Ein schöner Garten bedeutet immer viel Arbeit. Unkraut muss entfernt werden, Blumen werden gedüngt und der ganze Garten braucht natürlich auch genügend Wasser. Besonders die Bewässerung muss in regelmäßigen Abständen unternommen werden, damit keine Pflanzen oder der Rasen unter der Sonne leiden müssen.

Die Bewässerung selbst muss aber gar nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen, wie du bislang geglaubt hast. Denn mit einem einfachen Bewässerungscomputer oder einer Bewässerungsuhr wird dir die Arbeit ganz einfach abgenommen.

In unserem Bewässerungscomputer Test 2019 findest du alle wichtigen Informationen, die du brauchst, wenn du dir ein solches Gerät zulegen möchtest. Wir beantworten dir Fragen zur Funktionsweise, zu den Kosten der verschiedenen Geräte und welche Vor- und Nachteile dir ein Bewässerungscomputer bringt.

Außerdem haben wir dir verschiedene Kaufkriterien, auf die du vor einem Kauf achten solltest, zusammengefasst. Zum Beispiel Stromversorgung, Lieferumfang und Sensoren. Natürlich haben wir auch Produktempfehlungen für verschiedene Bewässerungscomputer für dich zusammengestellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bewässerungscomputer funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Er wird zwischen Wasserhahn und Gartenschlauch angeschlossen. Mit ihm können Bewässerungszeiten und -zyklen reguliert werden.
  • Es wird zwischen Bewässerungsuhren und Bewässerungscomputer unterschieden. Beide Geräte sind leicht zu programmieren, allerdings sind die Funktionen bei einem Bewässerungscomputer umfangreicher als bei einer Uhr.

Bewässerungscomputer Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Bewässerungscomputer mit 2 Anschlüssen

Der Gardena MultiControl duo Bewässerungscomputer ist leicht programmierbar, bietet einen Anschluss für Sensoren und zwei Ausgänge, die unabhängig voneinander programmierbar sind.

Der große Display erlaubt die Kontrolle der eingebauten Daten und Überwachung des Batteriezustands. Mit einer 9 Volt Alkaline-Batterie funktioniert der Computer mindestens eine Saison lang.

Bei der richtigen Lagerung im Winter kann die Batterie sogar zwei Jahre überstehen. Die Batterie ist in der Lieferung nicht enthalten.

Mit dem Gardena MultiControl duo können täglich bis zu drei Bewässerungen für jeweils maximal vier Stunden durchgeführt werden. Die Häufigkeit lässt sich individuell oder in vorgegebenen Intervallen von 8, 12 und 24 Stunden einstellen.

Es besteht die Möglichkeit einer manuellen Bewässerung durch Dauerdurchfluss. Alle Informationen werden auf dem großen und übersichtlichen Display angezeigt.

Dieser Bewässerungscomputer eignet sich für Wasserhähne mit einem Anschlussdurchmesser von 26,5 und 33,3 mm sowie einem Betriebsdruck von 0,5 bis 12 bar.

Nach der Einstellung übernimmt der Computer selbstständig die Steuerung der Anlage und achtet darauf, dass die Art und Dauer der Bewässerung zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge ausgeführt wird. Nach der Bewässerung schließt der Computer das Ventil der Pumpe wieder.

Der beste Bewässerungscomputer mit Kontroll-Display

Der EasyControl Bewässerungscomputer von Gardena ist ein zuverlässiger, einfach zu programmierender und leicht zu bedienender Gartenhelfer. Er wird mit einer 9 Volt Alkaline-Batterie betrieben (nicht im Lieferumfang enthalten).

Die Ladestandanzeige zeigt den momentanen Status der Batterie an. Die Lebensdauer einer Batterie beträgt ein Jahr und sollte mindestens eine Gartensaison ohne Probleme überstehen.

Die vier Tasten des Bewässerungscomputers haben verschiedene Funktionen. Start / Stop ermöglicht die manuelle Bewässerung. Auch die Dauer der Bewässerung lässt sich mit einem Knopf beliebig einstellen.

