Gartenpumpe

Gartenliebhaber aufgepasst! Im Folgenden erfährst du alles rund um das Thema Gartenpumpen, welches Modell das Richtige für dich ist, wie du am besten damit sparen kannst und auf welche Qualitätsmerkmale du achten solltest. Besonders die Fördermenge, die Ansaughöhe und die Eintauchtiefe solltest du dir dabei näher anschauen.

In unserem großen Gartenpumpen Test 2019 stellen wir dir diverse Modelle vor, die sich grundsätzlich in Preis und Beschaffenheit unterscheiden. Du kannst zwischen Saug- und Tauchpumpen wählen. So findest du die passende Pumpe für deinen Garten und mit Hilfe der Gartenpumpe kannst du nicht nur deine Wohlfühloase, sondern auch dich zum Strahlen bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grundsätzlich werden Gartenpumpen in zwei Kategorien aufgeteilt: in Saugpumpen und Tauchpumpen. Bei beiden Varianten gibt es mehrere Untergruppen.
  • Saugpumpen stehen außerhalb der Wasserquelle und saugen das Wasser mittels Saugschlauch an. Im Gegensatz dazu werden Tauchpumpen direkt in die Wasserquelle eingetaucht.
  • Jede Pumpenvariante eignet sich für bestimmte Verwendungszwecke. Einen Pumpentyp, der sich für alle Einsatzmöglichkeiten optimal eignet, gibt es nicht.

Gartenpumpe Test: Unsere Empfehlungen

Die beste Jetpumpe

Die T.I.P. GP 3000 Inox gehört zu der Kategorie der Saugpumpen. Trotz ihres geringen Preises bietet diese eine sehr solide Leistung mit einer angenehmen Lautstärke. Ihre besondere Stärke ist die Vielseitigkeit. Sie verfügt über ein Gehäuse aus Edelstahl und bietet eine maximale Fördermenge von 2.950 Litern pro Stunde.
Wie bei allen Geräten ihrer Art saugt sie das Wasser mittels Schlauch an. Bei diesem Modell handelt es sich um eine selbstansaugende Variante – nur das Pumpengehäuse muss mit Wasser gefüllt sein, den Rest erledigt die Jetpumpe von selbst. Mit ihrer Leistung von 550 Watt erreicht sie aber ein überdurchschnittliches Ergebnis im Bereich Fördermenge, Förderhöhe und Förderdruck.

Die beste Saugpumpe mit großer Förderhöhe

Die 1.100 Watt starke Metabo P 4000 ist eine einfache, aber qualitativ hochwertige Gartenpumpe. Sie weiß vor allem durch ihre sehr massive und robuste Bauweise zu überzeugen. Es ist eine separate Wasser-Einfüllöffnung für die einfache Inbetriebnahme der Pumpe vorhanden.

Die Ansaughöhe von acht Meter entspricht einem für Saugpumpen hohen Wert. Ihre Förderleistung von 4.000 Litern pro Stunde mit einem Druck von 4,6 Bar ist jedoch eher ein durchschnittlicher Wert. Die Metabo P 4000 eignet sich für maximal drei Regner, verfügt über einen Überlastschutz gegen Überhitzung und ein Gleitringdichtungssystem für eine lange Lebensdauer.

Die beste Oberflächenpumpe

Die Einhell GC-GP 6538 Gartenpumpe ist eine sehr leistungsstarke Oberflächenpumpe. Mit einer Leistung von 650 Watt kann sie bis zu 3800 Liter Wasser pro Stunde pumpen. Die maximale Förderhöhe beträgt dabei ganze 36 Meter.

Das Gerät ist nur zur Förderung von Klarwasser geeignet und kann deswegen perfekt zur Bewässerung des Gartens. Kunden sind besonders angetan von der einfachen Handhabung und der hohen Leistungsstärke der Pumpe.

Die beste Klarwassertauchpumpe

Die Gardena Classic 4000/2 ist eine Klarwassertauchpumpe mit einer besonderen Eignung für Regenfässer. Durch die Teleskopleitung mit Absperrhahn lässt es sich mühelos Wasser aus Regentonnen fördern. Mit ihren 4.000 Litern Förderleistung pro Stunde zählt dieses Modell zu den stärkeren Regenfasspumpen.

