Kokoserde
Veröffentlicht: 15. Oktober 2020

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Kokoserde wird im Gartenbau zur Anzucht sowie zur Verbesserung des Bodens genutzt und überzeugt auch in Blumentöpfen und Pflanzkübeln als pflegeleichtes Pflanzsubstrat.

Die ungedüngte, torffreie Kokoserde besteht aus Kokosfasern, die aus der Schale der Frucht gewonnen werden und stellt somit eine umweltfreundliche Alternative zur handelsüblichen Blumenerde dar. Sie wird oftmals auch als Coco peat, Coco coir, Kokoshumus oder Kokossubstrat bezeichnet. Zudem ist Kokoserde auch ideal als Einstreu in Terrarien für Reptilien und als Bodengrund für Würmer geeignet.

Mithilfe von unserem Kokoserden Test 2021 wollen wir dir dabei helfen, eine Kokoserde zu finden, die ideal für den vorgesehenen Anwendungsbereich geeignet ist und deinen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht wird. Wir haben uns dafür unterschiedliche Kokoserden angeschaut und dir die jeweiligen Ergebnisse aus den Vergleichen dargestellt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Kokoserde wird aus den Kokosfasern der Schale einer Kokosnuss gewonnen. Als eigentliches Abfallprodukt stellt Kokoserde also ein umweltschonendes und nachhaltiges Produkt dar.
  • Du kannst Kokoserde hervorragend als Alternative für Blumen- und Pflanzenerde benutzen. Sie eignet sich aber auch sehr gut als Bodengrund in Terrarien und für Würmer.
  • Die Eigenschaften von Kokoserde sind sehr vorteilhaft für Pflanzen und Tiere sowie die Umwelt. Diese können jedoch von Hersteller zu Hersteller starke Unterschiede in ihrer Ergiebigkeit aufweisen.

Kokoserde Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Fair Trade Kokoserde

Die Kokoserde von der Marke GEPA kommt in einem gepressten Block, der circa 750 Gramm Material enthält. Laut den Herstellerangaben entsteht daraus circa 9 Liter Kokoshumus nachdem der Block mit circa 6 Litern Wasser aufgequollen wurde. Der Kokosziegel ist mit einer dünnen Plastikfolie und einem Stück Pappe umwickelt.

GEPA ist das größte Fair Trade-Unternehmen Europas und kennzeichnet mit seinem Siegel nur Produkte aus fairem Handel. Das schließt nicht nur menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Löhne mit ein, sondern auch die Förderung von Entwicklungsprojekten vor Ort. Wenn du also sowohl die Umwelt als auch die Menschen, die das Produkt hergestellt haben, schützen möchtest, ist die Fair Trade Kokoserde von GEPA die beste Wahl.

Die beste gepresste Kokoserde

Die Coco&Coir Kokoserde wird in Blöcke mit einem Gewicht von etwa 650 Gramm gepresst, welche Maße von circa 20 x 10 x 5 cm haben. Den Angaben des Herstellers zufolge entsteht aus einem Block und der Zugabe von circa 4 bis 6 Litern eine Menge von etwa 9 Litern Kokoserde. Die Verpackung der Blöcke besteht ebenfalls aus einer Plastikhülle und einem Papierstück.

Praktischerweise kommen diese Kokosziegel in einem 6er-Pack. Durch die kompakte und platzsparende Form kannst du sie überall verstauen. Zudem ist die Coco&Coir Kokoserde relativ günstig, da sie in einem Vorteilspack kommt. Dieser Kokoshumus ist perfekt für dich, wenn du nicht viel Stauraum hast, aber trotzdem eine größere Menge an Kokoserde kaufen möchtest.

Die beste gebrauchsfertige Kokoserde

Die Kokoserde von BioBizz wird nicht wie die meisten anderen Substraten in einer gepressten Form geliefert. Sie ist einem losen Zustand und kann unmittelbar nach dem Kauf angewendet werden. Der Kokoshumus kommt in einer Menge von circa 50 Litern und ist einem Plastikbeutel verpackt.

