegen solltest du lieber Basaltsplitt als Pflastersand für den Untergrund hernehmen.

Beim Abdichten der Fugen kannst du beispielsweise zu Pflastermörtel auf Kunstharzbasis greifen. Gute Produkte erlauben das Durchdringen von Regenwasser, während sie gleichzeitig Ameisen sowie Unkraut effizient unterdrücken.

Ameisen mit Hausmitteln aus dem Garten vertreiben

Natürlich hat sich mit den Jahren auch einiges an Erfahrungsschatz angehäuft, wie Ameisen mit Hausmittelchen aus dem Garten vertrieben werden können. Dabei gilt es aber zu unterscheiden, welche Hausmittel wirklich nachhaltig geeignet sind und welche nur kurzfristig Abhilfe schaffen und somit als ungeeignet angesehen werden.

Geeignete Hausmittel für den Garten

Ameisen haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Sie orientieren sich ebenso wie andere Tiere mithilfe von Duftstoffen. Wenn eine Ameise beispielsweise eine neue Nahrungsquelle findet, wird sie den Weg vom Nest zur Futterquelle mit eben diesen Duftstoffen markieren.

So müssen die anderen Ameisen dieser Spur nur folgen, um weitere Nahrung in ihr Nest zu tragen. Um genau diesen Orientierungssinn der Ameisen zunichte zu machen, gibt es verschiedene Hausmittel, deren Duftstoffe Ameisen nicht mögen.

Wenn du diese duftenden Hausmittel in den Bau gibst, kannst du die Ameisen zumindest eine Zeit lang aus ihrem Nest vertreiben.

Bei regelmäßiger Wiederholung wirst du sie höchstwahrscheinlich ganz vertreiben. Bei trockenem Wetter ist die Wirkung solcher Hausmittel entsprechend noch besser als bei Regen. (9)

Hausmittel mit einem intensivem und lang anhaltendem Duft können außerdem die Duftstoffe der Ameisen überdecken. So können die Ameisen ihre Nahrung sowie auch den Weg in den Bau nicht mehr finden und werden orientierungslos.

Die Hausmittel solltest du am besten vor Ameisennestern und auf deren Straßen ausbringen. So finden die Ameisen den richten Weg nicht mehr. Im Folgenden noch einige Beispiele für geeignete Hausmittel und Duftstoffe:

Duftstoffe Wirkungsweise
Kräuter und Aromen Hier helfen vor allem Lavendelblüten, Thymian oder Majoran mit ihrem starken Eigenduft. Am besten solltest du Zweige auslegen. Diese wirken als natürliche Grenze und halten die Ameisen auf Abstand.
Zimt oder Chilipulver Eine breite Zimt- oder Chilispur kann Ameisenstraßen verhindern, indem die kleinen Tierchen durch das intensive Aroma verwirrt werden. Weil die Pulverstoffe aber relativ schnell verfliegen, kannst du es alternativ auch mit Zimtöl versuchen – das riecht nochmal wesentlich intensiver.
Zitronenschalen Darin sind Stoffe enthalten, welche die Ameisen zur Umkehr in ihr Nest treiben. Wenn du ein paar Schalen auf einer Ameisenstraße zerreibst und verteilst, werden die Insekten wieder abziehen. Durch den angenehmen Geruch für Menschen ist das besonders auf Terrasse oder Balkon beliebt.
Kreidepulver oder Gartenkalk Ameisen mögen solche alkalischen Substanzen nicht. Daher solltest du vor Hauseingängen eine dünne Linie ausstreuen und die Wände zusätzlich mit einem dicken Kreidestrich bemalen. Die Ameisen werden diese Grenze nicht überschreiten.

Ungeeignete Hausmittel für den Garten

Es gibt auf der anderen Seite auch Hausmittel für die direkte Bekämpfung von Ameisen. Wir befinden diese Hausmittel für ungeeignet, weil das reine töten der Ameisen nicht effizient ist. Wie wir bereits erfahren haben, kommen Ameisen immer wieder, wenn der Lebensraum sich nicht grundlegend verändert.

Einige Beispiele für solche Hausmittel wollen wir dir dennoch nicht vorenthalten. Ein bewährtes Mittel, um Ameisen zu ertränken ist abgestandenes Bier, welches mit einem Esslöffel Honig angereichert wurde.

Dabei wird eine Schüssel mit senkrechten Wänden auf der Ameisenstraße positioniert. Von dem süßen Geruch angelockt, fallen die Ameisen in das Biergemisch und sterben. Ein Nachteil ist hier aber außerdem, dass dieses Gemisch neben Ameisen auch Schnecken anlockt.

