Viele Gärtner schwören noch heute darauf, dass der beste Dünger derjenige ist, den sie mit ihrem Kompost produzieren. Warum solltest du auch Geld für Dünger ausgeben, wenn du ihn günstig aus eigenen Haushaltsabfällen herstellen kannst und somit nicht nur günstiger, sondern auch umweltfreundlicher lebst? Damit diese Abfälle und anderes Grünzeug allerdings ideal zu Kompost werden können, bieten Thermokomposter eine große Unterstützung.

In unserem großen Thermokomposter-Test 2019 erfährst du alles Wichtige rund um das Thema Komposter. Für welche Art des Thermokomposters du dich entscheidest, obliegt ganz deiner persönlichen Bedürfnisse. Erfahre im Folgenden auf welche Dinge du besonders achten solltest und welcher Komposter am besten zu dir passt

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Thermokomposter ermöglicht dir durch seine wärmedämmende Ummantelung, besonders schnell und effizient wertvollen Humus herzustellen.
  • Das geschlossene System nutzt die natürliche Wärme, die bei Zersetzungsprozessen entstehen und beschleunigt damit die Kompostierung.
  • Beim Befüllen eines Thermokomposters kommt es vor allem auf die richtige Schichtung an. Auf eine feuchte Schicht sollte stets eine trockene folgen.

Thermokomposter Test: Favoriten der Redaktion

Der Thermokomposter mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis

Der Dehner Gute Wahl, ein Thermokomposter, bietet dir für relativ wenig Geld ein qualitatives Produkt. Wer einen funktionalen, günstigen Komposter sucht ist hier bestens bedient. Der Komposter besteht aus mehreren Einzelteilen, die über ein Steckstystem zusammengebaut werden. Ein klarer Vorteil, denn du kannst ihn ohne zusätzliches Werkzeug mit wenigen Handgriffen aufbauen.

Der Dehner Gute Wahl hat ein Fassungsvermögen von 300 L. Der Thermokomposter ist mit Lüftungsschlitzen ausgestattet, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten. Diese sind so konzipiert, dass auch bei starkem Regen kein Wasser hineinläuft. So kann Feuchtigkeits-und Schimmelbildung während des Kompostierens vermieden werden.

Das beste Thermokomposter mit einem großen Fassungsvermögen

Der GRAF Thermo-King, ein Thermokomposter, bietet dir ein qualitatives Produkt mit beeindruckendem Fassungsvermögen. Der Thermo-King lässt sich dank Klick-System sehr leicht zusammenbauen. Verglichen mit anderen Produkten ist er sehr robust gebaut. Das Stecksystem ermöglicht einzelne Elemente herauszunehmen ohne dabei an Stabilität zu verlieren. Mit seinen 600 L Fassungsvermögen kann der Thermo-King eine beeindruckende Menge aufnehmen. Hast du einen großen Garten, in dem viel Schnittgrün anfällt? Mit dem Thermo-King ist das kein Problem.

Der Thermo-King ist aus Thermolen-Kunststoff gefertigt. Dabei handelt es sich um einen innovativen, wärmedämmenden Qualitätswerkstoff. Dieser sorgt dafür, dass die Temperatur möglichst effektiv gespeichert wird und somit die Kompostierung des Inhaltes beschleunigt wird. Zudem wird er nachhaltig aus 100% recyceltem Polypropylen hergestellt und ist somit umweltfreundlich.

Der beste kleine aber feine Thermokomposter

Der GRAF Schnellkomposter, ein Thermokomposter, hat ein Fassungsvermögen von 280 L. Für eine durchschnittliche Kleinfamilie mit kleinem Garten ist dies völlig ausreichend und gut bemessen. Der GRAF Schnellkomposter besteht aus 100% Recyclingmaterial (PP). Daher ist er besonders umweltfreundlich. Trotzdem kann er die selbe Stabilität und Frostbeständigkeit wie vergleichbare Produkte aufweisen.

Auf der Oberseite des Deckels befinden sich vier große Lüftungsöffnungen, die praktischerweise vor Regen geschützt sind. Durch Drehen des großen Deckels kann die Luftzirkulation gewährleistet werden. So kann Feuchtigkeits-und Schimmelbildung während des Kompostierens vermieden werden.

Der beste Thermokomposter mit einem Kammersystem

Bei dem Juwel Aeroplus handelt es sich um einen Thermokomposter mit Mehrkammersystem. Er bietet dir ein qualitatives Produkt mit beeindruckendem Fassungsvermögen. Wer einen großen, hochwertigen Komposter sucht ist hier bestens bedient. Mit seinen 600 L Fassungsvermögen kann der Juwel Aeroplus eine vergleichsweise große Menge aufnehmen.

Der Juwel Aeroplus ermöglicht dir Kompostieren mit äußerst einfacher Bedienung. Durch Öffnen des oberen Deckels kannst du täglich kleinere Mengen Schnittgut in die obere Kammer einbringen. Durch das zweimalige Umsetzen des Komposters innerhalb der drei Kammern wird dir das Mischen des Kompostgutes sowie die Belüftung erspart. Durch das Kammersystem lässt sich der Rohkompost in der untersten Kammer verglichen mit herkömmlichen Kompostern leichter entnehmen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Thermokomposter kaufst

Wie funktioniert ein Thermokomposter?

