Dein Garten ist reif für eine Alternative zum traditionellen Bodenbeet? Deine Pflanzen beanspruchen nur wenig Platz und sie schlagen keine tiefen Wurzeln? Falls dies zutrifft, solltest du einen genaueren Blick auf das Hochbeet als Alternative werfen.

In unserem Hochbeet Test 2019 präsentieren wir dir die besten und witterungsbeständigsten Kasten- und Tischhochbeete. Außerdem zeigen wir dir, an welchen Orten du dein Hochbeet einsetzen kannst und in welchen Materialien es verfügbar ist.

Darüber hinaus versorgen wir dich mit interessanten Tipps und Tricks zum Bau und zur Bepflanzung deines Hochbeetes. Informationen rund um die Bewässerung, das Düngen und den optimalen Standort des Hochbeetes kommen natürlich auch nicht zu kurz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Überlege dir vor dem Kauf eines Hochbeets genau, wo du es hinstellen möchtest und welche Pflanzen du darin anbauen möchtest.
  • Beachte bei der Befüllung deines Hochbeets, dass überflüssiges Wasser ablaufen kann.
  • Bei der Bepflanzung deines Hochbeetes gibt es gute und schlechte „Nachbarn“. Stelle deshalb sicher, dass sich die Pflanzen beim Wachstum nicht gegenseitig stören.

Hochbeet Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Hochbeet aus Holz

Dieses Holz Hochbeet von dobar punktet nicht nur durch sein tolles Design, sondern auch seine ausgeklügelte Handhabung. Denn dank des erhöhten Beetes, kann die Gartenarbeit in einer gesund stehenden Position vollbracht werden. Und die Knie und der Rücken werden geschont.

Außerdem ist der zusätzliche Ablageboden bestens zum Aufbewahren von Gießkannen geeignet.

Dieses Hochbeet ist aus Kieferholz und dank seiner imprägnierten Oberschicht äußerst wetterfest. Auch die Wanne ist sehr stabil und kann für das Anpflanzen unterschiedlichster Sachen genutzt werden.

Das beste Hochbeet aus Metall

Dieses Hochbeet ist mit einer dünnen Schicht Zink ummantelt, wodurch das Beet vor dem Rosten geschützt ist. Somit hält es jegliches Wetter stand und bleibt lange schön.

Das Hochbeet von GABIONA kann dabei auf dem Balkon oder auch im Garten einfach aufgestellt werden. Nicht nur der Aufbau zeichnet sich als einfach heraus, sondern auch die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten sind ein großer Pluspunkt dieses Hochbeets.

Denn in diesem Hochbeet können Kräuter, Gemüse, Pflanzen oder auch Blumen angepflanzt werden.

Das beste Hochbeet aus Kunststoff

Dieses Hochbeet von Geli besteht aus PE (Polyethylen) und hält jegliches Wetter und Temperaturen aus – und das über Jahre hinweg. Somit punktet dieses Hochbeet durch seine top Qualität.

Durch die anthrazit Farbe und der Granitsteinoptik, ist dieses Hochbeet zudem ein richtiger Hingucker.

Trotz des edlen Designs und der guten Qualität, ist dieses Hochbeet sehr günstig zu haben. Daher ist das Schwärmen der Kunden von seinem Preis-Leistungs-Verhältnis keine Verwunderung.

Das beste Hochbeet aus Stein

Dieses Stein-Hochbeet lässt den eigenen kreativen Ideen freien Lauf. Zum einen können Steine ab einer Körnung von 45mm für den äußeren Korb gewählt und gestaltet werden. Zum anderen bietet der innere Korb Platz zum Begrünen.

Dafür können Kräuter oder Gemüse gepflanzt werden. Jedoch sind auch Blumen und Pflanzen ideal zur Dekoration des Gartens.

Dank der Steine, sowie dem gewählten Zink-Alu beschichtete Draht-Korb, hält dieses Hochbeet von GABIONA so ziemlich jedes Wetter stand.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Hochbeet kaufst

Hochbeet: Was ist das und für wen eignet sich das?

Ob Kasten-, Tisch- oder vertikales Hochbeet, das Hochbeet kann eine gute Alternative zum traditionellen Bodenbeet bieten. Wie der Name bereits erahnen lässt, zeichnet sich das Hochbeet durch ein erhöhtes, bebaubares Beet aus.