Damit eignet sich die Gardena Classic 4000/2 auch für größere Fässer und umfangreichere Pumpaufgaben. Aufgrund ihrer Leistungsangaben kann die Tauchpumpe in Kombination mit Regnern und vielen anderen Bewässerungssystemen betrieben werden. Die maximale Eintauchtiefe beträgt sieben Meter.

Die beste Tiefbrunnenpumpe

Die Gardena 6000/5 Inox ist eine leistungsstarke Tiefbrunnenpumpe, die sich vor allem für die Gartenbewässerung durch Brunnen- und Grundwasser aus tiefen Regionen eignet. Ebenfalls ist sie auch für das Abpumpen und das Befüllen von Pools, Teichen oder ähnlichem geeignet.

Die Gardena 6000/5 Inox funktioniert vollautomatisch und schaltet sich bei Druckänderungen selbstständig an und aus. Mit ihrer Leistung von 950 Watt ist es ein sehr energiesparendes Modell und erreicht ein überdurchschnittliches gutes Ergebnis im Bereich Fördermenge, Förderhöhe und Förderdruck.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Gartenpumpe kaufst

Eine Gartenpumpe kann eine sinnvolle, aber auch relativ teure Investition in deinen Garten sein.

Bevor du dich also für eine bestimmte Gartenpumpe entscheidest, haben wir dir in diesem Abschnitt die wichtigsten Fragen und deren Antworten zusammengefasst.

Wie funktioniert eine Gartenpumpe?

Moderne Gartenpumpen arbeiten nicht mechanisch, sondern hauptsächlich hydraulisch. Ein relativ kleines Laufrad erzeugt durch Düsen eine starke Strömung, sodass Wasser bewegt wird.

Eine Gartenpumpe muss vor allem zu dir und deiner Lebenssituation passen. (Bildquelle: 123rf.com / roblan)

Das Laufrad wird durch den Pumpenmotor angetrieben. Der Pumpenraum ist über ein System von Düsen mit diesem Laufrad gekoppelt. Der so erzeugte Unterdruck saugt das Wasser an.

Über einen Ansaugstutzen wird das Wasser durch einen Vorfilter durch die Düsen gepresst. Von dort gelangt es auf das Laufrad und verlässt die Pumpe unter Druck durch den Druckstutzen. Dieser so entstandene Strom erlaubt es das Wasser über einen Höhenunterschied anzusaugen.

Was kostet eine Gartenpumpe?

Gartenpumpen gibt es in allen Preisklassen, wobei sich die Anschaffungskosten nach Art und Modell unterscheiden.

Die Preise beginnen bei ca. 30 Euro und können bei einer Hochleistungstiefbrunnenpumpe auch ca. 1.200 Euro betragen.

Typ Preis
Jetpumpe ca. 50 bis 300 Euro
Hauswasserwerk
Hauswasserautomat
ca. 100 bis 800 Euro
Klarwasserpumpe
Schmutzwasserpumpe
ca. 30 bis 200 Euro
Tauchdruckpumpe ca. 100 bis 400 Euro
Tiefbrunnenpumpe ca. 200 bis 1200 Euro
Regenfasspumpe ca. 50 bis 200 Euro

Da es sich bei den günstigeren Gartenpumpen in den meisten Fällen um günstige No-Name-Produkte handelt, ist deren Kauf nicht empfehlenswert. Nicht nur weil Ersatzteile nicht verfügbar sind, sondern auch wegen der Kunststoffteile im Inneren, die leicht beschädigt werden können.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 150 Produkte aus der Kategorie Gartenpumpe untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist.(Quelle: Eigene Darstellung)

Wo kann ich eine Gartenpumpe kaufen?

Gartenpumpen kannst du sowohl im gut sortierten Fachhandel als auch in Baumärkten und manchmal auch im Supermarkt kaufen. In den letzten Jahren verkaufen sich Gartenpumpen vermehrt über das Internet, da die Preise in den meisten Fällen niedriger sind und es leichter ist, die Produkte zu vergleichen.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Gartenpumpen in Deutschland derzeit über die folgenden Online-Shops verkauft:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Bauhaus.info
  • Hornbach.de
  • Hagebau.de
  • Obi.de

Kann ich eine Gartenpumpe selbst anschließen?

Grundsätzlich ist es überhaupt kein Problem, eine Gartenpumpe eigenständig in Betrieb zu nehmen. Die Montageanleitung des Herstellers hilft dabei und sollte in jedem Fall genau durchgelesen werden.

