Wenn man einen Garten anlegt, stellt sich zuerst die Frage, welche Art von Garten man möchte. Eine Möglichkeit für die Gestaltung ist es, einen Steingarten anzulegen. Viele stellen sich darunter eher eine kahle Steinwüste vor und sind erstmal abgeschreckt.

Ein richtiger Steingarten ist aber alles andere als eine Steinwüste. Im Gegenteil – sorgfältig geplant und mit den richtigen Materialien kann ein Steingarten ein regelrechtes Kunstwerk werden.

Im folgenden Artikel werden wir dir erklären, was ein Steingarten nun genau ist, wann ein Steingarten sinnvoll ist, was man beachten muss und welche Kosten zu erwarten sind.

Auch bei der Frage, wie du den Steingarten anlegst, wenn du dich dafür entschieden hast, wollen wir behilflich sein.

Zum Schluss werden wir noch auf die Pflege eines Steingartens eingehen und auch auf die Frage, wie man Unkraut vermeiden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Steingarten ist eine Gartenfläche, die versucht eine Gebirgslandschaft zu imitieren. Es gibt mehrere Arten von Steingarten, die sich jeweils in ihrer Gestaltung teilweise stark voneinander unterscheiden. Schottergärten sind keine Steingärten im engeren Sinne, werden aber meist als solche bezeichnet
  • Um einen Steingarten anlegen zu können bedarf es sorgfältiger Planung, ein wenig Kreativität und viel Arbeit – je nach Größe des Projekts auch viel Zeit und finanzielle Mittel. Es lohnt sich allerdings, da ein Steingarten pflegeleichter ist als andere Gartenarten und weniger kostenintensiv.
  • Gibt es Argumente, die das Anlegen eines großflächigen Steingartens im eigenen Heim nicht erlauben, kann man trotzdem immer noch zu einer Mini-Variante in einem Kübel oder einer tiefen Schale greifen.

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Definition: Was ist ein Steingarten?

Als Steingarten bezeichnet man einen Garten, der unter intensiver Verwendung von Steinen geplant und angelegt wird. Ein Steingarten beherbergt meist Pflanzen aus der Gebirgsflora oder Pflanzen mit hoher Trockenheitsresistenz.

Dabei sind die Steine das Substrat für die an diesen Umstand angepasste Vegetation. Auch kleine Teiche und Brunnen können gestalterische Elemente sein.

Kleine Teiche ergänzen den Steingarten (Bildquelle: 123rf.com / 101976975)

Neben den Steingärten gibt es auch noch sogenannte „Schottergärten“. Hier sind die Steine an sich das gestalterische Hauptelement. Pflanzen werden gar nicht oder nur sehr spärlich in die Gestaltung integriert.

Schottergärten gelten nicht als Steingärten im engeren Sinne, werden aber oft irrtümlich als solche bezeichnet.

Hintergründe: Was du über das Anlegen eines Steingartens wissen solltest

Nachdem du nun weißt, was ein Steingarten überhaupt ist, wollen wir dir als nächstes erklären welche Gründe es dafür geben kann, dass ein Steingarten angelegt wurde.

Auch, ob es mehrere Arten von Steingärten gibt und was diese Arten sind, was man beim anlegen beachten muss und welche kosten auf dich zukommen können, wollen wir dir beantworten.

Wann ist es sinnvoll, einen Steingarten anzulegen?

Zwar ist das Anlegen des Gartens mit viel Arbeit verbunden, aber ist er einmal angelegt, gibt es viele Vorteile. Steingärten sind vor allem für einen Aspekt bekannt: Sie sind pflegeleicht.

Zeit wird gespart, weil ein Steingarten wenig Pflege erfordert. Unkraut hat generell nur wenig Chancen, sich in einem Steingarten breit zu machen, und kann mit den richtigen Präventivmaßnahmen sogar lange Zeit ganz verhindert werden.

