Der Rasen ist gelb, hat hässliche braune Flecken bekommen, ist über den Sommer stellenweise verbrannt oder schaut nach dem Winter wie ein Fleckenteppich aus? Dann wird es Zeit, sich wieder um ein sattes Grün mit Nachsaat zu kümmern.

In diesem Artikel beschreiben wir dir in drei einfachen Schritten, wie du unschöne Stellen im Gras ausbesserst und Grasnarben mit Nachsaat schließt. Dabei haben wir dir nützliche Tipps und Tricks zum Gärtnern zusammengesucht und die häufigsten Fragen beantwortet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Achte bei der Wahl der Nachsaat auf die Gegebenheiten des Gartens. Nimm den gesamten Garten als Anhaltspunkt, da nur in den seltensten Fällen für eine Rasenfläche verschiedene Samen benutzt werden.
  • Die Vorbereitung des Bodens ist essentiell. Arbeitest du hier ungenau, wird sich das später im Rasenbild rächen.
  • Frost kann der Nachsaat nichts anhaben, allerdings ist junger Rasen sehr durstig. Eine ausreichende Bewässerung ist hier wichtig.

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Gärtner’s Rasennachsaat füllt Rasen Lücken und hässliche Flecken wieder mit saftigen, grünen Rasen. Die Samen haben einen besonders dichten Narbenschluss und sorgen so schnell für ein dichtes Grün. Dabei ist die Saatmischung besonders strapazierfähig und gegen Trockenheit resistent.

Kunden schätzen den geringen Pflegeaufwand, den der Rasen verlangt. Außerdem wird besonders gelobt, dass ein Großteil der Samen aufgeht und das sichtbar dickere Grün.

Hintergründe: Was du über Rasen nachsäen wissen solltest

Haben sich unschöne gelbe oder braune Flecken in deinem Rasen gebildet oder sind Löcher entstanden, so ist es höchst Zeit, den Rasen zu pflegen und nachzusäen. Grundlegende Fragen über das Thema Rasen nachsäen, haben wir in diesem Abschnitt beantwortet.

Wann solltest du Rasen nachsäen?

Die beste Zeit, um Rasen nachzusäen, ist entweder gleich im Frühling oder erst nach dem Sommer im September. Das hat ganz einfache Gründe.

Im Frühling treibt die Natur aus, alles erwacht aus dem Winterschlaf und die Temperaturen steigen wieder. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, haben auch junge Pflanzen eine gute Chance zu treiben. Außerdem ist es noch nicht so heiß und es regnet viel. Besonders gute Voraussetzungen für jungen Rasen.

Im Frühling hat die Natur die meiste Kraft und die längste Zeit bis zum nächsten herannahenden Winter. Der perfekte Zeitpunkt, um neues Gras auszubringen. (BIldquelle: unsplash.com / biegunwschodni)

Ähnliche Bedingungen herrschen auch im September. Warte am besten, bis die hochsommerlichen Temperaturen nachlassen, sonst verbrennt der Rasen. Im September hat der junge Rasen noch Zeit anzuwachsen und kann austreiben. Bis zum Einbruch des natürlichen Winters bleibt noch genügend Zeit zu wachsen, so dass das junge Gras den Winter überstehen kann.

Solltest du deinen Rasen nachsäen oder düngen?

Um ein gleichmäßig, schönes Grün im Garten zu haben, sollte man in den meisten Fällen sowohl düngen als auch nachsäen. Besonders im Frühling, wenn der Rasen noch vom Winter geschwächt ist, ist eine Düngung ein wahrer Segen für das Gras.

Sind Spalten oder Flecken ohne Gras, so sollten diese nachgesät werden. Den Boden vor der Saat zu düngen ist unabdingbar, um ein zügiges Anwachsen zu gewährleisten.

Welchen Rasen solltest du nachsäen nach dem Vertikutieren?

Grundsätzlich eignen sich jegliche Rasensamen zum Nachsäen nach dem Vertikutieren. Zu achten ist jedoch darauf, dass es spezielle Nachsaat Mischungen für verschiedene Ansprüche gibt. Man sollte also darauf achten, dass man diese Ansprüche im Vorhinein erkennt, um ein zweites oder drittes Nachsäen vermeiden zu können.

