Willkommen bei unserem großen Gartenerde Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Gartenerden. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Gartenerde zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Gartenerde kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Besonders wichtig ist es, dass du vor dem Einsetzen der Pflanzen eine Bodenanalyse durchführst, denn jeder Boden weist einen unterschiedlichen pH-Wert auf. Dieser ist ausschlaggebend für eine ertragreiche Ernte.
  • Neben den Gartenerden, die Torf beinhalten, kannst du zu torffreien Alternativen wie Komposterde, Kokos- und Holzfasern oder auch Rindenhumus greifen. Dadurch schützt du unsere noch vorhandenen Moorgebiete auf diesem Planeten.
  • Achte darauf, dass du deine Pflanze nicht zu häufig und viel gießt. Schimmel breitet sich gerne in dauerfeuchtem Milieu aus und befällt deine Pflanze.

Gartenerde Test: Das Ranking

Platz 1: Pflanzwerk® Quellerde, Blumenerde

Die Pflanzwerk Blumenerde ist von 20 l bis hin zu 600 l in 7 verschiedenen Gewichtsklassen verfügbar. Dabei handelt es sich laut des Herstellers um eine hochwertige, torffreie Kokoshumus-Blumenerde, die sich ideal zur Pflanzenaufzucht eignet. Des Weiteren ist diese ungedüngt und 100% biologisch abbaubar.

Das Naturprodukt weißt einen pH-Wert im neutralen Bereich auf und quillt auf: Durch Zugabe von 4-5 Litern Wasser erhältst du ca. 10 Liter lockere, hochwertige Blumenerde. Käufer schätzen diese Blumenerde auf Grund des platzsparenden Aspektes sehr. Durch die Briketts, die erst nach der Wasserzugabe aufquellen, kann man diese Erde prima lagern.

Platz 2: Humusziegel – gepresste Blumenerde

Diese gepresste Blumenerde stellt sich bei einem Gewicht von 1,3 kg als Kokosfaser Anzuchterde heraus. Die im Doppelpack erhältliche Erde ergibt mit 3-4 l Wasser 18 l lockeren Kokoshumus. Außerdem besitzt die ungedüngte und troffreie Blumenerde eine schimmelhemmende Wirkung und kann sowohl pur, als auch gemischt verwendet werden.

Laut des Herstellers ist dieses reine Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen lange lagerfähig. Durch den sehr guten Wasserpuffer werden Spross und Wurzeln weitgehend gestärkt.

Das Modell ist bei seinen Käufern sehr beliebt – diese schätzen vor allem das Format des gepressten Blockes. Durch diesen Block kann durch Zugabe von Wasser – ohne viel Schmutz gemacht zu haben – der Humusziegel schnell und einfach in Blumenerde umgewandelt werden.

Platz 3: Stockosorb – Wasserspeicher Granulat für über 250 L Blumenerde

Bei dem Stockosorb Wasserspeicher Granulat handelt es sich um Hydrogel für den Innen- und Außenbereich. Dieses Granulat ist in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich: 1 kg, 2 x 100 g, 5 x 100 g. 2 x 100 g Superabsorber reichen beispielsweise für 250 l Blumenerde und ergeben insgesamt 25 Liter aufgequollenes Wassergel.

Laut des Herstellers erhöhte Stockosorb die Wasserhaltekapazität von Böden und Substraten erheblich. Das Granulat wirkt bis zu 5 Jahren und zerfällt danach im Erdreich. Der Vorteil daran: kein Mikroplastik ist enthalten.

Die Kunden loben an diesem Wasserspeicher Granulat besonders, dass man nicht mehr regelmäßig und oft gießen muss. Das erspart viel Zeit und Aufwand. Auch wenn du einmal einige Tage nicht zu Hause bist, blühen deine Pflanzen danach noch immer wunderschön.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Gartenerde kaufst

Für was und welche Bereiche eignet sich Gartenerde?

Für das Wachstum deiner Pflanzen sind neben den optimalen Lichtverhältnissen und der richtigen Bewässerung die richtige Gartenerde ausschlaggebende Faktoren. Sind diese nicht gegeben, kann das Pflanzenwachstum gehemmt oder unterbunden werden. Unter der Erde laufen komplexe Vorgänge ab, die das Wachstum begünstigen und auch ermöglichen.

