Für viele Garten- und Grundstückbesitzer ist er ebenso wichtig wie ein üppiger Garten selbst: der Rasen. Im Sommer leidet er häufig unter der Hitze und der Trockenheit, und auch ein schneefreier aber kalter Winter kann ihm schaden. Doch auch Bauarbeiten und Gartenfeste können ihm zusetzen.

Manchmal scheint er allerdings auch ohne ersichtliche äußere Einflüsse einfach nicht zu wachsen. In allen Fällen kann Rasenerde nützlich sein, um das Rasenwachstum zu begünstigen oder den Rasen nachzubessern. In unserem großen Rasenerde-Test 2019 haben wir verschiedene Sorten Rasenerde unter die Lupe genommen und präsentieren dir hier unsere Ergebnisse.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rasenerde bezeichnet ein für den Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber industriell hergestelltes Substrat, mit dem der Rasen schneller und gesünder gedeihst. Diese wird auf den Mutterboden aufgetragen und dient der Rasen als eine bessere Unterlage mit verschiedenen Nährstoffen.
  • Der Grund für die Nutzung einer Rasenerde wenn du Rasen säst liegt darin, dass dieser viele Vorteile anbietet, die bei der natürlichen Mutterboden sehr selten zu finden sind. Darunter sind vor allem eine lockere Erde, Wasserdurchlässigkeit und ausgewogene Nährstoffe wie Kompost, Humus und Düngermittel zu nennen.
  • Eine optimale Zusammensetzung der Rasenerde hat bisher noch keine eindeutige Festlegung, aber einen allgemeine Konsens haben die Experten schon: eine gute Rasenerde soll mindestens zu 50% aus Kompost, zu ungefähr 35% aus Humus und zu 15% aus Sand bestehen. Je nach den Eigenschaften deiner Muttererde kannst du dich dann für ein optimales Produkt entscheiden.

Rasenerde Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Rasenerde mit Quarzsand

Die feine Struktur der Floragard Rasenerde erleichtert das Verteilen der Erde und bietet optimale Bedingungen für das Keimen der Rasensaat. Durch die besondere Wirkstoffkombination aus Guano, Quarzsand und einem speziellen Premium-Dünger ist sie exakt auf die besonderen Bedürfnisse junger Rasenpflanzen abgestimmt.

Ausgewogen dosierte Inhaltsstoffe bieten beste Voraussetzungen für gesundes Wachstum und sattes Grün: Die Torfqualitäten geben der Erde eine ausgezeichnete Wasserhaltekraft und erleichtern insbesondere in den Sommermonaten die Wasserversorgung des Rasens.

Die beste Rasenerde in kleinem Umfang

Der Compo Rasen Fit+ besticht durch seine 5-in-1-Struktur. Die Kombination aus Humuserde, Spezial-Rasensand, AGROSIL Wurzelturbo, Substratdünger und Spurennährstoffen sind Ideal für die Anwendung nach dem Vertikutieren oder Aerifizieren, aber auch für die Reparatur oder Neuanlage von Rasenflächen geeignet.

Sie lässt sich gut wiederbenetzen und bietet so bessere Keimbedingungen im Boden. Eine Packung Rasenerde eignet sich am ehesten für kleinere Rasenflächen von bis zu 10m². Die Erde kannst du am besten mit der Hilfe eines Besens oder eines speziellen Rasenerechens einarbeiten.

Die beste Rasenerde für die Nachsaat

Die WOLF-Garten – »Turbo-Nachsaat« ermöglicht es dir, die neue Saat schneller keimen zu sehen. Da der Rasen zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr eine andere Verteilung an Nährstoffen braucht, also zum Beispiel verschiedene Mengen an Kalium und Stickstoff, sind diese Nährstoffe in dieser Rasenerde inbegriffen.

Die Turbo-Nachsaat wird zusätzlich mit vielen guten Empfehlungen zur Rasenpflege versandt. Sie wird als sehr belastbar und dicht beschrieben, was dir bei ungünstigen Wetterbedingungen zugute kommt. Die Nachsaat verbessert außerdem die Wurzelbildung. Die Ideale Anwendungszeit ist zwischen April und Oktober.

Die beste Rasenerde für Maulwurfshügel

Die Cuxin Aktiv-Erde Rasenerde kannst du schnell kleinere kahle Stellen im Garten ausbessern. Mit Rasensamen gemischt verbessert er die Nachsaat. Er eignet sich vor allem dafür, Maulwurfshaufen einzuebnen und Mulden auszubessern.

Mit der Cuxin Aktiv-Erde kannst also vor allem kleinere Flächen bis zu 10 m² bearbeiten. Sie aktiviert dank ihrer vielen Nährstoffe das Wachstum der neuen Rasensaat. Der Rasen wird über mehrere Wochen mit den Nährstoffen versorgt und unterstützt den neuen Rasen auf diese Weise beim Wachsen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Rasenerde kaufst

Was ist eigentlich Rasenerde?