Das Kokossubstrat ist im Vergleich zu anderen Angeboten ebenfalls ziemlich erschwinglich. Dies mag daran liegen, dass die Kokoserde auch in einem Vorteilspack kommt. Ein großer Pluspunkt bei diesem Kokoshumus ist, dass er bereits gebrauchsfertig ist und nicht noch aufgequollen werden muss. Wenn du also keine Platzprobleme hast und dir den zusätzlichen Arbeitsschritt sparen möchtest, ist die BioBizz Kokoserde ideal für dich.

Kauf- und Bewertungskriterien für Kokoserde

Kokoserde kann sich in ihrer Qualität und Eignung stark unterscheiden. Je nachdem für was du die Kokoserde verwenden möchtest, ändern sich auch die Kriterien, die die Kokoserde erfüllen sollte. Die Merkmale, an denen du deine Entscheidung festmachen solltest, umfassen:

Im folgenden Abschnitt werden wir dir erklären, was genau du bei den einzelnen Kriterien zu beachten hast.

Beschaffenheit

Die Beschaffenheit der Kokoserde spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl. Prinzipiell ist Kokoserde dank der kurzen Kokosfasern sehr locker und fein und somit optimal für deine Pflanzen. Allerdings hat sich ergeben, dass je nach Produktionsvorgang und Hersteller die Beschaffenheit des Substrats stark variieren kann.

Kokoserde zeichnet sich durch ihre lockere Beschaffenheit aus, die viele Vorteile für Pflanzen hat.

Wenn die Kokoserde aus vergleichsweise ziemlich langen Fasern besteht, ist sie weniger luftdurchlässig und hat eine festere Struktur. Dadurch wird die gleichmäßige Nährstoffzufuhr für die Pflanzen verhindert. Der verhärtete Boden schadet zudem noch dem Wurzelwachstum.

Sollte der Kokoshumus hingegen aus sehr kurzen Fasern bestehen und dementsprechend sehr fein und porös sein, hat das ebenfalls negative Folgen für deine Pflanzen. Ein zu lockerer Boden hat keine gute Speicherkapazität und kann somit nicht genügend Nährstoffe für die Pflanzen bereitstellen.

Wasserspeicherkapazität

Kokoserde hat aufgrund der Eigenschaften der Kokosfasern und ihrer Verarbeitung von Natur aus eine sehr hohe Wasserspeicherkapazität. Diese kann aber, so wie bei der Beschaffenheit auch, von Marke zu Marke große Unterschiede aufweisen.

Um die überaus hohe Wasseraufnahme von Kokoserde zu verdeutlichen, haben wir sie mit der Wasserspeicherkapazität von Blähton verglichen. Blähton wird nämlich oft als Pflanzgranulat für Hydrokulturen verwendet und ist aufgrund seiner guten Wasserspeicherfähigkeit ein beliebter Ersatz für normale Blumenerde. Das Fassungsvermögen von Kokoserde beträgt etwa das 8- bis 9-fache ihres Gewichts. Blähton dagegen kann nur circa das 0,6-fache seines Gewichts an Wasser aufnehmen.

Der Topf von Hydrokulturpflanzen ist mit einem stark wasseraufnehmenden Substrat gefüllt, das den Wurzeln genügend Halt gibt. Dieser Pflanztopf wiederum steht in einem wassergefüllten Übertopf.

Kokoserde ermöglicht eine effiziente Bewässerung deiner Pflanzen und muss nur selten gegossen werden. Dadurch wird die Auswaschung von Nährstoffen im Boden reduziert und sehr viel Wasser gespart.

Salzgehalt

Generell ist Kokoserde ungedüngt und nährstoffarm und weist dementsprechend auch einen geringen Salzgehalt auf. Aufgrund der geringen Salzkonzentration eignet sich Kokoserde hervorragend für Hydrokulturpflanzen, da eine Beschädigung der empfindlichen Wurzeln durch Salzkristalle ausgeschlossen ist.

