Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2021

Brokkoli ist in der ostasiatischen Küche in fast jedem Gericht zu finden und sie gibt es in unterschiedlichen Sorten. Aufgrund ihres hohen Nährwertes gilt Brokkoli zu einer der gesündesten Gemüsesorten.

Grundsätzlich wird Brokkoli in Frankreich und Italien angebaut. Falls du dein eigenes Brokkoli anbauen möchtest, lohnt es sich auf jeden Fall diesen Beitrag zu lesen. Der Anbau beansprucht nicht viel Arbeit und du kannst über die Umstände des Anbaus deines eigenen Gemüses bestimmen.

In diesem Artikel möchten wir dir genau erklären, wie leicht es ist, dein eigenes Brokkoli anzubauen. Dazu gehen wir auf die am häufigsten gestellten Fragen ein und am Ende geben wir dir noch Informationen über die Pflege des Brokkolis. Selbst angebautes Gemüse schmeckt noch zarter und frischer als gekauftes.




Das Wichtigste in Kürze

  • Brokkoli kann an unterschiedlichen Orten angebaut werden, im Gemüsebeet, Gewächshaus oder im Freien. Es sollte nur sichergestellt werden, dass der Boden tiefgründig und nährstoffreich ist.
  • Die Samen können entweder gekauft oder auch selbst gesät werden. Dies beeinflusst nicht den Geschmack des Endergebnisses des Brokkolis.
  • Es benötigt im Vergleich zu anderen Kohlsorten mehr Aufwand in der Pflege. Das regelmäßige Bewässern und Befreien von Schädlingen sind hierbei die wichtigsten Faktoren.

Brokkoli anbauen: Was du wissen solltest

Brokkoli sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch gesund. Um sicherzustellen, dass dein Gemüse nicht mit Zusatzstoffen gespritzt wurden, kannst du dein eigenes Brokkoli im Garten oder zu Hause anbauen. Der Anbau erfolgt so ähnlich wie bei den restlichen Gemüsesorten.

Es gibt Schädlinge, welche die Brokkoli Pflanze beschädigen wollen, wie zum Beispiel die Kohlfliegen oder Blattläuse. Infolgedessen kann es zu einer Kohlhernie führen, wobei hier die Wurzeln der Brokkoli Blüte überkreuzt wachsen.

Wie wird Brokkoli angebaut?

Lege die selbst gesäten oder gekauften Samen in eine Anzuchtschale hinein. Dabei solltest du beachten, dass die Samen etwa ein Zentimeter unter der Erde angepflanzt wurden. Anschließend solltest du gleich die Samen gießen.

Stelle zunächst die Anzuchtschale an einem sonnigen beziehungsweise hellen Ort, da die Brokkolisamen nur zwischen 15 bis 20 Grad Celsius keimen können.

Beim Einsäen ins Freie sollte darauf geachtet werden, dass der Ort windgeschützt und zugleich auch sonnig ist. (Bildquelle: Markus Spiske / Unsplash)

Nachdem die Samen gekeimt sind, kannst du die Sämlinge in größere Einzeltöpfe pikieren. Nachdem sich circa drei Blätter gebildet haben können sie ins Freie eingesät werden. Die Brokkoli entwickelt keinen geschlossenen Blütenstand wie manch andere Kohlsorten.

Aus diesem Grund sollten zwischen den Sämlingen im Beet ein mindest Abstand von 50 Zentimeter sichergestellt werden, da die Brokkoli Blätter groß werden können sie auf langen und fleischigen Stielen sitzen.

Circa 90 Tage nach dem Aussaat kann die Brokkoli geerntet und anschließend lecker verspeist werden.

Falls du die Brokkoli lagern möchtest, solltest du dir im Klaren sein, dass Brokkoli nicht lange haltbar sind. Das bedeutet du kannst sie im Kühlschrank nur für drei bis vier Tage lagern. Die optimale Lösung hierfür ist, den Brokkoli kurz zu blanchieren und anschließend kannst du sie einfrieren. Somit werden sie über einen längeren Zeitraum nicht schlecht und verlieren nicht ihr Aroma.

Wo wird Brokkoli angebaut?

Brokkoli kann an unterschiedlichen Orten angebaut werden. Am besten sollte sichergestellt werden, dass der Ort windgeschützt und zugleich sonnig ist. Die Erde sollte locker und nährstoffreich sein. Dadurch eignet es sich, Kompost ins Beet einzuarbeiten. Bei Bedarf sollte der Boden verkalkt werden, da die Brokkoli-Pflanze bei saurem Boden nicht so schön blühen kann.

  • Hochbeet
  • Gewächshaus
  • Freien

Wann kann Brokkoli angebaut werden?

Der Zeitpunkt, wann ein Brokkoli angebaut werden kann, ist von der Brokkolisorte abhängig. Es wird zwischen frühen und späten Sorten unterschieden, jedoch weichen sie nur ganz leicht voneinander aus.