Ein weiterer Knopf bestimmt, wie oft am Tag das Gerät die Pflanzen mit Wasser versorgt . Es sind bis zu drei Bewässerungszyklen möglich. Zudem lässt sich die Häufigkeit regulieren. Möglich sind alle 24 Stunden bis einmal wöchentlich.

Der Gardena EasyControl kann an normale Wasserhähne mit einen Gewindedurchmesser von 3/4 (26,5 mm) oder 1 (33,3 mm) Zoll angeschlossen werden.

Der maximale Betriebsdruck beträgt 12 bar. Ein minimaler Wasserdruck von 0,5 bar wird allerdings benötigt. Der Bewässerungscomputer bietet einen Anschluss für einen Bodenfeuchte- oder Regensensor.

Der Bewässerungscomputer mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Bewässerungscomputer von Ultranatura verfügt über 2 unabhängige Ausgänge für eine vollautomatische Bewässerung von zwei Gartenbereichen.

Das Bewässerungssystem ist batteriebetrieben. Es kann sowohl automatisch, als auch manuell bewässert werden.

Auf dem LC-Display werden alle Einstellungen, wie zum Beispiel die Bewässerungsdauer deutlich angezeigt. Die Bewässerungsfrequenz lässt sich zwischen 1 Stunde bis zu einer Woche hin variieren bei einer Bewässerungsdauer von 1 Minute bis zu 4 Stunden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Bewässerungscomputer kaufst

Wie funktioniert ein Bewässerungscomputer?

Der Bewässerungscomputer wird einfach an einen Wasserhahn im Garten oder an der Regentonne angebracht. Dafür ist kein Fachmann von Nöten.

Es gibt jedoch auch große Bewässerungsanlagen mit Wasserventilen. Da diese einen Stromanschluss und eine gewisse Wartung benötigen, werden sie allerdings meist nur bei großen Gartenbaufirmen, in öffentlichen Parks oder in Fußballstadien eingesetzt.

Die Konfiguration der Bewässerungszyklen ist genauso einfach wie das Bedienen eines Taschenrechners. Bei besonders hochwertigen Modellen kannst du viele verschiedene Einstellungen vornehmen und für alle Bedürfnisse die richtigen Parameter eingeben.

Nach der eingestellten Dauer der Bewässerung unterbricht die Uhr den Prozess automatisch. Während du eine Bewässerungsuhr selbst starten musst, wird dies beim Bewässerungscomputer automatisch gesteuert. Du fragst dich jetzt bestimmt, wie das geht.

Die Automatik des Rechners öffnet das Ventil des Wasserhahns – so kann das Wasser hindurch fließen. Nach der Bewässerungszeit beendet der Computer die Wasserzufuhr. In Kombination mit Bodenfeuchtesensoren oder Regensensoren entscheidet der Bewässerungscomputer selbständig, ob der Boden feucht genug ist, um einen Zyklus auszusetzen oder wie gewohnt zu bewässern.

garten

Vor allem bei einem großen Garten ist ein Bewässerungscomputer von Vorteil und erleichtert die Gartenarbeit enorm. (Foto: Creative Vix / pexels.com)

Worin liegen die Vorteile eines Bewässerungscomputers und wo sind seine Anwendungsbereiche?

Die Anschaffung eines Bewässerungscomputers ist keine Geldverschwendung, da er dir eine Vielzahl an Vorteilen bietet:

  • Zeitersparnis
  • Keine Grünfläche wird vergessen
  • Bewässerungszeit wird nicht mehr verpasst
  • Auch schwer zugängliche Stellen werden begossen
  • Optimale Bedingungen werden für Pflanzen geschaffen
  • Sparsamer Umgang mit Ressourcen
  • Keine überflüssige Bewässerung

Die einfachste und kostengünstigste Alternative zum Bewässerungscomputer ist das altbewährte Gießen mit einer Kanne. Die Bewässerung eines Gartens wird dadurch zu einer schweißtreibenden Angelegenheit.