Der Salzgehalt, auch Elektrolytgehalt genannt, wird mit der Einheit Microsiemens (µS) gemessen, was die Menge der gelösten Teilchen im Wasser angibt.

Handelsübliche, gedüngte Blumenerde weist einen Wert von circa  800 – 1200 µS an. Bei Kokoserde sollte der Elektrolytgehalt bei circa 500 µS liegen.

Aus verschiedenen Produktrezensionen ist allerdings hervorgegangen, dass die Kokoserde in einigen Fällen leider eine höhere Salzkonzentration hatte. Dieses Problem kann aber sehr schnell und einfach gelöst werden, indem die Kokoserde einmal gründlich durchgewaschen und das Salz aus dem Substrat gespült wird. Wir empfehlen dir also immer, die Bewertungen der Kokoserde durchzulesen bevor du sie kaufst.

Geruch

Wenn du dir vorstellst, dass Kokoserde wie zum Beispiel eine Kerze mit Kokosnuss-Duft riecht, müssen wir dich leider enttäuschen. Dennoch ist der Geruch von Kokoserde sehr angenehm, da er nur sehr leicht und eher neutral ist im Gegensatz zu herkömmlicher Blumenerde, die meistens eine sehr starke und penetrante Duftwolke mit sich zieht.

Kokoserde hat einen sehr neutralen Geruch, da sie keine zusätzlichen Stoffe beinhaltet.

Die beinahe Geruchslosigkeit hängt damit zusammen, dass Kokoserde aus rein natürlichen Kokosfasern besteht und ungedüngt sowie torffrei ist. Durch den Verzicht auf zusätzliche Inhaltsstoffe wurden der Kokoserde auch keine zusätzlichen Gerüche verliehen.

So wie beim Salzgehalt haben wir in verschiedenen Bewertungen jedoch herausfinden können, dass einige Kokoserden leider einen unüblichen und leicht unangenehmen Duft hatten. Deswegen empfehlen wir dir auch hier, vor deinem Kauf die Rezensionen der Produkte durchzulesen.

Verpackung

Die Verpackung von Kokoserde hat zwar nicht direkt etwas mit dem Produkt zu tun, allerdings hat sie ebenfalls einen großen Einfluss auf die Wahl des Substrats. Einer der größten Pluspunkte von Kokoserde ist, dass sie komplett organisch und biologisch abbaubar ist und somit eine umweltschonende Alternative zur gedüngten und mit Torf angereicherten Blumenerde darstellt.

In den meisten Fällen ist die Kokoserde in einer dünnen Plastikverpackung umhüllt. Einige Produkte besitzen zusätzlich noch eine kleine Papierkarte, auf der das Produkt beschrieben und die Anwendung erklärt wird. Nur sehr wenige Kokossubstrate kommen in einer Verpackung, die nur aus Pappe besteht.

Falls die Umweltfreundlichkeit der entscheidende Faktor dafür ist, dir Kokoserde anstatt handelsübliche Blumenerde zu kaufen, kannst du zu den Alternativen greifen, die eine Papierverpackung haben.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Kokoserde kaufst

Es gibt viele verschiedene Aspekte, die du vor dem Kauf von Kokoserde noch beachten solltest. Im folgenden Abschnitt haben wir die wichtigsten Fragen zusammengefasst und beantwortet, damit keine weiteren Unklarheiten mehr bestehen.

Was ist das Besondere an Kokoserde und welche Vorteile bietet sie?

Der größte Pluspunkt von Kokoserde liegt in ihrer Umweltfreundlichkeit. Das ungedüngte und torffreie Substrat wird aus der Schale der Kokosnuss gewonnen und besteht zu 100 % aus rein natürlichen Kokosfasern. Daher ist Kokoshumus auch komplett biologisch abbaubar. Kokoserde ist so gesehen ein Abfallprodukt der Kokosnuss und somit eine umweltschonende Alternative zu herkömmlicher Blumenerde.