Wenn in einem Steingarten gar keine Pflanzen angebracht werden, ist dieser enorm pflegeleicht und benötigt wenig Wartung. ((Bildquelle: unsplash.com / Hu Chen)

Die Pflanzen, die für einen Steingarten verwendet werden, sind in der Regel sehr robust und pflegeleicht.

Auch gewässert werden muss nur selten. Zum einen, da die Pflanzen nur wenig Wasser brauchen und zum anderen, da durch die Steindecke über den Tag verteilt weniger Wasser aus der darunter befindlichen Erde verdunstet.

Außerdem bietet ein Steingarten viele Möglichkeiten, sich kreativ auszuleben. Nicht nur während der Planung, sondern auch im Anschluss. Beispielsweise kann man in einzelnen Bereichen die Steine austauschen, um farbliche Akzente zu setzen bzw. zu wechseln.

Es ist mit der richtigen Platzierung auch jederzeit möglich, Pflanzen aus dem Garten zu nehmen, auszutauschen oder weitere hinzuzufügen, ohne das Gesamtbild zu zerstören.

Steingärten sind also vor allem dann sinnvoll, wenn man einen Garten möchte der schön aussieht und dabei wenig Pflege erfordert.

Anlegen kann man den Garten generell zu jeder Jahreszeit – allerdings ist die Arbeit natürlich einfacher, wenn man nicht dauernd von Schnee, Regen oder herabfallendem Laub gestört wird. Daher ist die ideale Zeit im Frühling oder Sommer.

Welche Arten von Steingarten gibt es?

Die Art des Steingartens hängt weniger mit den verwendeten Materialien zusammen, sondern viel mehr mit der Art und Weise, wie der Garten gestaltet wird. Durch strategisches platzieren gestalterischer Elemente ergeben sich ganz unterschiedliche Gesamtbilder.

Alpiner Steingarten

Bei einem Alpinen Steingarten ist das Ziel die Imitation einer Gebirgslandschaft in den Alpen. Typisch ist hier eine leichte Hanglage, idealerweise zur Sonne ausgerichtet.

Durch die integrierten großen Steinbrocken wird die Wärme gespeichert und noch lange nach Sonnenuntergang abgegeben.

Zur Gestaltung werden hauptsächlich Steine, Kies und Pflanzen genutzt, aber auch Wasser ist möglich. Typisch sind Steine wie Alpendolomit, Basalt, Naturgranit, Jurakalkstein, Sandstein und Schiefer.

Zu den Pflanzen, die verwendet werden können, gehören kleine Gehölze, Halbsträucher, Gräser und blühende Pflanzen.

Beispielsweise:

  • Alpenaster
  • Lavendel
  • Narzissen
  • Alpenbalsam
  • Alpenleinkraut
  • Strauchrosen
  • Zwergkiefern
  • Reiher-Federgras
  • Lampenputzergras
  • Katzenpfötchen
  • Zittergras
  • Thymian
  • Schmetterlingsstrauch

Japanischer Steingarten

Das Vorbild der Zen-Steingärten Japans stammt aus China. Nicht zuletzt deshalb gibt es viele gestalterische Ähnlichkeiten. Die Tradition chinesischer Steingärten reicht bis weit in die vorchristliche Zeit zurück.

Bei den japanischen Zen-Gärten ist das Ziel die verkleinerte Nachbildung einer natürlichen Gebirgslandschaft mit Steinen.

Große Steinbrocken bilden dabei Berge und Gebirge, während Kies genutzt wird, um Wasser nachzubilden. Wellenförmige Einkerbungen im Kies sollen dabei die fließende Bewegung des Wassers imitieren. Die Gestaltung soll Ruhe und Harmonie ausstrahlen.