Diese Methode eignet sich nur, wenn du über ausreichend Zeit verfügst. Wenn du dich nicht über Stunden mit einer Gießkanne zwischen Regentonne und verschiedenen Blumenbeeten hin und her laufen möchtest, dann solltest du dir eine Bewässerungsanlage zulegen.

Der elementare Bestandsteil der Bewässerungsanlage ist der Bewässerungscomputer. Über diesen läuft die Regelung der Anlage. Einmal installiert und eingestellt übernimmt der Computer die Überwachung sowie Steuerung der Anlage.

So sorgt er dafür, dass die Blumenkästen, Blumengärten oder der Rasen zur gewünschten Zeit mit der richtigen Menge an Wasser versorgt wird. Er arbeitet zuverlässiger als jeder Mensch – so brauchst du dir keine Gedanken darüber zu machen, was in deinem nächsten Urlaub mit den Pflanzen passiert. Somit sind auch Nachbarn, Freunde und Familie entlastet.

Häufig wird der Bewässerungscomputer in großen Land- und Gartenbaubetrieben, in öffentlichen Parks sowie in groß angelegten öffentlichen Gärten und Fußballstadien zur Rasenbewässerung und vermehrt auch in heimischen Gärten verwendet.

Bewässerungscomputer

Das Gerät arbeitet zuverlässiger als Menschen und du muss dir keine Sorgen mehr machen, wer sich während deines Urlaubs um deine Pflanzen kümmert.

Was kostet ein Bewässerungscomputer?

Einfache mechanische Bewässerungsautomaten sind schon ab 9 Euro erhältlich. Diese sind die günstigsten, da sie nur den Wasserhahn auf- und zudrehen.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 120 Produkte aus der Kategorie Bewaesserungscomputer untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Was die weiterentwickelten Versionen kosten, entnimmst du der folgenden Tabelle.

Typ Preis
mechanische Bewässerungsuhr ab ca. 9 Euro
elektronische Bewässerungsuhr ab ca. 20 Euro
elektronische Bewässerungsuhr für Regentonnen ab ca. 39 Euro
Digitaler Bewässerungscomputer ab ca. 40 Euro
Digitaler Bewässerungscomputer mit zwei Anschlüssen ab ca. 70 Euro

Ein elektronischer Bewässerungsautomat mit Druck für den Wasserhahn oder Modell ohne Druck für die Regentonne lässt sich schon ab 20 Euro finden. Die digitalen Bewässerungscomputer findest du in einer Preisspanne von 50 bis 175 Euro.

Wo kann ich einen Bewässerungscomputer kaufen?

Einen Bewässerungscomputer findest du in jedem Fachhandel für Gartenbau und natürlich in Baumärkten. Allerdings sind sie dort teurer als in Online-Shops, wo du zudem eine größere Auswahl hast. Die höheren Preise rechtfertigen die Fachmärkte unter anderen mit einer besseren Beratung durch qualifiziertes Personal.

Doch auch im Internet erhältst die ausführliche Informationen über das Produkt und hast darüber hinaus Zugang zu positiven und negativen Bewertungen anderer Nutzer, die das Produkt gekauft haben. Des Weiteren bist du nicht an die regulären Öffnungszeiten der Läden angewiesen und kannst dir die ausgewählten Produkte bequem nach Hause liefern lassen.

Unserer Recherche nach werden im Internet die meisten Bewässerungsautomaten über folgende Shops verkauft:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Obi.de
  • Bauhaus.de
  • Hornbach.de
  • Hagebau.de
  • Lidl.de
  • Aldi.de
  • Knauber.de

Kann ich einen Bewässerungscomputer mieten?

Uns ist nicht bekannt, dass du einen Bewässerungscomputer mieten kann. Manche Gartenmärkte erlauben Tests vor Ort mit Vorführgeräten. Aber den Ausleihen der Geräte würde sich für den Verkäufer genauso wenig lohnen würde wie für dich.

