Nach dem Winter kommt wieder die Gartensaison. Damit dein Rasen den ganzen Sommer über glänzen kann, braucht er die richtige Pflege. Das Vertikutieren ist ein wichtiger Teil davon. Denn dadurch lüftest du die Rasenfläche aus und entfernst Moos.

Damit dein Rasen bei der Gartenparty satt und grün leuchten kann, sollte er einmal im Jahr vertikutiert werden. Dann bleiben die Halme und der Boden schön weich und locker. Kinderfüße tun sich dann besonders leicht beim Barfußgehen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren ist im Frühling und im Herbst. Der Sommer ist wegen der Trockenheit nicht geeignet, der Winter wegen dem Frost.
  • Du kannst stark vermoosten Rasen bis zu zwei Mal im Jahr vertikutieren. Allerdings sollte neu gesäter Rasen frühestens nach einem Jahr vertikutiert werden.
  • Du kannst per Hand vertikutieren oder mit einem Vertikutiergerät arbeiten. Bei großen Rasenflächen, die du dauerhaft grün halten willst, empfiehlt sich die Anschaffung eines Vertikutiergerätes.

Unsere Produktempfehlung

Der Einhell Elektro-Vertikutierer ist ein elektrisches Gerät zum vertikutieren von Rasenflächen bis ca. 400qm. Er ist daher bestens für alle Größen von Rasenflächen geeignet. Durch die einstellbare Arbeitstiefe kannst du mit diesem gerät mühelos Moss- und Kleereste aus deinem Rasen entfernen und die Grashalme belüften.

Kunden freuen sich darüber, dass der Vertikutierer leicht zu bedienen ist. Dadurch wird auch längeres Arbeiten auf größeren Flächen möglich. Durch den kräftigen Motor und die hochwertigen Edelstahl-Messer liefert der Einhell Elektro-Vertikutierer beste Ergebnisse. Laut Kunden entfernt der Einhell Vertikutierer Moos und Klee sehr gut aus dem Rasen.

Was ist ein gepflegter Rasen?

Eine grüne und gepflegte Rasenfläche ist eine Freude für alle Hobby – Gärtner. Das Mähen gehört dabei genauso regelmäßig dazu wie das Düngen und Nachsäen. Aber wie sieht es mit dem Vertikutieren aus? Ein gepflegter Rasen muss nämlich auch von Zeit zu Zeit belüftet werden.

Ein gepflegter Rasen beruhigt das Auge und macht Freude. (Bildquelle: pixabay.de / Free-Photos)

Damit der Rasen eine ebenmäßige Augenweide bleibt, sollte einmal im Jahr vertikutiert werden. Denn dadurch bleibt der Rasen weich und locker. Abgestorbene Pflanzenteile werden dabei entfernt. Aber auch Moos und und das allseits unbeliebte Unkraut werden beim vertikutieren gut besetigt

Hintergründe: Was du vor dem Rasen vertikutieren wissen musst

Damit du beim Vertikutieren nicht verkehrt machst, haben wir hier erstmal alle wichtigen Fragen gesammelt, die du dir stellen solltest, bevor es an die Arbeit geht. Hier erfährst du, wann der perfekte Zeitpunkt ist, warum es nötig ist und wie es funktioniert.

Was bedeutet vertikutieren und was bringt es?

Das Vertikutieren oder Vertikulieren kommt aus dem englischen und setzt sich zusammen aus den Begriffen vertical (für vertikal) und cut (für schneiden). Das Verfahren wurde 1955 in Amerika erfunden. Dabei wird die Grasnarbe, also die oberste Schicht des Rasens, angeritzt.

Dabei wird Moos und Mulch entfernt, auch Wildkräuter tauchen nach dem Vertikutieren nicht mehr auf. Der Boden wird durch das Vertikutieren belüftet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen.

Die Wurzeln von den Rasenhalmen brauchen genügen Luft und leichten Boden Das Vertikutieren schafft die richtigen Voraussetzungen für schönen Rasen. (Bildquelle: 123rf.com / Andrey Kryuchkov)

Das Vertikutieren darf aber nicht mit dem Aerifizieren verwechselt werden, auch wenn im deutschen Sprachraum die Begriffe manchmal synonym verwendet werden. Denn beim Vertikutieren behandelst du lediglich die Rasenoberfläche. Das Aerifizieren ist eine Bearbeitung des Bodens und reicht somit tiefer an die Wurzeln.

