Rhabarber ist eine sehr robuste Pflanze, die sich leicht anpflanzen lässt, daher ist sie bei vielen Hobbygärtnern besonders beliebt. Die Erntezeit des Knöterichgewächses ist jedoch viel zu schnell wieder vorbei.

Deshalb sollte man trotz der Pflegeleichtigkeit einiges beachten, um den Ertrag zu optimieren. Wir haben in diesem Artikel viele Tipps und Tricks für dich, wie du das meiste aus deiner Rhabarberernte herausholen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Rhabarber handelt es sich um eine Nutzpflanze aus der Gattung Rheum rhabarbarum. Rhabarber wächst als Staude und besteht aus Blättern, Stängeln und Blüten.
  • Rhabarber ist eine sehr robuste und mehrjährige Pflanze, die ausreichend Nährstoffe benötigt. Deshalb ist das Düngen mit Düngemitteln, wie zum Beispiel Pferdemist, Kompost oder Hornspänen besonders wichtig.
  • Die Erntezeit von Rhabarber ist leider nur sehr begrenzt. Sie beginnt in der Regel im April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannitag. Danach benötigt die Pflanze eine gewisse Regenerationszeit, um auch in den Folgejahren eine ausgiebigen Ertrag zu liefern.

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Definition: Was ist Rhabarber?

Rhabarber ist eine Nutzpflanze aus der gleichnamigen Gattung Rheum rhabarbarum und der Familie der Knöterichgewächse. Er wächst als Staude, welche aus verdickten Wurzeln austreibt.

Rhabarber besteht aus den kräftigen Stielen, oder auch Rhabarberstangen genannt, den großen Blättern und den Blüten.

Rhabarber ist eine Nutzpflanze, aus deren häufig süßlich, fruchtige Desserts oder Marmelade gemacht wird. (Bildquelle: 123rf.com / 69985078)

Grundsätzlich werden vor allem die Stiele genutzt und zu Marmelade, Kompott, Sirup, Saft oder auch Eiscreme verarbeitet. Die meisten wissen gar nicht, dass Rhabarber auch über einen Fruchtbestand verfügt.

Da Rhabarber hauptsächlich in Süßwaren und Desserts zum Einsatz kommt, besteht oftmals die Unklarheit, ob Rhabarber ein Obst oder Gemüse ist. Wir können dir ganz klar sagen, dass Rhabarber zum Blattgemüse, genauer gesagt zum Blattstielgemüse zählt.

Blattstielgemüse ist ein spezieller Begriff für Blatt- und Stielgemüse, das sich nicht direkt in eine der beiden Kategorien einordnen lässt.

Weitere Pflanzen, wie Mangold, Spargel und Stangensellerie zählen ebenso zu diesem Blattstielgemüse, oder auch Stängelgemüse.

Hintergründe: Was du über die Rhabarberernte wissen solltest

Rhabarber-Fans können den Erntebeginn kaum abwarten, denn dieser neigt sich sehr schnell wieder zu Ende. Um den säuerlichen Fruchtgenuss möglichst lange genießen zu können, muss man einige Dinge bei der Ernte beachten.

Daher haben wir dir im Anschluss alle wichtigen Informationen, die du bei der Rhabarber Ernte beachten solltest aufgeführt.

Welche Sorten von Rhabarber gibt es?

Das Angebot an köstlichem Rhabarber ist mittlerweile sehr breit gefächert. Schon längst gibt es neben den Klassiker, Gemeiner Rhabarber (Rheuma rhabarbarum), viele weitere leckere Sorten.

Damit du einen Überblick bekommst haben wir dir in Folge einige der Sorten aufgelistet und beschrieben. So wollen wir dir dabei helfen, dass du die für dich beste Rhabarbersorte findest.

Sorten von Rhabarber:

  • Himbeer-Rhabarber (Frambozen Rood): Himbeer-Rhabarber ist eine rotfleischige Sorte, welche mit einem milden, fruchtigen Aroma und sattelten Stängeln überzeugt. Sie wird aufgrund ihrer prachtvollen Blüte auch Rosen-Rhabarber genannt.
  • Garten-Rhabarber (Holsteiner Blut): Der Garten-Rhabarber entstand 1880 durch eine Kreuzung von der Sorte Rote Delikatess und Amerikanischen Riesen. Durch ihre besondere Kultur- und Geschmackseigenschaften ist sie auch heute noch sehr beliebt.
  • Speise-Rhabarber (Glaskin’s Perpetual): Die Sorte Glaskin’s Perpetual ist eine wahre Meisterleistung der Züchter. Sie kann bereits ab dem ersten Standjahr geerntet werden und enthält darüber hinaus auch weniger Oxalsäure, als andere Sorten. Selbst der Geschmack bleibt bis zum Ende der Erntezeit zart.
  • Speise-Rhabarber (Goliath): Die Sorte Goliath ist eine etwas säuerlichere Züchtung mit grünem Fruchtfleisch. Das Besondere an diesem Rhabarber ist die mächtige Wuchshöhe von 90 cm, weshalb auch der Name perfekt dazu passt.
  • Speise-Rhabarber (Red Valentine): Die sattelten Stangen der Sorte Red Valentine haben einen säuerlich-erfrischenden Genuss. Red Valentine wurde in Kanada gezüchtet und mit einer Extraportion Robustheit und Widerstandsfähigkeit ausgestattet.
  • Speise-Rhabarber (Rosara): Rosara ist eine eher säuerlichere Sorte mit grünem Fruchtfleisch. Auch optisch hat diese Sorte einiges zu bieten, denn das Gewächs mit dem grünen Fruchtfleisch blüht besonders schön und ist noch dazu mit einer wunderschönen zart-rosa Schale umhüllt.
  • Speise-Rhabarber (The Sutton): Die Sorte The Sutton bietet eine angenehm säuerlichen Geschmack, welcher in den schönen zweifarbigen Stangen sitzt. The Sutton ist winterfest und kann daher bei den richtigen Witterungsbedingungen bereits ab der zweiten Märzhälfte geerntet werden.
  • Speise-Rhabarber (Timperley Early): Die Sorte Timperley Early punktet nicht nur mit einer verfrühten Ernte, sondern auch mit einem ganz besonderen Geschmack. Timperley Early besitzt rote Blattstiele, die auch im Verlauf der Saison ihre zarte Konsistenz beibehalten.

Wie du siehst, ist die Auswahl an verschiedenen Rhabarbersorten groß. Jede einzelne Sorte hat andere besondere Eigenschaften, die du für dich entdecken kannst.

Wie kann man Rhabarber anpflanzen?

Beim Pflanzen von Rhabarber ist vor allem der richtige Pflanzzeitpunkt und die Wahl eines geeigneten Pflanzplatzes essentiell.

Ist der Rhabarber dann erst einmal angepflanzt ist Geduld gefragt, denn nach dem Anpflanzen sollte man mit der Ernte am besten bis zum dritten Standjahr warten.

Willst du Rhabarber anpflanzen benötigst du zu Beginn einmal ausreichend Platz. Denn das Blattstielgemüse benötigt je nach Sorte mindestens einen Quadratmeter Beetfläche, um sich entfalten zu können und gute Erträge zu liefern.

Zudem sollte zusätzlich der Abstand zu anderen Pflanzen mindestens einen Meter betragen. Hast du den richtigen Platz gefunden, solltest du den richtigen Zeitpunkt abwarten.

Rhabarber pflanzt man am besten im Herbst an, denn dann können die Stauden bis ins Frühjahr wachsen und haben schon im ersten Kulturjahr deutlich mehr Zuwachs, als Pflanzen, die im Frühjahr angepflanzt werden.

Bevor du den Rhabarber einpflanzt solltest du den Boden zunächst vorbereiten. Dazu entfernst du idealerweise das ganze Unkraut und gräbst die Pflanzstelle spatentief um.

Dadurch kann der Rhabarber mit seinen Wurzeln schnell und einfach anwachsen.

Ist der Boden vorbereitet kannst du schon mit dem Einpflanzen des Rhabarbers beginnen. Diesen solltest du nicht zu tief in die Erde pflanzen. Die junge Pflanze gehört danach gründlich angegossen und gleichmäßig feucht gehalten.

Zur weiteren Pflege nach dem Anpflanzen kannst du den Rhabarber düngen, um den bestmöglichen Ertrag heraus zu holen.

Was ist der beste Dünger für Rhabarber?

Rhabarber benötigt für eine gute Entwicklung ausreichend Nährstoffe. Diese kann man mithilfe von Düngern decken und so das bestmögliche Ergebnis erzielen. Rhabarber benötigt grundsätzlich folgende Kernnährstoffe:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Schwefel
  • Spurenelemente

Grundsätzlich bevorzugt die Rhabarberstaude Humus- und nährstoffreiche, feuchte Böden. Düngst du dann zusätzlich mit den verschiedensten Düngemitteln kannst du deinen Ertrag optimal erhöhen.