Diese Erhöhung kommt daher, dass das Hochbeet im eigentlichen Sinne ein umrandeter Komposthaufen ist, der mit Erde abgedeckt wird um ihn bepflanzbar zu machen (wie genau das funktioniert, dazu kommen ich später).

Ein Hochbeet ermöglicht es jedermann seine Garten-Träume umzusetzen. Wer genießt nicht gerne frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten? (Bildquelle: pixabay.com/ congerdesign)

Das Hochbeet kann den individuellen Bedürfnissen seines Gärtners angepasst werden. Die erhöhte Fläche erlaubt es auch älteren oder körperlich-eingeschränkten Pflanzenliebhabern ihren grünen Daumen walten zu lassen.

Auch für den urbanen Hobby-Gärtner ist ein Hochbeet geeignet. Denn es kann allenfalls für einen Balkon oder eine Terrasse hergerichtet werden und Platzeinschränkungen angepasst werden.

Auch für einen Garten mit einem unbebaubaren Boden kann das Hochbeet als Alternative dienen, oder einfach nur ein optischer Blickfang für Ihren Garten sein.

Hochbeet bauen oder doch lieber kaufen?

Ein Hochbeet selber zu bauen kann ein interessantes Projekt sein und ermöglichst ein höchst individualisiertes Beet. Allerdings erfordert der Eigenbau ein gewisses Mass an handwerklichem Geschick, Kraft und nicht zuletzt auch Geduld und Zeit.

Entscheidest du dich, dein Hochbeet selber zu bauen, so schau dir doch zum Beispiel dieses Video an:

Auf der anderen Seite ist ein gekauftes Hochbeet oft teurer und man ist durch die vorgegebenen Masse eingeschränkt.

Ein guter Kompromiss kann dabei ein fertiger Bausatz bieten. Dieser hat den Vorteil, dass er auch von einem Anfänger aufgebaut werden kann und oft günstiger ist als ein fertiges Hochbeet.

Was für Pflanzen eignen sich für Hochbeete?

Für die erfolgreiche Kultivierung deines Hochbeetes ist es wichtig, dass du diese genau planst.

Obwohl praktisch alle Pflanzen in einem Hochbeet angebaut werden können, so eignet sich dieses doch mehr für Pflanzen welche nur wenig Platz beanspruchen. Bei mobilen Hochbeeten ist außerdem die Tiefe limitiert, wodurch es sich nicht eignet für Pflanzen, welche tiefe Wurzeln schlagen.

Ein weiterer Punkt auf den du achten solltest, ist das sich die verschieden Gemüse- und Obstsorten miteinander vertragen und dem Substratzyklus deines Hochbeetes entsprechen (Auf beide Punkte werde ich später noch einmal zurückkommen).

Was brauche ich alles für mein neues Hochbeet?

Um dein Hochbeet erfolgreich anzulegen und zu kultivieren, brauchst du folgendes:

  • Ein Hochbeet
  • Teich- oder Noppenfolie
  • Blähton, Kies oder etwas ähnliches als Drainage- Schicht
  • Gartenerde. Stelle sicher, dass du die richtige Erde für deine Pflanzen verwendest.

Wenn du über keinen eigenen Garten verfügst, der dir Kompost für deine Hochbeet- Schichtung liefert, kannst  du diese auch bei deinem lokalen Baumarkt kaufen.

Was kostet ein Hochbeet?

Die Kosten eines Hochbeets können sich stark unterscheiden.

Einerseits kommt es darauf an, ob du dich entschieden hast, dein Hochbeet selber zu bauen- in dem Fall spielen vor allem die Materialkosten für deine eigene Kreation eine Rolle- oder ob du das Hochbeet als Bausatz oder komplett kaufen möchtest.

Beim Kauf eines Hochbeets kommt es ebenso auf das Material, die Grösse und die schlussendlich geplante Bepflanzung an. Ein einfaches Stecksystem ist dabei bereits für unter 15 Euro zu haben.

Welche Alternativen gibt es zum Hochbeet?

Die Frage nach Alternatives zu einem Hochbeet lässt sich so pauschal nicht beantworten. In erster Linie geht es um den Nutzen, denn du dir von deinem „Garten“ erhoffst und wie viel Platz du zur Verfügung hast.

