Rasenkalk

Wenn die Dichte deines Bodens sehr hoch ist, kann es passieren, dass die Pflanzen zu wenig Sauerstoff bekommen. Da Sauerstoff benötigt wird, um organische Stoffe verrotten zu lassen, kann es schnell dazu kommen, dass Pflanzen nicht mehr richtig verrotten und der Boden aufgrund der faulen Stoffe so übersäuert.

Damit aber die zukünfitgen Pflanzen dennoch problemlos wachsen können, ist es empfehlenswert, den pH-Wert wieder auf die gewünschten 5,5 bei sandigen Böden bzw. die empfohlenen 6,5 bei lehmigen Böden. Dabei kann Rasenkalk eine große Unterstützung sein. Bei unserem Rasenkalk-Test 2019 haben wir viele Produkte unter die Lupe genommen und präsentieren dir hier unsere Favoriten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rasenkalk ist nicht immer die richtige Lösung und kann die Wachstumsbedingungen auch verschlechtern! Teste den pH-Wert und somit den Kalkbedarf vorher am besten mit einem Boden-Schnelltest.
  • Kalken sollte man zwischen Winter und Frühling. Hierbei solltest du den Boden vorher auflockern und anschließend gut wässern.
  • Manche Rasenkalke enthalten sinnvolle Zusatzstoffe, die deinem Boden zusätzlich helfen, die Nährstoffe zu verarbeiten. Dies kann für deinen Rasen durchaus sinnvoll sein.

Rasenkalk Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Rasenkalk mit Granulat

Durch ein besonders günstige Zusammensetzung trägt der Cuxin Rasenkalk nicht nur zur Verbesserung des pH-Wertes bei, sondern bietet auch die ideale Grundlage für das ideale Rasenwachstum. Je nach Bedarf können mit einem Beutel rund 200 – 400 m² gekalkt werden. Hierfür werden rund 20kg des Kalkes benötigt.

Mit einem besonders hohen Anteil von Magnesium, welcher ungefähr 30% beträgt, sorgt der Rasenkalk für eine Verbesserung der Rasenfarbe und -qualität. Durch das grobe Granulat staubt der Kalk bei Aufbringung wenig bis garnicht. So wird kaum Kalk vom Wind weggetragen und landet somit auch nicht an Stellen, die nicht gekalkt werden sollen.

Der beste Rasenkalk mit Azotobacter-Bakterien

Der Neudorff Azet Vital Kalk wird in der kleinen praktischen 10kg-Packung geliefert. Der Kalk entgiftet den Boden und sorgt so für ein stabileres Wachstum des Rasens und der Gartenpflanzen. Der Rasenkalk bindet Stickstoff und stellt ihn den Pflanzen so leichter zur Verfügung.

Dabei helfen vor allem die Azotobacter, eine Bakteriengattung, die Stickstoff besonders gut bindet. Anders als andere ähnlichen diazotrophen (sprich: Wachstum durch Stickstoff) Bakterien können Azotobacter auch Moleküle an der Luft binden. Der Kalk stärkt mit seinen Nährstoffen zudem zusätzlich das Wachstum der Wurzeln.

Der beste Rasenkalk mit Calcium

In einem Beutel sind 25 kg Rasenkalk mit einer Körnung von 0-2 mm. Hiermit ist je nach Bedarf eine Düngfläche von ungefähr 250m² realisierbar. Neben Kalk befindet sich auch Calcium und Magnesium im „Dolomitkalk“ Rasenkalk. Dies sind wichtige Pflanzennährstoffe, die für feste Zellstruktur, gesundes Wurzelwachstum und gesundes Blattgrün sorgen.

Die Wirkung des Kalkes ist sehr gut. Sowohl bei der Behandlung und Entfernung von Moos, als auch bei der Verbesserung der Rasenqualität werden sichtbare Ergebnisse erzielt. Weiterhin löst sich der Kalk sehr schnell auf und ist nicht lange auf der Rasenfläche sichtbar.

Der beste Rasenkalk für größere Flächen

Der Manna Rasenkalk ist besonders reich an zusätzlichen Nährstoffen und versorgt somit den Rasen ideal mit wertvollen Mineralien und kann so zu einem gesünderen Rasenwachstum beitragen. Mit einem Beutelinhalt von 25 kg lässt sich laut Hersteller eine 350 m² große Fläche sehr gut düngen.