Die bereits erwähnten Nährstoffe kann man in zahlreichen natürlichen Düngern finden, weshalb meist auf chemische Präparate komplett verzichtet werden kann. Welche Dünger nun am besten für deinen Rhabarberstrauch sind haben wir dir in der nächsten Tabelle beschrieben.

Düngemittel Beschreibung
Pferdemist Pferdemist wird optimaler Weise bereits im Jänner um die Staude verteilt, sodass die Nährstoffe bereits bei einsetzendem Wuchs vorhanden sind. Darüber hinaus schützt der Mist vor intensivem Frost.
Gartenkompost Gartenkompost kann unmittelbar nach dem Anpflanzen als dicke Schicht um die Staude verteilt werden. Zusätzlich kann man später während des Wuchses (März bis Mai) wöchentliche eine dünne Schicht in den Boden einarbeiten.
Brennnesseljauche Brennnesseljauche dient als intensive Stickstoffquelle nach Ende der Erntezeit. Sie wird großzügig verteilt und fördert so die Erholung der Pflanze.
Hornmehl und Hornspäne Ebenso wie die Brennnesseljauche liefert auch Hornmehl oder Hornspäne den von Rhabarber benötigten Stickstoff. Hornspäne werden oftmals mit Kompost vermischt und so als Dünger um die Pflanze verteilt.
Kaffeesatz Kaffeesatz ist ein eher leichter Dünger, dennoch kann er den Rhabarber mit Schwefel und Stickstoff versorgen. Zudem hilft Kaffeesatz dabei, ungewünschte Schädlinge fernzuhalten.
Guano Guano, ein organischer Dünger aus den Exkrementen von Seevögeln, dient genauso, wie die Brennnesseljauche als Stickstoffquelle nach der Ernte.

Gerade weil Rhabarber mehrjährig ist und somit immer am selben Platz bis zu zehn Jahre beständig an Größe und auch Ertrag zunimmt, ist eine Zufuhr von Mineralien essentiell. Diese werden optimal durch die erwähnten Düngemittel zugeführt.

Ab wann darf man Rhabarber zum ersten Mal ernten?

Rhabarber kann bei optimaler Pflege bis zu zehn Jahren Ertrag bringen, doch um das zu erreichen sollte so einiges beachtet werden. Gerade die erste Ernte sollte daher erst frühestens im zweiten Jahr nach der Pflanzung gemacht werden.

Damit sich die Wuchskraft vollständig entfalten kann, sollte der Rhabarber nicht im Jahr nach der Pflanzung geerntet werden.

Wir empfehlen dir sogar, bis zum dritten Jahr zu warten, um sich noch länger an der Pflanze erfreuen zu können.

Lässt du zudem immer einige Rhabarberstangen an der Pflanze, anstatt sie komplett zu beernten, wirst du in der Regel mit reichhaltigen Ernten in den Folgejahren belohnt.

Wie lange kann man Rhabarber ernten?

Die Erntezeit von Rhabarber beginnt in der Regel schon im April und befindet sich im Mai in der Hauptsaison. Traditionell endet die Rhabarbererntezeit am 24. Juni, den Johannistag.

Die Stangen wachsen und reifen zwar danach auch weiterhin, jedoch sollten sie nach dem 24. Juni nicht mehr geerntet werden.

Einer der Gründe für die sehr kurze Erntezeit ist der Oxalsäuregehalt in den Stangen, welcher zum Sommer hin immer mehr zunimmt. Der zweite Grund ist die Regeneration der Pflanze, die sie benötigt, um auch in den Folgejahren optimalen Ertrag zu bringen.

Wann ist Rhabarber giftig?

Wie schon erwähnt, enthält Rhabarber Oxalsäure, welche für den Menschen giftig sein kann. Grundsätzlich beinhalten 100 Gramm Rhabarber etwa 460 Milligramm Oxalsäure. Diese kann bei übermäßigen Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen.

Das heißt jedoch nicht, dass du auf Rhabarber komplett verzichten musst, denn die Oxalsäure befindet sich hauptsächlich in den Blättern der Pflanze. Daher solltest du die giftigen und unverzehrbaren Blätter unbedingt vor der Verarbeitung entfernen.

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Wusstest du, dass ein gesunder erwachsener Mensch Unmengen an Rhabarber essen müsste, um seiner Gesundheit damit zu schaden?

Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, denn erst wenn ein etwa 60 Kilgramm schwerer Mensch ungefähr 36 Kilogramm Rhabarber essen würde, würde seine Gesundheit darunter leiden.