Darüber hinaus überzeugt Kokoserde auch durch ihre vorteilhaften Eigenschaften und effizienten Verwendungsmöglichkeiten. Zunächst ist sie sehr ergiebig und weist nur ein geringes Gewicht auf. Für die gleiche Menge an handelsüblicher Erde brauchst du nämlich nur circa ein Drittel des Gewichts an Kokossubstrat. Hinzu kommt noch, dass Kokoserde sauber und steril ist. Sie ist frei von Schädlingen, Pilzen und Unkrautsamen, sodass sie eine sehr geringe Anfälligkeit für Schimmel hat.

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Als eigentliches Abfallprodukt der Kokosnuss stellt Kokoserde ein umweltfreundliches Substrat dar. Die natürlichen Kokosfasern sind zudem zu 100% biologisch abbaubar.
(Bildquelle: Jonas Dücker / unsplash)

Kokoserde hat zudem eine lockere und feine Struktur, sodass sie nicht verdichtet. Dank der hohen Durchlässigkeit kann viel Sauerstoff an die Wurzeln gelangen und somit das Wachstum anregen. Daher entsteht auch nur sehr selten Wurzelfäule.

Durch die besondere Beschaffenheit kann Kokoserde außerdem Wasser und Nährstoffe besonders gut speichern und gleichmäßig verteilen. Das Wasser-Fassungsvermögen von Kokoserde beträgt etwa das 8- bis 9-fache ihres Gewichts. Des Weiteren sind Kokosfasern sehr strukturstabil, sodass der Boden selbst bei übermäßigem Gießen nicht verhärtet, da das überflüssige Wasser einfach abläuft.

Welche Arten von Kokoserde gibt es?

Wie bereits dargelegt, kann Kokoserde verschiedene Charakteristiken aufweisen und von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Prinzipiell unterscheidet man aber zwischen zwei Arten von Kokoserde, die wir dir im Folgenden vorstellen.

Gepresste Kokoserde

Diese Art von Kokoserde wird, wie der Name bereits vermuten lässt, in kompakten Blöcken zusammengepresst und in dieser Form verkauft. Um die Kokoserde benutzen zu können, musst du sie gemäß der Anleitung in Wasser aufquellen.

Vorteile
  • Sehr platzsparend durch die kompakte Form
  • Leicht zu transportieren
  • Kauf von größeren Mengen auf einmal möglich
Nachteile
  • Muss vor der Anwendung in Wasser aufquellen
  • Beschaffenheit und Menge nicht ersichtlich durch die gepresste Form
  • Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Blöcken möglich

Wenn du nicht viel Platz zum Verstauen hast und trotzdem große Mengen an Kokoserde kaufen möchtest, stellt die gepresste und kompakte Variante des Substrats die beste Wahl für dich dar.

Lose Kokoserde

Bei loser Kokoserde musst du nichts weiter vorbereiten, weswegen sie auch gebrauchsfertige Kokoserde genannt wird. Du kannst sie direkt nach dem Kauf anwenden.

Vorteile
  • Kann direkt nach dem Kauf benutzt werden
  • Überprüfung der Beschaffenheit möglich
  • Menge lässt sich besser einschätzen
Nachteile
  • Schwer zu transportieren und verstauen
  • Nimmt viel Platz weg

Wenn du die Kokoserde vor dem Kauf nochmal überprüfen möchtest und sie direkt nach der Anschaffung verwenden willst, ohne dass du das Substrat noch bearbeiten musst, ist die lose und gebrauchsfertige Kokoserde perfekt für dich.

Wofür ist Kokoserde geeignet?

