Lavendel ist eine beliebte Zier- und Gartenpflanze. Ob in Kübeln oder im Beet, der Lavendel kann sowohl drinnen als auch draußen gut gedeihen – und ist mit seiner intensiven, meist violetten, Blütenfarbe zu jeder Jahreszeit schön anzusehen. Was viele dabei aber nicht wissen ist, dass man sich nicht mehrere Pflanzen anschaffen muss um sein Heim oder seinen Garten mit viel Lavendel zu verschönern.

In diesem Artikel erklären wir dir verschiedene Methoden, wie du deine Lavendel Pflanze ganz einfach selbst vermehren kannst – und warum du das tun solltest. Denn du erfährst auch näheres über die Pflanze selbst.

Sie ist nicht nur eine schöne Zierpflanze. Zum einen bringen einige Lavendel Sorten im Garten viele Vorteile, aber zum anderen lassen sie sich auch vielseitig verwenden, wenn man die Blüten und Samen erntet.

Welche Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten das genau sind, werden wir dir im Detail vorstellen. Auch wie du deinen Lavendel pflegen musst, welchen Boden er bevorzugt und was du beim anpflanzen von Lavendel beachten solltest erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lavendel ist die Bezeichnung für eine Pflanzengattung von Lippenblütlern mit ca. 37 Sorten. Die am meisten verkaufte und am häufigsten verwendete Sorte darunter ist der „Echte Lavendel“ (Lavendula augustifolia), auch „Duft Lavendel“ genannt.
  • Lavendel zu vermehren hat viele Vorteile – darunter eine deutliche Ersparnis an Geld, sofern man den Lavendel regelmäßig erntet und verwendet oder einen großen Garten bzw. ein großes Blumenbeet besitzt.
  • Die Lavendel Pflanze gilt als anspruchslos in der Pflege und lässt sich auf 4 verschiedenen Wegen vermehren – durch Stecklinge, Absenker, Saatguternte oder auf natürliche Weise. Die einfachste Methode darunter ist die Vermehrung über Stecklinge.

Definition: Was ist Lavendel?

Lavendel (Lavandula) ist der Name einer Gattung von Lippenblütler-Pflanzen.

Es gibt ca. 30-37 verschiedene Sorten auf der Welt, wovon etwa 20 als Zierpflanzen in Deutschland gehandelt werden.

Das intensive Lila der Lavendel-Pflanze passt in jeden Garten. (Bildquelle: unsplash.com / Kaitlyn Chow)

Nur der sogenannte „Echte Lavendel“ (Lavandula augustifolia), der Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) und deren Mischform, der Lavandin (Lavandula intermedia), sind als Heilpflanzen von wissenschaftlicher Bedeutung.

Sie zählen zu den winterharten Lavendel Sorten und brauchen viel direktes Sonnenlicht um sich wohl zu fühlen.

Winterfest bzw. frostfest ist aber nur der Echte Lavendel unter bestimmten Vorraussetzungen.

Winterfest bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Echte Lavendel auch noch bei länger anhaltenden Minustemperaturen überleben kann – sofern die richtigen Gegebenheiten herrschen.

Diese 3 sind auch die häufigsten Lavendel Sorten, die für ätherische Öle, Parfums, Seifen und Insektenschutzmittel benutzt werden.

Außerdem finden die Blüten und Blätter vielseitige Verwendung in der Küche – beispielsweise als Gewürz, Sirup oder Tee.

Der Echte Lavendel wird im Handel auch oft als „Duft Lavendel“ bezeichnet, da er zu den Lavendel Sorten mit dem intensivsten Duft gehört. Eine Besondere Form des Echten Lavendel ist die Lavendula augustifolia Hidcote Blue.

Sie gilt als die beliebteste und meist gekaufte Lavendel Pflanze, was sie wahrscheinlich ihrer intensiven bläulich-violetten Farbe zu verdanken hat.

Ihren Namen hat sie vom Hidcote Manor Garden, in welchem sie um 1950 das erste Mal als Gartenzierpflanze vorgestellt wurde.

Hintergründe: Was du über Lavendel wissen solltest

Nachdem nun einige Grundlegende Informationen zur Lavendel Pflanze selbst vorgestellt wurden, gibt es aber noch einige Details mehr die sich zu wissen lohnen.

Immerhin ist die Pflanze gänzlich auf den Menschen, der sie anpflanzt, angewiesen – also sollte man wissen, wie man den Lavendel richtig pflegt.

Auch welche Wirkung Lavendel entfalten kann, wenn man viele Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon hat, und wieso man sich überhaupt die Mühe machen sollte Lavendel zu vermehren, lohnt sich zu wissen.