Topfpflanzen sind nicht nur ein optischer Blickfang für deinen Garten oder Balkon, du kannst darin auch verschieden Obst- und Gemüsesorten anpflanzen. (Bildquelle: unsplash.com/ Jasmin Schreiber)

Suchst du ein Alternativen zum Hochbeet um Obst- oder Gemüse auf einem kleinem kleinen Raum anzubauen, so kannst du dir überlegen, welche Pflanzen auch in einem Topf wachsen können.

Säulenobst, zum Beispiel, braucht nur wenig Platz und kann auch gut in Gefäßen wie Töpfen kultiviert werden.

Entscheidung: Welche Arten von Hochbeeten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du ein Hochbeet anschaffen möchtest, gibt es zwei typische Arten, die du unterscheiden kannst:

  • Kastenhochbeet
  • Tischhochbeet

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Typen besteht hauptsächlich darin, ob das Beet Bodenkontakt hat oder eben nicht. Beide Arten bringen natürlich Vor- und Nachteile mit sich, die du in Erwägung ziehen solltest, bevor du eine Entscheidung triffst.

Was zeichnet Kastenhochbeete aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Das Kastenhochbeet ist an sich das klassische Hochbeet: es steht meist direkt auf dem Boden, bietet aber eine erhöhte Arbeitsfläche. Durch den Bodenkontakt, ist nicht nur ein verbesserter Nährstoffaustausch möglich, was deinen Pflanzen natürlich deinen Pflanzen zugute kommt.

Das grössere Volumen eines Kastenbeets erlaubt, dass mehr Wärme durch den Verrottungsprozess freigesetzt wird, was oft zu einer grösseren Ernte führt.

Auf der anderen Seite wird das Hochbeet dadurch schnell, sehr schwer was es ungeeignet für Balkone macht. Zudem ist es immobil, sei dir deshalb über den Standort sicher, bevor du dein Hochbeet auffüllst und anlegst.

Vorteile
  • Erhöhte Arbeitsfläche
  • Verbesserter Nährstoffaustausch
  • Erhöhte Innentemperatur
  • Drainage-Schicht
Nachteile
  • Sehr schwer
  • Immobil
  • Ungeeignet für Balkone

Durch die Höhe eines Kastenbeetes, hast du genügend Platz eine Drainage-Schicht anzulegen, wodurch überflüssiges Wasser einfach ablaufen kann, Feuchtigkeit aber gut gespeichert wird, und bei Bedarf wieder an die Erde abgegeben werden kann.

Was zeichnet Tischhochbeete aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Das Tischhochbeet zeichnet sich dadurch aus, dass es meist auf stabilen Rollen oder Füssen steht. Dadurch eignet es sich auch gut für Balkone oder Terrassen und ist sehr mobil.

Das ist besonders hilfreich, wenn du deine Bepflanzung von Sonnenpflanzen zu Schattenpflanzen ändern willst, da du dein Hochbeet einfach in den Schatten ziehen kannst.

Vorteile
  • Für Balkone und Terrassen geeignet
  • Sehr mobil
  • Keinen direkten Bodenkontakt erschwert Schädlingen den Zugang zum Beet
Nachteile
  • Limitiertes Füllvolumen
  • Erschwerte Entwässerung und Wasserspeicherung

Auf der anderen Seite, ist das Füllvolumen von Tischochbeeten limitiert, wodurch es sich zum Beispiel weniger für Tiefwurzler wie Karotten oder Paprika eignet.

Durch das tiefere Füllvolumen kann es an einer angemessenen Drainage-Schicht mangeln, wodurch sich die Entwässerung und Wasserspeicherung schwierig gestalten kann.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Hochbeete vergleichen und bewerten

In den nachfolgenden Zeilen zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du dich zwischen den zahlreichen Hochbeeten entscheiden kannst.

Die Merkmale, welche dir beim Vergleich der Hochbeete helfen können, umfassen:

  • Einsatzort
  • Material
  • Form
  • Größe
  • Füllmenge
  • Witterungsbeständigkeit

Nachfolgend werden wir dir erklären, auf was du bei den einzelnen Kriterien achten musst.