Das Ziel des Aerifizierens ist die Belüftung des Bodens und sollte nur einmal im Jahr durchgeführt werden, da es den Rasen sonst zu sehr beansprucht. Das Vertikutieren der Oberfläche kannst du dagegen auch zwei- oder dreimal im Jahr durchführen.

Was ist der richtige Zeitpunkt zum Rasen Vertikutieren – Sommer oder Herbst?

An der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Vertikutieren scheiden sich die Geister. Dabei ist es gar nicht so komplex: Vertikutieren kannst du im Frühling und im Herbst. Dann sind die Bedingungen ideal. Der ideale Zeitpunkt ist Mitte April und Anfang September.

Im Frühling hat der Rasen noch genügend Zeit, sich zu erholen, bevor die Grillsaison beginnt und hohe Temperaturen dem Rasen zu schaffen machen. Im Herbst sind die großen Hitzeperioden bereits vorbei und der Boden kann sich vor dem ersten Frost regenerieren.

Wenn du dich dazu entscheidest, dass du deinen Rasen nur einmal im Jahr vertikutieren willst, empfehlen wir dir den Frühling als beste Jahreszeit dafür. So kannst du auch sicher gehen, dass du für Die Grillsaision immer einen anschaulichen und einladenden Rasen hast.

Rasen vertikutieren bei Trockenheit

Bei extremer Trockenheit oder wenn diese zu erwarten ist, dann raten Experten dringend davon ab, den Rasen zu vertikutieren. Grund dafür ist, dass Trockenheit und Hitze eine große Belastung für den Boden darstellen. Dazu kommt die mechanische Belastung durch das Darüberlaufen.

Daher ist der Frühling ein besserer Zeitpunkt zum Vertikutieren. Der Boden ist noch feucht vom Tauwasser, aber schon trocken genug, um sich nicht in eine Schlammwiese zu verwandeln.

Rasen vertikutieren bei Regen – feucht und nass

Beim strömenden Regen macht das Vertikutieren wenig Sinn. Denn so wie auch beim Rasenmähen, bleibt Abschnitt durch die Feuchtigkeit am Boden haften und kann nicht abtransportiert werden.

Bei starkem Moosbefall kannst du im Herbst ein zweites Mal vertikutieren.

Der Rasen hat sich von der Trockenheit des Sommers erholt. Häufiger Regenfall lässt noch einen letzten Wuchs vor dem Winter zu. Im September ist der erste Frost meist auch noch weit genug entfernt, damit sich der Rasen bis dahin vom Vertikutieren erholen kann.

Damit du auf einen Blick erkennst, was Sinn macht, haben wir hier eine Tabelle zusammengestellt:

Handelsname Wirkstoff
Cipralex® Escitalopram 
Cipramil® Citalopram
Fevarin® Fluvoxamin
Fluctin® Fluoxetin
Serotax® Paroxetin
Zoloft® Sertralin

Wann und warum ist das Rasen vertikutieren sinnvoll und nötig?

Viele Hobbygärtner starten mit dem Vertikutieren in die Frühlingssaison des Rasens. Gleich nach dem ersten Schnitt ist bei vielen das Vertikutieren Standard, um den Rasen nach dem Winter wieder in Schuss zu bekommen und eine satte grüne Farbe zu erhalten.

Das Vertikutieren ist Teil der Rasenpflege und sollte so selbstverständlich sein wie das Düngen und Mähen. (Bildquelle: 123rf.com / encierro)

Der Grund für das Vertikutieren ist ein Nährstoffmangel. Denn durch fehlende Pflege bilden sich im Boden moosige und filzige Stellen. Diese nehmen dem Rasen Nährstoffe. Wenn dann noch weitere Faktoren wie starke Belastung durch häufiges Betreten dazu kommen, dann können Moos und Filz ungestört wachsen.

In diesem Video wird erklärt, wieso das Vertikutieren zur Rasenpflege dazugehört:

Dadurch verschlechtern sich die Bedingungen für den Rasen noch weiter. Luft und Regenwasser dringen nicht mehr in ausreichender Menge in den Boden ein, da Moos und Flechten viel Wasser speichern. Der Rasen wird dadurch nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen aus dem Boden versorgt.