Zudem ist zu erwähnen, dass je später der Rhabarber geerntet wird, desto mehr Oxalsäure steckt nicht nur in den Blättern, sondern auch in den Stängeln. Das ist der Grund, warum Rhabarber in der Regel, nach dem 24. Juni nicht mehr geerntet wird.

Rhabarber ernten: Tipps und Tricks zur richtigen Rhabarber Ernte

Gerade für Rhabarber-Enthusiasten ist die Vorfreude auf den Saisonbeginn immer sehr groß, doch die Erntezeit von Rhabarber geht auch sehr schnell wieder vorbei.

Deshalb haben wir im Anschluss einige Tipps und Tricks für dich zusammengefasst, die dir dabei helfen das meiste aus deiner Ernte herauszuholen.

Wie kannst du den Ernteertrag von Rhabarber erhöhen?

Möchtest du das meiste aus deiner Rhabarberpflanze herausholen? Dann haben wir hier die richtigen Tipps und Tricks für dich aufbereitet.

In Folge haben wir dir 5 Tipps und Tricks aufgelistet, die deine Ernte optimieren können.

Treiben lassen

Um deinen Ertrag zu steigern, hilft es, wenn du einen gut eingewachsenen Rhabarber vortreiben lässt. Dazu kannst du ganz einfach gegen Ende des Winters ein Treibgefäß über die Pflanze stülpen.

So bleiben die Blattstiele besonders hell und zart und man kann die Pflanze schon um Wochen früher ernten.

Damit noch mehr Rhabarber geerntet werden kann, kann ein gut eingewachsener Rhabarber im Vorwinter vorgetrieben werden. (Bildquelle: 123rf.com / 13482037)

Blüte entfernen

In der Regel beginnt der Rhabarber im Frühsommer damit Blüten zu entwickeln. Diese solltest du sobald es geht entfernen, um den Ertrag deiner Pflanze zu erhöhen.

Dazu kannst du die Blüten ganz einfach mit den Fingern am Stielansatz fassen und im Uhrzeigersinn drehen und daran ziehen.

Verwende keine Messer zum Entfernen der Blüte, da das zu einer anschließenden Bildung von Fäulnis, an der der Schnittstelle führen kann.

Lässt du die Blüten an der Pflanze, steckt der Rhabarber seine ganzen Energien in die Bildung der opulenten Blüten und das Wachstum der Stangen bleibt auf der Strecke.

Viel gießen

Der Rhabarber ist ein Pflanze mit einem sehr hohen Wasserbedarf, daher solltest du viel gießen. Um das etwas einfacher zu gestalten, kannst du im Frühjahr, wenn der Rhabarber besonders viel Wasser benötigt, rund um die Pflanze eine Schicht Mulch auftragen.

Der Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Übertreiben solltest du es jedoch auch nicht, da sich eine Staunässe negativ auf den Rhabarber auswirken kann.

Richtig düngen

Rhabarber ist ein Starkzehrer und benötigt deshalb eine Vielzahl an Nährstoffen, die gerade wenn du die Pflanze länger hast, nicht mehr im Boden vorzufinden sind. Daher ist das richtige Düngen sehr wichtig.

Pferdemist, Kompost und Hornspäne bieten einen guten Mix an den benötigten Nährstoffen. Mehr zum Thema düngen haben wir dir weiter oben schon beschrieben.

Geduld haben

Wie weiter oben bereits erwähnt, kann sich das Warten bis zum dritten Standjahr auszahlen. Grundsätzlich solltest du deine Pflanze nicht vor dem zweiten Jahr beernten, wenn du jedoch bis zum dritten Jahr wartest, kannst du somit deine Ernte optimieren.

Denn je mehr Blätter der junge Rhabarber trägt, desto schneller wächst er zu einer stattlichen Pflanze heran. Dadurch fällt die Ernte wiederum größer aus.

Wie erkennst du den richtigen Erntezeitpunkt von Rhabarber?

Pflegst du deinen Rhabarber entsprechend gut, kannst du davon ausgehen, dass die Ernte Anfang April möglich sein wird. In der Regel ist die Pflanze bereit zum Ernten, wenn die Stiele 30 bis 50 Zentimeter lange sind und der Durchmesser zwei bis fünf Zentimeter beträgt.

Du erkennst den richtigen auch Erntezeitpunkt daran, dass sich das Gewebe zwischen den Rippen auf den Rhabarberstangen glättet. Zudem signalisiert auch die appetitlich satt-rote oder frisch-grüne Farbe den Beginn der Ernte.

Wie kann man Rhabarber am besten ernten?