Was mache ich mit meiner Gartenpumpe im Winter?

Spätestens beim ersten Bodenfrost müssen Saugpumpen und Tauchpumpen winterfest gemacht werden. Die Pumpe selbst  wird einfach abmontiert und frostsicher eingelagert.

Wasserpumpen haben zum Ablassen des Wassers eine Ablaufschraube. Einfach aufschrauben und Wasser rauslaufen lassen. Bei Saugpumpen ist darüber hinaus sicherzustellen, dass die Saugleitung vom Restwasser entleert wird, um ein mögliches Platzen zu verhindern.

Kann ich Wasserkosten mit der Gartenpumpe sparen?

Ja, du kannst tatsächlich Wasserkosten sparen und das nicht zu wenig. Je nach Region in Deutschland betragen die Kosten für 1 m³ Leitungswasser ca. 2 Euro. Für jeden Kubikmeter Leitungswasser, den du durch Brunnenwasser ersetzt, werden sich deine Stromkosten aber um ca. 30 Cent erhöhen.

Das Ergebnis: Durch den Austausch von 100 m³ Leitungswasser mit Brunnenwasser ergibt sich eine Ersparnis von ca. 125 bis 170 Euro.

Mit Pumpenvarianten, die nicht für die Bewässerung oder für das Betreiben von Rasensprenger geeignet sind, wirst du vermutlich keine 100 m³ austauschen können. Diese Pumpen dienen eher dem Komfort oder einen bestimmten Verwendungszweck wie zum Beispiel dem Abpumpen von Wasser.

Je nach Region und Stromverbrauch der Wasserpumpe kannst du durch Austausch von Leitungswasser mit Grundwasser etwa 1,25 bis 1,75 Euro pro Kubikmeter sparen.

Entscheidung: Welche Arten von Gartenpumpen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich werden Gartenpumpen in zwei Hauptgruppen unterteilt:

  • Saugpumpe
  • Tauchpumpe

Beide Varianten gehören meist zur Kategorie der Kreiselpumpen. Darunter werden Strömungsmaschinen verstanden, welche die Fliehkraft nutzen, um Flüssigkeiten zu fördern.

Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Wasserpumpe sich am besten für dich eignet.

Wie funktioniert eine Saugpumpe und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Die Saugpumpe zieht das Wasser mittels Saugschlauch aus einer Quelle an. Die Pumpe selbst steht hierbei nicht im Wasser. Es wird zwischen selbstansaugend und nicht selbstansaugend unterschieden.

Eine Saugpumpe ist oft etwas lauter.

Im Falle einer nicht selbstansaugenden Variante müssen Saugleitung und Pumpenraum vor Inbetriebnahme vollständig manuell mit Wasser gefüllt werden. Durch den Ansaugvorgang ist bei dieser Gruppe mit einem erhöhten Geräuschpegel zu rechnen.

An der Ansaugseite des Gartenschlauchs wird ein Rückschlagventil benötigt, um nach dem Abschalten der Pumpe ein Zurückfließen des Wassers zu verhindern.

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Diese Art von Pumpen kann je nach Ausführung Wasser über einen Höhenunterschied von bis zu acht Meter transportieren. Doch es gilt: Je größer der Höhenunterschied zwischen Pumpe und Quelle, desto weniger Wasser wird gefördert.

Folgende Gartenpumpen gehören zu der Gruppe der Saugpumpen:

  • Jetpumpe
  • Hauswasserwerk (Pumpe mit Kessel)
  • Hauswasserautomat

Jetpumpe

Meist wird eine Jetpumpe mit dem Begriff Gartenpumpe gleichgesetzt.

Die Jetpumpe zeichnet sich vor allem durch ihre robuste und einfache Bauweise aus. Diese Eigenschaften lassen sie aber leider auch etwas sperrig wirken. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass diese Saugpumpe so gut wie verschleißfrei arbeitet, da sich wenig bewegliche Teile im Inneren befinden.

Vorteile
  • Kurze Einsätze möglich
  • Geringer Verschleiß
  • Elektronische Steuereinheit kann nachgerüstet werden
Nachteile
  • Keine automatische Steuerung
  • Hoher Geräuschpegel
  • Meist sperrig

Zur Bedienung verfügt sie nur über einen manuellen Ein- und Ausschalter. Durch die große Drehzahl ist mit einem höheren Lärmpegel zu rechnen.