Falls du selber vorziehen möchtest, kann ein Brokkoli im Allgemeinen zwischen Februar und März herangezogen werden. Sie müssen ungefähr fünf bis sieben Wochen im Haus keimen. Aus diesem Grund sollten sie sich vorher Gedanken darüber machen, wann sie die Brokkoli anpflanzen möchten.

Wenn der Boden warm genug ist können die Keimlinge im April oder Mai gesät werden.

Die Anzucht sollte über mehrere Wochen verteilt werden, damit auch im Sommer frischer Brokkoli angebaut werden kann. Ansonsten kann es dazu führen, dass du mehr ernten musst als du benötigst.

Anbauzeit Erntezeit
Frühling nach circa sieben Wochen
Herbst nach circa zehn Wochen
Winter nach circa sechs Monaten

Mithilfe der Tabelle wird ersichtlich, desto später ein Brokkoli im Jahr angebaut wird, desto länger muss man bis zur Ernte warten. Hierbei spielen die Wetterbedingungen eine sehr wichtige Rolle.

Neben welchen Gemüsesorten kann Brokkoli angebaut werden?

Brokkoli kann neben sehr vielen Pflanzen angebaut werden. Sie benötigen nicht einen eigenen Ort, um angepflanzt zu werden, da sie das Wachstum der anderen Pflanzen nicht stören und dabei selber gut aufgehen können. Brokkoli sind gute Nachbarn im Garten.

Brokkoli kann im Hochbeet neben unterschiedlichen Salat- und Spinatarten angepflanzt werden. Sie sollte man bloß nicht neben Tomaten wachsen lassen. (Bildquelle: Jonathan Hanna / Unsplash)

Da die Brokkolipflanze viel Calcium benötigt, ist es nicht geeignet, sie neben Gemüsesorten anzupflanzen, welche genauso viel Calcium benötigen. Daher wird nicht empfohlen, sie neben andere Kohlarten anzupflanzen, sondern eher neben unterschiedliche Salat-, Bohnen-, Kräuterarten, Kressen, Auberginen oder Gurken.

Beispielsweise vertragen sich Kartoffeln kaum mit anderen Gemüsearten, aber sie lassen sich gut neben Brokkoli anbauen. Dazu wird sogar der Geschmack der Kartoffel verbessert. Es sollte bei den Nachbarn nur sichergestellt werden, dass sie nicht viel Platz beanspruchen.

Wie wird Brokkoli gepflegt?

Da die Brokkoli reichlich an Wasser benötigt, solltest du sie regelmäßig gießen.

Grundsätzlich ist die Pflege der Brokkoli nicht anstrengend, aber im Vergleich zu anderen Kohlsorten ist sie empfindlicher und benötigt mehr Pflege. Da die Brokkolisamen ab der Pflanzung direkt bewässert werden müssen, kann die Erde bei einer Größe von zehn Zentimeter gemulcht werden. Somit bleibt das Wasser länger in der Erde und der Boden ist über einen längeren Zeitraum feucht.

Befreie die Brokkoli-Pflanze regelmäßig von dem Unkraut, welches sich mit der Zeit bildet. Damit die Erde nährstoffreich bleibt kann circa nach einem Monat Dünger verstreut werden. Der Dünger kann manchmal vor der ersten Ernte das Aroma an der Brokkoli entnehmen. Aus diesem Grund eignet sich als alternative Lösung Kompost oder Brennsesseljauche an. Um die Brokkolipflanze vor Schädlingen zu schützen, kannst du die Pflanzen mit einem Kulturschutznetz abdecken. Somit können keine Fliegen zur Pflanze durchdringen.

Ist Brokkoli winterhart?

Da die Grundvoraussetzung des Wachstums einer Brokkolipflanze windgeschützt und sonnig sein sollte, heißt das nicht, dass Brokkoli nicht winterhart sind. Sie können auch problemlos den Winter überstehen. Jedoch sollten bei hohen Minusgraden entweder bei einem Hochbeet mehr Holzpaletten angebracht oder im Freien sollten sie von einem Vlies oder einer Plane abgedeckt werden.

Die Plane oder der Vlies verhindert nicht das Wachstum der Brokkolipflanze und der Winter nimmt auch nicht das Aroma der Brokkoli weg. Es gibt auch die sogenannten Winter-Brokkoli, welche sich kaum von Frost beschädigen lassen und bei kalten Tagen keinen direkten Schutz benötigen.

Fazit

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass das selber Anbauen von Brokkoli halb so kompliziert ist, wie zuvor gedacht. Im Vergleich zum gekauften Brokkoli, lässt sich die selbst angebaute besser verkosten, da du zu 100% sicherstellen kannst, unter welchen Bedingungen und Umständen deine Brokkoli gewachsen sind.

Du solltest bei der Platzwahl, wo du die Brokkoli anbringen möchtest, darauf achten, dass die Faktoren, welche für das Wachstum der Pflanze dienen, gewährleistet sind. Falls du keinen eigenen Garten hast, ist das überhaupt kein Hindernis dein eigenes Brokkoli anzupflanzen, da du sie auch im Hochbeet auf deinem Balkon wachsen lassen kannst.

Bildquelle: Louis Hansel / Unsplash

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