Willkommen bei unserem großen Blumenerde Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Blumenerde-Sorten. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformation zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Blumenerde zu finden.

Auch auf häufige Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Blumenerde kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Blumenerde ist ein industriell hergestelltes Substrat zum schnellen und gesunden Wachstum von Pflanzen.
  • Die Erde besteht meist aus organischen Bestandteilen wie Kalk, Torf oder Kompost.
  • Die Blumenerde ist meist gebrauchsfertig erhältlich und bietet eine Start-Düngung für den Pflanzenanbau die einige Wochen anhält.

Blumenerde Test: Das Ranking

1. Platz: Floragard Blumenerde

Diese Erde wird mit 70 Liter + 10 Liter gratis beworben. Man erhält also 80 L Blumenerde, die für Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen geeignet ist. Versehen ist diese Erde mit dem Naturdünger Guano, welcher ein gesundes und dauerhaftes Pflanzenwachstum und kräftige und vitale Pflanzen garantieren soll.

Floragard wirbt mit 95-jähriger Erfahrung und produziert mit ausgewogen dosierten Inhaltsstoffen versehene Universalerde. Der zugesetzte Premiumdünger bietet eine bis zu 8 Wochen anhaltende Versorgung der Pflanzen mit Dünger. Die Kunden sind von diesem Artikel sehr begeistert und schätzen das gute Preis-Leistungsverhältnis.

2. Platz: Pflanzwerk Bio Blumenerde

Diese Blumenerde wird in Brikettform verkauft. Dabei kann man zwischen 20, 40, 60, 120, 160, 300 und 600 Liter Briketts wählen. Diese Variante bietet 60 Liter was 6 Briketts enthält.

Die Pflanzwerkblumenerde wird als 100% Bio und garantiert frei von Düngemitteln, Farb-oder Konservierungsstoffen und Torf beworben. Das Naturprodukt ist biologisch abbaubar sowie pH neutral. Kunden zeigen sich zufrieden mit der Ware und freuen sich über die Handlichkeit und praktische Anwendung des Produkts.

3. Platz: COMPO SANA Qualitäts-Blumenerde

Die COMPO SANA Blumenerde wird im 50 Liter Sack verkauft, was ein Gewicht von ca. 20 kg bedeutet. Der pH-Wert der Erde beträgt 5-6,5. Das Produkt ist auch in 5, 10 oder 20 Litern erhältlich.

Diese Blumenerde ist gebrauchsfertig und bietet eine Start-Düngung von 8 Wochen. Sie wird als ideal für alle Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen beschrieben. Von den meisten Kunden wird das Produkt als gute Blumenerde mit Spitzenqualität beschrieben.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Blumenerde kaufst

Welchen Zweck erfüllt Blumenerde?

Klassischer Erdboden bietet meist nicht die notwendigen Inhaltsstoffe und Struktur für das langfristige Gedeihen von Pflanzen. Neben Licht, Wärme und Wasser benötigen Pflanzen auch eine nährstoffreiche und hochwertige Erde.

Daher ist Blumenerde eine perfekte Hilfe zum Anpflanzen. Klassische Blumenerde ist aber etwas anderes als Anzuchterde. Letztere wird besonders fein gemischt und nur mit wenige Dünger versetzt, was Setzlingen und Keimlingen zugutekommt.

Bei umzutopfenden Pflanzen hingegen ist Blumenerde die richtige Wahl. Blumenerde ist als Dünger für die Erstversorgung von Pflanzen gedacht, nach einiger Zeit müssen diese nachgedüngt werden. Dafür gibt es beispielsweise auch natürliche Dünger, wie Urgesteinsmehl.

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Entgegen dem Namen ist Blumenerde nicht nur für Blumen geeignet. Blumenerde wird auch oft als Universalerde bezeichnet und eignet sich für die meisten Topf-, Zimmer-, Kübel- und Balkonpflanzen.

Der Erfolg als Gärtner hängt maßgeblich von der richtigen Blumenerde ab. (BIldquelle: pixabay.com/ Hans)

Unter Blumenerde versteht man ein humusreiches Substrat. Sie dient dem schnellen und gesunden Wachstum von Pflanzen und versorgt diese mit den nötigen Nährstoffen.

Wie wird Blumenerde hergestellt?

Blumenerde ist ein industriell hergestelltes Produkt. Es ist ein humusreiches Substrat, das mit Kalk, Torf, Düngemitteln und unterschiedlichen Zuschlagstoffen versehen ist. Auch Holzfasern, Borke oder Kompost können beigemengt werden.