Grundsätzlich eignet sich die Gartenerde für Zimmerpflanzen, den Rasen, das Anpflanzen im Hochbeet aus Holz, für Gewächshäuser und Balkonpflanzen. Außerdem wird diese Erde auch gerne für den Gemüseanbau, Kräuter oder das Anpflanzen von Rosen, Lavendel, Hortensien oder Erdbeeren verwendet.

Gartenerde kann zur Anpflanzung unterschiedlicher Sachen – wie für den Rasen, Pflanzen und Gemüse – eingesetzt werden. (Bildquelle: unsplash.com / Markus Spiske)

Besonders wichtig ist es, dass die Erde nicht sauer, nährstoffarm oder gar überdüngt ist. Diese Bedingungen würden deine Ernteerträge und Ausbeuten sichtlich vermindern. Ist deine Gartenerde gut mit Nährstoffen versorgt, so können deine Pflanzen gut gedeihen und du kannst einen großen Nutzen aus der richtigen Wahl deiner Gartenerde ziehen.

Welchen pH-Wert soll Gartenerde aufweisen?

Der pH-Wert wird auch als Bodenreaktion bezeichnet und ist ein wichtiges Merkmal für deine Gartenerde. Dieser bestimmt neben mehreren anderen Faktoren, wie ertragreich deine Ernte ist und wie gut deine Pflanzen gedeihen können. Ein falscher pH-Wert kann zu Mangelsymptomen führen und die Pflanzen können kein optimales Wachstum genießen.

Folgende drei Arten von Bodenreaktionen gibt es:

  • Sauer
  • Neutral
  • Basisch/kalkhaltig

Die meisten Pflanzen gedeihen optimal auf einem Boden mit einem neutralen, bis schwach säuerlichen pH-Wert.

Dabei ist unbedingt zu beachten, dass sich der pH-Wert deines Gartenbodens deutlich von dem eines anderen unterscheiden kann. Jeder Boden weist sozusagen seine individuellen Merkmale auf und sollte daher vorher einer Bodenreaktion-Analyse unterzogen werden. Somit kannst du die Beschaffenheit deines Bodens ganz genau ermitteln.

Entweder du lässt den Bodentest von Gartencentern oder offiziellen Stellen durchführen, oder du bestimmt die Zusammensetzung selbst. Letzteres kann einerseits durch eine Schlammprobe, andererseits mit Indikator-Teststreifen aus der Apotheke oder Indikator-Tabletten (Bodenprobesets) durchgeführt werden.

Hier haben wir dir noch ein Video zur Veranschaulichung der eigenständigen Bodenanalyse für zu Hause herausgesucht:

Welche Inhaltsstoffe befinden sich in Gartenerde?

Die Inhaltsstoffe der Gartenerde sind besonders wichtig für das optimale Wachstum der Pflanzen, vor allem wenn der Boden nicht die perfekten Bedingungen dafür erfüllt. Die Gartenerde liefert den jungen Pflanzen sehr viel Energie. Auch auf eher nährstoffarmen Böden macht sich diese zu Nutze.

Folgende Bestandteile sind in der Gartenerde enthalten:

  • Humus (meist Rindenhumus)
  • Kompost aus Pflanzenteilen
  • Organische Stoffe wie Kokos- und Holzfasern, Algen, Guano
  • Torf
  • Dünger

Torf schädigt dem Abbau der natürlichen Moorlandschaft Europas und eine Übersäuerung der Gartenböden tritt ein. Durch die Übersäuerung können Pflanzen nicht mehr optimal gedeihen. Torf ist jedoch in vielen Substraten enthalten, deshalb sollte beim Kauf unbedingt auf eine torffreie Erde geachtet werden – mehr dazu später in den Kaufkriterien.

Des Weiteren ist es besonders wichtig, den Pflanzen anorganische Stoffe oder Mineralstoff beizumengen. Diese befinden sich nur in den seltensten Fällen in der Gartenerde und müssen deshalb selbst hinzugemischt werden. Um die Wurzeln nicht zu ersticken oder ertrinken müssen je nach Nässeanfälligkeit noch Sand und andere Zusatzstoffe beigefügt werden.

