Unkrautvernichter
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2020

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Unkrautvernichter werden eingesetzt, um unerwünschte Pflanzen aus dem eigenen Garten zu entfernen. Wenn auch Du mit Unkraut zu kämpfen hast, solltest Du über den Kauf eines Unkrautvernichters nachdenken. Doch welche verschiedenen Arten von Unkrautvernichtern gibt es? Müssen die Inhaltsstoffe zwingend chemisch sein? Und wie wende ich Unkrautvernichter korrekt an?

Diese und weitere Fragen werden Dir im großen Unkrautvernichter Test 2020 beantwortet. Du erfährst die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten von Unkrautvernichter und lernst, welcher am besten für Dich und Deinen Garten geeignet ist. Außerdem geben wir Dir Tipps und Tricks zur Anwendung von Unkrautvernichtern und zeigen Dir Alternativen auf, wie Du ohne chemische Mittel Unkraut entfernen kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Unkrautvernichter ermöglichen es Dir, unerwünschte Pflanzen in Deinem Garten nachhaltig zu entfernen. Unkrautbekämpfung ist für einen schönen Rasen und Garten notwendig und meistens unerlässlich.
  • Es wird generell zwischen chemischen-, biologischen- und mechanischen Unkrautvernichtern unterschieden.
  • Chemische Unkrautvernichter eignen sich besonders gut für die Unkrautbekämpfung auf großen Flächen. Biologische- und mechanische Unkrautvernichter kannst Du einsetzten, wenn Du punktuell Unkraut entfernen willst und die Umwelt schonen willst.

Unkrautvernichter Test: Favoriten der Redaktion

Der beste chemische Unkrautvernichter

Der Rasenunkrautvernichter Banvel Quattro von Banvel wirkt gegen Unkraut, Ungeziefer und Pilzsporen auf Rasenflächen ohne die Rasenwurzeln zu beschädigen. Er ist wirksam gegen schwer zu entfernende Unkrautarten wie Löwenzahn oder Sauerklee. Dazu kommt, dass die vier Inhaltsstoffe nicht bienenschädigend sind und auch blühende Unkräuter behandelt werden können.

Wenn Du unter schwer zu entfernenden Unkrautbefall leidest, ist ein Kauf von Banvel Quattro ratsam. Die Anwendung ist einfach und unkompliziert, da der Unkrautvernichter zum Gießen und Sprühen verwendet werden kann.

Der beste biologische Unkrautvernichter

Finalsan UnkrautFrei Plus von Neudorff ist ein biologisch abbaubarer Unkrautvernichter, der Unkraut, aber Girsch, Moose und Algen entfernt. Er ist bienenfreundlich und zeigt schon nach ein paar Stunden erste Wirkanzeichen.

Das Konzentrat wird mit Wasser verdünnt und einfach aufgetragen. Eine 1 Liter Flasche reicht für die Behandlung von einer 180 m² großen Rasenfläche. Kunden loben vor allem die Umweltfreundlichkeit und die einfache Anwendung von Finalsan UnkrautFrei Plus.

Der beste Unkrautvernichter mit Rasendünger


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Die Kombination von Rasendünger und Unkrautvernichter der Firma Wolf Garten erlaubt es den Nutzer Unkraut zu entfernen und gleichzeitig seine Rasenpflanzen zu stärken. Unkräuter werden mit diesem Produkt innerhalb von 2 – 3 Wochen entfernt. Die Düngerwirkung wird mit einer Zeitspanne von 100 Tagen angegeben.

Wenn Du einen lückenlosen Rasen willst und für die Unkrautbekämpfung und Düngung nicht zwei Produkte kaufen willst, bietet sich der Rasendünger und Unkrautvernichter von Wolf Garten an. Eine Packung reicht für 450 m² Rasenfläche und wird im Folienbeutel geliefert.

Der beste mechanische Unkrautvernichter

Der Unkrautstecher von Gardena macht das Entfernen von Unkraut einfach und packt das Übel an der Wurzel. Durch die V-förmige Spitze kannst Du mit diesem Unkrautstecher tief in die Erde eindringen und auch lange, widerspenstige Wurzel durchtrennen. Der Unkrautstecher ist aus hochwertigen Stahl gearbeitet und garantiert eine starke Robustheit.

Du kannst mit diesem Produkt punktgenau Unkraut, aber auch kleine Büsche und Sträucher entfernen. Zudem punktet der Unkrautstecher von Gardena durch seinen kleinen Preis und die lange Haltbarkeit.

Kauf- und Bewertungskriterien für Unkrautvernichter

Im folgenden Abschnitt wird Dir erklärt, welche Aspekte Du bei der Auswahl von Unkrautvernichtern beachten solltest.

Die Kriterien, mit deren Hilfe Du die verschiedenen Arten von Unkrautvernichter miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Im kommenden Absatz werden Dir die jeweiligen Kriterien näher erläutert.