Gärten vereinen verschiedene Begebenheiten auf engstem Raum. Schatten, Sonne, Gewässer, Nutzfläche- auf all das muss der ausgebrachte Rasen passen. (Bildquelle: pixabay.com / JamesDeMers)

Grundsätzlich gibt es verschiedene Rasenabschnitte oder Ansprüche und dafür die geeignete Rasensaat. So gibt es Saat für

  • Schattigen Garten
  • Sonnigen Garten
  • Strapazierfähigen Garten (für Kinder und Spielplätze)
  • Golfrasen

Außerdem gibt es innerhalb dieser Rasennachsaaten noch weitere Verfeinerungen. Experten können hier schnell die richtige Saatmischung empfehlen.

Wo kann ich Rasensaat kaufen?

Rasensaat findest du sowohl im Baumarkt vor Ort als auch saisonal in Supermärkten. Auch im Internet kannst du Rasensaat bestellen. Der Vorteil ist hier, dass du die Saat nicht nach Hause schleppen musst, sonders dir alles bequem geliefert wird.

Solltest du dir jedoch nicht sicher sein, welche Nachsaat du benötigst, so empfiehlt es sich eher, einen Baumarkt aufzusuchen. Denn hier wirst du fachgerechte Beratung erhalten. Das spart im Nachhinein oft Zeit und Geld.

Welche Sorte Rasen sollte ich nachsäen?

Die richtige Sorte zum nachsäen ist essentiell. Zwar wird eine Fülle an Nachsaat im Handel angeboten, doch daraus den richtigen zu identifizieren, ist nicht gerade einfach. Bedenke, dass wenn du den falschen Rasen wählst, es passieren kann, dass die jungen Grashalme nicht richtig anwachsen.

Es ist ratsam zu wissen, welche Art von Rasen sich bereits in deinem Garten befindet, wenn du nachsäen möchtest.

Viele Hobbygärtner beschweren sich auch über einen merklichen Unterschied zwischen der Nachsaat und dem Originalrasen. Zwar wächst der frisch gesäte Rasen an, jedoch hat er einen farblichen Unterschied oder ist weniger oder mehr dicht. So ähnelt der schön gepflegte Rasen schnell einem Fleckenteppich.

Solltest du keine Ahnung haben, so suche am besten einen Baumarkt auf und lass dich dort beraten. Ansonsten haben wir dir in diesem Artikel eine große Übersicht von Rasensamen erstellt. Hier erfährst du alles Wichtige ganz bequem auf unserer Seite.

Was tun um Rasen nachzusäen: drei Schritte zum erneuerten Grün

Bist du nun also bereit, deinen neuen Rasen auszubringen, so stellt sich nur noch die Frage, wie das Ganze eigentlich von statten geht. Aber keine Sorge, in diesem Abschnitt erklären wir dir in drei einfachen Schritten, was du beachten musst und wie du vorzugehen hast.

Folge diesen drei Schritten und beachte die Tipps und Hinweise für die Aussaat, dann steht deinem gewünschten Rasen nichts mehr im Weg.

Wie bereitest du den Boden vor?

Bevor du mit der Nachsaat beginnst, solltest du den Boden gut vorbereiten. Denn alles was du vorher machst, musst du später mit dem doppelten oder dreifachen Zeitaufwand nicht mehr tun.

Mähe als erstes den kompletten Rasen. Wähle dazu die kürzeste Schnitteinstellung bei deinem Rasenmäher. So kannst du auch ganz einfach noch kleine Stellen erkennen, die eine Ausbesserung brauchen. Entferne akribisch alle Wurzelreste und Pflanzen. Auch Moose solltest du entfernen, wenn du schon einmal dabei bist.

Nun kannst du anfangen, den Rasen zu vertikutieren. Dabei kannst du den kompletten Rasen vertikutieren, wenn du möchtest.

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Wusstest du, dass man unter Vertikutieren das Anritzen der Grasnarbe des Rasens versteht?

Diese Art der Rasenpflege mag zwar etwas rabiat aussehen, hilft dem Boden aber um Moose und Mulch zu entfernen. Dabei setzt sich das Wort aus dem Englischen „vertical“ und „cut“ zusammen, was eine ziemlich gute Beschreibung ist. Der Boden wird „vertikal geschnitten“.

Solltest du noch keine Erfahrung mit dem Vertikutieren von Rasen haben, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest. Denn wenn man den Boden schneidet, kann auch hin und wieder etwas schiefgehen. Damit das nicht passiert, schau dir dieses Video dazu an.

Hast du den Rasen vertikutiert, so solltest du jetzt den Startdünger ausbringen. Fülle den Dünger dazu am besten in ein Streugerät. Vor allem für große Flächen eignet sich ein Streuwagen. So stellst du sicher, dass sich der Dünger gut über die Fläche verteilt. Achte auf die Mengenangaben auf der Packung, etwa 25 Gramm pro Quadratmeter sollten jedoch ausreichen.