Was muss man bei der Pflege des Lavendel beachten?

Lavendel ist eine relativ anspruchslose Pflanze. Die verschiedenen Lavendel Sorten brauchen viel direktes Sonnenlicht, aber trotzdem kommen sie mit wenig Wasser aus.

Lavendel Pflanzen bevorzugen trockene, wasserdurchlässige Böden. Gegossen werden sollte der Lavendel nur selten und in geringen Mengen.

Es ist auch nicht schlimm wenn der Boden kurzzeitig gänzlich austrocknet. Ein Feuchtigkeitsmessgerät kann hilfreich sein, um auch in tief gehenden Bodenschichten die Feuchtigkeitsmenge im Auge zu behalten.

Gießt man die Pflanze früh morgens, haben die Blätter über den Tag genügend Zeit zum trocknen.

Grade bei Jungpflanzen ist es wichtig, regelmäßig Unkraut zu jäten oder vorzubeugen – ansonsten kann es sehr schnell passieren, dass das wuchernde Unkraut den Lavendel erstickt.

Auch im Kübel kann der Lavendel überleben, allerdings ist seine Lebenserwartung dann deutlich geringer.

Lavendel Pflanzen fühlen sich schnell eingeengt und brauchen daher einen großen Topf bzw. Kübel – wesentlich größer als jene, in welchen die Pflanzen in der Regel verkauft werden.

Kurz vor dem Austrieb der jeweiligen Lavendel Sorte (meist im Frühjahr) und kurz nach dem Verblühen (meist im Spätsommer) sind gute Zeitpunkte zum zurückzuschneiden.

Mindestens einmal im Jahr sollte das gemacht werden, um zu verhindern, dass die Pflanze durch verholzen kahl wird, und zu fördern, dass sie gesund weiter wächst.

Dabei sollte ein drittel bis höchstens die Hälfte der Pflanze zurückgeschnitten werden, niemals aber bis tief ins alte Holz.

Im Spätsommer sollte man sich beim Zurückschneiden auf die verblühten Blütenstängel beschränken. Denn schneidet man mehr zurück, wird die Pflanze geschwächt und droht im Winter einzugehen.

Sorte Blütezeit Wuchshöhe
Lavandula augustifolia Juni bis August 30 – max. 100 cm
Hidcote Blue Juli bis August 40 – 50 cm
Lavandula latifolia Juni bis August 80 – max. 100 cm
Lavandula intermedia Juni bis September 60 – 150 cm

Welche Wirkung hat Lavendel im Garten?

Den intensive Duft erhält der Lavendel von den Blüten-eigenen ätherischen Ölen. Diese sorgen zum einen dafür, dass ihr Schädlinge fern bleiben.

Und zum anderen, dass die Schädlinge auch den Pflanzen in ihrer unmittelbaren Umgebung fern bleiben. Der Lavendel ist also ein natürlicher Schädlingsbekämpfer, der auch noch schön aussieht.

Je intensiver der Duft, desto größer die Wirkung – hier liegt der Lavendula augustifolia deutlich vorne.

Bienen hingegen lieben den intensiven Duft von Lavendel und werden von ihm regelrecht magisch angezogen.

Ein vielfältiges Blumenbeet, dass durch einige Lavendel Stauden ergänzt wird, tut den Bienen also einen großen Gefallen.

Und auch für den Menschen ist der Duft des Lavendel von Vorteil. Der Duft des Echten Lavendel wirkt sich positiv auf die Psyche aus – er kann Stress und Unruhe mindern und entspannend wirken.

Die ätherischen Öle des Speik-Lavendel haben antibakterielle Eigenschaften, die sich positiv auf Lungen und Bronchien auswirken.

Die violette Farbe der Blüten und die silbrig-blassgrüne Farbe der Blätter ist nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern kann der Gestaltung auch Struktur geben oder harmonisierend wirken.

Welche Vorteile bringt es dir, deinen Lavendel zu vermehren?

Lavendel zu vermehren bringt zum einen den Vorteil mit sich, dass man nicht ständig neue Pflanzen oder neues Saatgut kaufen muss.

Nutzt man die positiven Eigenschaften des Lavendel ausgiebig aus und benötigt daher weitaus mehr als eine Pflanze, kann das auf Dauer einiges an Geld sparen.

Zudem vermehrt man nicht nur den aktuellen Bestand an Lavendel, sondern sorgt auch vor, falls eine Pflanze eingeht.