Rasenerde ist eine künstliche gemischte Erde, die man vor der Rasenaussaat auf dem Gartenboden verteilt, um das Wachstum des Rasens optimal zu fördern.

grüner Rasen

Um den optimalen grünen Rasen heranzuzüchten, lohnt sich vor der Aussaat die Verwendung von Rasenerde. (Bidlquelle: pexels.com / Matty Cooper)

Auch wenn du deinen Rasen nach säst, brauchst du normalerweise dieses Substrat. Egal ob du einen Spielrasen oder einen Zierrasen haben möchtest, ist die Rasenerde unverzichtbar.

Wie sieht die optimale Zusammensetzung einer Rasenerde aus?

Bezüglich der optimalen Zusammensetzung von Rasenerde haben Experte unterschiedlichste Antworten, es kommt darauf an, welche Rasensorte man hat. Aber eine allgemein gültige Aussage gibt es schon: eine gute Rasenerde besteht mindestens 50% aus  Kompost, ca. 35% aus Humus und ca. 15% aus Sand.

Außerdem soll der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0 liegen. Diese Regeln können als ein Maßstab gelten und du kannst nach deinen Rasen- sowie Bodensorten das optimale Gemisch verwenden.

Wofür brauche ich als Gärtner die Rasenerde?

Im Vergleich zum einfachen natürlichen Mutterboden zeigt die Rasenerde einige wichtige Vorteile, die sehr entscheidend für den Gedeih des Rasens sind. Die wichtigsten Funktionen der Rasenerde sind hier aufgelistet:

Vorteile
  • Lockere Struktur für die Entwicklung der Wurzeln
  • Bessere Wasserduchlässigkeit und damit wenige Verklumpung
  • Nährmittel wie Rasendünger
  • Optimaler pH-Wert für Nährstoffversorgung
  • Beseitigung von Höhenunterschiede

Rasenerde kannst du optimal in Verbindung mit Rasendünger verwenden.

Welche Eigenschaften soll eine gute Rasenerde mitbringen?

Mit diesen tollen Eigenschaften, die nur selten von der Natur angeboten werden, ist Rasenerde sehr bedeutsam für das Rasenwachstum.

Allgemein gilt die Regel, dass wenn eine Rasenerde

  • Strapazen aushalten kann
  • Wasserdurchlässig ist
  • Stabile Struktur hat
  • Ausgewogene Zusammensetzung hat,

dann ist es eine gute Rasenerde.

Welche Rasenerde ist für mich geeignet?

Je nach deinen Bedürfnissen und der zu bearbeitenden Fläche eignet sich immer ein anderes Produkt. Um die passende Rasenerde zu finden, braucht du zuerst deine passende Gartenerde und Rasensorte zu kennen, diese spielen die wichtigste Rolle bei der Auswahl der Rasenerde.

Wenn du nicht sicher bist, was für eine Muttererde du hast, kannst du auch eine Bodenanalyse bei Experten machen lassen. Die am häufigsten benutzten Kaufkriterien werden im folgenden Abschnitt gezeigt.

Wo kann ich die Rasenerde kaufen?

Wenn du dich für einen Hochteich bestimmt hast, kannst du diese

    • Online auf Handelsplattformen kaufen, z.B. auf der Webseite amazon.de, obi.de und preis.de. Mit Hilfe der Webseite wie gartentipps.de kannst du auch verschiedene Produkte miteinander vergleichen.
    • Online auf Homepages der Marken von Rasenerde kaufen, z.B. auf den Homepages wie neudorff.de, compo.de, und Sonnenerde.at.
    • In fachlichen Garten- oder Rasengeschäften direkt kaufen.

Außerdem kannst du auch die benötigen Materialien kaufen oder direkt aus deinem Garten nehmen und deine Rasenerde selber mischen.

Was kostet Rasenerde?

Wir stellen hier die Preise der Rasenerde auf amazon.de nach Marken zusammen, um dir einen groben Eindruck zu geben.

Preissegment Preis
Unteres 0,18€/Liter~0,36€/Liter
Mittleres 0,35€/Liter~0,70€/Liter
Höheres 0,43€/Liter~1,32€/Liter

Kann ich Rasenerde selber mischen?

Fertigprodukte im Geschäft zu kaufen ist natürlich am einfachsten, aber diese sind nicht speziell für deinen Boden entwickelt. Eine bessere Alternative ist, die Rasenerde selber zu mischen. Das nachstehende Video bietet einen Überblick über den ganzen Prozess der Selbermischung von einer Anzuchterde:

Wie sollte ich die Rasenerde verwenden?

Die Vorgehensweise für die Nutzung der Rasenerde ist wie folgt:

  1. Den Boden aufzulockern
  2. Eine dünne Schicht (0,5~1,5 cm dick) Rasenerde eben und gleichmäßig auf den Boden aufzutragen
  3. Die Rasenerde zu walzen
  4. Der Rasensamen hinzuzufügen
  5. Das Grundstück nochmal zu walzen und zu bewässern

Bei der Verteilung sollst du immer auf Unebenheiten des Boden achten!