Typische Verwendungszwecke für eine Jetpumpe sind die Bewässerung von Gartenanlagen und das Befüllen von Pools oder ähnlichem.

Hauswasserwerk

Bei einem Hauswasserwerk ist die Pumpe an einen Druckbehälter angeschlossen. Das Gerät pumpt Wasser in den Druckkessel, der in zwei Kammern unterteilt ist. Eine Kammer ist gefüllt mit Druckluft, die andere mit Wasser. Beide Kammern werden von einer Gummimembrane getrennt.

Wenn Wasser entnommen wird, verringert das den Druck. Sobald ein gewisser Druck unterschritten wird, schaltet sich die Pumpe hinzu. Die Einstellung des Druckschalters muss individuell an das jeweilige Wassernetzwerk angepasst werden.

Mit dieser Anlage ist es möglich, Teile deiner Hauswasserversorgung durch Regen- oder Grundwasser zu ersetzen.

Besonders die Waschmaschine oder die Toilettenspülung bieten sich für ein Hauswasserwerk an. Als positiver Nebeneffekt kommt hinzu, dass Regen- oder Grundwasser keinen Kalk enthält und dadurch Leitungen und Geräte geschont werden.

Vorteile
  • Automatische Aktivierung bei Druckverlust
  • Geringer Verschleiß der Pumpe
  • Komplette Hauswasserversorgung möglich
  • Geringer Stromverbrauch
Nachteile
  • Ersatzteile meist teuer
  • Kessel und Membran aufwändig bei Reparaturen
  • Druckschwankungen

Bei vielen kleinen Wasserentnahmen ist ein Hauswasserwerk statt eines Hauswasserautomaten empfehlenswert, da sich die Pumpe nicht sofort hinzuschaltet.

Typische Verwendungszwecke für ein Hauswasserwerk sind die Bewässerung von Gartenanlagen, das Betreiben von Bewässerungssystemen sowie die Druckerhöhung und die Wasserversorgung der sanitären Anlagen.

Hauswasserautomat

Ein Hauswasserautomat ist eine Gartenpumpe beziehungsweise Jetpumpe mit einer elektronischen Steuereinheit.

Der Vorteil liegt darin, dass sich dieser Pumpentyp automatisch einschaltet, sobald Wasser entnommen wird. Da der Druck durch mehrere Schaufelräder erzeugt wird, ist er anders als bei einem Hauswasserwerk immer konstant und nicht schwankend.

Vorteile
  • Schneller und konstanter Druck
  • Keine Schwankung im System
Nachteile
  • Hoher Stromverbrauch
  • Höhere Geräuschbelästigung
  • Pumpe schaltet sich auch bei Kleinstmengen zu

Bei konsequent größeren Wasserentnahmen ist ein Hauswasserautomat empfehlenswert, da der Druck gleich bleibt.

Typische Verwendungszwecke für einen Hauswassertautomaten sind das Betreiben von Bewässerungssystemen, das Befüllen von Pools oder Teichen und das Betreiben von Rasensprengern.

Wie funktioniert eine Tauchpumpe und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Als Tauchpumpe oder Unterwasserpumpe werden Pumpenarten bezeichnet, welche in die zu fördernde Flüssigkeit eingetaucht werden. Sie sind in der Lage, Wasser aus tiefer gelegenen Regionen an die Oberfläche zu befördern.

Folgende Motorpumpen gehören zur Kategorie der Tauchpumpen:

  • Klarwassertauchpumpe
  • Tauchdruckpumpe
  • Schmutzwasserpumpe
  • Tiefbrunnenpumpe
  • Regenfasspumpe

Klarwasserpumpe

Die Klarwasserpumpe kommt meist beim Bewegen von größeren Wassermengen zum Einsatz, wie zum Beispiel bei einem überschwemmten Keller oder ähnlichen. Wegen ihrer Bauweise kann sie das vorhandene Wasser fast zur Gänze abtragen.

Vorteile
  • Nur geringer Restwasserstand
  • Sehr leise
  • Geringe Anschaffungskosten
Nachteile
  • Wenig Druck
  • Nicht zum Betreiben von Bewässerungssystemen geeignet
  • Nicht immer für Chlor geeignet

Es können damit zwar eine große Wassermenge gefördert werden, jedoch mit wenig Druck.