Hat man ein großes Blumenbeet und möchte die schädlingsbekämpfende Wirkung des Lavendel voll ausnutzen, wird es ebenfalls nicht ausreichen eine einzelne Staude anzupflanzen.

Mehrere Pflanzen in regelmäßigen Abständen zueinander gewährleisten eine großflächige Abdeckung mit dem Duft des Lavendel.

Außerdem bieten sich für die Blätter und Blüten des Lavendel vielseitige Verwendungsmöglichkeiten.

Das Öl, dass sich aus den Rispen gewinnen lässt, kann für selbstgemachte Seifen, Badeöle, Duftkerzen oder Duftöle verwendet werden.

Mit einem Duftöl lässt sich eine Aromatherapie durchführen – je nach Lavendel Sorte mit verschiedenen Wirkungen. Um 1 Liter ätherisches Öl aus einer Lavendel Pflanze zu gewinnen, benötigt man ca. 130 kg Rispen.

Eine Aromatherapie mit dem Echten Lavendel hilft bei Problemen wie Stress, innere Unruhe, Angstzustände, psychische Verstimmungen, Anspannung und Schlaf- bzw. Einschlafbeschwerden.

Der Speik-Lavendel hingegen kann bei Lungen- und Bronchialbeschwerden, Atemwegsbeschwerden oder zur Insektenabwehr genutzt werden.

Auch energetisch soll der Speik-Lavendel wirken können und somit bei anhaltender Müdigkeit und Erschöpfungsgefühlen helfen.

Benutzt man statt des Lavendelöls getrocknete Blüten, kann man mit ihnen Duftsäckchen herstellen.

Diese können zum Beispiel in Kleiderschränken zur Abwehr von Motten verwendet oder als Hilfe zum einschlafen unter das Kopfkissen gelegt werden.

Samen, Blüten und Blätter des Lavendel lassen sich als Gewürz verwenden. Frisch oder getrocknet kann man sie über Salate und Gerichte streuen, in Kuchenteig verarbeiten oder zum garnieren von Desserts verwenden.

Sie lassen sich außerdem noch weiter verarbeiten – beispielsweise zu Lavendelsalz, Lavendelessig oder Lavendelzucker. Auch ein Speiseöl ist möglich.

Aus den Blüten lässt sich auch ein Tee kochen oder Sirup herstellen, den man dann Wiederrum für Getränke mit Lavendelgeschmack verwenden kann – beispielsweise ein aromatisches Mineralwasser, Limonade oder Cocktails.

Lavendel wird nachgesagt, dass er eine beruhigende Wirkung hat, die beim entspannen hilft und das einschlafen erleichtert. (Bildquelle: unsplash.com / Amy Treasure)

Lavendel vermehren: 4 Methoden, mit denen du deinen Garten um viel Lavendel bereichern kannst

Ob du nun den Echten Lavendel vermehren möchtest, oder ob du die davon abstammende Züchtung Lavendel Hidcote Blue vermehren möchtest, oder eine andere Sorte – fast jede Lavendel Pflanze lässt sich über die gleichen Methoden vermehren.

Diese Methoden umfassen Stecklinge, Absenker oder Saatgut. Auch teilen ist möglich.

Einige wenige Sorten, wie beispielsweise der Lavandin, sind steril. Sie produzieren keine Samen und können somit nur durch Ableger – in diesem Fall also Stecklinge oder Absenker – vermehrt werden.

Methode 1: Vermehrung über Stecklinge

Das Lavendel Vermehren über Stecklinge ist die bekannteste Methode und auch die einfachste. Prinzipiell ist der Zeitpunkt zum Durchführen hier egal – aber ideal wären Frühjahr oder Herbst.

Verwendet werden kann dafür zum einen der Verschnitt, der sowieso beim Zurückschneiden des Lavendel anfällt.

Aber es ist auch möglich eigens dafür ausgewählte Triebe von ca. 10-15 cm Länge abzutrennen.

Am größten ist die Chance auf Erfolg, wenn der ausgewählte Zweig herausgebrochen wird. Dazu bricht man den ausgesuchten Zweig in Richtung der Wurzel direkt am Ansatz zum Haupttrieb ab.

Ideal ist hier, wenn ein Stück Holz des Haupttriebes mit abgebrochen wird. Die Blätter am unteren Ende des Zweiges werden abgetrennt.

Die Stecklinge werden anschließend etwa 8-10 cm tief in kleine Töpfchen mit geeigneter, nährstoffarmer Anzuchterde gesteckt. Die Erde sollte zuvor mit einer Sprühflasche ausreichend mit Wasser angereichert werden.