Und nach der Neuanlage darfst du selbstverständlich nicht vergessen, deinen Rasen regelmäßig zu bewässern, zu schneiden und ggf. auch zu düngen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rasenerde vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Rasenerden gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und effektives Gerät zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Art des Mutterbodens
  • Rasentyp
  • Anwendungsziel
  • Inhaltsstoffe sowie Nährstoffe
  • Torffrei

Art des Mutterbodens

Dieser Punkt entscheidet vor allem den Sandgehalt deiner Rasenerde: z.B. bei einem verdichteten lehmigen Mutterboden brauchst du eine Rasenerde mit einem höheren Sandanteil, um den Boden aufzulockern und damit Staunässe zu vermeiden.

Und wenn deine Erde kalkreich ist, dann ist  bietet es sich an, siliziumreiche Gesteinsmehle eine gute Idee. Umgekehrt sind kalkhaltige Gesteinsmehle eine bessere Wahl bei kalkarmen und sauren Erden.

Rasentyp

Rasen sind nicht immer das gleiche, es gibt hauptsächlich 3 Typen Rasen: Schattenrasen, Spiel- und Sportrasen sowie Zierrasen. Verschiedene Sorten haben verschiedene Anforderungen an die Erde,  der Spielrasen braucht z.B. extra strapazierfähig zu sein, während der Zierrasen soll feiner, kürzer und dichter wachsen.

Anwendungsziel

Ob du die Rasenerde bei der Neuanlage, Nachsaat, Regeneration oder Ausbesserung benutzen möchtest, spielt auch eine Rolle bei deiner Auswahl.

Inhaltsstoffe sowie Nährstoffe

Der Rasen braucht bestimmte Nährstoffe, um zu gedeihen und schöner auszusehen, dafür sind die Inhaltsstoffe einer Rasenerde natürlich entscheidend. Beim Kauf eines Produktes sind diese Eigenschaften zu bevorzugen:

  • Mit passenden und ausreichenden Nährstoffen
  • Mit Rohstoffen, die gut für Durchlüftung und Wurzelentwicklung sind
  • Mit pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5
  • Aus natürlichen Inhaltstoffe wie z.B. Mikroorganismen

Torffrei

Es ist auch besser, wenn eine Rasenerde ohne Torf ist. Zwar ist die Torferde gut für manche Rasensorte, sie schadet dem Boden, weil sie die Erde versauert  und man muss dann zusätzliche Nährstoffe zugeben, um den Boden wieder zu entsäuern.

Außerdem kann das Wasser kaum gespeichert werden. Am schlimmsten ist aber der Raubbau zur Abschaffung der Torferde, dabei wird der Lebensraum vieler viele Tier- und Pflanzenarten zerstört.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rasenerde

Wie sollte ich den Mutterboden vorbereiten, bevor ich die Rasenerde anlege?

Um die Wirkung der Rasenerde echt auszunutzen, muss man auch den Untergrund vorab optimal vorzubereiten. Der soll gut aufgelockert und anschließend begradigt werden, um die Bewässerung zu erleichtern.

Außerdem solltest du natürlich auch Steine, Wurzelreste und andere grobe Gegenstände entfernen.

Welche Arbeitsmaterialen brauche ich bei der Bodenbearbeitung?

  • Eine Walze zur Befestigung des Samens des Rasens nach dem Aussaat
  • Einen Eimer zur Auftragung der Rasenerde
  • Eine Harke zur Begrädigung der Rasenfläche
  • Ein Band und diverse Pfosten zur Absteckung der Rasenfläche
  • Eine Gardine über die Fläche zum Schutz vor Wind und Vögeln

Wann sollte ich den Rasen säen?

März und April bieten die besten Klimabedingungen für die Rasenneuanlage, damit sich die Wurzeln vor dem nächsten Sommer gut entwickeln können.

Wenn ich mir die Arbeit erleichtern möchte, welche Alternative habe ich?

Es kostet natürlich relativ viel Zeit und Energie, den Rasen selber zu säen und weiter zu pflegen, besonders wenn man schon von der Zusammensetzung der Rasenerde anfängt.

Eine leichtere Alternative ist den Rollrasen zu kaufen. Du brauchst einfach deine Fläche für den Rasen zu bemessen und die Rasensorte zu bestimmen, dann bereitest du deine Erde ein bisschen vor und jetzt, leg den Rollrasen auf!

Auf verschiedenen Webseiten kannst du mehr Informationen darüber finden und ggf. auch um professionelle Hilfe bitten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://mein-garten.info/rasenerde/#

[2] https://www.hausgarten.net/gartenpflege/bodenpflege/rasenerde.html

[3] https://www.gartentipps.com/vergleich/rasenerde/

[4] https://www.sueddeutsche.de/news/leben/freizeit-substrat-selbst-mischen-auf-torfhaltige-erde-verzichten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160608-99-233484

Bildquelle: 123rf.com / 8235052

Warum kannst du mir vertrauen?

Christine ist eine richtige Macherin. Sie hat sich mit einer Projekt-Firma, die sich auf die Renovierung und den Umbau von Häusern spezialisiert hat, selbstständig gemacht. Am liebsten nimmt sie großen Garten-Projekte an. Sie koordiniert nicht nur die Projekte und kümmert sich um das Budget, sondern packt auch gerne selbst mit an.