So wird der Rasen immer schwächer, Moos und Flechten können sich ungehindert ausbreiten. Um diesen Prozess zu unterbrechen werden beim Vertikutieren diese Hindernisse für den Rasen entfernt.

Rasen, der besonders beansprucht wird, sollte auch entsprechend gepflegt werden. Golfrasen ist dabei besonders anspruchsvoll. (Bildquelle: 123rf.com / Gnter Menzl)

Wenn dein Boden also nicht verfilzt und vermoost ist, dann musst du deinen Rasen auch nicht vertikutieren. Das ist meistens an gut durchlüfteten, nährstoffreichen und gut gedüngten Böden der Fall. Hier kommt es selten zu Moosbildung und du kannst das Vertikutieren ausfallen lassen.

Frisch gesäten Rasen solltest du frühestens ein Jahr nach der Aussaat vertikutieren!

Wenn dein Rasen frisch gesät ist, solltest du ihm mindestens ein Jahr Zeit geben, bevor du ihn vertikutierst. Denn er muss erst ausreichend anwachsen und den Boden in deinem Garten tief durchwurzeln. Wenn du zu früh vertikutierst, kannst du die jungen Wurzeln verletzen.

Was musst du nach dem Vertikutieren beachten als Pflege danach?

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft zerfleddert und mitgenommen aus. Grund dafür sind die entfernten Moos- und Filzpartikel. Aber du musst dir keine Sorgen machen, ein gesunder Rasen wird sich schnell wieder erholen. Du kannst diesen Moment perfekt zum Nachsäen nutzen.

Damit sich der Rasen aber wirklich schnell erholen kann, solltest du in den Wochen nach dem Vertikutieren gründlich pflegen. Wir zeigen dir, welche Schritte das sind.

  1. Entfernen: Das Vertikutiergut sollte nicht auf der Rasenfläche verbleiben. Anders als beim Mulchen ist es kein zusätzlicher Dünger, sondern du gibst dem entfernten Moos die Möglichkeit, sich in den freien Flächen breit zu machen.
  2. Säen: An kahlen Stellen kannst du neue Rasensamen aussäen.
  3. Düngen: Egal ob du dich für Nachsäen entschieden hast oder nicht, düngen solltest du in beiden Fällen. Frische Rasenkeimlinge brauchen dabei mehr Wasser und Dünger. Rasendünger sollte Stickstoff, Magnesium, Phosphor und Kalium enthalten.
  4. Wässern: Gib deinem Rasen regelmäßig und ausreichend Wasser! Sollte das Wetter zu heiß und trocken werden, dann wässere mehrmals am Tag! Dabei können automatisierte Bewässerungsanlagen sehr nützlich sein.
  5. Sanden: Diese Pflegemaßnahme sorgt dafür, dass die Durchlüftung des Rasens verbessert wird und Nährstoffe leichter aufgenommen werden. Sand ist wasserdurchlässig, daher verhindert er Staunässe. Der Boden wird durch den Sand aufgelockert.
  6. Schonen: Die ersten zwei bis drei Wochen nach dem Vertikutieren solltest du den Rasen schonen und so wenig wie möglich betreten. Ohne diese mechanische Belastung regeneriert sich der Rasen schnell und ist bis zur nächsten Grillparty wie neu.

In diesem Video siehst du einen vorher / nachher Vergleich:

Was kostet das Vertikutieren von Rasen?

Mit welchen Kosten du beim Vertikutieren rechnen musst, hängt von einigen Faktoren ab. Dazu zählen:

  • Anfahrtszeit
  • Größe der Rasenfläche
  • Zustand des Rasens
  • Nachsäen ja/nein
  • Stundensatz der Gartenfirma

Manche Firmen rechnen dabei nach Quadratmetern ab und bieten günstigere Preise für größere Rasenflächen. Andere Berechnen nur einen Stundensatz, schlagen dabei aber teilweise große Posten für die Anfahrtszeit auf.

Frage bei einer Anfrage immer nach, ob die Anfahrt und Entsorgung des Vertikutierguts bereits inklusive sind!

Um das regelmäßige Bewässern musst du dich in der Regel selbst kümmern. Wenn du dafür keine Zeit hast, dann sind Bewässerungsanlagen sehr hilfreich.

