Komposter
Veröffentlicht: 12. Oktober 2020

Unsere Vorgehensweise

7Analysierte Produkte

21Stunden investiert

6Studien recherchiert

30Kommentare gesammelt

Komposter haben die Aufgabe aus Abfallmaterialien und mithilfe von Bodenlebewesen wertvollen Dünger zu produzieren. Ein offener Komposter unterstützt diesen Prozess, in dem er vor allem die nötige Sauerstoffzufuhr bereitstellt. Auf der anderen Seite stellt der geschlossene Komposter eine um ein vielfaches wärmere Kompost Umgebung her. Neben den beiden Faktoren gibt es noch eine Vielzahl anderer Dinge die beachtet werden sollen.

Damit du den Überblick behältst, haben wir die Vorteile wie auch Nachteile der jeweiligen Bauweisen von offenen sowie geschlossenen Komposter aufgeführt. Unser Komposter Test 2021 hat zum Ziel dir bei dieser Kaufentscheidung zu helfen und allfällige Fragen zu beantworten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Der Komposter sorgt für optimale Bedingungen, damit Bodenlebewesen aus Garten- und Küchenabfällen wieder verwendbaren Dünger herstellen können. Die Kompostierung ist somit die umweltfreundlichere Alternative als der Gang zur Biotonne.
  • Es wird hauptsächlich zwischen offenen und geschlossenen Komposter unterschieden. Letzteres kann weiter nach dreh-/bewegbar oder standfest differenziert werden.
  • Offene Komposter sind meist grösser, schöner und günstiger. Geschlossene hingegen kompostieren schneller, sind robuster und weniger aufwendig .

Komposter Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Thermokomposter

Der Kunststoffkomposter von VOUNOT ist aus stabilem, langlebigem Material. Aufgrund seines Designs gehört er zu den beliebtesten Modellen auf dem Markt: Seine Öffnungen ermöglichen eine gute Belüftung während die dunklen Farben für eine bessere Hitze Entwicklung sorgen. Oben steht der Deckel und weiter unten ist er mit einer Klappe versehen, aus der die bereits zersetzte Erde geschaufelt werden kann. Die Montage ist kinderleicht.

Du hast einen kleineren Haushalt und benötigst als Hobbygärtner einen Komposter? Dann empfiehlt sich der Thermokomposter von VOUNOUT. Da er eine Kapazität von 300 Liter und eine Größe von 58x58x80 cm hat, ist er perfekt für einen kleinen Haushalt geeignet.

Der beste klassische Komposter

Der Nordje Komposter Aksel besitzt eine Masse von 100x100x71 cm und ist aus Kieferholz. Sein Fassungsvermögen beträgt 480 Liter und gehört somit zur mittleren Grösse. Er ist bereits Druckimprägniert und benötigt keinen weiteren Schutzanstrich. Der Aufbau erfolgt ohne Werkzeug.

Wenn du einen ansehnlichen Komposter mit schlichten und natürlichem Design willst, solltest du dir den Komposter von Norde anschauen. Er empfiehlt sich allen traditionellen Kompost Liebhabern. Der Komposter fügt sich natürlich in deinen Garten ein.

Der beste Drahtkomposter

Das Kompostsilo von BRISTA besteht aus vier feuerverzinkten, verschweißten Streckmetall Seiten, welche bei Bedarf auch wieder demontiert werden können. Durch die Materialien ist der Komposter bestens gegen Verwitterung ausgerüstet. Der Umfang beträgt 100x100x80 cm.

Du willst einen Komposter, um den Dreck nicht mehr auf einen Haufen gebüschelt zu haben? Dann solltest du dir den Drahtkomposter von BRISTA ansehen. Er empfiehlt sich besonders für dich, wenn du mit viel Laub und Rasen zu schaffen hast.