Einsatzort

Die erste Frage, die Du Dir bei der Auswahl von Unkrautvernichtern stellen solltest, lautet: Wo will ich Unkraut beseitigen? Diese Frage ist essenziell, weil es verschiedene Produkte für unterschiedliche Anwendungsgebiete gibt und nicht alle Produkte überall verwendet werden dürfen.

Die meisten Produkte sind für die Anwendung auf Rasenflächen und Wiesen bestimmt. Es gibt aber auch Unkrautvernichter, die speziell für die Anwendung auf Wegen, Plätzen und Beeten entwickelt wurden.

Die Anwendung von chemischen Unkrautsvernichtern ist zum Beispiel nur im Garten auf Rasen und Beeten erlaubt. Die Anwendung auf versiegelten Flächen wie Wegen oder Pflasterflächen ist verboten und zieht ein hohes Bußgeld zur Folge.

Art des Unkrautes

Es ist wichtig zu wissen, welche Art von Unkraut Du bekämpfen möchtest. Nicht alle Produkte haben die gleichen Inhaltsstoffe und sind für alle Unkrautarten geeignet.

Die Bestimmung des zu bekämpfenden Unkrauts ist also ein wichtiger Schritt bei der Auswahl von Unkrautvernichtern. Wenn Du weißt, welche Art von Unkraut Du bekämpfen willst, ist der Kampf bereits halb gewonnen.

Es wird zwischen spezialisierten Unkrautvernichtern und universal einsetzbaren Unkrautvernichtern unterschieden. Universal einsetzbare Unkrautvernichter, die Totalherbizide, werden bei besonders hartnäckigen Unkrautbefall eingesetzt.

Wenn Du weißt, welche Art von Unkraut Du bekämpfen willst, ist der Kampf bereits halb gewonnen

So gibt es Rasen-Unkrautvernichter, die hauptsächlich Samen- und Wurzelunkräuter bekämpfen. Andere Rasen-Unkrautvernichter wirken besonders stark gegen Gänseblümchen, Löwenzahn und Weißklee. Gräser, Girsch, Algen und Moos wirst Du am einfachsten mit einem Totalherbizid los. Mechanische Unkrautvernichter sind gegen fast alle Unkrautarten wirksam.

Darreichungsform

Unkrautervernichter gibt es in den verschiedensten Formen und Arten. Die meisten Unkrautvernichter sind flüssige Konzentrate, die mit Wasser verdünnt werden. Diese werden direkt auf die zu behandelden Flächen gegossen oder gesprüht. Außerdem gibt es als weitere Darreichungsform Granulate, die auf zum Beispiel Rasenflächen verstreut werden.

Darreichungsform Empfehlungen für die Anwendung
Flüssiges Konzentrat Zur gleichmäßigen Dosierung Sprühflasche oder Gießkanne verwenden, wird mit Wasser verdünnt
Granulat Wird am besten mit einem kleinen Streuwagen aufgetragen, ansonsten per Hand verstreut (Schutzhandschuhe tragen!)

Unkrautvernichter aus Granulat sind häufig einfacher in der Anwendung, meistens aber nicht so zuverlässig wie flüssige Varianten. Es empfiehlt sich das Granulat mithilfe eines Streuwagens aufzutragen, um eine gleichmäßige Anwendung zu gewährleisten.

Im folgenden Video siehst Du, wie flüssiger Unkrautvernichter mit Hilfe eines Drucksprühers verteilt wird.

Bei der Anwendung eines flüssigen Unkrautvernichters ist eine Sprühflasche oder ein Drucksprüher wie im Video zu empfehlen, um gezielter das Unkraut zu bekämpfen und keine Flüssigkeit zu verschwenden.

Biologisch abbaubar?

Du solltest Dir bei der Auswahl von Unkrautvernichtern im Klaren sein, dass viele Inhaltsstoffe chemischer Produkte schädlich für die Umwelt sind.

Nicht alle Unkrautvernichter sind biologisch abbaubar und können die Tier- und Pflanzenwelt Deines Gartens nachhaltig schädigen. Es besteht bei unsachgemäßem Gebrauch auch eine Gefahr für Dich und Deine Familie, da viele Inhaltsstoffe hautreizend und giftig sind.

Vor allem für Tierarten wie zum Beispiel Bienen können nicht-biologisch abbaubare Unkrautvernichter zum Problem werden. Achte bei der Auswahl von Unkrautvernichter darauf, ob diese für Bienen gefährlich sind.

Wenn bei Produkten von Bienenfreundlichkeit die Rede ist, gilt dies meistens auch für andere Insektenarten!