Kokoserde wird hauptsächlich für das Aufziehen und Kultivieren von allen möglichen Blumen und Pflanzen genutzt. Du kannst sie sowohl in Töpfen und Kübeln als auch für die Freilandpflanzung verwenden. Ob Zimmer- und Balkonpflanzen oder Nutzpflanzen wie Kräuter, Gemüse und Obst, Kokoshumus ist ein hervorragendes Medium für ein ertragreiches und gesundes Wachstum der Pflanzen.

Dies liegt daran, dass Kokoserde über ausgezeichnete Eigenschaften verfügt wie beispielsweise die lockere Bodenbeschaffenheit, die Strukturstabilität der Kokosfasern, die hohe Luftdurchlässigkeit, das enorme Fassungsvermögen von Wasser und Nährstoffen sowie die geringe Schimmelanfälligkeit.

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Kokoserde eignet sich sehr gut für Jungpflanzen, da ihre lockere Beschaffenheit eine optimale Zufuhr an Luft, Wasser und Nährstoffen ermöglicht.
(Bildquelle: Andreas Göllner / pixabay)

Kokoserde eignet sich außerdem auch sehr gut als Bodengrund in Terrarien und für Würmer. Durch die äußerst starke Saugfähigkeit bindet das Kokossubstrat effektiv Flüssigkeiten und Gerüche und bildet zudem ein ideales Feuchtklima für die Tiere. Da Kokoserde ungedüngt und frei von Steinen, Pilzen, Unkrautsamen sowie anderen Verunreinigungen ist, wird verhindert, dass die Tiere schädliche und unverdauliche Bestandteile aufnehmen könnten.

Was kostet Kokoserde?

Kokoserde wird in unterschiedlichen Mengen verkauft. Deswegen wird der Preis oft pro Kilogramm angegeben. Da es allerdings einen großen Unterschied zwischen gepresster und loser Kokoserde bezüglich der Dichte und somit des Gewichts gibt, müssen wir uns den Preis pro Liter anschauen. Die lose und gebrauchsfertige Kokoserde kann nämlich unmittelbar in Liter angegeben werden während das gepresste Kokossubstrat noch mit Wasser aufgequollen werden muss, um herauszufinden wie viel Liter daraus entstehen.

Typ Preisspanne
Gepresste Kokoserde Circa 0,30 bis 0,90 Euro/Liter
Lose Kokoserde Circa 0,50 bis 1,10 Euro/Liter

Je nach Hersteller können die Kosten bei gepresster Kokoserde zwischen circa 0,30 und 0,90 Euro pro Liter liegen. Lose Kokoserde kannst du zu einem Preis von circa 0,50 bis 1,10 Euro pro Liter bekommen und ist somit ein wenig teurer. Dies mag daran liegen, dass lose Kokoserde schon gebrauchsfertig ist. Herkömmliche Blumenerde kostet im Vergleich circa 0,20 bis 0,50 Euro pro Liter und ist somit nur minimal günstiger als Kokoserde.

Zur Orientierung haben wir für dich ein kleines Beispiel: Wenn dein Balkonkasten Maße von circa 50 x 19 x 19 cm hat, passen dort etwa 18 Liter Erde rein.

Wo kann ich Kokoserde kaufen?

Du kannst Kokoserde in Baumärkten, Gartencenter, Online-Shops und sogar in einigen Supermärkten und Drogerien kaufen. Je nachdem was für Eigenschaften deine Kokoserde haben soll, kannst du dich natürlich vor Ort in Garten-Fachmärkten beraten lassen.

Die meisten Kokoserden werden unseren Recherchen zufolge jedoch über diese Shops verkauft:

  • obi.de
  • amazon.de
  • ebay.de
  • humusziegel.de
  • pflanzwerk.de
  • grow-shop24.de

Die verschiedenen Kokoserden, die du auf unserer Seite findest, sind mit einem Link versehen, mit dem du direkt zur Webseite des Anbieters gelangst.

Wie wende ich Kokoserde an?