Was kostet Gartenerde?

Je nach Art und Inhaltsstoffen der Gartenerde, ergeben sich unterschiedliche Kosten. Die nachfolgende Tabelle zeigt dir, wie viel dir unterschiedliche Gartenerden im Mittel kosten:

Typ Preisspanne
Pflanzenerde ca. 4 – 30€
Blumenerde ca. 4 – 37€
Spezialerde ca. 5 – 35€

Gartenerden können in verschieden Gewichtsklassen gekauft werden, je nachdem sind diese dann teurer oder auch billiger.

Spezialerden werden im Vergleich zu den beiden anderen hauptsächlich in 5 Liter-Packungen angeboten. Dabei kosten 5 Liter teilweise mehr als 20 Liter einer Pflanzenerde.

Wo kann ich Gartenerde kaufen?

Gartenerden kannst du sowohl in Baumärkten kaufen, als auch in Discounter-Läden. Natürlich kannst du diese Substrate auch bequem über Online-Shops erwerben.

Baumärkte wie Bauhaus, Lagerhaus oder Obi haben Gartenerden verschiedener Typen und Hersteller mit Ausnahmen immer lagernd. Dort kannst du zu jeder Zeit Gartenerde, Blumenerde, aber auch Spezialerde für dein Gemüse und deine Pflanzen erwerben.

Auch in Discounter-Läden und Supermärkten wie Lidl und Rewe hast du die Möglichkeit auf den Kauf von Gartenerde zu billigeren Preisen. Dabei solltest du dich aber unbedingt vorher darüber informieren, ob dein Wunsch-Produkt gerade im Sortiment verfügbar ist.

Diese Läden haben Gartenerde nur zu bestimmten Zeiten, wie beispielsweise dem Frühlingsbeginn. Über die Verfügbarkeit kannst du dich auf deren Online-Seiten oder Prospekten informieren.

Die beliebteste und bequemste Variante ist und bleibt jedoch der Online-Kauf. Du kannst Vorteile wie das Liefern bis zur Haustüre und das Bestellen von der Couch aus zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit genießen. Du ersparst dir dadurch das Schleppen von einigen Litern an Gartenerde.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Shops im Internet die meisten Gartenerden verkauft:

  • Amazon.de
  • Obi.at
  • Hornbach.at
  • Dehner.at

Welche Alternativen gibt es zur Gartenerde?

Solltest du dich dafür entscheiden, keine herkömmliche Gartenerde (mit Torf) zu kaufen und dich nach torffreien Alternativen umsehen, können wir dir hier weiterhelfen.

In der nachfolgenden Tabelle listen wir dir die möglichen Alternativen für deine Gartenerde auf:

Typ Beschreibung
Komposterde Als Alternative zu dem sich in der Gartenerde meistens befindlichen Torf kann Komposterde verwendet werden. Als natürliches organisches Abfallprodukt ist die Erde nährstoffreich und fördert die Bodenstruktur. Der pH-Wert liegt bei 7 – 8,5, der Boden wird also nicht übersäuert.
Kokos- und Holzfasern Auch hier ist der pH-Wert höher als bei Torf: 3,6 – 6. Die Holzfasern sorgen außerdem für eine gute Durchwurzelung und einen optimalen Luftaustausch im Boden.
Rindenhumus Gewonnen wird der Rindenhumus aus zerkleinerter, fermentierter Nadelholzrinde. Diese ist in den meisten Fällen mit Stickstoff angereichert. Der nährstoffarme Rindenhumus kann bis zu 50% Wasser speichern und fördert das Wurzelwachstum deiner Pflanzen.

Entscheidung: Welche Arten von Gartenerden gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir Gartenerde kaufen möchtest, gibt es drei Alternativen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

  • Pflanzenerde
  • Blumenerde
  • Spezialerde

Diese drei Arten unterscheiden sich nicht nur in deren Preisklasse, sondern auch in deren Zusammensetzung, Inhaltsstoffen und Einsatzgebieten.