Auch Backpulver und Essig sind unter gewissen Voraussetzungen ein wirksames Mittel gegen Ameisen. Auf dem Boden des Garten werden die Substanzen allerdings schneller aufgelöst, als dass sie Ameisen beseitigen.

Auf der Terrasse zum Beispiel kann Backpulver mit Puderzucker gemischt angewendet werden – Der Nachteil ist hier aber wieder, dass die Ameisen einen relativ qualvollen Tod sterben müssen und diese Maßnahme nur kurzfristig wirkt. (10)

Fazit

Ameisen im Garten sind keine Schädlinge – im Gegenteil: sie leisten einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Gleichgewicht im Garten. Das passiert zum Beispiel, indem sie andere Schädlinge fressen. Andererseits gibt es auch negative Seiten eines starken Ameisenbefalls im Garten. Zum Beispiel, wenn sie den Pflanzenwurzeln ihren Bodenkontakt nehmen.

Schließlich gibt es einige Möglichkeiten, um einen übermäßigen Ameisenbefall nachhaltig verhindern zu können. Das erfordert zwar ein wenig Geduld und regelmäßige Taten, allerdings hast du so langfristig einen Garten frei von Ameisennestern.

Bildquelle: Guillaume de Germain / Unsplash

Einzelnachweise (10)

1. Nabu.de: Weiberwirtschaft - Aus dem Leben unserer Blattläuse, 04/2021
Quelle

2. Poetschke.de: Schädlingsbekämpfung Ameise, 2021
Quelle

3. Gartenlexikon.de: Ameisenarten in Deutschland: 10 Ameisen erkennen, 2014-2021
Quelle

4. Husmann-gartenbau.de: Ameisen im Garten: Vertreiben statt Vernichten, 01/2016
Quelle

5. Haus.de: Wie verbringen Ameisen, Bienen und Co. den Winter? - 01/2019
Quelle

6. Gartenjournal.net: Müssen Ameisen im Kirschlorbeer bekämpft werden? - Sabine Kerschbaumer, 2021
Quelle

7. Mein-schoener-garten.de: Ameisen im Hochbeet? So werden Sie die Insekten los, Thomas Hess, 01/2020
Quelle

8. Mein-schoener-garten.de: Blattläuse erkennen, vorbeugen und bekämpfen, Folkert Siemens, 05/2020
Quelle

9. Mpg.de: Ameisen orientieren sich an Gerüchen, Markus Anhäuser, 09/2010
Quelle

10. Praxistipps.chip.de: Ameisen bekämpfen – Essig hilft, Richard Moßmann, 01/2019
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Weiberwirtschaft - Aus dem Leben unserer Blattläuse
Nabu.de: Weiberwirtschaft - Aus dem Leben unserer Blattläuse, 04/2021
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Schädlingsbekämpfung Ameise
Poetschke.de: Schädlingsbekämpfung Ameise, 2021
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Ameisenarten in Deutschland: 10 Ameisen erkennen
Gartenlexikon.de: Ameisenarten in Deutschland: 10 Ameisen erkennen, 2014-2021
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Ameisen im Garten: Vertreiben statt Vernichten
Husmann-gartenbau.de: Ameisen im Garten: Vertreiben statt Vernichten, 01/2016
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Wie verbringen Ameisen, Bienen und Co. den Winter?
Haus.de: Wie verbringen Ameisen, Bienen und Co. den Winter? - 01/2019
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Müssen Ameisen im Kirschlorbeer bekämpft werden?
Gartenjournal.net: Müssen Ameisen im Kirschlorbeer bekämpft werden? - Sabine Kerschbaumer, 2021
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Ameisen im Hochbeet? So werden Sie die Insekten los
Mein-schoener-garten.de: Ameisen im Hochbeet? So werden Sie die Insekten los, Thomas Hess, 01/2020
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Blattläuse erkennen, vorbeugen und bekämpfen
Mein-schoener-garten.de: Blattläuse erkennen, vorbeugen und bekämpfen, Folkert Siemens, 05/2020
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Ameisen orientieren sich an Gerüchen
Mpg.de: Ameisen orientieren sich an Gerüchen, Markus Anhäuser, 09/2010
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Ameisen bekämpfen – Essig hilft
Praxistipps.chip.de: Ameisen bekämpfen – Essig hilft, Richard Moßmann, 01/2019
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