Torf wird vielfach schon ersetzt, da sein Abbau für das Ökosystem belastend ist. Es gibt auch Blumenerde aus Recycling-Materialien. Ebenso kann Blumenerde mit Sand versetzt sein, was sie besonders als Substrat für trockenheitsliebende Pflanzen geeignet macht. Auch für Kakteen gibt es eigens ausgelegte Mischungen.

Woraus besteht Blumenerde?

Blumenerde besteht zum Großteil aus organischen Bestandteilen, häufig sind das Kompost, Humus oder Torf. Hinzu kommen andere Inhaltsstoffe wie Tonmineralien, Quarzsand oder Perlite.

Kalk wird zur Regelung des pH-Werts verwendet und ein gewisser Anteil an Dünger hält die Pflanzen mit Nährstoffen gedeckt. Ein pH Wert unter 6,5 bedeutet sauren Boden, manche Pflanzen benötigen diesen. Mit einem pH-Wert zischen 6,5 und 7,5 wird ein Boden als neutral bezeichnet. Ab 7,5 und höher alkalisch.

In welcher Menge sollte ich Blumenerde kaufen?

Blumenerde ist meist in 5 bis 50 Liter Säcken erhältlich. Je nachdem wie viel Erde du benötigst, solltest du unter Beachtung der Haltbarkeit der Erde deine Wahl treffen.

Was kostet Blumenerde?

Ein Liter Blumenerde  kann zwischen 1,50 und 10 € kosten. Der Preis korreliert nicht zwingend mit Qualität.

Wo kann ich Blumenerde kaufen?

Blumenerde findest du in jedem Gartencenter und zu bestimmten Zeiten auch in Supermärkten im Angebot. Außerdem kannst du Blumenerde auch praktisch online bestellen, beispielsweise über folgende Shops:

amazon.com

OBI.at

blooming.at

reidl.de

Mein-Gartenshop24.de

Welche Alternativen gibt es zu Blumenerde?

Alternativ zu Blumenerde kannst du auch zu Pflanzengranulat greifen. Dieses ist ein anorganisches Produkt, welches Schimmelbildung vermeidet, Wasser länger speichert, man seltener umtopfen muss und die Pflanzen kräftig wachsen lässt.

Eine weitere, sich immer mehr Beliebtheit erfreuende Alternative ist Kokoserde. Es handelt sich hierbei um einen erneuerbaren Rohstoff, welcher keine Schwermetalle enthält. Auch Kokoserde verfügt über eine gute Wasserspeicherung und reduzieren den Gießbedarf. Auch können die Kokosfasern selbst als Schutzabdeckung gegen Unkraut verwendet werden.

In folgender Tabelle siehst du Blumenerde verglichen mit dessen Alternativen:

Erdart Eigenschaften
Blumenerde Wasserkapazität, Luftkapazität, frei von Schädlingen, Krankheitserregern und Unkrautsamen, hoher Nährstoffgehalt, pH-Wert
Pflanzengranulat anorganisch, vielfältige Produktauswahl, Wasserspeicherfähigkeit, hoher Nährstoffgehalt, lässt Pflanzen kräftiger wachsen, Schimmel- und Schädlingsresistenz, selten umzutopfen
Kokoserde umweltfreundlich, Wasserhaltefähigkeit, Schimmelresistenz, Mineralstoffversorgung, gibt Pflanzen Sauerstoff, hohe Luftdurchlässigkeit, keine Schwermetalle

Entscheidung: Welche Arten von Blumenerde gibt es und welche ist die richtige für dich?

Man unterscheidet zwischen folgenden Arten der Blumenerde:

  • ungedüngte Blumenerde
  • gedüngte Blumenerde
  • Blumenerde mit Torf
  • Blumenerde ohne Torf
  • Anzuchterde

Wir möchten dir mit dem folgenden Abschnitt dabei helfen, deine Entscheidung zu erleichtern, sodass du die für dich am besten passende Blumenerde kaufst.

Was zeichnet ungedüngte Blumenerde aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Ungedüngte Blumenerde kann besonders hilfreich sein, wenn du selbst deine Erde mischen möchtest und selbst steuern möchtest was in deiner Erde enthalten ist und wie viel Dünger zugeführt wird.

Vorteile
  • Menge des Düngers kann selbst bestimmt werden
  • Auch als Gartenerde verwendbar
  • Reinheit
Nachteile
  • Keine Nährstoffe enthalten
  • Effektivität muss erst erzeugt werden

Was zeichnet gedüngte Blumenerde aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Gedüngte Blumenerde bietet ein problemfreies Startpaket für den Pflanzenanbau. Hierbei sind die meisten wachstumsfördernden Nährstoffe und Dünger bereits zugeführt. Für die jeweilige Pflanzenart gibt es hierbei jeweils passende Varianten.