Je nachdem, ob du Pflanzen in Gärten, Gewächshäusern, Gemüse- und Hochbeeten oder Kübeln anpflanzt oder eher Zimmer-, Topf-, Balkon- oder Terrassenpflanzen gedeihen lassen willst, solltest du die für dich optimale Art der Gartenerde herausfinden.

Was zeichnet Pflanzenerde aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Pflanzenerden eignen sich grundsätzlich für Pflanzen in Gärten, Gewächshäusern, Gemüse- und Hochbeeten, aber auch für die Kübelhaltung.

Erde für die Pflanzen wird sowohl für die Bodenverbesserung, das Auspflanzen von adulten Pflanzen oder Jungpflanzen nach einiger Zeit im Topf, als auch für die Kübelhaltung im Freien und zum Überwintern verwendet.

Pflanzenerden wirken nicht wie die Spezialerden auf eine Pflanzenart oder -familie, diese wirken als allgemeine Erde. Dabei helfen diese, Standorte in ihrer Beschaffung zu optimieren.

Folgende Pflanzen profitieren von Pflanzenerden:

  • Rosen
  • Hecken
  • Stauden
  • Gartenblumen
  • Gehölze jeglicher Art

Der Dünger der Pflanzenerde beinhaltet weniger Stickstoff, Schwefel und Phosphat, dafür mehr Kalium. Die Pflanzenerde enthält genauso wie die Blumenerde dieselbe Menge an Magnesium. Der pH-Wert dieser Erde liegt bei 6,4-6,5 – ist also leicht sauer.

Pflanzenerden werden des Öfteren auch unter dem Begriff Gartenerde geführt. Eine Abgrenzung von Blumenerden ist dadurch leicht erkennbar.

Vorteile
  • Wirkung nicht spezialisiert auf eine Pflanzenart
  •  Optimierung von Standorten in ihrer Beschaffung
  • Bodenverbesserung
  • Auflockerung des Gartenbodens
  • Unbegrenzter Wurzelraum
  • Nutzung der Strukturstabilität des natürlichen Bodens
Nachteile
  • Kürzere Lagerung

Was zeichnet Blumenerde aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Im Vergleich zur Pflanzenerde spezialisiert sich Blumenerde auf Topfpflanzen, die sich nicht im Freiland befinden und an einem festen Standort eingepflanzt werden. Diese eignet sich für folgende Pflanzen: Zimmer-, Topf-, Balkon- und Terrassenpflanzen.

Blumenerde Test 2019: Die besten Erden für Blumen im Vergleich

Blumenerde wird meist mit Ton angereichert, was dazu führt, dass die Erde mit mehreren Nährstoffen und Feuchtigkeit angereichert wird.

Der Dünger der Blumenerde beinhaltet mehr Stickstoff, Schwefel und Phosphat, dafür weniger Kalium. Die Blumenerde enthält genauso wie die Pflanzenerde dieselbe Menge an Magnesium. Der pH-Wert dieser Erde liegt bei 6,1 – ist also saurer als dieser der Pflanzenerde.

Vorteile
  • Für Pflanzen mit begrenztem Wurzelraum
  • Zusätzlicher Tonanteil
  • Längere Lagerung
  • Mehr Mikroorganismen
  • Ausreichender Wasser- und Sauerstoffspeicher im Topf
Nachteile
  • Keine weitere Nahrung aus dem natürlichen Boden
  • Begrenzter Wurzelraum
  • Muss strukturstabil sein (nur wenig Zusatzstoffe können zur Bodenverbesserung hinzugegeben werden)

Was zeichnet Spezialerde aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Spezialerden werden einerseits für einzelne Pflanzenfamilien oder -arten zusammengestellt, andererseits können auch für bestimmte Verwendungszwecke Spezialerden benötigt werden.

Die richtige Wahl der Gartenerde ist besonders ausschlaggebend für das Pflanzenwachstum, denn Erde ist nicht gleich Erde.

Es existieren zahlreiche Arten von Spezialerden. Drei davon behandeln wir hier:

  • Anzuchterde
  • Kräutererde
  • Gemüseerde

Ein extrem nährstoffarmes Substrat stellt die Anzuchterde dar. Durch die Nährstoffarmut treiben die Wurzeln in den ersten Wochen deutlich stärker aus. Genutzt wird dieses Substrat zur Anzucht von Keimlingen.