Das Abpumpen von Wasser bei Überschwemmungen, das Auspumpen von Pools oder die Förderung von Grund- und Regenwasser gehören zu den typischen Verwendungszwecken der Klarwasserpumpe.

Achtung: Nicht jede Klarwasser-Tauchpumpe ist für Chlor geeignet – dies muss explizit vom Hersteller angeführt worden sein.

Tauchdruckpumpe

Der einzige Unterschied der Tauchdruckpumpe zur normalen Tauchpumpe liegt darin, dass diese mit Druck arbeitet. Hiermit lässt sich wunderbar Brunnenwasser befördern, um damit eine Bewässerungsanlage zu betreiben.

Vorteile
  • Nur geringer Restwasserstand
  • Hoher Druck
  • Betreiben von Bewässerungssystemen möglich
Nachteile
  • Teurer als eine normale Tauchpumpe
  • Nicht immer für Chlor geeignet

Typische Aufgaben der Tauchdruckpumpe sind die Förderung von Grundwasser, dass Betreiben von Rasensprengern sowie das das Auspumpen von Pools oder Teichanlagen.

Schmutzwasserpumpe

Die Schmutzwassertauchpumpe kommt – wie es der Name schon andeutet – zum Einsatz, wenn verschmutztes Wasser entsorgt werden soll. Durch ihre größere Öffnung am Boden kann sie mühelos grobe Schmutzpartikel aufsaugen.

Wegen der erhöhten Einsaugöffnung ist eine nahezu restwasserlose Absaugung nicht möglich. Je nach Modell verbleibt ein ca. 2 cm hoher Wasserstand.

Vorteile
  • Beförderung von Schmutzwasser möglich
  • Bis zu 40 mm Korngröße wird befördert
  • Sehr hohe Förderleistung
Nachteile
  • Ca. 2 cm an Restwasser verbleiben

Die typischen Verwendungszwecke dieser Pumpenart sind das Auspumpen von Baugruben und das Fördern von stark verunreinigtem Wasser. Außerdem kommt die Schmutzwassertauchpumpe sehr oft in Überschwemmungsgebieten zum Einsatz.

Tiefbrunnenpumpe

Tiefbrunnenpumpen sind spezielle Tauchpumpen, die zur Förderung von Klarwasser ab ca. acht Metern Eintauchtiefe zum Einsatz kommen. Auch unter hohem Druck kann diese Pumpe noch einwandfrei arbeiten. Speziell wegen ihrer sehr schmalen Form passt diese auch in sehr enge Bohrlöcher.

Vorteile
  • Geringer Durchmesser der Pumpe
  • Auch für schmale Brunnenbohrungen
  • Für tiefe Quellen geeignet
Nachteile
  • Teuer in der Anschaffung
  • Geringere Förderleistung als normale Klarwasserpumpe

Die Tiefbrunnenpumpe kommt vor allem beim Fördern von Regen- und Grundwasser bei hoher Wassereintauchtiefe zum Einsatz. Ebenso gehört das Betreiben von Rasensprengern zu ihren Aufgaben.

Regenfasspumpe

Die Regenfasspumpe ist eine Klarwasserpumpe, die speziell für die Verwendung in Regenfässern konzipiert wurde.

Die an der Pumpe angebrachte Rohrleitung ragt aus der Regentonne in einer komfortablen Höhe heraus. Somit ist kein Bücken zur Befüllung einer Gießkanne notwendig, außerdem wird so das Anschließen an das Bewässerungssystem erleichtert.

Vorteile
  • Günstige Anschaffung
  • Rückenschonend
  • Direktes Befüllen der Gießkanne durch Steigrohr möglich
  • Gartenbewässerung
  • Keine Brunnenbohrung notwendig
Nachteile
  • Kein Regen = kein Wasser

Die Verwendungszwecke der Regenfasspumpe sind die Wasserversorgung aus der Regentonne, das Betreiben von Rasensprengern und das rückenschonende Befüllen von Gießkannen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gartenpumpen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Gartenpumpen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Pumpenart
  • Druck & Lautstärke
  • Fördermenge & Nennleistung
  • Ansaughöhe & Förderhöhe
  • Eintauchtiefe
  • Integrierte Eigenschaften und Sicherungen
  • Komfort & Ersatzteile

In den nachfolgenden Absätzen kannst du nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Pumpenart

Auf die Arten der Pumpen – also Jetpumpe, Hauswasserwerk, Hauswasserautomat, Klarwasserpumpe, Tauchdruckpumpe, Schmutzwasserpumpe, Tiefbrunnenpumpe und Regenfasspumpe – sind wir bereits oben im Detail eingegangen. Trotzdem möchten wir dich hier nochmals auf dieser Stelle hinweisen, dass die Art der Pumpe das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Gartenpumpe ist.