Sobald du den Rechner gefunden hast, der zu deinen Bedürfnissen passt, würdest du ihn ohnehin nicht zurückgeben wollen. Außerdem ist eine Leihe auf Dauer wesentlich teurer als eine einmalige Investition in einen Bewässerungscomputer.

Entscheidung: Welche Arten von Bewässerungscomputern gibt es und welche ist der richtige für dich?

Wasser ist existenziell – nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Pflanzen. Vielleicht vergisst du bei warmem Wetter immer mal wieder, deine Blumen zu gießen. Abhilfe schafft ein Bewässerungssystem, das mit einem Bewässerungscomputer selbständig arbeitet.

Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Bewässerungsgeräten, die von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Dabei wird unterschieden zwischen zwei Grundtypen:

  • Bewässerungsuhr
  • Bewässerungscomputer

Aufgrund ihrer Verschiedenheit in den Anforderungen bringen die beiden Arten Vor- und Nachteile mit sich.

Welcher Bewässerungsautomat der richtige für dich ist, hängt von verschiedenen Kriterien und Funktionen ab. Im Folgenden stellen wir dir die beiden Gerätetypen vor und gehen auf die Vor- und  Nachteile sowie Unterarten ein.

Was zeichnet eine Bewässerungsuhr aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Die einfache Programmierung ist ein besonderer Vorteil der Bewässerungsuhr. Dafür brauchst du keinerlei Programmierkenntnisse. Wer schon mal ein Küchentimer bedient hat, wird keinerlei Probleme bei der Einstellung haben. Dieses Modell eignet sich besonders für Hobbygärtner.

Vorteile
  • Leichte Handhabung
  • Individuell einstellbar
  • Einfache Installation
Nachteile
  • Unflexible Zeiten
  • Lange Intervalle
  • Einschaltverzögerung
  • Keine Batterien

Bewässerungsuhren sind die einfachsten und günstigsten technischen Helfer zur Pflanzenbewässerung in Gartenanlagen. Der Bewässerungstimer wird einfach an den Wasserhahn angeschlossen – dazu brauchst du keinen Fachmann.

Die Bewässerungszeiten können von 1 Minute bis maximal 2 Stunden eingerichtet werden, was den meisten Benutzern reicht, aber nicht bei sehr großen Gärten und Anlagen.

Je nach Modell können die Intervalle zwischen zwei Bewässerungsvorgängen zwischen 24 Stunden und sieben Tagen betragen. Bei sehr empfindlichen Pflanzen kann eine Woche Wartezeit jedoch zu lang sein. Die meisten Geräte besitzen zur Einstellung einen bis maximal zwei Drehknöpfe. Damit lassen sich die Bewässerungshäufigkeit und die -dauer regeln.

Die etwas weiter entwickelten Bewässerungstimer werden fälschlicherweise als Bewässerungscomputer bezeichnet, da sie in der Lage sind, Bewässerungsprogramme ebenfalls selbstständig auszuführen.

Unter dem Begriff Bewässerungstimer unterscheidet man zwischen der mechanischen Bewässerungs-Zeitschaltuhr und dem elektronischen Bewässerungsautomaten. Die untenstehende Tabelle zeigt dir die wesentlichen Unterschiede.

Bezeichnung Bewässerungs-Zeitschaltuhr Bewässerungsautomat
Betriebene Art mechanisch elektronisch
Druck regelbar? Nein Ja
Einschaltverzögerung Nein Ja (bis zu 12 h)
Energie Keine Energie nötig Batterie (2x 1,5 Volt, AA)
Anzahl Drehknöpfe 1 2
Automatischer Bewässerungsstart Nein Ja
Automatischer Stop der Bewässerung Ja Ja
Maximale Bewässerungsdauer 2 h 2 h
Bewässerungsintervall 24 h 1x pro Stunde bis 1x pro Woche

Was zeichnet einen Bewässerungscomputer aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Bewässerungscomputer sind meist umfangreicher in Funktion und Verwendung als Bewässerungsuhren. Dieses Modell wird oft bei Profigärtnern bevorzugt, ist aber auch was für den Hobbygärtner. Nachfolgend sollen die Vor- und Nachteile eines automatischen Bewässerungscomputers aufgezeigt werden.