Hierbei wird pro Streuung (je nach Bedarf an Kalk) ca. 5-7 kg Rasenkalk pro 100m² aufgetragen. Dies sollte maximal zwei mal pro Jahr gemacht werden. Neben dem Kalk befinden sich in dem feinkörnigen Granulat auch Zusätze von Magnesium und Calcium.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Rasenkalk kaufst

Wofür ist Rasenkalk geeignet?

Kalken beeinflusst den pH-Wert deines Bodens. Für ein optimales Wachstum von Rasenpflanzen, wird einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6 empfohlen. In manchen Fällen ist Kalk, eine geeignete Möglichkeit, den pH-Wert also wachstumsfördernd zu optimieren.

So wird zum einen das Wachstum beschleunigt, aber auch optisches, wie beispielsweise die Rasenfarbe, positiv beeinflusst. Kalk ist allerdings nicht immer die richtige Lösung, falls das Grün gerade mal den Kopf hängen lässt. Denn bei manchen Pflanzen-, Rasen- oder sogar Bodenarten richtet Kalk mehr Schaden an, als das er hilft.

Woher weiß ich, dass mein Rasen Kalk benötigt?

Grundsätzlich gibt es keine eindeutig sichtbaren Indikatoren, die dir sagen, wann dein Rasen Kalk benötigt. Lediglich ein Boden-Schnelltest kann dir einen ungefähren Richtwert ermitteln, der den pH-Wert des Bodens angibt. Anhand dieses pH-Wertes, kannst du entscheiden, ob eine Düngung mit Kalk sinnvoll oder sogar schädlich ist.

ph-Wert Kalken JA oder NEIN
kleiner als 5,5 JA
5,5 und 6 ideale Wachstumsbedingungen
größer als 6 NEIN

Wenn dein Boden einen pH-Wert von über 7 aufweist, so spricht man von einem alkalischen Boden. Bei unter sieben nennt man den Boden sauer. Oft liefert auch das Wachstum von bestimmten Pflanzenarten einen Hinweis auf den Bedarf an Kalk.

So ist ein weiterer Indikator für einen sauren Boden das vermehrte Auftreten von Moos und deutet somit auf einen Kalkmangel hinKlee oder Brenneseln hingegen deuten eher auf eine alkalische Bodenzusammensetzung hin.

Allerdings sollte man hier aufpassen, denn es gibt auch so genannten Sauerklee, der sich besonders auf sauren Böden wohlfühlen und dort wächst. Pflanzenwachstum ist also nicht immer ein guter Indikator für die Notwendigkeit von Kalk. Einen eindeutigen Wert, der dir sichere Auskunft über den Bedarf von Kalk im Boden geben kann, liefert ein Boden-Schnelltest.

<blockquote>Zum Teil geben dir die Pflanzen einen Hinweis darauf, ob es notwendig ist den Boden zu kalken oder nicht. Der pH-Wert ist ausschlaggebend für die Anwendung.</blockquote>

Wann und wie sollte ich meinen Rasen kalken?

Die beste Jahreszeit um den Rasen zu kalken ist zwischen Winter und Frühling. Am besten genau in der Übergangszeit. Hier steht der Rasen kurz davor, wieder in voller Kraft zu sprießen zu beginnen.

Im besten Falle solltest du deinen Rasen kalken, wenn er gerade aufgelockert wurde oder sogar mit einem Rasenlüfter vertikutiert wurde. So kannst du sicherstellen, dass der Kalk alle Bodenschichten erreicht und so richtig wirken kann.

Nachdem der Kalk auf der Rasenoberfläche verteilt wurde, sollte er mit einer Harke in den Boden eingearbeitet werden. Alternativ kannst du den Kalk auch mit intensiver Bewässerung festigen und so dafür sorgen, dass er seine Nährstoffe im gesamten Boden verteilt.

Anschließend solltest du denn Boden ungefähr vier Wochen lang ruhen lassen und dann mit einem erneuten Boden-Schnelltest schauen, ob sich der pH-Wert deines Bodens wieder neutralisiert und der Kalk somit den gewünschten Effekt erzielt hat.

Nachdem dein Boden den gewünschten pH-Wert erreicht hat, reicht es oft im günstigsten Fall, alle zwei bis drei Jahre nachzukalken. Dennoch ist regelmäßiges kontrollieren unerlässlich um gegebenenfalls den Kurs zu korrigieren und den pH-Wert auf die richtige Bahn zu lenken.