Vorteile
  • Nährstoffgehalt auf Bedarf der Pflanzen abgestimmt
  • Hochwertige Inhaltsstoffe
Nachteile
  • Ungewollte Stoffe können enthalten sein
  • Für Bäume und Sträucher eher ungeeignet

Was zeichnet Blumenerde mit Torf aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Blumenerde mit Torf wird mittlerweile in vielen Mündern als nicht mehr zum Kauf empfohlen bekannt geworden. Grund dafür ist die umweltschädliche Gewinnung des Torfs, welcher aus der Trockenlegung von Mooren besteht, was den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zerstört.

Aber auch in der Anwendung hat torfhaltige Blumenerde Nachteile. Der Torf versauert beispielsweise die Erde, wodurch erneut Nährstoffe hinzugefügt werden müssen. Auch gießen muss man diesen Boden öfter, da Torf austrocknend wirkt. Erleichtert wird dies durch automatische Bewässerungsanlagen.

Automatische Bewässerung Test 2019: Die besten Bewässerungen im Vergleich

Selbst wenn Torferde als torfarm oder torfreduziert gekennzeichnet ist, kann der Torfanteil sehr hoch sein, dies ist also keine Alternative, wenn man darauf achten möchte torffrei zu gärtnern.

Vorteile
  • Sehr wachstumsfördernd, Nimmt viel Wasser auf
  • Gut für Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen
  • Gut für kalkfliehende Pflanzen
Nachteile
  • Gewinnung ist umweltschädlich
  • Gibt wenig Wasser wieder ab
  • Trocknet Boden aus
  • Hoher Säuregrad
  • Muss in Fällen nachgekalkt werden

Umweltschützer raten von torfhaltiger Blumenerde ab, da die Torfgewinnung auf Kosten von Mooren erfolgt, welche wiederum wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten.

Was zeichnet Blumenerde ohne Torf aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Blumenerde ohne Torf ist mittlerweile überall erhältlich. Hierbei wird der Torfanteil mit Rindenhumus, Kompost oder Kokos- und Holzfasern ersetzt. Auch diese Stoffe sind sehr wachstumsfördernd und umweltfreundlich.

Vorteile
  • Umweltfreundlich
  • Ebenso gutes Wachstumsergebnis
  • Kein Kalken
Nachteile
  • Zusatzdünger bei Pflanzen, die hohen Säuregrad benötigen
  • Nährstoffe zersetzen sich schneller
  • Weniger Wasseraufnahmefähigkeit

Was zeichnet Anzuchterde aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Anzuchterde ist von herkömmlicher Blumenerde zu unterscheiden. Sie wird sehr fein abgemischt und nur mit geringen Mengen an Dünger versehen. Da Setzlinge und Keimlinge sehr empfindlich sind, eignet sich hier Anzuchterde am besten.

Sie besteht meist zum Großteil aus Humus und Sand. Diese Erde ist nicht nur günstiger im Kauf, sie ist auch luftiger und lockerer, kann viel Wasser speichern und versorgt Pflanzen somit mit ausreichend Feuchtigkeit und Sauerstoff.

Tipp: Du kannst zusätzlich zur Anzuchterde auch noch eine Pflanzenlampe benutzen, damit deine Pflänzchen schneller wachsen.

Vorteile
  • Wenig Dünger
  • Optimal für Setzlinge und Keimlinge
  • Günstiger
Nachteile
  • Wenig Dünger
  • Nicht geeignet für Pflanzen die viele Nährstoffe benötigen

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Blumenerde vergleichen und bewerten

Nutzen

Wenn du die Blumenerde für Balkon- oder Kübelpflanzen verwenden möchtest, benötigst du einen besonders guten Blumendünger, der den Pflanzen trotz des Wachstums auf engem Raum genug Nährstoffe bereitstellt.

Für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen ist eine Wasser-speichernde Blumenerde von Vorteil. Kräuter hingegen gedeihen besser bei eher nährstoffarmer Erde. Es gibt auch Pflanzen, welche mit Kalk nicht zurechtkommen, wie beispielsweise Rhododendren, hierbei bieten kalkfreie Torferden mit niedrigem pH-Wert Vorteile.

Blumenerde hilft aber nicht NUR Blumen bei deren Gedeihen. Sie bietet eine gute Nährstoffbasis für zahlreiche Pflanzen, abgesehen von Bäumen und Sträuchern. (Bildquelle: pixabay.com/ congerdesign)

Kosten

Je teurer Blumenerde ist, desto spezieller ist der Zweck. Ein 20l Sack kann zwischen 1,50 und 10 Euro kosten, wobei der Preis nicht unbedingt für Qualität steht, dennoch hat gute Erde ihren Preis.