Wenn du gepresste Kokoserde gekauft hast, musst du noch einige Vorbereitungen treffen bevor du sie einwandfrei und ordnungsgemäß anwenden kannst. In der folgenden Tabelle haben wir dir alle erforderlichen Handlungsschritte aufgelistet und beschrieben. Natürlich solltest du dir die genaue Anleitung auf deinem gekauften Produkt durchlesen und befolgen.

Handlungsschritt Beschreibung
Passender Behälter Zunächst musst dir einen geeigneten Behälter für das Aufquellen der Kokoserde heraussuchen. Denke daran, dass die kompakte Form des Substrats nur täuscht, da es zusammen gepresst wurde. Die Kokoserde wird sich um das vielfache ihres Volumens ausdehnen. Zur Orientierung: 650 Gramm Kokoshumus ergibt aufgequollen etwa 9 Liter Erde.
Wasser zugeben Wenn du die Kokoserde in einen passenden Behälter gelegt hast, musst du nun Wasser hinzufügen. Für 650 Gramm Kokoshumus solltest du circa 4 Liter Wasser verwenden. Je nachdem welche Konsistenz deine Kokoserde haben soll, kannst du natürlich etwas mehr oder weniger Wasser hinzugeben. Jetzt musst du circa 20 Minuten warten bis das Substrat vollkommen aufgequollen ist.
Durchmischen Die Kokoserde sollte nun die gewünschte Beschaffenheit haben und die typische lockere und feine Struktur vorweisen. Um sicherzugehen, dass alles gleichmäßig aufgequollen ist und um die Kokoserde weiter aufzulockern, solltest du sie nochmal gründlich mit der Hand durchmischen und vorhandene Klumpen entfernen sowie gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen.

Solltest du dir bereits gebrauchsfertige Kokoserde geholt haben, musst du diesen Aufwand natürlich nicht mehr betreiben und kannst sie unmittelbar nach dem Kauf benutzen. Da Kokoserde von Natur aus ungedüngt und nährstoffarm ist, empfehlen wir dir das Substrat auf jeden Fall noch zu düngen, falls du es für deine Pflanzen benutzen möchtest.

Was mache ich, wenn meine Kokoserde schimmelt?

Generell ist Kokoserde dank ihrer Eigenschaften nicht sehr anfällig für Schimmel. Hin und wieder kann es natürlich trotzdem mal vorkommen, dass Kokoshumus anfängt zu schimmeln. Dies liegt daran, dass die Umgebungsluft ständig von unsichtbaren Schimmelsporen befallen ist, die sich auf der Kokoserde niederlassen und von abgestorbenem Pflanzenmaterial ernähren. Der Schimmel wird dann in Verbindung mit hoher Feuchtigkeit als weißer Belag auf der Erde sichtbar.

Um ein Pflanzensterben zu verhindern, musst du nun schnell handeln. Nachfolgend haben wir dir die Maßnahmen zusammengefasst, die du ergreifen solltest.

  • Pflanzen und Erde herausholen: Die betroffenen Pflanzen vorsichtig aus der Kokoserde lösen und darauf achten, dass du die Wurzeln nicht beschädigt. Das Substrat musst du unmittelbar aus den Töpfen entfernen. Dies solltest du draußen an der frischen Luft machen, da die Gefahr besteht, dass sich die Schimmelsporen in der Umgebung verteilen können.
  • Pflanzen retten: Sind die Pflanzen noch gesund, kannst du die Reste der Kokoserde gründlich entfernen und die Pflanzen nochmal mit Wasser abspülen. Die Wurzeln solltest du mit einem scharfen Schnittwerkzeug abtrennen sowie zusätzlich noch mit einem Fungizid behandeln und anschließend trocknen lassen.
  • Umtopfen: Die Pflanzen kannst du nun in deine alten, desinfizierten Töpfe oder neue umpflanzen. Dafür musst du einfach wie am Anfang frische und sterile Kokoserde in die Töpfe füllen und die Pflanzen vorsichtig einsetzen.