Einsatzort

Die Wahl deines Hochbeetes sollte in erster Linie von seinem Nutzen abhängig gemacht werden. Dementsprechend ist es wichtig, dass du dir vorab klar bist, wo dein Hochbeet zum Einsatz kommen soll.

Dabei solltest du die Beschaffenheit des Untergrundes beachten: Wasser sollte ungehindert abfließen können, um Staunässe zu verhindern, und Nützlinge sollten ungehinderten Zugang zu deinem Hochbeet haben.

Ist der Untergrund versiegelt, solltest du sicherstellen, das es nur minimal Luft zwischen deinem Hochbeet und dem Boden hat. Steht dein Boden auf einem festen Untergrund wie etwa Stein oder Beton, so braucht es eine Trennschicht dazwischen, um so das ausspülen  der Erde zu verhindern.

Hochbeete für den Balkon oder die Terrasse hingegen stehen meist auf Füssen oder Rollen und sind allgemein mobiler und leichter.

Material

Obwohl das Material aus dem dein Hochbeet gefertigt ist natürlich in erster Linie deinem Stil und Budget entsprechen sollten, so hat das Baumaterial durchaus auch Auswirkungen auf dein Beet.

Die beliebtesten Baustoffe umfassen Holz, Stein, Metall und Kunststoff.

Holz

Das klassische hölzerne Hochbeet ist nicht nur nachhaltig, der natürliche Baustoff ist auch vielfältig: So kannst du mit verschiedenen Holz-Materialien wie zum Beispiel Paletten kreativ werden beim errichten deines Hochbeets.

Allerdings ist Holz nicht gleich Holz. So muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das verwendete Holz nicht chemisch bearbeitet wurde um sicher zu stellen, dass das Material keine schädlichen Inhaltsstoffe abgibt.

Weiterhin muss auch beachtet werden, dass Holz gepflegt werden muss um der Witterung langfristig zu trotzen und das Einnisten von Schädlingen zu bekämpfen. Je nach Holzsorte und Pflege kann ein hölzernes Hochbeet so 4 bis 15 Jahre überstehen.

Stein

Es ist nicht überraschend, dass ein Hochbeet aus Stein eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer hat.

Aber die Robustheit ist nicht der einzige Vorteil des Baumaterials: Stein ist ein sehr guter Wärmespeicher und isoliert deine Pflanzen gegen extreme Hitze und Kälte.

Allerdings ist Stein aufgrund seines Gewichts ungeeignet für Terrassen und Balkone und unflexibel im auf-und abbau des Hochbeets.

Metall

Ein Hochbeet aus Metall kann nicht nur elegant und zeitlos aussehen, das Material ist auch langlebig und witterungsbeständig.

Metall eignet sich nicht nur für Balkone und Terrassen, es bietet sich auch im Garten an, da die metallene Beschaffenheit einen natürlichen Schutz vor Schädlingen bietet.

Es muss allerdings beachtet werden. dass Metall ein guter Wärme- und Kälteleiter ist: Dementsprechend trocknet das Hochbeet im Sommer ohne eine Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung schnell aus und muss oft gegossen werden. Im Winter hingegen kann sich der natürliche Kompostierung-Prozess durch die Kälte verzögern.

Kunststoff

Der Vielfältigkeit von Kunststoff-Hochbeeten ist kaum Grenzen gesetzt was Farbe und Form angeht. Das leichte Material eignet sich auch besonders gut für Balkone und Terrassen, wo es sich einfach auf- und abbauen lässt.

Obwohl sich die Farbe durch starke Aussetzung an Sonnenlicht verfärbe kann, so ist ein Hochbeet aus Kunststoff witterungsbeständig und langlebig. Allerdings muss beachtet werden, dass Plastik Weichmacher enthalten kann, was sich auf die Erde und deine Pflanzen auswirken kann.

Größe

Die Größe deines Hochbeetes sollte natürlich in erster Linie vom vorhandenen Platz abhängig gemacht werden. Dabei solltest du darauf achten, dass das Hochbeet leicht zugänglich ist.

Um bequem im stehen arbeiten zu können, sollte das Hochbeet eine Höhe von ungefähr einem Meter haben. Die Breite des Hochbeetes sollte dabei 130 cm nicht überschreiten, damit die ganze Arbeitsfläche problemlos genutzt werden kann.