In dieser Tabelle siehst du, worauf du achten musst, und wie sich das auf den Preis auswirkt:

Frühling Herbst
Pflege vor dem Sommer Vorbereitung auf den Winter
nicht zu trocken nicht zu kalt (Bodenfrost)
mechanische Belastung erst im Sommer keine mechanische Belastung

Auf großen Rasenflächen zahlt sich die Anschaffung eines eigenen Gerätes aus:

Was tun beim Rasen vertikutieren: Schritt für Schritt Anleitung und Tipps für die richtige Reihenfolge

Damit du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hast, wie du das Vertikutieren beginnen sollst, haben wir hier alle Fragen dazu beantwortet. Denn erst musst du die Rasenfläche entsprechend vorbereiten, erst dann kannst du vertikutieren.

Wie bereitest du das Vertikutieren durch Mähen vor?

Bevor du mit dem Vertikutieren beginnst, ist es wichtig, dass du die Rasenfläche ausreichend vorbereitest. Denn ohne richtige Vorbereitung ist das Vertikutieren für den Rasen schädlich. Außerdem kannst du den Vertikutierer kaputt machen!

Grundsätzlich gilt: Vor dem Vertikutieren wird gemäht!

Dabei schneidest du den Rasen auf eine Höhe von ungefähr drei bis vier Zentimeter zurück. So siehst du gut, wie weit du den Abstand zwischen Vertikutiergerät und Boden wählen musst und harkst nicht aus Versehen zu tief in den Boden hinein.

Du solltest außerdem kleine Zweige und Steine entfernen, so dass die Rasenfläche vollkommen frei von Unebenheiten und Gegenständen ist, die den Vertikutierer stören können. Das kann im Zweifelsfall nämlich sogar gefährlich werden!

Damit der Rasen auch auf einer großen Fläche vertikutiert werden kann, muss davor gemäht werden. Wichtig: Steine und kleine Äste entfernen! (Bildquelle: pixabay.de / kaz)

Der Rasen sollte vor dem Vertikutieren trocken sein, aber nicht ausgetrocknet. Gewässert wird deshalb immer nach dem Vertikutieren. Das sollte allerdings sehr regelmäßig erledigt werden, besonders die ersten zwei bis drei Wochen nach dem Vertikutieren.

Wie kannst du den Rasen mit Maschinen vertikutieren?

Es gibt im Handel viele unterschiedliche Vertikutiergeräte. Die elektrische Variante wird mit Strom aus der Steckdose betrieben. Das setzt voraus, dass deine Rasenfläche nicht zu groß ist und du zumindest mit einem Verlängerungskabel jeden Winkel deiner Rasenfläche erreichen kannst.

Unabhängiger bist du mit einem Gerät, dass du mit Benzin betreiben kannst. Damit kannst du dich ganz auf die Rasenfläche konzentrieren, ohne immer auf ein lästiges Kabel Acht geben zu müssen. Professionelle Geräte funktionieren ähnlich wie ein kleiner Rasentraktor, nur mit anderem Unterbau.

Wie kannst du den Rasen ohne Geräte per Hand manuell vertikutieren?

Wenn du ganz ohne Maschinen vertikutieren willst, dann arbeitest du mit einer Harke oder einem sogenannten Rasenrechen, der besonders für das Auflockern von grasbewachsenen Böden geeignet ist. Dabei musst du allerdings sehr vorsichtig vorgehen, um den Rasen nicht zu beschädigen. Das Resultat wäre ein brauner und unregelmäßiger Rasen. Zudem ist die Angelegenheit relativ schweißtreibend.

Eine Alternative zum maschinellen Vertikutierer sind Handvertikutierer. Diese rollst du über den Rasen. Andere Modelle ähneln eine Harke, haben aber schärfere Zacken. Diese ziehst du mit Muskelkraft über den Rasen. Wenn du eine größere Fläche hast, lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines Vertikutierers.