Der beste Trommelkomposter

Der Trommelkomposter von Wiltec ist ein schwarzer rotierbarer Behälter aus Kunststoff. Seine Masse lautet 72,5x66x93,5cm. Da der Behälter von einem Gestell getragen wird, ist er nicht erreichbar für Nagetiere. Zudem besitzt er ein praktisches Zwei-Kammersystem: während die eine Kammer aufgefüllt wird, kann die andere ruhen.

Wenn du dir den anstrengenden Umschichtungsprozess ersparen möchtest, so ist es der Trommelkomposter eine gute Wahl. Da das Gestell robust ist, und keine Geruchsbelästigung entsteht, können wir dir das Produkt nur empfehlen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Komposter

Als nächstes zeigen wir dir aufgrund welcher Aspekte, du dich für einen passenden Komposter entscheiden kannst.
Anhand dieser Kriterien kannst du Komposter miteinander verglichen:

Was bei den einzelnen Kriterien zu beachten ist, erklären wir dir in den folgenden Absätzen.

Boden & Deckel

Im Allgemeinen gilt, dass der Komposter, wenn möglich auf offenem Boden angelegt werden. Dadurch wird Staunässe verhindert. Ansonsten sammelt sich das Wasser, woraufhin Schimmel eintritt. Zudem können so auch die Tiere und Mikroorganismen in den Komposter eindringen und den Kompost zersetzen.

Wer trotz festem Untergrund einen Komposter möchte, kann die Bodenorganismen wie beispielsweise Regenwürmer selbst dazugeben oder sich gerade direkt einen Wurmkomposter oder Bokashi-Eimer anschaffen. Mehr dazu findest du beim Ratgeber unter “Welche Alternativen gibt es zum Komposter?”.

Falls du dich für einen vollkommen verschlossenen entscheidest, solltest du ihn an sehr heißen Tagen bewässern, da er sonst austrocknet.

Häufige Regenfälle können einen offenen Komposter zu nass machen. In diesem Fall wäre ein Mulchvlies empfehlenswert, welches die Feuchtigkeit in einem angemessenen Mittel hält.

Schnelligkeit

Je nach Komposter Typus kann der Kompostierungsprozess beschleunigt werden. Vor allem bei Hobbygärtnern sind Schnellkomposter beliebt, da sie sich durch einen geringen Platzbedarf auszeichnen. Des Weiteren brauchen sie weniger Material um die richtige wärme zu erreichen im Gegensatz zu offenen.

Zu der Untergruppe der Schnellkomposter gehört der Thermokomposter. Dieser ist durch seine doppelwandige isolierende Bauweise imstande Wärme konsistent zu speichern.

Abfälle sollten schon im Voraus verkleinert werden.

Eine weitere Komposter Variante wäre der Trommelkomposter. Dabei wird das Kompostgut in eine fassartige Struktur gelegt und durch eine Kurbel oder per Hand gedreht. Das Material im inneren wird erwärmt und belüftet.

Nebst dem Komposter selbst helfen Kompostbeschleuniger bei der Zersetzung. Sie enthalten die Nährstoffe, die die Bodenlebewesen für den Zersetzungsprozess benötigen. Ansonsten gilt allgemein, dass je kleiner die Abfälle sind, desto schneller zersetzen sie sich.

Material, Farbe & Form

Grundsätzlich sind offene Komposter meistens aus Holzpaletten. Eine weitere Art ist Streckmetall, welches meist Edelstahl oder Aluminium enthält und gitterartig aufgebaut ist. Es macht sich insbesondere das Holz ästhetisch besser im Garten. Dafür ist es dem Verwitterungsprozess stärker ausgesetzt, als dies ein geschlossener Komposter wäre.

Geschlossene bestehen meist aus Kunststoff oder Metall. Da Kunststoff relativ dehnbar ist, kann es seine ursprüngliche Form mit der Zeit verlieren. Metall ist da langlebiger, aber selbst pulverbeschichtetes Metall kann mit der Zeit rosten. Besser geeignet ist in dem Fall verzinktes. Oftmals sind sie in dunkelgrün, schwarz und seltener braun erhältlich, da dies Erwärmungsprozess fördert und optisch zum Garten passt.