Weiterhin ist auch zu beachten, dass Hochbeete sehr schnell sehr schwer werden, was vor allem für deren Nutzen auf Balkonen und Terrassen beachtet werden sollte.

Die Größe des Hochbeetes spielt allerdings nicht nur für das praktische Arbeiten eine Rolle, sondern auch wegen des Drucks der auf den Inhalt ausgeübt wird (mehr dazu später).

Füllmenge

Beachte dabei, dass der Druck des Inneren auf die Wände deines Hochbeetes erhöht, je grösser die Füllmenge ist und Hochbeete sehr schnell sehr schwer werden.

Hochbeete können sehr viel wiegen. Achte dich darauf, dass der Untergrund, auf welchem dein Hochbeet steht, diese Last tragen kann. (Bildquelle: 123rf.com / 40630502)

Auf der anderen Seite, braucht es eine gewisse Füllmenge damit genügend Wärme durch den Zersetzungsprozess freigesetzt wird um optimal von deinem Hochbeet profitieren zu können.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Hochbeet

Wo soll ich mein Hochbeet hinstellen?

Der optimale Standort ist davon abhängig, für was du es nutzt, wobei du besonders die Sonneneinstrahlung beachten solltest.

Für Gemüsehochbeete  empfiehlt sich daher eine Nord-Süd Exponierung, während sich wärme-liebende Pflanzen besonders vor einer südlich-ausgerichteten Wand oder Mauer wohlfühlen.

Hat dein Hochbeet Bodenkontakt, so solltest du darauf achten, dass es auf einem unversiegelten Boden steht, auf dem Wasser ungehindert abfließen kann. Wichtig ist zudem auch, dass Nützlinge Zugang zu deinem Hochbeet haben.

Zu welcher Jahreszeit sollte ich mein Hochbeet anlegen?

Zur Anlegung deines Hochbeetes bieten sich vor allem der Frühling und der Herbst an, unter anderem deshalb, weil zu diesen Jahreszeiten viel Kompost wie Laub oder Rasenschnitt vorhanden ist, welcher du beim Beschichten deines Hochbeetes brauchen kannst.

Entscheidest du dich für den Frühling, kannst du das Hochbeet sogleich nach der Anlegung mit ersten Samen und Setzlingen bepflanzen. Allerdings kann die Setzung der Erde die jungen Wurzeln beschädigen.

Im Herbst gibt es ausreichend Laub, welches du für dein Hochbeet ideal nutzen kannst. (Bildquelle: unsplash.com / Scott Webb)

Wenn du dein Hochbeet im Herbst anlegst, kann sich die Erde über den Winter setzten und erste Mikroorganismen können sich in deinem Hochbeet ansiedeln. So ist dein Hochbeet im Frühling zur Bepflanzung bereit und du läufst nicht Gefahr, dass die Wurzeln deiner Jungpflanzen Schaden nehmen.

Welche Schichten müssen in mein Hochbeet?

Wie du dein Hochbeet schichtest hängt nicht nur von seiner Art ab, aber auch davon, wie oft du es schlussendlich erneuern willst.

Folgend die Reihenfolge, welche du für die Bebauung deines Hochbeetes von unten nach oben  benötigst, aufgeführt:

Höhe Befüllung
30-40 cm Grobe Äste, Zweige und Strauchabfälle
15 cm Laub
10 cm Gras oder Stroh
10-20 cm Grobkompost
20-30 cm Universal Erde oder Komposterde

Das hier beschriebene Hügelbeet-Verfahren setzt eine Tiefe mindestens 85 cm voraus und sollte alle 4 bis 5 Jahre erneuert werden.

Dafür musst du es in den ersten Jahren nicht düngen und deine Pflanzen profitieren von der vom Verrottungsprozess freigesetzten Wärme und den davon resultierenden Nährstoffen.

Wie bepflanze ich mein Hochbeet richtig?

Die Bepflanzung deines Hochbeetes solltest du im Voraus planen. Dabei solltest du zwischen Stark-, Mittel-, und Schwachzehrer unterscheiden, da diese unterschiedliche Ansprüche an den Boden haben.

Auf dem Balkon ist das Hochbeet oft nicht tief genug um diesem Hügelbeet-Verfahren zu folgen. In dem folgenden Video wird allerdings auch dem Balkon-Gärtner geholfen.