Mengen

Die Menge bezieht sich auf das Volumen und nicht das Gewicht. Ein m³ Blumenerde wiegt ca. 400-500 kg. 1m³ entspricht zugleich 1000 Litern. Üblicherweise ist Blumenerde in einer Menge von 5 bis 50 Litern erhältlich.

Kennzeichnung

Manche Blumenerden sind mit dem RAL-Siegel der Gütegemeinschaft Substrate oder dem Hinweis auf das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gekennzeichnet. Das ist in jedem Fall ein Qualitätshinweis. Bio-Erde muss nicht zwingend gute Qualität bedeuten und weist auch nicht immer auf Umweltfreundlichkeit hin.

Inhaltsstoffe

In deiner bevorzugten Blumenerde sollten genügend Nährstoffe wie Phosphor, Kalium oder Stickstoff enthalten sein. Wenn dir Umweltfreundlichkeit am Herzen liegt, solltest du auf Torf in der Blumenerde verzichten.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Blumenerde

Wie lange ist Blumenerde haltbar?

Solang die Packung fest verschlossen ist, kannst du Blumenerde bis zu einem halben Jahr verwenden. Danach jedoch sind die wichtigen Nährstoffe bereits abgebaut.
Bei komposthaltigen Bio-Erden verfallen die Nährstoffe früher.

Wie lagere ich Blumenerde?

Blumenerde solltest du in ihrer Verpackung vor Witterungseinflüssen wie Sonne oder Regen schützen und kühl und trocken lagern. Bei einer Erhitzung über 30° können Nährstoffe verloren gehen.

Wo entsorge ich Blumenerde?

Prinzipiell solltest du „alte“ Blumenerde nicht als Abfall ansehen, denn du kannst sie im Garten auch anderweitig weiterverwenden. Du kannst ausgelaugte Blumenerde kompostieren oder deinem Gartenboden beimischen, was den Humuserhalt erhöht. Beispielsweise eignet sich alte Blumenerde zum mulchen, anhäufen, isolieren oder du lagerst sie zwischen, irgendwann kannst du sie bestimmt noch anderweitig verwenden.

Was tun, wenn meine Blumenerde schimmelt?

Die von Schimmel befallene Erde solltest du vollständig entfernen und im Hausmüll entsorgen. Auch die Pflanze selbst sollte gereinigt werden. Dafür entfernst du am besten die an der Wurzel befindlichen Erdklumpen und spülst die Blätter und Wurzeln mit lauwarmem Wasser ab.

Danach kannst du den Topf mit frischem Substrat füllen. Teebaumöl im Gießwasser oder das Bestreuen  der Erde mit Aktivkohle oder Zimt soll auch gegen Schimmel ankommen. Grund für Schimmel ist immer die zu hohe Feuchtigkeit in der Erde.

Sollte eine Pflanze von Schimmel befallen sein, musst du sie inklusive Wurzel davon befreien. (Bildquelle: pixabay.com/ Free-Photos)

Wie befreie ich Blumenerde von Schädlingen?

Besonders erfolgreich sind Pflanzenschutzmittel im Kampf gegen Mücken und Fliegen. Diese kannst du als Spray, Flüssigkeit oder Granulat kaufen. Auch elektronische Fallen können aufgestellt werden oder mit Klebeschichten versehene Köder.

Zur Vorbeugung vor Schädlingsbefall solltest du den Feuchtigkeitsgehalt deiner Erde im Blick haben, denn bei übermäßiger Feuchte ist der Befall besonders wahrscheinlich. Auch regelmäßiges Düngen und der passende Nährstoffbedarf der Erde der jeweiligen Pflanzen spielt eine große Rolle in der Abwehrfähigkeit gegen Schädlingen.

Warum fressen Hunde Blumenerde?

Nicht selten erwischt man Hunde dabei, wie sie Erde fressen. Wenn dein Hund das auch macht, fehlen ihm unter Umständen Verdauungsenzyme bzw. die Mikroflora des Darms ist beeinträchtigt. Dies kann die Folge von einseitiger Ernährung oder einer Futterumstellung sein.

Auch Antibiotika oder Wurmkuren können die Vielfältigkeit der Darmflora vermindern. Dies versucht der Hund dann durch die Aufnahme von Erde, manchmal auch Kot zu kompensieren. Nun kannst du deinem Hund, wenn du bei Hausmitteln bleiben willst beispielsweise mehr Ballaststoffe verabreichen, Aloe Vera Gel oder die altbekannte l Heilerde.