Stell dir zunächst die Frage, wofür deine Wasserpumpe zum Einsatz kommen soll. Für eine umfangreiche Gartenbewässerung sind Hauswasserautomaten, Hauswasserwerke, Bewässerungscomputer und Jetpumpen die bessere Wahl.

Für ein schnelles und beinahe restwasserloses Auspumpen eines Pools oder überschwemmten Keller ist die Klarwasser- oder Tauchdruckpumpe für dich geeignet.

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Je nach Bedarf gibt es verschiedene Wasser- und Gartenpumpen mit spezifischen Vor- und Nachteilen. (Bildquelle: pixabay.com / pashminu)

Alle Verwendungszwecke der einzelnen Wasserpumpen wurden bereits oben im Detail aufgelistet. Bedenke: Du wirst mit der besten und teuersten Pumpe nicht zufrieden sein, wenn sie nicht für deine Zwecke geeignet ist.

Druck & Lautstärke

Willst du deine Bewässerungsanlage über eine Gartenpumpe betreiben, dann ist dieser Wert von Bedeutung. Falls du mit einer Tauch- oder Schmutzwasserpumpe nur Wasser abpumpen willst, ist der Druck nicht sonderlich wichtig.

Flächenregner oder Wassersprenger benötigen ca. 2 bis 3 Bar Druck und 500 bis 700 Liter Wasser pro Stunde. Falls der vom Hersteller empfohlene Druck nicht vorhanden ist, wird sich die angegebene Reichweite verringern. Ist der Druck höher als empfohlen, wird sich die Reichweite der Sprenger erhöhen aber auch die stündlich benötigte Wassermenge.

Ein viel zu hoher Druck kann jedoch schädlich für die Mechanik der Rasensprenger oder ähnlichem sein. In so einem Fall schließe noch einen weiteren Wasserverteiler an, um Schäden zu verhindern.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der beim Kauf einer Gartenpumpe beachtet werden sollte, ist die Geräuschentwicklung während des Betriebs. Wie wichtig dir eine leise Pumpe ist, musst du aber letztendlich selbst entscheiden.

Wenn du deine Gartenpumpe beispielsweise nahe am Haus oder in einer Umgebung mit vielen Nachbarn benutzt, kann es sein, dass ein relativ lautes Betriebsgeräusch deiner Pumpe sehr schnell ein störender Faktor werden kann.

Bei Tauchpumpen ist die Lautstärke ein Kriterium, das zu vernachlässigen ist, da sich diese Pumpenarte in der Wasserquelle befinden und dadurch nicht hörbar ist.

Fördermenge oder Pumpleistung & Nennleistung

Die maximale Fördermenge oder Pumpleistung ist die Menge an Wasser, welche die Wasserpumpe in einer Stunde im Optimalfall bewegen kann. Je höher die Ansaug- und Förderhöhe, desto geringer die Fördermenge.

Ein kleines Beispiel:

Du willst zwei Viertelkreisregner an deine Gartenpumpe schließen. Hierfür benötigst du ca 1.400 Liter Wasser in der Stunde. Die von dir betrachte Wasserpumpe schafft maximal 3.000 Liter.  Bei geringer Förderhöhe funktioniert das einwandfrei.

Falls hierbei die Förderhöhe 30 Meter beträgt, würde diese Pumpe aber nur noch 1.000 Liter pro Stunde schaffen – zu wenig, um die zwei Beregner in unserem Beispiel optimal zu betreiben.

Bei Gartenpumpen von Markenherstellern ist zu jedem Gerät ein Verhältnisdiagramm verfügbar, das dir aufzeigt, wie viel Wasser bei deinen Anforderungen befördert wird.

Wie bei vielen anderen Produkten heißt es auch bei der Gartenpumpe, dass mehr Leistung nicht unbedingt ein Merkmal für eine bessere Pumpe ist. Mehr Leistung bedeutet nicht zwangsläufig mehr Druck und Fördermenge. Dieser Wert sagt allein betrachtet nicht viel aus.