Die Form des Komposter, sprich ob rund oder eckig, ist grundsätzlich nicht sehr entscheidend. Wichtig ist nur das genug Platz vorhanden ist.

Umschichtung & Kammersysteme

Die Umschichtung ist ein entscheidender Bestandteil der Kompostierung. Dabei wird die untere nun schon ältere Erde nach oben umgesetzt, so dass das neue Material Zugang zu Wärme und Kleinstlebewesen findet. Der ganze Kompost erhält eine erneute Sauerstoff zufuhr.

Der Prozess wird durch die Wahl des Komposters unterstützt. So hat ein Thermokomposter unterhalb eine Klappe, bei der man direkt auf das bereits kompostierte zugreifen kann.

Die Umschichtung sollte in der Regel alle 4-6 Monate wiederholt werden.

Wenn du lieber gar nicht oder mit minimiertem Aufwand Umschichten möchtest, wäre ein rollender Komposter für dich. Wie der Name schon sagt, wird er mithilfe seiner Kugel Form von einer Stelle zur anderen gerollt. Der Nachteil ist, dass er jedoch nicht am Boden angeschlossen ist. Das gleiche gilt für den im Abschnitt “Schnelligkeit” erwähnten Trommelkomposter.

Bei offenen Komposter bietet es sich an, gleich mehrere Kasten direkt nebeneinander anzufügen um den Kompost vom einen Gefäß zum anderen zu schichten.

Ungeziefer & Geruch

Viele Probleme, die sich beim Kompostieren ergeben, haben mehr mit Pflege selbst zu tun, als das sie direkt von der Wahl des Komposter beeinflusst werden.

Ist der richtige Mix von Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme gegeben, so sollte sich auch kein übler Geruch bilden. Dieses Gleichgewicht kann gestört werden, wenn zu viel Rohmaterialien aufeinander gelegt werden. In diesem Fall bietet sich ein grösserer Komposter an.

Tipp: Bei zu viel Nässe ist das Beilegen von trockenen Ästen ratsam.

Öffnungen im Komposter locken zudem oftmals ungewohnte Gartenbewohner an. Bei großen Nager wie Ratten und Mäusen kann ein zusätzliches Bodengitter ihr eindringen verhindern. Kleinere Tiere wie Ameisen, Mücken und Fliegen gehören im kleinen Masse dazu. Im Übermaße ist jedoch das Kalk oder Kies streuen empfehlenswert. Dies verhindert das Fäulnis, welches die Tiere in erster Linie anzieht.

Größe

Die meisten Komposter werden nach ihrem Fassungsvermögen in Litern kategorisiert.

  • Komposter mit 250L-400L gehören zu den kleinen Größen für Komposter im Garten und sind meist für Kleinfamilien, Paare oder Einzelpersonen.
  • Im mittleren Bereich sind jene zwischen 400L-600L. Dort eignen sich besonders Thermokomposter.
  • Die Größten bis zu 900L eignen sich erst ab sehr großen Haushalten, wenn mit Nachbarn geteilt oder für jene die mehrere Beete halten. In dieser Größe kommen sie meist in offener Form vor.

Wer vor allem wegen viel Laub unsicher bei der Größe ist, sollte sich zusätzlich zum Komposter für Haushaltsabfall, ein Kompostsilo aus verzinktem Draht anschaffen. Natürlich kannst du ihn auch ganz klassisch als Haufen sammeln.

Grundsätzlich gilt, lieber 2 kleinere Komposter anstelle eines großen kaufen. Den während der eine weiter befüllt wird, kann der andere eine Pause machen.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Komposter ausführlich beantwortet

Im Ratgeber stehen essentielle Fragen zum Thema Komposter. Er erklärt kurz und knapp hilfreiches zum Thema Komposter.

Was ist ein Komposter?

Komposter sind Behälter in denen sich der Kompostierungsvorgang abspielt. Dabei wird organisches Material durch Mikroorganismen mithilfe von Sauerstoff zu Humus. Der Zersetzungs Prozess hat zur Folge, dass für den Garten wertvolle Mineralien freigesetzt werden.