Die Kräutererde wird – wie der Name schon sagt – speziell für Kräuter genutzt. Diese bevorzugen einen nährstoffarmen, durchlässigen Boden mit mineralischem Anteil. Zu ungefähr 30% wird dieser Erde Quarzsand hinzugegeben. Der Grund dafür ist, dass die Erde dadurch noch strukturierter gemacht werden kann.

Bei der Gemüseerde handelt es sich um ein Substrat mit noch höherem Nährstoffanteil. Die Nutzung von tierischen Düngemitteln wird herangezogen. Durch die Verwendung von Hornspänen und Hornmehl kann dieser hohe Nährstoffanteil überhaupt erreicht werden.

Vorteile
  • Höherer Nährstoffanteil
  • Vielzahl an verschiedenen Spezialerden
Nachteile
  • Nur für bestimmte Pflanzenfamilien und -gattungen
  • Für den Garten nicht zwingend notwendig

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gartenerden vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an existierenden Gartenerden entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du Gartenerden miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Wasserspeicher
  • Vorportionierung
  • Gewicht
  • Torffrei und ungedüngt
  • Schimmelhemmer

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Wasserspeicher

Die Wasserspeicher-Kapazität ist bei deiner Gartenerde besonders wichtig. Dadurch bleibt der Boden länger feucht und durch die gleichmäßige Wasserverfügbarkeit kommt es zu einer besseren Frucht- und Blütenbildung.

Es gibt auch Wasserspeicher-Granulate zu erwerben. Diese lässt man aufquellen und anschließend mischt man sie unter die Pflanzenerde. Die Wirkungsdauer beträgt ca. 5 Jahre. Das Gel sorgt für hohen Zuwachs im Spross und führt auch zu einer deutlichen Zunahme der Wurzelmasse.

Speichert die Erde viel Wasser, muss diese auch über längere Zeiträume nicht gegossen werden.

Vorportionierung

Besonders bequem und praktisch ist es, wenn du dir Gartenerde kaufst, die bereits vorportioniert ist. Dabei hast du wenig Aufwand, denn die Erde ist meist in 4 Einzelstücke geteilt und du musst nichts mehr extra abwiegen.

Gewicht

Das Gewicht deiner Gartenerde wird überlicherweise in Litern angegeben. Dabei musst du entscheiden, wie viel Gartenerde du benötigst. Es gibt sowohl einzelne Säcke, als auch Doppelpacks oder beispielsweise einen Zwölferpack zu kaufen.

Dabei gibt es 5, 9, 10, 20, 40, 50, 60, 70, … Liter-Packungen zu erwerben.

650 g ungedüngte, torffreie, gepresste Blumenerde gibt es beispielsweise als Humusziegel zu kaufen. Dabei musst du nicht einmal einen ganzen Kilo tragen und kannst, indem du 2 Liter Wasser beimengst, 18 Liter lockeren Kokoshumus bekommen. Diese gepressten Säcke sind also platzsparend und einfach zu tragen.

Die Verpackungen von Gartenerde sind in unterschiedlicher Anzahl an Litern zu kaufen. (Bildquelle: unsplash.com / Markus Spiske)

Torffrei und ungedüngt

Torf ist ein organisches Sediment, das aus abgestorbenen Pflanzenrückständen wie Moosen und Gräsern entsteht. Der Nachteil von torfangereicherten Erden liegt beim Rückgang von Moor-Landschaften.

Da die Moore wichtige Bestandteile unseres Ökosystems aufweisen, gilt es, diese zu sichern und den Torf durch Alternativen wie Komposterde, Kokos- und Holzfasern oder Rindenhumus zu ersetzen.

In handelsüblichen Erden kann es teilweise vorkommen, dass der Torfanteil bis zu 90% beträgt.