An einen ausreichend sonnigen Platz gestellt, sollten die Triebe nach ca. 6-8 Wochen anfangen zu wurzeln.

Es gibt für viele Pflanzen auch die Alternative, die Stecklinge nur in ein Wasserglas zu legen – aber das wird nicht klappen, wenn man Lavendel vermehren möchte.

Die herangezogenen Jungpflanzen können im Mai, wenn keine Frostphasen mehr zu befürchten sind, im freien eingepflanzt werden.

Möchte man sie bereits im Herbst einpflanzen, sollten Maßnahmen ergriffen werden um die Pflänzchen vor der Winterkälte zu schützen. Dazu kann man sie z.B. mit einer Plastikfolie abdecken.

Methode 2: Vermehrung über Absenker

Das vermehren des Lavendel über Absenker sollte im Frühjahr durchgeführt bzw. begonnen werden.

An und für sich ist diese Methode einfach, denn sie erfordert nicht viel Arbeit – nur viel Geduld, denn ein positives Ergebnis kann unter Umständen ein ganzes Jahr auf sich warten lassen.

Für die Vermehrung über Absenker muss neben der Lavendel-Pflanze eine etwa 10-12 cm tiefe Furche gegraben werden.

In diese wird dann ein langer Zweig des Lavendel behutsam herabgesenkt, der zuvor am unteren Ende von seinen Blättern befreit wurde.

Die Furche wird anschließend wieder mit Erde aufgefüllt. Sollte der Zweig nicht in der Erde stecken bleiben wollen, kann man ihn mit Blumendraht fixieren.

Im Herbst, nachdem die Blütezeit des Lavendel vorbei ist, findet man dann erst heraus ob sich die Geduld gelohnt hat. Man kann nun die Erde über dem Zweig wieder entfernen und nachschauen, ob er Wurzeln gebildet hat.

Wenn ja, kann man den Zweig von der Pflanze abtrennen und ihn mit genügend Abstand zur Mutterpflanze einpflanzen.

Um ein sicheres Überwintern des jungen Triebs zu garantieren kann man ihn auch in einem kleinen Gewächshaus in der Wohnung vorziehen.

Hat der Zweig noch nicht gewurzelt, so muss man ihn wieder vergraben und bis zum darauffolgenden Frühjahr abwarten. Bis dahin sollte er gewurzelt haben und kann dann eingepflanzt werden.

Methode 3: Vermehrung durch das Ernten von Lavendelsamen

Möchte man die Samen zum vermehren der Pflanzen verwenden, müssen diese zuerst richtig vorbereitet werden. Denn frische Samen, die man auch zum verwenden in der Küche ernten kann, werden nicht keimen.

Im Spätsommer beginnen die Blütenstängel des Lavendel zu verwelken. Diese sollte man vorerst nicht abschneiden – sondern damit bis zum darauffolgenden Frühjahr warten.

Möchte man die Chance erhöhen, dass die Samen keimen, kann man sie nach der Ernte mit ein wenig feuchtem Sand in ein flaches Behältnis (z.B. eine verschließbare Plastiktüte) füllen und für ca. 2 Wochen in den Kühlschrank legen.

Sollen die Samen noch im gleichen Jahr blühen, kann man sie in der Wohnung vorziehen. Beispielsweise in einem kleinen Fensterbank-Gewächshaus.

Eine Aussaat im freien ist erst ca. Mai – Juni zum empfehlen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Für das vorziehen benötigt man keimfreie, nährstoffarme Anzuchterde. Ist man sich unsicher, kann man sie in der Mikrowelle kurz erhitzen um mögliche Keime abzutöten.

In ein kleines Töpfchen gefüllt, sollte man die Anzuchterde anschließend mit einer Sprühflasche anfeuchten.

Die Samen sollten locker auf die Erde gestreut (mit Sand, wenn zuvor im Kühlschrank gelagert) und leicht angedrückt werden.

Bekommen die Samen ausreichend Licht, sollten sie nach 1 – 2 (eventuell mehr) Wochen keimen.

Wenn nach den Keimblättern die ersten Blättchen wachsen, sollte man die einzelnen Pflänzchen separieren (durch pikieren oder einzelnen Topf für jedes Pflänzchen), damit sie nicht wegen zu wenig Platz zum wachsen eingehen.

Ab Mai – Juni kann man die Pflänzchen im freien einpflanzen. Neben dem selbst heranziehen des Lavendel gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dass die Vermehrung auf natürlichem Wege stattfindet.

Der Lavendel kann sich auch selbst aussähen und so vermehren.