Auch angelegte Wege, die zum Begehen gedacht sind – denn die Kiesfläche des Gartens darf nicht betreten werden – werden in Wellenform platziert. Für Zen-Gärten typische Pflanzen sind:

  • Bonsai
  • Fächerahorn
  • Pfingstrosen
  • Buchsbaum
  • Koniferen
  • Rhododendron
  • Sternmoos
  • Andenpolster
  • Japanische Azaleen
  • Schwertlilien

Im Gegensatz zu anderen Arten von Steingärten benötigt ein Zen-Garten sorgfältige Pflege, da ein akkurates Erscheinungsbild wichtig ist.

Es gibt aber auch japanische Wassergärten, bei denen Steine und Kies nur genutzt werden um die Ufer um Teiche zu säumen.

Chinesischer Steingarten

China, das Land der Mitte, hat lange Zeit viele seiner Traditionen auch in andere asiatische Länder gebracht. Dadurch sind Kulturaspekte in ganz Asien verbreitet, die ursprünglich der chinesischen Kultur entsprangen. Das gilt auch für den chinesischen, oder asiatischen, Steingarten.

Zwar sind Steine auch hier das Hauptelement der Gestaltung, aber es soll keine Gebirgslandschaft im kleinen Maßstab nur mit Steinen nachgebildet werden.

Neben Steinen und Kies spielen hier auch Steinplatten, (Buddha) Statuen, steinerne Lampen und Treppen und auch Steinbrunnen eine wichtige Rolle.

Auch Pflanzen und Wasser werden häufig in die Gestaltung integriert – nicht nur als Element in mitten der steinernen Landschaft, sondern auch in der Form von Beeten und Teichen. Auch hölzerne Elemente wie Holzwege, Zäune und Bänke sind möglich.

Neben den bereits beim japanischen Steingarten erwähnten Pflanzen sind hier außerdem folgende Pflanzen beliebt:

  • Christrosen
  • Farne
  • Bambus
  • Blumenhartriegel
  • Grünflächen mit Rasen

Moderner Steingarten mit Gabionen

Gabionen sind Gitterkörbe, die mit Steinen gefüllt werden. Sie wirken modern und minimalistisch. Bei Steingärten dienen sie als Stütze für Hänge, weshalb ein solcher Garten in der Regel vertikal angelegt wird.

Auch als Trennelement können Gabionen gut genutzt werden, um zwei unterschiedlich gestaltete Bereiche des Gartens optisch voneinander zu trennen.

Schottergarten

Schottergärten sind eine Form des Steingartens, die in Deutschland schwer in Verruf geraten ist. Hier werden fast ausschließlich Steine zur Gestaltung verwendet. Pflanzen werden nur spärlich, oft sogar in künstlicher Form benutzt.

Außerdem werden Pflanzen, wenn verwendet, vorzugsweise in strenge Formschnitte gebracht, wodurch sie künstlich aussehen.

Das Fehlen von Pflanzen ist schädlich für Bienen und andere Insekten, die den entsprechenden Flächen fernbleiben.

Je größer der Schottergarten, desto schädlicher ist er auch für die Bienenpopulation. Schottergärten findet man vor allem vermehrt vor architektonisch modernen Bauten, aber auch immer häufiger als Vorgarten-Alternative.

Mini-Steingarten

möchte man nicht seinen gesamten Garten zu einem Steingarten umgestalten – oder hat man einfach keine Gartenfläche zur Verfügung, die man umgestalten könnte – gibt es auch noch die Möglichkeit sich einen kleinen Steingarten in einer Schale oder einem Kübel anzulegen.

Für einen solchen Steingarten eignen sich neben Kies und Naturstein vor allem Sukkulenten, Gräser und Hauswurze besonders gut.

Den Mini-Steingarten kann man auf einem Balkon oder einer Terrasse platzieren, aber auch genauso gut in der Wohnung.

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Was muss man beim Anlegen eines Steingartens beachten?