Vorteile
  • Flexible Zeiten
  • Individuell einstellbar
  • Anschluss für Sensor
Nachteile
  • Keine Batterien
  • Etwas höhere Anschaffungskosten

Das Problem mit den starren Zeiten der Bewässerungsuhr ist hier behoben. Du kannst du die Intervalle zwischen den Zyklen verkleinern oder vergrößern und bist in der Lage, die Bewässerung mehrmals am Tag auszuführen.

Auch Profigärtnern passiert es, dass sie eine Gießrunde vergessen. Mit dem Bewässerungscomputer gehört dieses Problem der Vergangenheit an, da sich der Computer um alles kümmert, selbst wenn du dich im Urlaub befindest.

Das Gerät wird einfach zwischen Wasserhahn und Gartenschlauch angebracht – fertig. In der Regel arbeiten Bewässerungscomputer mit einer Batterie, die jedoch meist nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das ist allerdings kein großer Kostenfaktor, denn die Batterie hält mindestens ein Jahr durch.

In Zusammenarbeit mit Wettersensoren stellt der Bewässerungscomputer sicher, dass dein Garten und die Pflanzen die richtige Menge an Wasser bekommen – und nicht mehr. Daes macht sich auf deiner jährlichen Wasserabrechnung positiv bemerkbar.

Folgende Unterarten von Bewässerungscomputern gibt es:

  • Mit einem Anschluss oder zwei Anschlüssen
  • Ohne Sensoren
  • Mit Regensensor oder Bodenfeuchtigkeitssensor
  • Für Wasserventile oder Regentonnen

So kannst du dir zum Beispiel einen Bewässerungscomputer mit einem Anschluss ohne Regensensor für die Regentonne kaufen, falls du Regenwasser sammelst.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Bewässerungscomputer vergleichen und bewerten

Welcher Bewässerungscomputer der richtige für dich ist, richtet sich nach deinen Bedürfnissen. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wie man seinen Garten bewässern will.

Für diesen Zweck ist es sinnvoll, einen Bewässerungsplan des Gartens oder Balkons zu erstellen. Die Anschaffung eines Bewässerungscomputers macht nur dann Sinn, wenn du weißt, wie viele Beregnungsstränge mit jeweils wie vielen Geräten installiert werden müssen.

Der Computer alleine kann natürlich deinen Garten nicht ohne Programmierung bewässern und falls du keinen Plan erstellst, dann weißt du auch nicht genau, welches Zubehör du später für deine Anlage benötigst.

Bei der Planung des eigenen Bewässerungssystems ist insbesondere auf die Zahl der geplanten Regner und deren technische Daten zu achten. Wenn du weißt, wie viele Wasserverteiler der Bewässerungscomputer steuern soll, kannst du das entsprechende Gerätemodell kaufen.

Mit der Zeit kann es möglich sein, dass du dein Bewässerungssystem erweitern musst. Deswegen solltest du drauf achten, dass das gewünschte Modell erweiterbar ist oder Anschlüsse für Extras bereithält.

Nach dem Plan ist vor dem Kauf. Folgende Kriterien bestimmen an Ende der Preis deines Bewässerungscomputers:

  • Stromversorgung
  • Anschluss für Sensoren
  • Bewässerungszyklen
  • Bewässerungsdauer
  • Bewässerungshäufigkeit
  • Automatisches An / Aus
  • Batterieladeanzeige
  • Lieferumfang
  • Display

Nun werden wir auf jeden Einzelnen Punkt eingehen, damit du dir einen Überblick verschaffen kannst, welches Gerät am besten für dich geeignet ist.