Methode 4: Vermehrung durch Teilung

Eine weitere Methode wäre es, den Lavendel zu vermehren indem man ihn teilt. Diese Art der Vermehrung funktioniert nur, wenn die Pflanze ausreichend groß ist.

Denn bei dieser Art der Vermehrung wird der Lavendel vorsichtig ausgegraben und bis zur Wurzel in 2 (oder mehr, je nach Größe der Lavendel Sorte) Teile geteilt.

Anschließend wird er mit genügend Abstand zueinander wieder eingepflanzt.

Trivia: Was du sonst noch über das Vermehren von Lavendel wissen solltest

Was ist der beste Boden für die Lavendel Pflanze?

Welche Blumenerde die am besten geeignete für eine Lavendel Pflanze ist, hängt maßgeblich davon ab um welche Lavendel Sorte es sich handelt.

Die meisten Lavendel Sorten bevorzugen einen nährstoffarmen, kalkhaltigen Boden – darunter auch Echter Lavendel, Speik-Lavendel und Lavandin.

Es gibt aber durchaus auch Lavendel Sorten die normale Blumenerde bevorzugen und sogar solche, die eher sandige, saure Böden bevorzugen. Dabei handelt es sich vor allem um Sorten, die eher im Kübel gehalten werden.

Was jedoch alle Lavendel Sorten gemeinsam haben, ist, dass sie Staunässe nicht vertragen. Bei anhaltender Staunässe würden sie wegen Wurzelfäule und Schimmel eingehen.

Deshalb sollte unbedingt ein wasserdurchlässiger Boden verwendet werden. Auch sollten die verschiedenen Sorten nur ca. einmal pro Jahr gedüngt werden.

Was sollte man beim Anpflanzen von Lavendel beachten?

Bei der Wahl des Standortes für eine Lavendel Pflanze sollte auf den Boden geachtet werden – beispielsweise wird in vielen Ratgebern empfohlen, Lavendel neben Rosen zu setzen.

Das mag für die Rose vorteilhaft sein, für den Lavendel hingegen überhaupt nicht.

Im Gegensatz zu Lavendel-Pflanzen bevorzugen Rosenbüsche nährstoffreiche, fette Böden. In einem solchen Boden würde der Lavendel nicht sonderlich alt werden, da er zu viel Dünger bekäme und zu feucht stünde.

Um zu gewährleisten, dass der Lavendel nach Unwettern oder bei Taunässe gut trocknen kann, sollte in Beeten auf genügend Abstand zu anderen Pflanzen geachtet werden.

Dieser Abstand beträgt etwa 60 Zentimeter zur nächsten Pflanze, eventuell auch mehr.

Auch ein gutes Auge für Farben ist von Vorteil. Da der Lavendel eine sehr intensive, aber kühle Farbe hat, kann er neben den falschen Nachbarn schnell fehl am Platz wirken und das Gesamtbild des Gartens eher zerstören als komplementieren.

Die meisten wissen es nicht, aber: Der Lavendel kann sehr vielseitig in der Küche verwendet werden! (Bildquelle: unsplash.com / Annie Spratt)

Fazit

Wie man sieht, gibt es eine große Fülle von interessanten Informationen über den Lavendel.

Vor allem die vielen Vorteile und positiven Eigenschaften, die diese unscheinbaren Pflanze mit sich bringt, sind beeindruckend – und macht den Aufwand zum vermehren des Lavendel nur umso lohnenswerter.

Zwar wurde in diesem Artikel im Detail nur auf die 3 Sorten des Lavendel eingegangen, die Aufgrund ihrer Heilwirkung von wissenschaftlicher Bedeutung sind, aber natürlich können die Tipps und die Anleitungen auch auf jede andere Sorte angewendet werden.

Aufgrund der individuellen Unterschiede ist nicht jede Sorte für den Einsatz in der Küche ideal und auch die Wirkung der ätherischen Öle bleibt aus. Aber dennoch bringen auch andere Lavendel Sorten noch einige Vorteile mit sich.

Beispielsweise das schöne Aussehen, dass jeden Garten verschönert. Den Lavendel gibt es nicht nur mit seinen charakteristischen, tief violetten Blüten, sondern auch in sehr hellen Abstufungen der Farbe violett, mit und ohne Blaustich, gänzlich blau, in rosa oder sogar in weiß.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lavendel_(Gattung)

[2] https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/schritt-fuer-schritt/lavendel-durch-stecklinge-vermehren-9061

[3] https://www.gartenjournal.net/lavendel-in-der-kueche

[4] https://www.gartenjournal.net/lavendel-verblueht

Bildquelle: 123rf.com / 46761442

Warum kannst du mir vertrauen?