Das Anlegen eines Steingartens benötigt sorgfältige Planung und ist mit viel Arbeit verbunden. Das bedeutet auch, dass ein solches Projekt mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen in Anspruch nehmen kann. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Da vor allem Schottergärten auch dafür gesorgt haben, dass der Steingarten sehr in Verruf geraten ist, solltest du vor dem Anlegen des Gartens vor allem darauf achten, dass du das Projekt in deiner Nachbarschaft auch umsetzen darfst.

Was kostet es, einen Steingarten anzulegen?

Wie viel das Anlegen eines Steingartens kostet, hängt von mehreren Faktoren ab. Die umfassen:

  • Größe des anzulegenden Steingartens
  • Art des Steingartens
  • Ausgewählte Materialien
  • Werkzeuge, die (eventuell) noch beschafft werden müssen
  • Ggf. Material und Kosten, um einen Gartenteich anzulegen
  • Art und Menge der Pflanzen
  • Dekoartikel
  • Ggf. Möbel (z.B. Bänke)

Außerdem gilt zu beachten, ob gewisse Serviceleistungen – wie z.B. das Anliefern der Steine – bezahlt werden müssen, oder ob man sich dafür entscheidet alles selbst zu erledigen. Deshalb ist es schwierig, eine genaue Aussage über die Kosten zu treffen.

Grade durch die stark variierenden Kosten je nachdem, für welche Steine man sich entscheidet, kann es zu sehr unterschiedlichen Kosten kommen. Ein paar Beispiele für mögliche Materialkosten sind:

Material Menge Preis
Granitsplitt aus Naturstein, 8-16 mm 1000 kg 199 €
Marmorkies aus Naturstein, 20-40 mm 1000 kg 249 €
Buntkies aus Naturstein, 50-150 mm 1000 kg 239 €

Von ca. 50 € für einen sehr kleinen Steingarten, bis zu mehreren 10.000 € für einen großen, aufwendig gestalteten Steingarten, kann alles dabei sein. Auch deshalb sollte ein solches Projekt sorgfältig geplant werden, um auszuschließen, dass es an den Kosten scheitert.

Steingarten anlegen: In 5 Schritten zum eigenen Steingarten

Wenn du dich nun entschieden hast, einen Steingarten anzulegen, gilt es noch herauszufinden wie man das anpacken soll. Daher werden wir dir erklären, wie du in 5 Schritten deinen Steingarten anlegen kannst.

Beachte dabei zuvor allerdings, dass es keinesfalls nötig ist den gesamten Garten für einen Steingarten vorzusehen.

Es kann auch nur ein erhöhtes Beet zu einem Steingarten umgestaltet werden, oder ein bestimmter Bereich des Gartens.

Skizzieren und Planen

Als erstes solltest dir überlegen, wie das Endergebnis überhaupt aussehen soll. Lege dir eine Skizze der Fläche an, die zur Verfügung steht, und experimentiere mit verschiedenen Ideen – beispielsweise mit oder ohne Grünflächen, ebenmäßig oder mit Erhöhungen.

Du kannst auch einen Quellstein oder einen Brunnen in deine Skizze einbauen. Das hängt ganz von deinen eigenen gestalterischen Präferenzen und deiner Kreativität ab. Auch die Lichtverhältnisse sollten bei der Planung mit einbezogen werden.

Außerdem solltest du die Bodenbeschaffenheit eintragen und gestalterische Elemente sowie Pfade, Wege und Trittplatten einplanen.

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Materialien auswählen

Hast du eine grobe Skizze angefertigt, gilt es sich für Materialien zu entscheiden. Das ist ein wichtiger Arbeitsschritt, da die ausgewählten Steine das gestalterische Hauptelement des Steingartens sind.

Generell kann man zum einen zwischen verschiedenen Steinsorten wählen, aber auch zwischen verschiedenen Größen. Beispielsweise gibt es Splitt in Größen von 8-16 mm, aber auch von 16-32 mm, und Kies in 20-40 mm, aber auch in 30-60 mm. Auch große Steinbrocken sind möglich.