Bei der Ernte von Rhabarber ist es sehr wichtig, dass man die Stängel nicht mit einem Messer abschneidet, sondern diese mit den Händen herausdreht. Dazu kannst du die Stängel möglichst weit unten umfassen und im Uhrzeigersinn herausdrehen.

Sobald die Stange von der Pflanze getrennt ist, solltest du die Blätter abschneiden, da diese für den Menschen ungenießbar sind. Auch der weißliche Strunk im unteren Bereich des Stiels sollte entfernt werden, da er ebenfalls einen erhöhten Gehalt an Oxalsäure aufweisen kann.

Zu welcher Tageszeit sollte man Rhabarber ernten?

Bei der Frage, zu welcher Tageszeit man Rhabarber ernten soll, scheiden sich die Geister. Wir empfehlen dir jedoch, Rhabarber erst am späten Nachmittag zu ernten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Vitamingehalt der Pflanze am höchsten und der schädliche Nitratanteil sehr gering.

Trivia: Was du sonst noch über das Thema Rhabarber ernten wissen solltest

Wie kann man Rhabarber lagern?

Rhabarber, der frisch geerntet oder gekauft ist, sollte grundsätzlich innerhalb von wenigen Tagen verbraucht werden, da er schnell verdirbt. Um sie so lange wie möglich haltbar zu machen, solltest du die Stangen am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Im Kühlschrank solltest du die Rhabarberstangen in ein feuchtes Tuch einwickeln, um sie vor Austrocknung zu schützen. Die Kälte des Kühlschranks hemmt die Fäulnisbakterien, dennoch solltest du ihn nicht länger als drei Tage aufbewahren.

Wenn du den Rhabarber trotzdem noch länger aufbewahren möchtest, um ihn auch im Winter genießen zu können, empfiehlt es sich ihn einzufrieren.

Frischer Rhabarber sollte möglichst bald genossen werden. Mit geeigneter Verpackung, kann dieser jedoch auch im Kühlschrank, oder sogar dem Gefrierer, aufbewahrt werden. (Bildquelle: 123rf.com / 77295949)

Wie kann man Rhabarber einfrieren?

Rhabarber hält sich bis zu einem Jahr, wenn man ihn einfriert. Dabei ist jedoch zu beachten, dass je länger er gelagert wird, desto mehr Aroma verliert. Deshalb solltest du die Stangen am besten spätestens nach sechs Monaten verbrauchen.

Um den Rhabarber einzufrieren solltest du ihn zuerst waschen und die Blätter und die harten Enden der Stangen entfernen. Danach kannst du den vorbereiteten Rhabarber in Stücke schneiden und blanchieren. Du kannst ihn jedoch auch roh einfrieren.

Blanchierst du die Stücke mit sprudelnd heißen Wasser für drei Minuten und schreckst sie danach mit Eiswasser ab, behält der Rhabarber seine Farbe besser.

Um Klumpen zu verhindern, empfiehlt es sich die Stücke zuerst auf ein Holzbrett nebeneinander aufzulegen und für einige Stunden ins Gefrierfach zu stellen. Danach kannst du die vorgekosteten Rhabarberstücke in einen Gefrierbeutel oder ein anderes fest verschließbares gefriergeeignetes Behältnis geben.

Muss man Rhabarber schälen?

Prinzipiell muss man Rhabarber nicht schälen, um ihn essen zu können, dennoch empfiehlt es sich die Schale zu entfernen. Es erhöht nicht nur den Genuss, wenn man die festen Fasern entfernt, sondern ist auch deutlich gesünder, wenn man den Rhabarber schält.

Die Schale enthält besonders viel Oxalsäure, die wie bereits erwähnt Vergiftungen hervorrufen kann. Daher empfehlen wir dir, dass du den Rhabarber vor dem Genuss schälst.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Rhabarber eine sehr pflegeleichte Pflanze ist, bei der man mit etwas Pflege optimale Erträge erzielen kann. Vor allem das Düngen der Pflanze ist essentiell, wenn man von dem Rhabarber lange profitieren möchte.

Unsere Tipps sollten dir dabei helfen, deine Rhabarberpflanze zu optimieren und den bestmöglichen Ertrag zu bekommen. Wendest du alle unsere Tricks an, wirst du mit einer besonders ausgiebigen Ernte belohnt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.medizinpopulaer.at/archiv/essen-trinken/details/article/rhabarber.html

[2] https://www.gartenjournal.net/rhabarber-ernten

[3] https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pfd_2009/11_09/EU11_636_639.qxd.pdf

Bildquelle: 123rf.com / 40293002

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