Im ersten Jahr nachdem du dein Hochbeet angelegt hast, hat die Erde dem höchsten Nährstoffgehalt. Dementsprechend eignet sich diese Zeit besonders um Starkzehrer anzupflanzen, wie zum Beispiel: Zwiebeln, Lauch, Tomaten, Karotten, Zucchini oder etwa Kürbisse.

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
1. Jahr 2.-3. Jahr 4. Jahr
Tomaten, Zucchini, Auberginen, Kartoffeln, Melonen, Lauch, Kürbis Karotten, Paprika, Rote Beete, Knoblauch Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Feldsalat.

Im zweiten und im dritten Jahr in deinem Hochbeet-Zyklus solltest du mehrheitlich Mittelzehrer wie etwa Paprika, Radieschen oder Karotten kultivieren.

Im vierten Jahr hat der Boden nur noch wenig Nährstoffe und deshalb solltest du Schwachzehrer bevorzugen. Dazu gehören zum Beispiel Bohnen, Feldsalate, Kräuter oder Erdbeeren.

Welche Pflanzen passen zusammen?

Von einer Mischkultur kann dein Hochbeet in vielerlei Hinsicht profitieren. Zum einen verringert sich durch eine vielfältige Bepflanzung das Risiko von Schädlings- und Krankheitsbefall, da die Verbreitung dergleichen eingegrenzt wird. Weiterhin kann eine Mischkultur Bodenmüdigkeit vorbeugen.

Jede Pflanzenart sondert über ihre Wurzeln Substanzen ab, welche verschiedene Mikroorganismen anlockt.

Eine vielfältige Mikroorganismenflora in der Erde kann die Nährstoffkonzentration in deinem Hochbeet fördern, was deinen Pflanzen zugute kommt.

Eine ausführliche Tabelle von begünstigenden Beet-Partnern findest du einfach im Internet. Grundsätzlich kannst du Flach- und Tiefwurzler gut kombinieren.

Weiterhin solltest du bei der Planung deines Hochbeetes auchu die Fruchtfolge in Erwägung ziehen, damit die verschiedenen Pflanzen nicht gleichzeitig um Nährstoffe konkurieren.

Wie bewässere ich mein Hochbeet?

Aufgrund der erhöhten Temperatur im Inneren deines Hochbeetes, welche durch den Verrottungsprozess frei gesetzt wird, muss das Hochbeet regelmäßiger als ein Bodenbeet bewässert werden.

Im sommer solltest du dein Hochbeet täglich gießen. Beachte dabei, dass das Wasser weniger schnell verdunstet, wenn du am Morgen oder am Abend die abgekühlte Erde bewässerst. (Bildquelle: pixabay.com / annawaldl)

Allerdings kannst du den Feuchtigkeitsverlust mindern, in dem du dein Hochbeet auf der Innenseite mit Teichfolie oder etwas ähnlichem auskleidest. So oder so solltest du es vermeiden, dass sich Staunässe in deinem Hochbeet bildet, um zu verhindern, dass die Wurzeln deiner Pflanzen faulen.

Wann dünge ich mein Hochbeet?

Durch die Kompostmiete ist ein frisch angelegtes Hochbeet erstmal ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Allerdings richtet sich das Nachdüngen natürlich nach den angebauten Pflanzenarten und Dichte der Bepflanzung deines Hochbeetes.

Für neu gepflanzte Setzlinge und frisch gesäte Samen sollte man kaum oder gar nicht düngen, während es für Schwachzehrer oft ausreicht, die oberste Humusschicht im Frühjahr nachzudüngen.

Bei Mittelzehrern kann es auch nötig sein, vor und während der Hauptwachstumsphase erneut zu düngen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.selbst.de/hochbeet-bauen-29329.html

[2] https://www.nachhaltigleben.ch/spezial/duengen-im-garten-3003

Bildquelle: 123rf.com / 41207727

Warum kannst du mir vertrauen?

Brigitte hat Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt der Pflanzenkunde studiert und arbeitet jetzt in der Forschung. Dadurch hat Brigitte viel darüber gelernt, welche Pflanzen zusammenpassen und welche Bedingungen diese benötigen, um gesund zu wachsen.