Mittlerweile gibt es speziell entwickelte Produkte auf dem Markt, welche die Darmflora deines Hundes wieder in Ordnung bringen. Auch homöopathischen Mittel  wie Bachblüten oder Schüssler Salze werden gute Erfolge nachgesagt.

Wie oft muss ich meine Blumenerde wechseln?

Die Erde von Kübel- und Balkonpflanzen sollte zur Sicherheit einmal im Jahr getauscht werden, allerspätestens jedoch alle zwei Jahre durch frische Blumenerde ersetzt werden.

Wie und wann dünge ich Blumenerde?

Oft ist Blumenerde sehr schwach gedüngt oder du hast vielleicht sogar die ungedüngte Variante gekauft. Üblicherweise enthält Blumenerde eine Start-Düngung, die bis zu acht Wochen anhält. Wenn du die Erde für Zimmer- und Balkonpflanzen verwendest, solltest du sie nach vier bis sechs Wochen nachdüngen.

Speziell achten solltest du auf stickstoffhaltigen Dünger und darauf, dass es langfristig nutzbar ist. Hierbei gibt es beispielsweise Depotdünger, die erst mit der Zeit den Dünger freisetzen, nicht so schnell ausgewaschen werden und die Gefahr einer Überdüngung vermindern.

Du kannst auch deinen eigenen Kompost zur Düngung nutzen oder das Gießwasser mit einem Dünger versehen.
Auf der Verpackung der Pflanzenerde sollte angegeben sein wie viel Dünger enthalten ist.

Folgende Tabelle zeigt dir eine Übersicht über die Kennzeichnung:

Kennzeichnung Düngermenge Eignung
Typ 0 kein Dünger empfindliche Saaten
Typ P wenig Dünger Aussaaten, Stecklinge, Umpflanzen junger Sämlinge
Typ T nährstoffreich Kübel und größere Pflanzen

Kann ich Blumenerde auch selbst herstellen?

Ja du kannst Blumenerde relativ einfach selber machen. Dazu musst du Komposterde, Holzkohle und Mikroorganismen vermengen. Die Mischung solltest du vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer herstellen, da hier die Temperatur nicht mehr unter 15 Grad sinkt.

Du kannst bereits verrotteten Kompost verwenden, dieser sollte aber in jedem Fall frei von Krankheiten und Schädlingsbefall sein. Außerdem ist ein großer Behälter, der sich auch luftdicht verschließen lässt vonnöten.

Komposterde allein ist kein passender Ersatz für eine hochwertige Blumenerde. Da Kompost wie ein Dünger wirkt, kann es in übermäßigem Gebrauch auch zu einer Überversorgung des Bodens kommen. Die Erde kann im Mischverhältnis 2:1 mit Kompost versehen werden.

Eine Variante Blumenerde selbst herzustellen, ist es den Behälter zu 2/3 mit Komposterde zu füllen und Steinmehl als Mineralstoffkomponente  zwischen jede Schicht zu streuen. Zudem ist es empfehlenswert die Mischung mit einem 10-prozentigen Anteil an schadstofffreier Holzkohle zu versehen.

Optimiert werden kann die selbstgemachte Blumenerde mit Mikroorganismen, diese EM-Produkte erhälst du beispielsweise im Biomarkt. Nun wird alles gut vermengt und luftdicht abgeschlossen sowie 2 Wochen ruhen gelassen.

Danach erfolgt die Vererdung, du solltest einen Bereich im Garten auswählen, der über natürliche Erde verfügt, dann lockerst du diese etwas auf, verteilst die Mischung und bedeckst das ganze wieder mit Gartenerde.

Anschließend wird die Fläche mit Plastikfolie überspannt und mit Steinen beschwert. Dann kann man die Nährstofferde etwa ein halbes Jahr (am besten während des Winters) ruhen lassen und im Frühjahr dann noch einmal umstechen und die Saat beginnen.

Ein weiteres zur Beimengung empfohlenes Produkt ist Kokosfasersubstrat, es soll sich besonders für die Jungpflanzenanzucht aus Samen oder Stecklingen eignen und verbessert die Durchlässigkeit von Wasser und Luft.

Auch folgendes Video zeigt eine Anleitung zum selber mischen von Blumenerde:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] gartentipps.com/vergleich/blumenerde/

[2] hausgarten.net/gartenpflege/bodenpflege/pflanzerde.html

[3] compo.de/ratgeber/pflanzenpflege/grundlagen/erde-kompost/grundlagen-blumenerde

Bildquelle: unsplash.com / Krystina Rogers

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