Komposter-1

Am Anfang der Zersetzung wird von Rohhumus gesprochen. Die am stärksten zersetzte Form wird hingegen als Mulch bezeichnet. (Bildquelle: herb007/pixabay)

Heutzutage wird ein Komposter sowohl von Hobbygärtnern als auch von der Abfallwirtschaft benutzt. So kann zum Beispiel aus Küchen- und Gartenabfällen, Kompost erzeugt werden.

Wie funktioniert ein Komposter?

Die Aufgabe eines Komposters ist, es den Kompostierungvorgang zu unterstützen. Dazu muss er richtig befüllt werden. Was da alles dazu gehört steht im Ratgeber weiter unten.

Nebenbei muss das Sauerstoff-und-Stickstoff-Verhältnis im Gleichgewicht sein. Das gleiche gilt für das Feuchtigkeitsmass.

Bei Einhaltung lauft der Kompostierungszirkel in drei Phasen ab:

  1. Zuerst beteiligen sich mehrheitlich mesophile Organismen (Kleine Tiere mit Präferenzen für mittlere Temperaturen). Sie zerstückeln den Kompost im Zeitraum von ein paar Tagen in feineres Material.
  2. In der zweiten Phasen werden sie von Hitze liebenden Organismen abgelöst. Die Temperaturen können so hoch werden, dass sogar eigentlich hilfreiche Helfer absterben. Dem entgegen wirkt die Umschichtung. Frische Luft und neue Materialien für die Zersetzung werden dabei herbeigeführt. Diese Phase geht länger als die erste.
  3. Am längsten (nämlich mehrere Monate) geht die letzte Phase. Dort senken sich die Temperaturen laufend und Mesophile übernehmen wieder die Verarbeitung des Übriggebliebenen.

Diese Phasen werden durchgegangen, um aus Abfall Kompost zu erzeugen.

Für wen eignet sich ein Komposter?

Ein Komposter eignet sich für alle mit Garten. Es mag anfangs viel Arbeit sein, wer aber erfolgreich kompostiert wird schlussendlich mit qualitativ hochwertigem Düngemittel belohnt.

Komposter-2

Ein pH Wert von unter 6.5 wirkt schädlich auf Würmer.
(Bildquelle: Sippakorn Yamkasikorn/ Unsplash)

Auch ohne Garten eignet sich ein Komposter, denn auch die Zimmerpflanze erfreut sich über die Nährstoffe. Nebst dem potenziellen Dünger bildet der Komposter eine umweltfreundlichere Alternative als die Biotonne.

Was kostet ein Komposter?

Der Preis für Komposter variiert sehr stark je nach Material und Größe.

Simple Komposter für kleinere Gärten und Haushalte findet man bereits um die 20 Euro. Dazu gehören hauptsächlich Draht und billig Holz Komposter. Der Großteil befindet sich mehr im Bereich von 40 bis 70 Euro.

Typ Preisspanne
Offener Komposter 20 bis 80 euro
Geschlossener Komposter 40 bis 150 Euro

Die wirklich qualitativ hochwertigen Modelle, welche meist mit robusten Metallen oder originellen Bauarten aus Kunststoff punkten, können zu einem Preis um die 150 Euro erworben werden. Teilweise erreichen sie sogar Spitzenpreise von 600 Euro.

Wo kann ich einen Komposter kaufen?

Komposter gibt es in örtlichen sowie online Baumärkten. Teilweise sind sie sogar bei größeren Supermärkten zu finden.
Folgende Geschäfte sind laut unserer Recherche bei Kunden beliebt:

  • Obi
  • Toom
  • Amazon
  • Bauhaus
  • Otto
  • real

Alle Komposter, die wir auf der Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du einen passenden Behälter gefunden hast, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Arten von Kompostern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Bei Komposter wird grundsätzlich zwischen zwei Sorten unterschieden:

Arten von Kompostern Vorteile Nachteile
Offener Komposter größer, zugänglicher verwittert schneller, freier Zugang für Tiere
Geschlossener Komposter Nager sicher, schneller teurer, unnatürlicher

Bei offenen wird in diesem Fall auf jene aus Holz abgezielt, während bei geschlossenen hauptsächlich von Thermokomposter die Rede ist.