Im Prinzip funktioniert ein Thermokomposter wie jeder normale Komposthaufen. Einziger Unterschied: es handelt sich um ein geschlossenes System. Bei einem Zersetzungsprozess wird Wärme freigesetzt. Diese entweicht bei einem herkömmlichen Komposthaufen.

Der geschlossene Platikbehälter hingegen speichert die Wärme im Inneren. Die erhöhte Temperatur beschleunigt die natürlichen Kompostierungsprozesse. Das Geheimnis des Thermokomposters liegt also in der Temperatur.

Was muss ich beim Kauf eines Thermokomposters beachten?

Grundsätzlich gilt: Das teuerste Produkt muss nicht zwingend das Beste sein. Es gibt allerdings einige Aspekte, die du beim Kauf eines Thermokomposters beachten solltest. Bei der Auswahl solltest du vor allem auf Qualität und Stabilität achten, denn ein Thermokomposter muss auch widrigen Wetterbedingungen standhalten können.

Preiswerte Modelle können sich oft als Fehlinvestition herausstellen, aufgrund ihrer geringen Lebensdauer. Was genau du beim Kauf beachten solltest und anhand welcher Kriterien du Thermokomposter vergleichen und bewerten kannst, findest du weiter unten bei den Kaufkriterien.

Xenia Rabe-LehmannGarten-Expertin

Kompostieren mit Turboeffekt: Thermokomposter sind großartig – insbesondere, wenn der Platz im Garten begrenzt ist. Mein Tipp: Achte auf die Wettervorhersage. Wenn Regen angesagt ist, kannst du dich freuen und deinen Thermokomposter auch mal öffnen. So kommt Feuchtigkeit herein, das ist wichtig für eine gute Rotte.“

Was kostet ein Thermokomposter?

Thermokomposter sind in vielen Preisklassen erhältlich. Einfachere Modelle erhälst du bereits ab 30 Euro, du findest aber auch Komposter, die 200 Euro kosten. Beim Kauf solltest du auf jeden Fall das Preisleistungsverhältnis abwägen. Im Durchschnitt kannst du mit 50 bis 150 Euro für ein qualitatives Produkt rechnen.

Wo kann ich einen Thermokomposter kaufen?

Thermokomposter kannst du im gut sortierten Fachhandel, in vielen Baumärkten oder direkt beim Hersteller erwerben. Eine beliebte Alternative dazu ist der Kauf im Internet. Hier ist die Auswahl größer und du kannst oftmals günstigere Preise erzielen.

Diese Shops sind bei den Kunden besonders beliebt:

  • amazon.de
  • Obi
  • Toom
  • Hornbach
  • Bauhaus
  • Aldi

Wie lange braucht ein Thermokomposter?

Der größte Vorteil eines Thermokomposters ist der Zeitfaktor. Verglichen mit herkömmlichen Komposthaufen geht die Produktion von Komposterde wesentlich schneller und effektiver von statten.

Während du beim gewöhnlichen Kompostieren circa zwei Jahre benötigst, erledigt der Thermokomposter dies in nur sechs bis acht Wochen. So kannst du im Schnellverfahren wertvolle Düngeerde produzieren.

Wie befülle ich einen Thermokomposter richtig?

Grundsätzlich gilt: Kompost darf weder zu trocken noch zu nass sein. Achte daher beim Befüllen immer auf ein gleichmäßiges Verhältnis von trockenen und nassen Materialien. Des Weiteren kommt es vor allem auf die richtige Schichtung des Komposts an! Dazu solltest du trockene und feuchte Schichten in einen Wechsel bringen.

Auf eine nasse Schicht sollte stets eine trockene folgen und umgekehrt.

Wenn du diese einfache Regel beachtest, wird dein Kompost den perfekten Grad an Feuchtigkeit haben, ungefähr wie ein „ausgedrückter Schwamm“.

Feuchtes Fallobst Trockenes Herbstlaub
Nährstoffreiche Gemüsereste Holzspäne/ Häcksel
Feiner, frischer Rasenschnitt Grober Gartenabfall, Strauchschnitt

Wo stelle ich den Thermokomposter am besten auf?

Thermokomposter sollten direkt auf der Erde aufgestellt werden. Im Boden lebende Mikroorganismen und Kleinstlebewesen finden so auf einfache Weise Zugang zum Kompost und beschleunigen den Zersetzungsprozess. Darüber hinaus solltest du einen halbschattigen oder schattigen Standort wählen. Die Vermeidung von direkter Sonne verhindert die Austrocknung der Abfallrotte.