Je nachdem, welche Art von Steingarten angelegt werden soll, hat sich die Materialwahl vielleicht sogar schon erledigt. Wenn nicht, kannst du zwischen Steinen wie Buntkies, Zierkies, Marmor, Basalt, Schotter, Granit, Alpendolomit, Jurakalkstein, Sandstein und Schiefer wählen.

Auch ein Quellstein ist möglich. Zur Gestaltung von Beeten können zudem Pflanzsteine verwendet werden.

Jedes Material hat auch seine Vor- und Nachteile. Dunkle Steine heizen sich im Sommer beispielsweise schneller auf als helle, und Steine wie Basalt und Granit sind wetterbeständiger als andere Steine.

Einige Sorten speichern Wasser besser als andere, und einige haben den Nachteil, dass sie in nassem Zustand sehr glatt werden, was hohe Rutschgefahr mit sich bringt.

Fläche vorbereiten

Die gesamte Fläche, die für den Steingarten vorgesehen ist, muss ausreichend vorbereitet werden, bevor der nächste Arbeitsschritt beginnen kann. Das ist besonders wichtig, um später Komplikationen zu verhindern – wie zum Beispiel Unkraut, Schädlinge oder ein absterben der Pflanzen.

Arbeitsschritt Beschreibung
Fläche Ausheben Die gesamte Fläche ca. 30-50 cm tief ausheben
Säubern Unkraut, Wurzeln und Pflanzenreste entfernen
Wühlmausdraht auslegen Um später unerwünschten Wühlmausbesuch zu verhindern einen Wühlmausdraht auslegen
Drainageschicht 10-20 cm Sand, Kies, Bauschutt oder Erde ausstreuen um Staunässe zu verhindern
Gefälle und Hänge Wenn erwünscht Gefälle, Hänge oder Hügel einarbeiten
Bodensubstrat Einen geeigneten Mutterboden, etwa 20-30 cm, auslegen

Steine auslegen

Nachdem die Fläche vorbereitet wurde, erfolgt das auslegen der Steine. Dabei sollte man von groß nach klein vorgehen – also die größten Elemente, eventuelle Steinhänge, große Steinplatten oder Treppen aus Stein werden zuerst platziert.

Das zuvor ausgelebte Drainagematerial gibt den Steinen dabei halt. Anschließend folgen Mittelgroße Elemente. Das können kleinere Steine zwischen den größeren Brocken sein oder Einfassungen aus Stein für Beete und mögliche Einzelpflanzen.

Einen Steingarten anzulegen bedarf sorgfältiger Planung und Arbeit. (Bildquelle: 123rf.com / Marina Lohrbach)

Zum Schluss folgen die kleinsten Elemente. In den meisten Fällen wird das die größte Fläche des Steingartens sein, die aus Kies oder Splitt in der gewünschten Steinart und Größe besteht.

Beete bepflanzen und Dekoration platzieren

Im letzten Schritt werden dem Garten nun Akzente und Farbtupfer hinzugefügt. Durch Pflanzen wird der Landschaft nicht nur Leben eingehaucht, sie wirkt auch direkt viel natürlicher – und farbenfroher.

Pflanzen können in geschlossene Beete gesetzt werden, aber auch ein gestalterisch strategisches verteilen einzelner Pflanzen auf der Steingartenfläche ist möglich – das hängt ganz von der zuvor angefertigten Skizze ab.

Auch Dekoration sollte man nicht vergessen. Eine Laterne vielleicht, oder ein Steinbrunnen, vielleicht auch eine hübsch verzierte Bank – ganz nach eigenem Geschmack!