Je weniger Leistung die Gartenpumpe für ihre maximale Fördermenge und Druck benötigt, umso energiesparender wird sie betrieben. Das Verhältnis zwischen Leistung, Druck und Fördermenge ist hier ausschlaggebend.

Ansaughöhe & Förderhöhe

Hiermit wird die maximal überwindbare Höhendifferenz zwischen der Wasseroberfläche und dem Schaufelrad der Pumpe bezeichnet.

Die häufigste Ansaughöhe sind 8 Meter.

Bei den verschiedenen Arten der Saugpumpen beträgt die Höchstgrenze ca. acht Meter. Wird der maximale Wert der Pumpe überschritten, kann diese kein Wasser mehr ansaugen. Da Tauchpumpen im Wasser stehen und kein Wasser über längere Distanz ansaugen, ist bei ihnen dieses Kriterium nicht relevant.

Bei Jetpumpen, Hauswasserwerken und Hauswasserautomaten wird hier zwischen selbstansaugend und nicht selbstansaugend unterschieden. Bei den nicht selbstansaugenden Varianten sind Saugschlauch und Pumpenmotor vor der Inbetriebnahme komplett mit Wasser zu befüllen, da diese sonst kein Wasser anziehen können.

Bei den selbstansaugenden Versionen wird das Wasser nur in den Pumpenkern gefüllt, das Ansaugen übernimmt die Wasserpumpe.

Unter dem Begriff Förderhöhe wird allerdings die gesamte Strecke verstanden, die das Wasser von der Wasserquelle bis zur Entnahmestelle durch die Gartenpumpe gefördert werden kann.

Die oben bereits erwähnte Ansaughöhe ist ein Teil der Förderhöhe. Im Internet gibt es sehr viele Rechner für die Kalkulation der Förderhöhe. Da mehrere Faktoren in diese Rechnung hineinspielen, solltest du solch einen Rechner nutzen. Im folgenden Video siehst du beispielhaft die Berechnung von Förderhöhe und -menge einer Tauchpumpe.

Wenn dir deine Förderhöhe bekannt ist, betrachte das Verhältnisdiagramm bei der Gartenpumpe. Somit findest du heraus, wie viel Liter pro Stunde diese Wasserpumpe bei deinen Anforderungen noch fördern kann.

Eintauchtiefe

Bei der Familie der Tauchpumpen könnte diese Eigenschaft für dich von Interesse sein. Da Saugpumpen nicht ins Wasser eingetaucht werden, ist die Eintauchtiefe bei dieser Gruppe kein Kaufkriterium.

Je tiefer die Wasserquelle, desto mehr Druck wirkt auf die Tauchpumpe. Falls der Druck für die Tauchpumpe zu groß ist, wird diese nicht mehr einwandfrei arbeiten.

Grundsätzlich gilt hier: Je höher der Wert, desto besser. Überdimensioniert sollte dieser Wert aber nicht sein.

Integrierte Eigenschaften und Sicherungen

Achte beim Kauf einer Gartenpumpe unbedingt darauf, welche zusätzlichen Eigenschaften und Sicherungen sie besitzt. Einige Zubehörteile müsstest du dir zusätzlich anschaffen und einige Eigenschaften sind nur integriert vorhanden.

Nachfolgend beschreiben wir dir die wichtigsten Faktoren, die bei einer Gartenpumpe bereits integriert sein können, und ob man diese nachrüsten kann.

Trockenlaufsicherung

Die Trockenlaufsicherung ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die eine Wasserpumpe haben kann.

Die integrierte Trockenlaufsicherung verhindert ein Beschädigen der Pumpe, wenn das Fördermedium ausbleibt. Die Pumpe schaltet sich dann automatisch ab.

Ist hier keine Sicherung vorhanden und die Gartenpumpe bekommt kein Wasser mehr, riskierst du einen Motorschaden.

Eine Trockenlaufsicherung kann nicht als Zubehörteil gekauft werden, sondern muss beim Kauf der Gartenpumpe bereits integriert sein.

Thermoschutzschalter

Auch ein Überlastungsschutz / Überhitzungsschutz ist empfehlenswert. Die Gartenpumpe ist schließlich ein elektrisches Gerät, das zusammen mit Wasser ein großes Sicherheitsrisiko darstellen kann.

Mit einem Überlastungsschutz ausgestattet schaltet sich die automatisch Pumpe ab, bevor es zu einer Überlastung kommt.