Herbst Kompost

Wenn du deine Bioabfälle kompostierst, kannst du der Erde etwas gutes tun. (Foto: fotomem / 123RF.com)

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Thermokomposter vergleichen und bewerten

Wenn du einen Thermokomposter anschaffen möchtest, empfehlen wir dir einige Eigenschaften und Kriterien zu beachten. Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Thermokomposter vergleichen und bewerten kannst. Dies wird dir dabei helfen herauszufinden, welches Produkt sich am besten für dich eignet.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Montage
  • Fassungsvermögen
  • Material
  • Luftzufuhr
  • Befüllung
  • Entnahme

In den nachfolgenden Absätzen kannst du nachlesen, was die jeweiligen Kaufkriterien beinhalten und dich über ihre Bedeutung informieren.

Montage

Thermokomposter sind meist sehr leicht aufzubauen. Viele Hersteller setzen auf Click-Systeme, welche eine schnelle Montage ohne zusätzliche Werkzeuge ermöglichen. Du solltest beim Kauf unbedingt auf die Verarbeitung und Stabilität des Produkts achten, damit dein Thermokomposter auch widrigen Wetterbedingungen standhalten kann.

Fassungsvermögen

Thermokomposter für den Garten sind mit unterschiedlichem Fassungsvermögen erhältlich. Dieses beträgt im Regelfall zwischen 200 – 500 Liter. Komposter bis etwa 300 Liter sind für kleinere Gärten gut geeignet.

Material

Thermokomposter werden meist aus Kunststoff hergestellt. Hochwertige Modelle sind zudem mit einer wärmedämmenden Ummantelung ausgestattet. Diese sorgt dafür, dass die Temperatur möglichst effektiv gespeichert wird und somit die Kompostierung des Inhaltes beschleunigt wird.

Beachte beim Kauf: Ein Thermokomposter ist großen Temperaturunterschieden, Feuchtigkeit und Wind ausgesetzt. Das Material sollte diesen Belastungen standhalten können.

Die Qualität des Materials hat daher großen Einfluss auf die Lebensdauer deines Thermokomposters.

Luftzufuhr

Um einen optimalen Kompostiervorgang zu gewährleisten, ist die Zufuhr von Sauerstoff sehr wichtig. Thermokomposter sind daher mit Belüftungsschlitzen oder mit Wandlamellen ausgestattet. Diese aktiven Belüftungssysteme begünstigen die Luftzirkulation im Inneren des Behälters. So kann zu große Feuchtigkeits- oder Schimmelbildung während des Verrottens vermieden werden.

Befüllung

Du solltest den Thermokomposter immer von oben befallen. Achte beim Kauf darauf ein Produkt mit ausreichend großer Ladeklappe zu wählen, damit beim Befüllen keine Materialien daneben landen. Du solltest darüber hinaus berücksichtigen, ob eine Arretierung vorhanden ist.

Wind oder Kleinkinder sollten den Komposter nicht ohne weiteres öffnen können. Es gibt dafür folgende Varianten: Griffarretierung, die Wind-Fix-Deckelarretierung und Klappdeckel mit Scharnieren.

Entnahme

Je nachdem für welches Modell du dich entscheidest, verfügt der Komposter über ein oder mehrere Entnahmefunktionen. Meistens handelt es sich dabei um Klappen oder Schieber, die sich unmittelbar über dem Boden befinden.

Dabei gilt: je mehr Klappen, desto besser. Idealerweise ist der Behälter so konstruiert, dass die Entnahme von allen Seiten machbar ist. So kannst du den Humus gleichmäßig abtragen. Bei Ausführungen ohne Mehrkammer-System muss der gesamte Inhalt kompostiert sein bevor du Humus entnehmen kannst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Thermokomposter

Kann ich auch im Winter kompostieren?

Auch im Winter kannst du problemlos kompostieren. Allerdings dauert der Vorgang aufgrund der Temperaturen etwas länger. In der kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, dass du dem Kompostinhalt trockene Materialien wie Laub oder Hächselgut beimischst. Nur so kannst du verhindern, dass der Inhalt zu schimmeln beginnt.

foco

Wusstest du, dass man den Thermokomposter auch im Winter verwenden kann?

Jedoch ist zu beachten, dass auch immer wieder sehr trockenes Material hinzugefügt werden muss, um das Faulen der Essensreste zu vermeiden.

Wie kann ich meinen Thermokomposter verstecken/ verschönern?

Ein Thermokomposter ist nicht unbedingt ein Hingucker in deinem Garten. Gerade wenn dein Garten relativ klein ist und ein Geräteschuppen oder ein Gewächshaus bereits viel Platz einnimmt, hast du keine Möglichkeit, diesen unauffällig zu platzieren.

Du könntest den Thermokomposter mit einer Ummantelung aus Rindenstab- oder Bambusmatten verblenden. Alternativ könntest du ihn auch hinter schmale Sträucher, hohe Stauden oder Rankpflanzen platzieren.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_66067682/thermokomposter-vorteile-und-nachteile.html

[2] https://benz24.de/thermokomposter-schnellkomposter-oder-offener-komposthaufen/

[3] http://www.graf-online.de/komposter/richtig-kompostieren.html

[4] https://www.wallstreet-online.de/ratgeber/haus-und-immobilien/aussenbereich/richtig-kompostieren-es-gibt-einiges-zu-beachten

Bildquelle: pixabay.com / Atranias

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