Stromversorgung

Da Wasser und Strom keine gute Kombination sind, funktionieren die meisten Bewässerungscomputer mit Batterien, die allerdings oftmals nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Es gibt grundsätzlich zwei Batteriearten, die hier häufiger zum Einsatz kommen: eine Alkaline-Batterie mit 9 Volt oder zwei mit 1,5 Volt. Die handelsüblichen Batterien für wenige Euro reichen meist für eine Saison und teilweise auch darüber hinaus..

Einige Geräte können mittlerweile auch mit Solarspeicher erworben werden, arbeiten jedoch am besten in Kombination mit einem Akku. Die Akku wird über die Solarzellen geladen und kann so den Betrieb des Geräts auch an bewölkten Tagen gewährleisten.

Dabei ist zu beachten, dass der Bewässerungscomputer so ausgerichtet ist, dass er möglichst viel Sonne abbekommt und der Akku vor Feuchtigkeit und Nässe geschützt ist.

Anschluss für Sensoren

Bodenfeuchte- und Regensensoren sind die beiden wichtigsten Sensoren eines jeden Gartenliebhabers. Deswegen solltest du beim Kauf des Bewässerungscomputers darauf achten, dass das Modell Anschlüsse für Sensoren bereithält.

Obwohl diese Sensoren für den Betrieb des Bewässerungscomputers nicht unbedingt nötig sind, können sie beim präzisen Bewässern helfen und damit verhindern, unnötige Ressourcen zu verschwenden.

Der Bodenfeuchtesensor wird zwischen den Pflanzen positioniert und misst den Grad der Bodenfeuchte in regelmäßigen Abständen. Die Bewässerung wird nur aktiviert, wenn der gemessene Wert der Bodenfeuchte geringer ist als der von dir eingestellte Sollwert.

Der Regensensor dagegen ist in der Lage, Niederschlag anhand der Luftfeuchtigkeit festzustellen. Sollte es zur Bewässerungszeit regnen, wird die Bewässerung gestoppt.

Bewässerungszyklen

Wie oft kann ein Bewässerungszyklus ausgeführt werden? Abhängig vom gewählten Modell variieren die Werte sehr stark. Bei den preiswerten Produkten ist ein Bewässerungszyklus von maximal einem Durchganz pro Tag möglich. Die meisten Geräten erlauben eine Bewässerung von zwei bis drei Mal täglich.

Die hochwertigeren Modellen unterstützen bis zu sechs verschiedene Durchgänge am Tag. Da es sich empfiehlt, den Garten morgens und abends zu bewässern, reicht meist ein mittelklassiger Gerät Bewässerungscomputer.

Es sollte möglich sein, den Bewässerungscomputer zwischendurch manuell zu bedienen, falls du kurzfristig außerplanmäßig dein Rasen sprengen willst. Alle Geräte besitzen diese Option.

Dabei handelt es sich um eine einfache Bewässerungsuhr mit mechanischer Zeiteinteilung, die das Abschalten deiner Gartenbewässerung übernimmt.

Bewässerungsdauer

Wie lange dauert eine Bewässerung? Wie beim Bewässerungszyklus variieren die Werte je nach Modell. Die maximal einstellbare Dauer liegt bei einer Stunde bei günstigeren Modellen bis zehn Stunden bei den hochwertigeren.

Für einen normalen kleinen Garten empfiehlt sich eine Dauer von maximal zwei Stunden. So kannst du dir sicher sein, dass jede versteckte Blumen und das schwer erreichbare Innere einer Hecke gut bewässert werden.

Bewässerungshäufigkeit

Auch das Intervall spielt eine große Rolle bei der Bewässerung. Wie häufig soll denn dein Rasen bewässert werden? Standardmäßig sind die meisten Bewässerungscomputer auf 24 Stunden eingestellt. Das heißt der Bewässerungscomputer sollte in der Lage sein, alle 24 Stunden die eingestellten Bewässerungszyklen durchzuführen.