Wenn du gerne die Füße hochlegst und anderen bei der Arbeit zusiehst, dann kannst du dir das schweißtreibende Unterfangen des Handvertikutierens hier ansehen:

Eine weitere Variante sind Rasenlüfter. Diese sorgen dafür, dass genügend Sauerstoff und Licht zu den Pflanzen vordringt und der Boden schön locker bleibt. Ähnlich wie ein Vertikutierer ritzen sie die Grasnarbe an. Rasenlüfter gehen dabei aber insgesamt deutlich schonender mit der Grasnabe um. Andererseits sind sie bei groben Unkrautverwachsungen auch nicht so effizient.

Ein besonderer Trick ist das Kalken im Frühling.

Denn Moos und Filz entsteht in einem sauren Milieu im Boden. Wenn der Boden zusätzlich sehr dicht ist, bildet sich Moos. Kalk und Eisensulphat in Kombination sorgen dafür, dass der Boden basisch bleibt. Außerdem werden zweikeimblättrige Pflanzen wie Wildkräuter abgetötet. Gras ist einkeimblättrig und deshalb nicht betroffen.

Wie tief musst du den Rasen vertikutieren?

Damit der Rasen auch wirklich vom Vertikutieren profitiert und du ihm nicht versehentlich schadest, ist die Vorgehensweise beim Einstellen der Vertikutiertiefe sehr wichtig. Denn der Vertikutierer soll die Rasennarbe anritzen und nicht in den Boden eindringen.

Deshalb stellst du das Vertikutiermesser am besten so ein, dass es den Boden während dem Arbeiten nicht zerschneiden. Deshalb ist es auch wichtig, den Rasen vor dem Vertikutieren zu mähen. Vor allem bei etwas größeren Rasenflächen, eignet sich hier ein Benzinrasenmäher bestens. So siehst du, wie tief der Boden vom Messer entfernt ist. Außerdem kannst du dann das Vertikutiergut leicht mit einem Rechen entfernen.

Ist der Boden zu stark aufgerissen, dann können Wildkräuter leicht Keimen und in deinem Rasen wachsen.

Dabei kommt es darauf an, wie stark dein Boden von Moos und Filz befallen ist. Es sollte nämlich nur zwei bis fünf Zentimeter in den Boden eindringen. Wenn die Messerblätter der Vertikutiermaschine tiefer in den Boden dringen, dann werden unter anderem Graswurzeln zerstört.

Wie musst du den Rasen nach dem Vertikutieren düngen, kalken oder nachsäen?

Das Kalken solltest du bereits lange vor dem Vertikutieren erledigt haben. Das Kalken des Rasens ist auch nur dann sinnvoll, wenn der ph-Wert in deinem Boden zu sauer ist. Dadurch haben es Wildkräuter leichter, sich in deiner Rasenfläche breit zu machen.

Direkt nach dem Vertikutieren solltest du dem Rasen erstmal Ruhe gönnen. Allerdings ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um frische Rasensamen in die vertikutierte Fläche einzubringen.  Nachdem du deinen Rasen vertikuliert hast, solltest du außerdem darauf achten, dass der Rasen jetzt eine gute Wasserzufuhr bekommt. Dafür eignet sich besondern ein Rasensprenger, der die Fläche gleichmäßig wässert und so auch zum keimem der neuen Samen beiträgt.

Wenn dein Boden besonders schwer ist und Wasser nicht gut durchlässt, dann kannst du jetzt auch eine dünne Schicht Sand aufbringen. Das verhindert, dass sich Wasser staut, was Moosbildung wieder begünstigt. Außerdem wird der Boden durch den Sand aufgelockert, die Rasenwurzeln bekommen genügend Luft.

Düngen kannst du direkt nach dem Vertikutieren mit einem passenden Rasendünger. Entferne aber unbedingt das Vertikutiergut! Anders als beim Mulchen kann das entfernte Moos nicht auf der Rasenfläche bleiben. Es würde sich dann einfach wieder ausbreiten.

Trivia: Was du noch beim Rasen vertikutieren beachten solltest

Wenn bis jetzt noch Fragen offengeblieben sind, dann findest du hier die Antwort. Denn es gibt praktische Alternativen für das Vertikutieren. Welche das sind und was du dabei beachten musst, das haben wir dir hier aufgeschrieben.

Welche Alternativen gibt es zum Rasen vertikutieren?