Wieso der Torf trotzdem bei vielen Gärtnern äußert beliebt ist, liegt zum einen in der guten Wasserspeicherung, zum anderen in der Nährstoffarmut. Durch diese ist der Torf nahezu frei von Samen und Krankheitserregern. Außerdem sind die Rohstoffe für torffreie Alternativen wesentlich teurer, als der Torf selbst.

Manche Pflanzen gedeihen nur auf torfhaltigen Böden – in diesem Fall darf auf keine torffreien Alternativen zurückgegriffen werden.

Ist deine Gartenerde torffrei, so bringt das den großen Vorteil mit sich, dass diese den Boden nicht übersäuert. Der pH-Wert von Torf liegt nämlich im Bereich von 2,8 bis 3,2 und ist somit stark sauer. Alle oben und auch im Ratgeber genannten Alternativen haben einen pH-Wert, der wenig sauer bis hin zu neutral ist.

Du musst die torffreien Gartenerden häufiger gießen, um diese vom Austrocknen zu schützen. Diese haben nicht so eine hohe Wasserspeicherfähigkeit wie der Torf.

Überdüngte Pflanzen sind anfällig auf Regen und Wind. Außerdem würde die Ausbildung der Blüten stark gehemmt werden und sich dafür zu viele und große Blätter entwickeln.

Deshalb ist es sinnvoll, ungedüngte Gartenerde zu kaufen und diese selber mit dem optimalen Dünger zu düngen – dabei kann auch die Dosierung selbst bestimmt werden.

Schimmelhemmer

Ein weiteres, wichtiges Kaufkriterium stellt die schimmelhemmende Wirkung dar. Dadurch ist deine Gartenerde auch für die Aussaat und Anzucht von Exoten geeignet. Dabei wird die Feuchtigkeit gleichmäßig an das Saatgut abgegeben.

Gießt du deine Pflanze zu häufig oder viel, bildet sich ein weißer Flaum auf der Pflanzenerde. Diese vom Schimmel ausgebildeten Schimmelsporen können auch für uns Menschen gefährlich werden.

Beinhaltet deine Pflanzenerde Schimmelhemmer, kann dies verhindert werden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gartenerde

Wie reinige ich meine Gartenerde, wenn diese eine weiße Oberfläche aufweist?

Ist die Gartenerde an der Oberfläche weiß, gibt es zwei Erklärungen dafür. Einerseits kann es sich dabei um Kalk oder andere Mineralien handeln, andererseits könnten es Schimmelablagerungen sein. Es gilt, bevor du deine Gartenerde reinigst, abzuklären, um welchen der beiden Fälle es sich handelt.

Lebst du in einer Region mit hartem, kalkreichen Leitungswasser könnte der erste Fall zutreffen. Mineralien, die sich an der Oberfläche deiner Erde ansammeln, erkennst du, indem du diese mit einem Löffel abkratzt.

Das weiße Material ist dabei hart und krümelig. Diese Krümel schaden deiner Pflanze kaum und stellen ein rein ästhetisches Problem dar. Den Topf kannst du nach der Reinigung und Beseitigung des Schmutzes mit frischer Erde auffüllen.

Handelt es sich bei dem Belag um ein flaumig-weiches Material, so kannst du davon ausgehen, dass deine Erde und auch Pflanze unter Schimmelbefall leidet. Dabei befindet sich der Schimmel nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Inneren der Gartenerde.

Das Problem an Schimmel stellen der leicht modrige Geruch und die Toxizität einiger Pilze in der Atemluft dar. Eine höhere Sporen-Konzentration in der Atemluft kann Asthmaanfälle als Resultat liefern.

Schimmel breitet sich besonders gern und schnell in immerfeuchtem Milieu aus. Überwasserst du deine Pflanze, züchtest du in den meisten Fällen also Schimmel herbei.

Anleitung zur Beseitigung von Schimmel:

  1. Bringe den Blumentopf samt Erde ins Freie und durchlüfte den Raum, indem sich die Pflanze befand.
  2. Die Zimmerpflanze topfst du nun aus und schabst anschließend die verschimmelte Erde so gut wie geht ab.
  3. Alle lockeren Erdstücke, die sich nicht an der Oberfläche befinden, entfernst du ebenfalls. Es sollte rein der durchwurzelte Ballen übrig bleiben.
  4. Den Topf reinigst du vor dem Wieder-Einsetzen außen und innen äußerst genau mit warmer Essiglösung.
  5. Für das Wieder-Einsetzten verwende unbedingt hochwertige, neue Erde.