Manche Modelle erlauben kürzere Intervalle, zum Beispiel zwölf Stunden. Andere wiederum lassen nur höhere Intervalle zu. So wird der Garten nur jeden zweiten, dritten oder gar nur jeden siebten Tag (also ein Mal pro Woche) bewässert, was unter Umständen und je nach Pflanzenart zu wenig sein kann.

Einzelne Modelle verfügen über bestimmte Alleinstellungsmerkmale wie anwählbare Wochentage, eine hohe Anzahl an Programmen, eine mehrsprachige Benutzeroberfläche und ähnliche Vorzüge, die jeder für sich individuell bestimmen muss.

Automatisches An / Aus

Einmal eingestellt übernimmt der Bewässerungscomputer die Steuerung des Wasserhahns und die Kontrolle über die Anlage. Hier macht sich der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Bewässerungstimer und einem intelligenten Bewässerungscomputer bemerkbar.

Der Bewässerungscomputer startet und stoppt den Bewässerungsprozess selbständig. In Zusammenarbeit mit Sensoren ist er noch effizienter. Bei der Uhr musst du den Startprozess hingegen selbst einleiten. Es empfiehlt sich daher, einen Bewässerungscomputer zu kaufen, der diese Option ermöglicht.

Batterieladeanzeige

Wie bereits erwähnt, ist beim Kauf des Bewässerungscomputers in der Regel keine Batterie enthalten und du musst sie dir selber kaufen. Sie ist nicht teuer und im Einzelhandel erhältlich. Die Batterien halten meist über eine Gartensaison hinaus.

Dennoch kann es hilfreich sein, wenn der Status der Batterie angezeigt wird, damit du weißt wann du diese wechseln sollst oder warum dein Bewässerungscomputer möglicherweise nicht mehr so zuverlässig arbeitet wie er sollte.

Display

Die meisten modernen Bewässerungscomputer haben ein Display, auf dem du alle Werte und Eingaben überprüfen und konfigurieren kannst. Je größer das Display, desto angenehmer die Benutzung.

Bei manchen Modellen lässt sich das Display sogar abnehmen. Besonders günstige Varianten können hingegen nur über einen Drehschalter verfügen, der die Funktionalität auf eine Minimum beschränkt.

Gewinde und Druck

Ein wichtiger Punkt ist der Anschluss des Bewässerungscomputers: Wird ein Wasserhahn oder ein Wasserventil unterstützt? Oder ist der Bewässerungscomputer auch mit der Regentonne kompatibel?

Wenn die Bewässerungsanlage über einen Wasserhahn betrieben werden soll, ist der notwendige Wasserdruck zu beachten. Je nach Größe der Anlage und geförderter Wassermenge ist ein höherer Wasserdruck erforderlich.

Die meisten Geräte sind kompatibel mit Gewinde G 3/4 mit einem Durchmesser von 26,5 mm und mit dem Gewinde G 1 (33,3 mm). In der Regel wird ein Wasserdruck von 0,5 bis 12 bar unterstützt.

Es gibt allerdings auch Geräte, die nicht für den Wasserhahn gebaut sind. Diese sind öfter auch ohne Druck nutzbar, da sie für die Regentonne gedacht sind. Dabei wird die Regentonne in einer erhöhten Postion aufgestellt und der Bewässerungscomputer oder die Uhr macht sich die Schwerkraft zu Nutze.

Lieferumfang

In der Verpackung ist das bestellte Modell und je nach Gerät zusätzlich die Batterieladeanzeige, ein meist abnehmbares Display, ein Vorfilter, ein Benutzerhandbuch in mehreren Sprachen und ein Sensoranschluss. Bei den solarbetriebenen Geräten ist immer ein Lithium-Ionen Akku dabei.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Bewässerungscomputer

Fakten zum Bewässerungscomputer

Seit den 1980er-Jahren konnte der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person und Tag in Deutschland von 140 auf 121 Liter im Jahr 2014 gesenkt werden. Der Bewässerungscomputer trägt nachhaltig dazu bei, die Umwelt und deinen Geldbeutel zu entlasten.