Wenn du deinen Rasen nicht mit einem Vertikutiergerät bearbeiten möchtest, dann sind die vielleicht die manuellen Vertikutiermaschinen lieber. Sie funktionieren ähnlich wie eine Harke. Wenn dir auch das zu aufwendig ist, dann kannst du deinen Rasen mit einer Harke oder einem Rechen bearbeiten.

Auf diese Weise wirst du ebenfalls verfilzte Stellen los. Allerdings ist diese Methode sehr anstrengend und langwierig. Das Ergebnis ist leider oft nicht besonders regelmäßig.

Eine andere Alternative ist das Streuen von Kalk im Frühjahr. So entsteht ein basisches Milieu im Boden. Da Moos, Filz und die meisten Wildkräuter aber saures Milieu bevorzugen, werden sie sich einen anderen Standort suchen. Dem Rasen schadet das Kalken übrigens nicht.

Wie oft musst du den Rasen vertikutieren?

Grundsätzlich musst du deinen Rasen nur dann vertikutieren, wenn er von Moos und Filz befallen ist. Wenn sich vermehrt Wildkräuter unter deine Rasenfläche mischen, dann ist es ebenfalls Zeit für das Vertikutieren.

Wenn dein Rasen stark bemoost ist, dann kannst du bis zu zwei Mal im Jahr vertikutieren. Empfehlenswert ist es dann, einmal im Frühling und einmal im Herbst zu vertikutieren, um das Moos loszuwerden. Zusätzlich solltest du die vertikutierte Fläche dann neu einsäen. Vor allem an Stellen, an denen viel Moss und Unkraut entfernt wurde, bietet es sich an nach dem vertikutieren neu zu säen um eine schöne geschlossene Grasfläche zu bekommen.

Ab wann kannst du frischen Rasen vertikutieren?

Frischer Rasen ist besonders empfindlich. Der beste Zeitpunkt der Aussaat für neuen angelegten Rasen ist im Frühling. Es braucht einige Wochen Zeit, bis sich die Keimlinge entwickelt haben und du den Rasen betreten kannst.

Im Sommer solltest du wegen Trockenheit und mechanischer Belastung nicht vertikutieren, schon gar nicht jungen Rasen. Im Herbst ist es für neuen Rasen aber auch ungünstig. Deshalb solltest du mindestens ein ganzes Jahr warten, bevor du vertikutierst.

Davor ergibt es auch wenig Sinn, da der junge Rasen noch nicht von Moos und Filz durchzogen sein wird. Sollte das der Fall sein, hast du vor der Saat vielleicht nicht genug der alten Rasenoberfläche entfernt oder keinen Sand geschüttet.

Fazit

Für jeden Gärtner ist eine satte grüne Rasenfläche ein wahrer Genuss. Wenn du weißt, wie viel Arbeit und Pflege in einer solchen Rasenfläche steckt, bekommst du Hochachtung vor dem Rasen des Nachbarn, auch wenn dieser grüner sein sollte als deiner.

Damit auch du bei deiner Gartenparty mit weichem, grünen Gras Punkten kannst, durch das die Kinder barfuß laufen können, dann haben wir hier alle wichtigen Tipps gezeigt. Keine traurigen braunen Flecken mehr in deinem Rasen! Ran an das Vertikutieren!

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Dr Baumann Andre: Aufwertung und Wiederherstellung von Grünland durch Eintrag gebietseigener Diasporen – eine Literaturstudie 2011

[2] Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau: Probleme in Rasen und Wiese im Hausgarten; https://d-nb.info/991890280/34

[3] Pilz, D. „Typhula im Herbst-Vorboten für einen Winter mit großem Krankheitsdruck?.“, http://www.rasenzeit.de/wp-content/uploads/2014/01/Thyphula-Artikel.pdf

[4] Rupp, D. (2002). Lavagranulat-Möglichkeit zur raschen Verbesserung der Bodenstruktur?. In Ecofruit-10th International Conference on Cultivation Technique and Phytopathological Problems in Organic Fruit-Growing and Viticulture. Proceedings to the Conference from 4th to 7th Feb. 2002 at Weinsberg/Germany (pp. 238-242)

Bildquelle: 123rf.com / 69103599 (M)

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Anne ist Landschaftsgärtnerin und verbringt auch einen großen Teil ihrer Freizeit im heimischen Garten. Sie hat ein Auge fürs Detail und hat bisher jeden Garten wieder auf Vordermann gebracht.