Im Herbst und Winter ruht die Pflanze. Du kannst den Wurzelballen dadurch um ein weiteres Viertel bis Drittel verkleinern. Dies gelingt am besten mit einem alten Brotmesser.

Wie kann ich meine Gartenerde als Nachtisch verwenden?

Für 8 Portionen feinen Nachtisch benötigst du folgende Zutaten:

  • 500 g Quark
  • 125 g Puderzucker
  • 2 Packungen Cremepulver (Paradiescreme Vanille)
  • 600 ml Milch
  • 500 g Schlagsahne
  • 2 Packungen Kekse (Oreo à 175 g)
  • Süßigkeiten (Gummiwürmer)

Die Zubereitung deines Nachtisches erfolgt folgendermaßen:

  1. Die Kekse frierst du am Tag vorher ein. Am Tag der Zubereitung mixt du diese in einem Mixer bis sie fein gemahlen sind. Das stellt die Erde dar.
  2. Die Paradiescreme stellt du laut Packungsanleitung mit der Milch her.
  3. Die Sahne schlägst du anschließend steif.
  4. Sowohl die Creme, als auch die Sahne stellst du bei Seite.
  5. Nun verrührst du den Quark mit dem Puderzucker.
  6. Anschließend wird die Creme mit dem Quark vermengt und die Sahne untergehoben.
  7. Abschließend schichtest du alles in einen bis zwei Sandeimern – beginnend mit der Creme und abschließend mit der „Erde“.
  8. Du kannst deine Kreationen je nach Belieben mit Gummiwürmern aufwerten und ein Schäufelchen als Löffel hinzugeben.

(Quelle: www.chefkoch.de)

Im Kühlschrank mindestens eine Nacht durchziehen lassen. Je länger, desto besser.

Wo kann ich meine Gartenerde entsorgen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, was du nach dem Ende der Saison mit deiner Gartenerde machen kannst:

  • Wiederverwendung
  • Entsorgung

Viele entsorgen die Gartenerde nach jeder Saison. Ist diese von Schimmel befallen, trocken oder riecht eigenartig, ist das nachvollziehbar und auch wichtig, diese zu entsorgen.

Handelt es sich jedoch um eine noch gute Erde, so kann diese leicht mit einem Substrat-Dünger aufbereitet werden und muss nicht saisonweise gewechselt werden. Außerdem hilft es, die Erde regelmäßig aufzulockern. Damit sorgst du für eine gute Drainage.

Willst du deine Erde aber entsorgen, kannst du diese in bestehende Beete einarbeiten, oder auch Igeln einen Unterschlupf bieten, indem du die Erde mit Laub, Heu und Stroh vermengst. Auch auf dem Kompostplatz im Garten kann die Erde entsorgt werden.

Abhängig von deiner Gemeinde, darfst du die Gartenerde in die Biotonne werfen, es kann aber auch sein, dass das bei dir verboten ist. In einigen Gemeinden darfst du deine Pflanzenerde ausschließlich über die Restmülltonne entsorgen. Erkundige dich drüber vorher bitte genau!

Trenne vor dem Entsorgen deiner Erde diese von Plastikmüll. Es darf keinerlei Kunststoff sowohl in die Restmüll-, als auch in eine Biomülltonne gelangen.

Bei dem Wegwerfen größerer Mengen an Gartenerde, entsorge diese bitte über einen Werkstoffhof oder das Abfallzentrum.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://diybook.at/garten/gartenarbeiten/garten-gruenanlagen/gartenboden-blumenerde-wissenswertes-erde

[2] https://www.plantopedia.de/pflanzerde

[3] https://www.obi.at/ratgeber/garten-und-freizeit/gartenpflanzen/garten-basics/torffreie-erden

[4] https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/blumenerde-schimmelt-das-hilft-gegen-pilzbefall-26446

[5] https://entsorgen.org/blumenerde

Bildquelle: unsplash.com / Markus Spiske

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