Je nach Kompostmenge, Platz und Art sowie persönlichen Präferenzen gibt es unterschiedlich Vorteile und Nachteil. Um dir bei der Entscheidung für ein Modell zu helfen, kommen im nächsten Abschnitt die wichtigsten Punkte beider Komposter.

Offener Komposter

Offener Komposter

Der Vorteil von einem offenen Komposter zeigt sich vor allem in der Größe. Trotz vielem Kompostgut kann schnell aufgefüllt werden, ohne je einen Deckel zu entfernen oder die Materialien durch einen engen Spalt zu quetschen.
Das Material des Komposter hat ein natürliches aussehen, ist jedoch dem entsprechen auch Witterung anfälliger. Zudem lassen die Freiräume zwischen den Balken genug Platz für Ratten und Mäuse.

Vorteile
  • praktischer bei viel Material
  • direkter Zugang
  • einfacher Aufbau
  • günstiger
  • natürlicher
Nachteile
  • anfälliger für Nager
  • Kompostierungsprozess dauert länger
  • Holz verwittert schneller

Ein weiteres großes Plus liegt im Preis. Da sie so einfach aufgebaut sind, kann man auch einen selber craften.

Im Gegensatz zum geschlossenen Komposter gibt es keine Wärmeisolation. Deshalb ist es wichtig das genug Material vorhanden ist, um die richtige Menge an Eigenwärme zu produzieren.

Geschlossener Komposter

Geschlossener Komposter

Die Dauer des Zersetzungsprozesses spricht sehr stark für einen geschlossenen Komposter. Wer den Kompost als Düngemittel für den Garten möchte, ist viel schneller bedient. Zudem wäre aufgrund der geringen Rohmaterialien, die ein kleiner Haushalt produziert, eine eigene Erhitzung von innen gar nicht möglich.

Der Deckel verhindert auch allfällige unangenehme Gerüche. Dies empfiehlt sich für jene, welche ihren Kompost am Grundstücksende platzieren möchten. Daneben werden auch jegliche Arten von Tiere auf Abstand gehalten.

Vorteile
  • hält ungebetene Tiere fern
  • schnellere Zersetzung
  • Eigenes Umschichten nicht notwendig
  • weniger Geruchsanfällig
  • brauchen weniger Platz
Nachteile
  • teurer
  • unnatürlicher

Preislich liegen Geschlossenen in einer höheren Preiskategorie als die Offenen. Wenn du gewollt bist anfangs mehr zu zahlen, um dafür weniger Zeit und Energie in den Umschichtungsprozess zu legen, so lohnt sich der Kauf durchaus. Dies gilt insbesondere für die Komposter Umschichtung per Handkurbel.

Schließlich muss man noch sagen, dass nicht jeder den künstlichen Look als angenehm im Garten empfindet. Dafür brauchen Geschlossene dann wiederum auch weniger Platz.

Welche Alternativen gibt es zum Komposter?

Neben dem typischen Komposter gibt es noch weitere Alternativen. Die zwei Alternativen sind:

  • Bokashi-Eimer: Bokashi ist die Bezeichnung für eine der Kompostierung ähnlichen Methode. Denn die Rohstoffe werden beim Bokashi-Eimer fermentiert sprich primär ohne Einbindung von Sauerstoff in eine Sauremasse umgewandelt. Direkt auf Beete gelangt der Kobashi Kompost erst nach Senkung des pH Wertes.
  • Wurmkomposter: Eine weitere indoor Alternative für Balkon oder Wohnung ist eine Wurmkiste. Dort leben im Vergleich zum Garten mehr Bodenlebewesen auf einem Raum. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, ist saures Obst sowie allgemein chemisch behandeltes Essen zu vermeiden.