Um Schimmel vorzubeugen, solltest du auf eine ausreichende Belüftung achten, sodass die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu hoch ist. Zudem darfst du deine Pflanzen nicht übermäßig gießen. Zur Sicherheit kannst du zum Beispiel eine Drainage verwenden damit überschüssiges Wasser einfach abfließen kann. Abgestorbene Pflanzenreste solltest du so schnell es geht entfernen, damit sich Schimmelsporen erst gar nicht vermehren können.

Welche Alternativen gibt es zur Kokoserde?

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob Kokoserde die beste Option für dich darstellt, kannst du dir natürlich noch weitere Alternativen anschauen und sie miteinander vergleichen. Dafür haben wir dir in der folgenden Tabelle einige Optionen zusammen getragen und die ihre jeweiligen Eigenschaften beschrieben.

Alternative Beschreibung
Blumenerde Die handelsübliche Blumenerde ist speziell auf den Bedarf von kultivierten Topfblumen und Kübelpflanzen angepasst. Aufgrund der Wachstumsbedingungen im Topf, ist sie in den meisten Fällen bereits reichlich gedüngt und mit Torf angereichert, um eine optimale Wasser- und Nährstoffzufuhr zu gewährleisten.
Pflanzerde Pflanzerde ist für die Freilandpflanzung vorgesehen und wird bei Neupflanzungen verwendet. Da sie meistens nicht als einziges Substrat genutzt wird, enthält sie im Vergleich zur Blumenerde nur wenig Dünger. Pflanzerde verbessert die Bodenbeschaffenheit und ist generell für alle Pflanzenarten im Garten, Beet und Gewächshaus geeignet.
Komposterde Falls du die Möglichkeit zum Kompostieren hast, kannst du dir auch deine eigene Erde herstellen. Dazu eignen sich jegliche Pflanzenabfälle wie zum Beispiel Laub, Grasschnitt oder Gemüsereste. Die Abfälle werden dann von verschiedenen Bodenlebewesen und Mikroorganismen zu Humus zersetzt. Da es sich um rein organische Materialen handelt, ist Komposterde sehr nachhaltig.
Pflanzgranulat Diese Alternative wird oft auch Tongranulat, Blähton oder Pflanzton genannt. Das Substrat besteht aus reinem gebrannten Ton, der sich im Zuge des Erhitzungsprozesses zu kleinen Kugeln formt. Tongranulat zeichnet sich vor allem durch seine hohe Wasserspeicherkapazität aus und neigt zudem nur selten zu Schimmelbildung.

Welche dieser Alternativen die geeignetste für dich ist, musst du anhand deiner Anforderungen und des vorgesehenen Anwendungsbereichs entscheiden. Nicht zu bestreiten ist jedoch, dass Kompost- und Kokoserde die nachhaltigsten Optionen darstellen. Da aber nicht jeder Platz zum Kompostieren hat, ist Kokoserde für viele die bessere Alternative. Außerdem kann Kokoshumus mit den meisten Vorteilen der anderen Optionen mithalten und sogar übertreffen.

Fazit

Kokoserde überzeugt nicht nur durch ihre umweltschonende und nachhaltige Eigenschaft, sondern auch durch ihre Effizienz und Ergiebigkeit. Das Substrat lässt sich vielfältig einsetzen und eignet sich hervorragend für deine Blumen und Pflanzen. Zudem lässt es sich auch ideal als Bodengrund für Reptilien und Würmer benutzen.

Kokoshumus wird in gepresster und loser Form angeboten. Gepresste Kokoserde spart durch ihre kompakte Form eine Menge Platz, wohingegen lose Kokoserde bereits gebrauchsfertig ist und somit einiges an Zeit spart. Es gibt natürlich einige Alternativen zur Kokoserde. Allerdings sind immer mehr Hobby-Gärtner und Pflanzen-Besitzer von den Vorteilen des Kokossubstrats überzeugt und greifen zu dieser Option.

Bildquelle: Sudthangtum/ 123rf.com

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