Wie wird die Nachsaat auf dem Boden ausgebracht?

Ist der Boden vorbereitet, kann die Nachsaat ausgebracht werden. Da die Grassamen sehr gleichmäßig ausgebracht werden sollen, eignet sich hierfür ebenfalls ein Streugerät. Achte darauf, dass kein Wind geht. Rasensamen sind sehr klein und leicht und verflüchtigen sich schnell wieder.

Die Natur hatte es eigentlich so geplant, für unseren Zweck jedoch eher ungünstig. Viele Samen, so auch Rasensamen oder Löwenzahnsamen, sind dafür konstruiert, vom Wind weite Strecken zurück zu legen. (Bildquelle: unsplash.com / davealmine)

Sind die Rasensamen auf der Erde verteilt, gibt es zwei unterschiedliche Ansätze, wie du weiter vorgehen kannst.

Variante Eins schlägt dir vor, du solltest die Nachsaat ein wenig befestigen, da sie sonst am nächsten Tag weggeweht ist. Du kannst entweder eine Rasenwalze hernehmen, die du dir im Baumarkt gegen kleines Geld leihen kannst, oder du benutzt Trittbretter. Manche Hobbygärtner treten sie auch einfach vorsichtig fest, wenn es sich nur um kleine Flächen handelt.

Andere Gärtner legen nahe, die Nachsaat mit einem Rechen in den Boden einzuarbeiten. Das verhindert ebenfalls, dass die Samen wegfliegen können. Welche der beiden Varianten du wählst, ist seit langem eine Diskussion, die noch zu keinem bewiesenen Ergebnis geführt hat.

Wie bereitest du die Nachsaat bestmöglich auf das Anwachsen vor?

Rasen im Allgemeinen benötigt in der ersten Zeit viel Wasser. Falls du einmal schon Rollrasen verlegt hast oder selbst deinen Rasen ausgesät hast, weißt du das bestimmt noch. Bewässere also über 4 bis 6 Wochen die Nachsaat täglich. An heißen Sommertagen kannst du sie auch morgens und abends wässern. Ein Verbrennen in der Anfangszeit ist unbedingt zu vermeiden.

Ein Rasensprenger ist eine angenehme Methode, um einen kompletten Rasen zu bewässern. (Bildquelle: unsplash.com / anthonycrossbach)

Manche Gärtner schwören auch auf Torf auf der Nachsaat. Der Torf soll die Grassamen vor Wegfliegen bei Wind schützen, ebenso soll er die Nachsaat bedecken, so dass sie nicht von Vögeln gefressen werden kann. Der Torf schützt gegen das Austrocknen und genauso gegen übermäßigen Regen. Denn vor alle zu Beginn kann ein starker Regen die Nachsaat einfach wegschwemmen.

Trivia: Was du sonst noch über Rasen nachsäen wissen solltest

Wann kann der Rasen nach dem Nachsäen betreten werden?

Rasen ist kurz nach dem Säen noch sehr empfindlich und benötigt Ruhezeit. Die ersten Triebe sind sehr zart und sollten auf keinen Fall durch Tritte beschädigt werden. Warte deshalb genügend lange, bevor du den Rasen betrittst.

Nach etwa 2 bis 4 Wochen kannst du den Rasen vorsichtig betreten.

Etwa ab einer Rasenlänge von 5 Zentimeter kannst du den Rasen betreten. Ab 10 Zentimeter kannst du den Rasen mähen. Allerdings solltest du den Rasen beim ersten Mähen nicht kurzer als 8 Zentimeter schneiden. Ab dem zweiten Mal Mähen ist ein Abmähen auf 5 Zentimeter in Ordnung. Tatsächlich ist der Rasen allerdings erst nach einem ganzen Jahr voll belastungsfähig.

Was musst du besonders beachten beim Nachsäen von Rasen?

Um deinen Rasen auszubessern, musst du nicht alles komplett neu machen. Oft erholen sich die Stellen gut und es ist einfacher und angenehmer, als die komplette Fläche neu zu begrünen. Außerdem kann man den Rest des Rasens noch betreten, was einen großen Vorteil darstellt. Denn so fällt auch die Bewässerung deutlich leichter.

Damit du dich aber nicht noch weiter ärgern musst, haben wir dir zusammengetragen, worauf du unbedingt beim Nachsäen von Rasen achten solltest.