Trivia: Was du sonst noch über das Steingarten anlegen wissen solltest

Nachdem du nun weißt, was ein Steingarten ist und was alles auf dich zukommt, wenn du einen Steingarten anlegen möchtest, wollen wir zum Schluss nun auch noch auf zwei Fragen eingehen, die häufig erst im Nachhinein aufkommen – wie man Unkraut verhindert und wie ein Steingarten gepflegt wird.

Wie verhindert man Unkraut in einem Steingarten?

Um zu verhindern, dass zwischen den Steinen immer wieder Unkraut hervorsprießt, dass man dann mühsam jäten muss, bietet sich an beim Anlegen des Steingartens ein Unkrautvlies einzuplanen.

Nachdem man eine Fläche für den Steingarten ausgehoben hat, wird zuerst Erde eingestreut. Anschließend legt man das Unkrautfließ auf die Fläche.

Nun ist es wichtig, dass man genau weiß wie die Pflanzen auf der Fläche platziert werden sollen.

Sobald Pflanzen in den Steingarten gepflanzt werden besteht eine Chance, dass auch Unkraut wachsen kann. (Bildquelle: 123rf.com / anytka)

Denn für Pflanzen muss das Unkrautvlies an den entsprechenden Stellen, an denen sie eingepflanzt werden sollen, eingeschnitten werden. Erst, nachdem man alle Pflanzen eingepflanzt hat, werden dann die Steine auf das Vlies gelegt.

Durch diese Anordnung haben Unkräuter keine Chance zu wurzeln. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Pflanzen. Also weder die Samen von Unkraut, noch die Samen von anderen Pflanzen – ob Wildblumen oder Grüngewächse – können unerwünscht Wurzeln schlagen.

Wie pflegt man den Steingarten richtig?

Steingärten sind äußerst pflegeleicht, benötigen also nicht viel Pflege. Wie groß der Pflegeaufwand ausfällt hängt im Endeffekt aber von der Gestaltung des Gartens ab.

Bei einem im Garten integrierten Teich oder Quellstein kann es beispielsweise sein, dass die Steine hin und wieder von Algen und Moos befreit werden müssen.

Den größten Pflegeaufwand hat man, wenn man sich für einen japanischen Zen-Garten entschieden hat. Hier ist ein akkurates Erscheinungsbild und ein einwandfreier Zustand des Gartens besonders wichtig.

Beete sollten hin und wieder gegossen, gedüngt und auf Schädlinge kontrolliert werden – je nachdem, welche Pflanzen eingepflanzt wurden. Auch die Notwendigkeit, Gehölze oder andere Pflanzen zurückschneiden zu müssen, kann je nach Pflanzenwahl auftreten.

Und auch, wenn man ein Unkrautvlies verwendet, sollte man hin und wieder kontrollieren, ob sich nicht doch irgendwo Unkraut versteckt.

Grade um Pflanzen herum, wo Erde für mögliches Unkraut leicht zugänglich ist, kann das trotzdem passieren.

Fazit

Einen Steingarten anlegen bedeutet viel Planung und viel Arbeit. Allerdings lohnt es sich im Nachhinein sehr, da Steingärten wesentlich pflegeleichter sind als andere Gartenarten. Man spart Wasser, Zeit und auf lange Sicht auch Geld.

Außerdem bietet ein Steingarten viele gestalterische Möglichkeiten, die andere Gartenarten nicht bieten können.

Man kann jedes Element einbeziehen, dass auch in anderen Gärten seinen Platz hat – wichtig ist dabei nur, dass Steine das Hauptelement bei der Gestaltung bleiben.

Denn das Ziel eines Steingartens soll immer eine möglichst naturnahe Nachahmung einer natürlichen Gebirgslandschaft bleiben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://freshouse.de/steingarten-60-ideen-japanischer-gartengestaltung-fuer-einen-traumgarten

[2] https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/leben-im-steingarten

[3] https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/20235-rtkl-steriler-gartentrend-warum-kommunen-gegen-steingaerten-vorgehen

Bildquelle: 123rf.com / 53204893

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