Lockere vor dem Kalken deinen Boden auf, damit dieser in alle Bodenschichten eindringen kann.

Entscheidung: Welche Arten von Rasenkalk gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Rasenkalk unterscheiden:

  • Branntkalk
  • Kohlensaurer Kalk
  • Mischkalk

Der Rasenkalk oder auch Gartenkalk genannt, hilft dir dabei deinen Gartenboden gesund und fruchtbar zu halten. Du solltest ihn dann einsetzen, wenn der Boden zu sauer ist und einen pH-Wert von weniger als 5 aufweist. Ein optimaler pH-Wert für das Rasenwachstum liegt zwischen 5.5 und 6. Jeder Rasenkalk hat sein eigenes optimales Anwendungsgebiet und eine eigene Wirkungsgeschwindigkeit.

Wir möchten dir dabei helfen herauszufinden, welcher Rasenkalk der richtige für dich ist.  Aus diesem Grund stellen wir dir im nächsten Abschnitt die verschiedenen Arten vor und zeigen dir die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Rasenkalk kann deinen Rasen stärken. (Foto: Mariusz Blach / 123RF.com)

Wie funktioniert Branntkalk und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Branntkalk oder Calciumoxid wird hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt um den pH-Wert der Böden zu verbessern. Das enthaltene Calcium verbessert die Bodengesundheit schnell und effektiv. Zudem kannst du Schädlinge und Insekteneier mithilfe von Branntkalk stark dezimieren und so die Bodenhygiene verbessern. Aufgrund seiner starken Wirkung eignet er sich am besten für mittlere und schwere Böden.

Vorteile
  • Schnell und effektiv
  • Verbessert die Bodenhygiene
Nachteile
  • Stark ätzend
  • Verbrennt Pflanzen und Insekten
  • Ammoniak wird freigesetzt

Trotzdem solltest du beim Einsatz von Branntkalk aufpassen! Er reagiert stark auf Feuchtigkeit wie Gießwasser oder Bodenfeuchte. Bei dieser Reaktion wird Hitze freigesetzt die Pflanzen und Insekten verbrennt. Der Einsatz von Branntkalk birgt noch weitere Risiken: Z.B. ist er stark ätzend und sollte deswegen nie ohne Schutzkleidung benutzt werden. Zudem darf er nicht mit organischem Dünger gemischt werden, da sonst schädliches Ammoniak freigesetzt wird.

Wie funktioniert kohlensaurer Kalk und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Kohlensaurer Kalk besteht aus gemahlenem Kalkgestein. Je feiner gemahlen, desto besser seine Wirkung. Dieses naturreine Produkt kannst du auch in wachsende Kulturen streuen, da du dank seiner schonenden und nachhaltigen Wirkungsweise keine schädliche chemische Reaktion befürchten musst. Am besten eignet er sich für leichte Böden.

Vorteile
  • Nachhaltig
  • Naturrein
  • Kann in wachsende Kulturen gestreut werden
Nachteile
  • Langsame Wirkung
  • Schwächere Wirkung

Zwei Nachteile hat der kohlensaure Kalk trotzdem: Seine Wirkung ist schwächer und langsamer als die der anderen Kalkarten.

Wie funktioniert Mischkalk und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Mischkalk besteht aus Branntkalk und kohlensaurem Kalk. Seine Wirkung ist schnell und effektiv und trotzdem relativ nachhaltig. Er bietet daher eine wirtschaftliche Alternative zum Naturkalk und wird vor allem auf mittleren und schwereren Böden verwendet.

Vorteile
  • Schnell und effektiv
  • Relativ nachhaltig
Nachteile
  • Hinterlässt Ätzschäden an Pflanzen
  • Nicht für Grünland geeignet

Auf Grünland solltest du Mischkalk nicht verwenden. Er ist zwar nachhaltiger als Branntkalk aber trotzdem dazu in der Lage Ätzschäden an den Pflanzen zu hinterlassen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rasenkalk vergleichen und bewerten

Generell gibt es bei Rasenkalk keine großen Unterschiede. Lediglich mit ein paar Faktoren, kannst du den passenden Rasenkalk für dich auswählen:

  • Inhalt
  • Düngfläche
  • Zusätze
  • Besonderheiten

Inhalt

Meist wird Rasenkalk in großen Beuteln geliefert. Diese sind je nach Hersteller mit unterschiedlich viel Kalk gefüllt. Es liegt daran, für die die passende Menge zu finden, sodass du entweder möglichst viel Kalk hast. Auch der Preis spielt bei den Füllmengen eine Rolle. Vielleicht ist für dich aber auch das Gewicht des Beutels wichtig, damit du nicht unnötig schwer heben musst.