Es ist erwiesen, dass durch die Nutzung eines solchen Rechners weniger vom kostbaren Trinkwasser verbraucht wird. Idealerweise lässt sich der Bewässerungscomputer mit passendem Adapter an die Regentonne anschließen, um damit Regenwasser anstelle von Trinkwasser zu nutzen.

Tipps zur Bewässerung

Ein wichtiger Faktor für die richtige Bewässerung ist die Uhrzeit. Der beste Zeitpunkt ist der frühe Morgen zwischen 6 und 7 Uhr. Die Temperaturen sind so kühl, dass Pflanzen, die beim Bewässern nass geworden sind, trocknen können. Durch die milde Morgensonne verdunstet das Wasser nicht direkt und zieht in den Boden ein.

Wird später gegossen, besteht nicht nur die Gefahr, dass das Wasser sofort verdunstet, sondern auch dass die Blätter der Pflanzen verbrennen. Wassertropfen wirken wie Lupen in der Mittagssonne, was den Pflanzen sehr schadet.

Wenn du kein Frühaufsteher bist, schafft ein Bewässerungscomputer Abhilfe. Einfach an den Wasserhahn anschließen und Uhrzeit sowie Dauer der Bewässerung einstellen.

Batterien

Fast alle Bewässerungscomputer arbeiten mit Batterien. Die Batterien kannst du im Handel erwerben. Sie kosten nur wenige Euro und halten lange. Der Vorteil von Batterien ist, dass dir bei einer nicht sachgerecht durchgeführter Installation am Stromnetz kein Wasser in die Steckdose laufen kann.

Wasserverteiler

Ein Wasserverteiler ist ein praktischer Helfer, wenn du mehrere Bewässerungszonen auf unterschiedliche Weise versorgen musst. So kannst du die Wurzeln deiner empfindlichen Blumen durch Tröpfchen-Bewässerung stärken, während du deinen Rasen sprengst. Ideal für diese Bewässerungsart ist der sogenannte Tropfschlauch.

Sensoren

Der Erwerb zusätzlicher Sensoren macht sich auf längere Sicht bezahlbar. Für den Bewässerungscomputer kommen zwei Sensoren infrage:

Bodenfeuchtigkeitssensor

Wie der Name sagt, misst dieser Sensor die Feuchtigkeit des Bodens und analysiert, ob eine Bewässerung erfolgen sollte oder nicht. Ist der Boden nass genug, wird kein Bewässerungszyklus durchgeführt. So ersparst du dir eine unnötige Bewässerung und vor allem Wasser.

Regensensor

Auch der Regensensor ist ein sinnvoller Helfer in Sachen Bewässerung. Er misst die Luftfeuchtigkeit und berechnet, ob die Niederschlagmenge ausreichend für eine optimale Bewässerung ist oder noch nachträglich gegossen werden muss.

Auch hier sparst du dadurch eine Menge an Wasser,  was sich bei der jährlichen Wasserrechnung positiv bemerkbar macht.

Regentonne

Benutze Regenwasser statt Trinkwasser. Um dies zu bewerkstelligen, ist eine Regentonne unabdingbar. Auch musst du nicht befürchten, dass dadurch dein Bewässerungscomputer unbrauchbar wird.

Bewässerungsautomaten, die keinen Druck benötigen, können hier angeschlossen werden, wenn die Regentonne in erhöhter Position zur Bewässerung verwendet werden soll.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Koch, R. (2017): Gärtnern auf Balkon und Terrasse: Gartenglück mit Topf und Kübel für das ganze Jahr. S. 81ff. Kosmos.
[2] https://www.turn-on.de/lifestyle/ratgeber/smarter-garten-das-koennen-maehroboter-bewaesserungssysteme-250190

Bildnachweis: Pixabay.com / Photocurry

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