Die zwei Alternativen können ebenfalls zum Entsorgen und zum wieder verwendbar machen eingesetzt werden.

Wie kann ich den Komposter verschönern?

Ein unansehnlicher Komposter störrt das Gesamtbild des Gartens. Dies muss nicht sein. Folgende Mittel helfen den Komposter zu kaschieren:

  • Kürbisse oder Zucchini beim bereits zersetzten Kompost
  • Kapuzinerkresse
  • Sonnenblumen
  • Efeu

Steinmauern sind nicht zu empfehlen da sie beim um schichten im Weg stehen und mühsamer zu entfernen sind, falls der Komposter vergrößert wird.

Wie schichte ich einen Komposter um?

Die Umschichtung wird vermehrt anfangs Frühling durchgeführt. Wie dies abläuft, wird in den folgenden Schritten erläutert:

  1. Platz machen: Wer nur eine Kammer besitzt, versetzt erstmals den ganzen Kompost von der einen Seite auf die andere obendrauf. Bei zwei oder gar drei Kammern ist dies nicht notwendig
  2. Sieben: Als nächstes wird der Kompost mithilfe einer Schaufel oder Gabel durch ein großes Sieb geworfen. Was nicht durch passt (in der Regel Äste, Große Steine sowie gröberer Kompost) wird später erneut gebraucht oder entfernt.
  3. Wiederauffüllen: Der Humus kann nun gebraucht werden. Währenddessen wird der Komposter mit neuen Materialien aufgefüllt.

Um eine optimale Umschichtung bei deinem Komposter durchzuführen, solltest du die vorhergenannten Schritte durchgehen.

Wie befülle ich einen Komposter?

Zu Beginn wird ein Kompost unten mit grobem Material wie kleinen Ästen und Stängel gefüllt. Danach kommen Garten- und Küchenabfälle obendrauf, gefolgt von Rasen und Laub. Viertens eine dünne Schicht Komposterde und dann erneut Abfälle sowie Rasen/Laub. Zuoberst noch eine weitere Komposterde Schicht, es sollten insgesamt sieben Schichten vorhanden sein.

Nicht alle Materialien dürfen ohne weiteres auf dem Kompost landen. Zu diesen gehören:

  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Pestizid behandelte oder kranke Pflanzen
  • Katzenstreu
  • Öle
  • Kohle
  • gekochte Essensreste
  • Unkraut (wenn noch nicht vertrocknet und Samenträger)

Wichtig ist die Einhaltung der Kohlenstoff (braunes) zu Stickstoff (grünes) Ratio von 20:1 auf dem Kompost. Was eher zu welcher Kategorie gehört, siehst du in der Tabelle:

Typ Materialien
Kohlenstoff altes Heu, Laub, Kaffeesatz, Karton, Holzspäne
Stickstoff Gemüse, Früchte, Gras, Blumen, Algen

Produkte wie Eierschalen, Papier, Haare oder Nussschalen sollten nur in sehr kleinen Mengen auf dem Kompost landen. Bei Unsicherheit gilt lieber Vorsorge als Nachsorge!

Wo soll ich den Komposter hinstellen?

Am besten eignet sich ein halbschattiger Platz der zudem auch vor Wind geschützt ist. Es bieten sich grössere Bäume und Sträucher an. Wichtig ist ebenfalls, dass der Boden frei zugänglich für notwendige Mikroorganismen ist.

Komposter-3

Bei einem großen Komposthaufen kommen Bagger bei der Abfallwirtschaft zum Einsatz.
(Bildquelle: Perkons / Pixabay)

Bei Platzierung am Grundstücksende ist ein genügender Abstand zu Nachbarn einzuhalten. Vergiss nicht, dass je weiter weg der Komposter liegt, desto mehr musst du täglich laufen. Dies kann besonders bei grossen Gärten umständlich sein.

Bildquelle: nikkytok / 123rf

Warum kannst du mir vertrauen?

Testberichte