Material Beschreibung
Nachsaat Verwende qualitativ hochwertige Nachsaat. Denn wenn du von Anfang an genau arbeitest, hast du länger einen Erfolg davon.
Nährstoffversorgung Achte auf eine gute Nährstoffversorgung der neu keimenden Rasengräser. Das heißt regelmäßig gießen und ein guter Startdünger. Sonst musst du das Gleiche nochmal machen.
Arbeitsschritte Halte die Arbeitsschritte für Nachsaat ein. Es hat keinen Sinn nur halbherzig die Nachsaat auszubringen, da der Aufwand hoch ist.

Hilfreiche Tipps und Tricks, wie du es gar nicht erst soweit kommen lässt, dass du deinen Rasen nachsäen musst, haben wir dir hier in diesem Video hinzugefügt.

Hat Frost einen Einfluss auf die Rasensaat?

Frost ist ein erbitterter Feind von allem Pflanzlichen. Doch Samen sind erstaunlich resistent gegen über Frost.

Bis in den Mai zu den Eisheiligen kann es in Deutschland durchaus zu örtlichen Bodenfrost kommen. Möchtest du aber im Frühjahr deinen Rasen ausbessern stellt sich die Frage, ob die Rasensaat das überhaupt überlebt.

Rasensaat ist sehr frostresistent.

Die nicht ganz so gute Nachricht daran ist allerdings, dass die Rasensamen eine konstante Temperatur des Bodens von mindestens 10° Grad Celsius benötigen. Denn nur so können die jungen Triebe richtig auskeimen.

Ganz wichtig ist hierbei wie immer, dass die Triebe genügend Nässe haben. Frost kann also der Nachsaat in dem Sinne kaum etwas antun, Frost trocknet jedoch den Boden aus. Achte aus diesem Grund darauf, dass auch bei frühjährlichen Frosteinsätzen der Boden feucht gehalten wird.

Ist Hitze schlecht bei Rasen nachsäen?

Junger Rasen ist empfindlich. Das Ausbringen der Nachsaat bei großer Hitze ist keine sonderlich gute Idee. Oft hat schon der ausgewachsene Rasen, bei dem sich die Wurzeln schon vollständig und fest im Boden verankert haben, echte Schwierigkeiten zu überleben.

Schon Bäume mit tiefreichenden Wurzeln haben in Trockenheit und Hitze zu kämpfen. Gras mit seinen kurzen Wurzeln hat dann oft keine Chance mehr. (Bildquelle: unsplash.com /marnovais)

Denn Gras hat keine sonderlich tiefen Wurzeln, im Gegensatz zu Büschen, Bäumen oder Blumen, die allesamt höhere Gewächse darstellen. Bei großer Hitze trocknet der Boden von oben nach unten aus. Während also Gras schon nach einem heißen Tag auf dem Trockenen sitzt, haben Pflanzen mit tieferen Wurzeln bessere Chancen, unbeschadet davon zu kommen.

Junge Grastriebe haben hinsichtlich Hitze noch schlechtere Überlebenschancen. Denn die müssen erst einmal ihre Wurzeln in den Boden bekommen. Ist der Boden schnell ausgetrocknet, können die Pflanzen nicht einmal aufkeimen. Rasenerde kann hier Wunder wirken. Ganz wichtig jedoch: Achte darauf, dass du deinen Rasen bei gemäßigten Temperaturen nachsäst.

Fazit

Rasen nachsäen gleicht dem Vorgang des Rasensäens sehr stark. Möchtest du deinem Rasen etwas Gutes tun, so empfiehlt es sich, den kompletten Rasen zu vertikutieren und zu düngen. So hast du alles in einem Aufwasch erledigt.

Damit der Rasen gut anwachsen kann, ist eine gute Vorbereitung des Bodens wichtig. Ebenso wichtig ist es, dass du ähnlichen Rasen ausbringst, wie schon auf deinem Rasen vorhanden ist. Sonst hast du statt gelber oder brauner Flecken andersfarbige grüne Flecken. Beachte auch, dass du die Nachsaat auf keinen Fall im Hochsommer ausbringst und die jungen Triebe immer genug Wasser haben. So kannst du ein gleichmäßiges und erfolgreiches Anwachsen garantieren.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.meine-rasenwelt.de/rasen-anlegen

[2] https://www.gartenlexikon.de/gartenpraxis/rasenpflege/rasen-nachsaeen-vertikutieren.html

[3] https://www.selbst.de/rasen-nachsaeen-2020.html

Bildquelle: unsplash.com / Ochir-Erdene Oyunmedeg

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