Bei manchen Hersteller wird der selbe Rasenkalk auch häufig in verschiedenen Größen angeboten. Es liegt also an dir, anhand deiner Bedürfnisse und der Düngfläche die richtige Beutelgröße auszusuchen.

Düngfläche

Je nach Lieferumfang bzw. Beutelinhalt und Konzentration, sind mit verschiedenen Varianten des Rasenkalkes unterschiedliche Düngflächen realisierbar. Auch die Beschaffenheit des Bodens spielt bei der Düngfläche eine Rolle.

Je härter, also je verdichteter der Boden ist und je niedriger der pH-Wert ist, muss mehr oder weniger Kalk angewendet werden. Meist geben die Hersteller auf dem Beutel die maximal realisierbare Düngfläche an. Du solltest also darauf achten, dass du genug Kalk für die zu düngende Fläche bestellst.

Zusätze

Manche Varianten des Gartenkalks enthalten zusätzliche Nährstoffe wie bspw. Magnesium oder ähnliches.

Dies sorgt dafür, dass weiteres Düngen überflüssig wirst und du mit einmal Streuen deinen Rasen mit mehreren Nährstoffen gleichzeitig fütterst. Je nachdem ob du deinen Rasen anders pflegst oder nicht, kann es sinnvoll sein auf Zusätze zu achten.

Besonderheiten

Bei Rasenkalk gibt es neben Zusätzen auch einige andere Besonderheiten, die meist explizite von den Hersteller genannt sind. So gibt es beispielsweise Rasenkalk, der besonders für Kinder oder Haustiere unschädlich ist. Das bedeutet, dass die gedüngte Rasenfläche sofort im Anschluss an die Arbeit wieder bespielt werden kann.

Garten mit Rasen und Blumen

Wie du deinen Rasen nach dem Streuen behandeln solltest, entnimmst du der Packung. (Foto: Scott Mangham / 123RF.com)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rasenkalk

Welche Alternative gibt es zum Rasenkalk?

Alternativen zu einfachem organische Rasenkalk gibt es in Form von Algenkalk oder sogar dem berühmten einfach Kompost.

Algenkalk kann im gesamten Garten verwendet werden. Durch die Zusammensetzung, kann es nicht zu einer Überdüngung kommen. Auch für Kinder oder Haustiere ist Algenkalk unschädlich, sodass der Rasen direkt nach dem Düngen und/ oder Kalken bespielbar ist.

Auch der traditionelle Kompost ist eine weit verbreitete Alternative zu Rasenkalk. Zusätzlich kann dem Kompost noch Gesteinsmehl hinzugefügt werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Der Einsatz von Kompost ist nicht nur besonders günstig, sonder führt neben der Erhöhung des pH-Wertes, dem Boden auch wichtige Nährstoffe in Form von Humus zu.

Ist Rasenkalk schädlich für die Umwelt?

Um Umweltschäden auszuschließen, solltest du immer auf natürlichen Rasenkalk zurückgreifen. Dieser ist meist frei von jeglichen Zusätzen, die schädlich für die Umwelt sein können.

Grundsätzlich ist Kalk nicht schädlich für die Umwelt, solange er im richtigen Maße eingesetzt wird. Wie oben schon genannt, kann zu viel Kalk auch schlecht für den Boden sein und dafür sorgend ass der Boden zu alkalisch wird. Sowohl zu wenig, als auch zu viel Kalk können schädlich für das Pflanzenwachstum sein. Einen direkten Umweltschaden, richtet zusatzfreier Kalk allerdings nicht an.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.rasen-magazin.de/rasen-kalken.html

[2] http://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_73141986/rasen-und-boden-richtig-kalken-so-geht-s.html

[3] http://www.gartenlexikon.de/gartenpraxis/rasenpflege/rasen-kalken.html

[4] http://gaertnerblog.de/blog/2013/garten-kalk/

Bildquelle: pixabay.com / jeonsango

Warum kannst du mir vertrauen?

Brigitte hat Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt der Pflanzenkunde studiert und arbeitet jetzt in der Forschung. Dadurch hat Brigitte viel darüber gelernt, welche Pflanzen zusammenpassen und welche Bedingungen diese benötigen, um gesund zu wachsen.