Auch ein Thermoschutzschalter kann nicht als Zubehörteil nachträglich gekauft werden.

Filter

Ein Filter verhindert, dass kleine Kieselsteine und Schmutz zum Laufrad der Wasserpumpe durchdringen können und sie beschädigen.

Ein Filter in Kombination mit einem Rückschlagventil ist als Zubehör erhältlich und wird am vorderen Teil des Saugschlauchs angebracht. Kostenpunkt: ca. 30 bis 40 Euro.

Komfort & Ersatzteile

Ein geringes Gewicht und ein an der Gartenpumpe angebrachter Tragegriff sind bei einem mobilen Gebrauch von Vorteil.

Sperrige und unhandliche Geräte können schnell deine Geduld beim häufigen Transportieren der Wasserpumpe auf die Probe stellen. Auch beim Einwintern können dir diese zwei Eigenschaften die Arbeit erleichtern.

Wie wichtig dieser Punkt für dich ist, bleibt aber dir selbst überlassen. Auf die Funktion der Wasserpumpe hat dieses Kriterium keinen Einfluss.

Ersatzteile sind vielleicht beim Kauf einer Gartenpumpe nicht immer das, woran du zuerst denkst. Du solltest diesen Punkt aber auf keinen Fall vernachlässigen. Wasserpumpen sind häufigen Belastungen ausgesetzt und zwangsläufig wird es vorkommen, dass Teile beschädigt werden.

Markenhersteller wie Gardena oder Metabo bieten auch noch viele Jahre später alle Ersatzteile zum Kauf an. Anders sieht es bei billigen Geräten von No-Name-Herstellern aus. Hier steht dann ein Neukauf an.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gartenpumpe

Wo beginnt dein Grundwasserspiegel?

Beim Thema Grundwasserspiegel möchten wir keine Vermutungen anstellen und Durchschnittswerte nennen, die dir in deinem Fall sowieso nicht weiterhelfen.

Allerdings wollen wir dir ein paar Tipps geben, wie du den Grundwasserspiegel an deinen Standort ermittelst.

Am leichtesten ist es hierfür einen Nachbarn zu befragen, der bereits einen Brunnen hat. Dein Grundwasserspiegel wird sich kaum von dem deines Nachbarn unterscheiden.

Falls das nicht in Frage kommt, wendest du dich am besten an einen lokalen Brunnenbauer oder an den örtlichen Wasserversorger. In gewissen Regionen stehen auch Geokarten zur Verfügung.

Es ist ratsam, im Zweifelsfall eine Probebohrung durch einen Brunnenbauer durchführen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit kann auch gleich eine Wasserprobe entnommen werden, um die Wasserqualität zu bestimmen.

Geschichte der Wasserpumpe

Früher siedelten sich die Menschen meist in der Nähe von Wasserflächen an, um einfachen Zugang zu Wasser zu haben. Zuerst wurden nur Behälter benutzt, um Wasser zu transportieren und so neue Gebiete besiedeln und bewässern zu können.

Nach und nach wurde der Transport von Wasser in den darauffolgenden Generationen weiterentwickelt. Die Aquädukte sind wohl einer der bekanntesten Förderanlagen. Sie wurden von den Römern erbaut und waren über 100 km lang. Um größere Wassermenge zu fördern, wurden Schöpfbehälter an Rädern befestigt.

Die erste handbetriebene Schwengelpumpe wurde im 14. Jahrhundert entwickelt.

Gartenpumpe

Früher wurden einfachste Wasserpumpen mit Hand betrieben. (Bildquelle: pixabay.com / Didgeman)

Der Vorgänger der heutigen Jetpumpe, die Hubkolbenpumpe, wurde im 18. und 19 Jahrhundert konstruiert. So schritt die Entwicklung immer weiter voran bis zum modernen Hauswasserautomat der heutigen Zeit, bei dem alles automatisch abläuft.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.rund-um-ihren-garten.de/gartenpumpen-senken-sie-ihre-wasserkosten-und-schonen-die-umwelt/

[2] http://www.hausjournal.net/gartenpumpe

Bildquelle: Pixabay.com / Didgeman

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Thomas arbeitet in einem Betrieb für Landschaftsgestaltung und hat tagtäglich mit schwerem Gerät zu tun. Auch zu Hause kümmert er sich persönlich um sämtliche Arbeiten im Familiengarten und hilft auch gerne bei Freunden aus.