In manchen Gärten ist der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtern rechtlich untersagt. Frage vorher bei Deiner Gemeinde nach, ob und wo Du chemischen Unkrautvernichter verwenden darfst. Zudem gibt es Richtlinien, die Du bei der Verwendung von chemischen Unkrautvernichtern beachten musst.

Manche chemische Unkrautvernichter darfst Du als Privatperson nur mit einem Sachkundeausweis und mit entsprechender Genehmigung verwenden. Das Tragen von Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille und ggf. Mundschutz ist ein Muss.

Ergiebigkeit

Die unterschiedlichen Unkrautvernichter sind nicht alle gleich ergiebig. Damit Du nicht unnötig viel Geld ausgibst, ist es wichtig zu wissen, wie groß Dein Garten und die zu behandelnde Fläche ist.

Bei den Produkten wird die Ergiebigkeit in Quadratmetern angegeben. So kannst Du ungefähr abschätzen, ob eine Packung oder Flasche für deinen Garten reicht.

Greife lieber zu größeren Verpackungen und Flaschen, wenn Du eine große Rasenfläche bearbeiten möchtest. Diese haben meistens ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, als kleinere Verpackungen. Zudem ist das Misch-Verhältnis zu beachten. Hoch konzentrierte Produkte sind ergiebiger.

Zeit

Du solltest wissen, wie viel Zeit Du mit der Unkrautbekämpfung verbringen willst. Mechanische Unkrautvernichter sind in der Anwendung, abhängig von der Größe der Rasenfläche, sehr mühselig und zeitintensiv.

Wenn Du wenig Zeit hast oder Dich nicht lange mit dem Unkraut beschäftigen willst, greife zu chemischen oder biologischen Unkrautvernichtern. Vor allem bei der chemischen Alternative musst du allerdings beachten, dass die Rasenfläche für eine bestimmte Zeit lang nicht betretbar sein wird.

Entscheidung: Welche Arten von Unkrautvernichter gibt es und welche ist die richtige für mich?

Wenn Du Unkraut in Deinem Garten findest und beseitigen möchtest, hast Du die Auswahl zwischen vier verschiedenen Arten von Unkrautvernichtern:

Typ Vorteile Nachteile
Chemischer Unkrautvernichter Einfach in der Anwendung, günstig Man muss viele Regeln und Anweisungen beachten, ist umweltschädigend
Biologischer Unkrautvernichter Schadet nicht anderen Pflanzen und Tieren, weil die Inhaltsstoffe biologisch abbaubar sind Nicht so wirksam wie chemische Unkrautvernichter, teuer
Unkrautvernichter mit Rasendünger Kombiprodukt (“Zwei-in-Einem”), d.h. Du sparst Geld und Arbeit Nur für Gartenprofis geeignet, ähnlich schädlich wie chemische Unkrautvernichter
Mechanische Unkrautvernichter Gegen fast alle Unkrautarten anwendbar und einfach in der Bedienung, biologisch unbedenklich Die Anwendung ist körperlich anstrengend und begünstigt Rückenprobleme

Wenn Du mehr über die unterschiedlichen Arten von Unkrautvernichtern erfahren willst, kannst Du in folgenden vier Abschnitten jeweils mehr dazu erfahren.

Chemische Unkrautvernichter

Chemische Unkrautvernichter

Die bekanntesten Unkrautvernichtern sind chemisch und enthalten Inhaltsstoffe wie 2,4-D, MCPA, Dicamba oder das berühmte Glyphosat. Hört sich unnatürlich an? Ist es auch! Es wird zwischen Totalherbiziden und Rasen- Unkrautvernichtern unterschieden.

Totalherbizide töten jegliches Unkraut gnadenlos ab. Das bekannteste Totalherbizid ist das unter dem Namen RoundUp verkaufte, mittlerweile nicht mehr erhältliche, Glyphosat. Rasen-Unkrautvernichter im Gegensatz sind spezialisierte Herbizide, die nur bestimmte Unkraut- und Pflanzenarten abtöten. Somit sind nicht alle chemischen Unkrautvernichter für jede Pflanze geeignet.

Generell lässt sich zur Wirkweise von Herbiziden sagen, dass diese die Wachstumshormone der Pflanze beeinträchtigen. Die Pflanze verkümmert und stirbt ab.

Chemische Unkrautvernichter bringen viele Vor-, aber auch Nachteile mit sich. Ein großer Pluspunkt ist die schnelle Wirkung und die einfache Anwendung. Häufig sind bereits Stunden nach der Anwendung erste Ergebnisse zu erkennen. Zudem sind diese meist kostengünstig und somit für große Flächen geeignet.

Der große Nachteil von chemischen Unkrautvernichtern ist die Gefahr für Tier, Mensch und Natur, die von ihnen ausgeht. Man muss viele Regeln und Anweisungen beachten, um einen sachgemäßen Gebrauch zu gewährleisten. Eine Anwendung muss geplant und vom Wetter abhängig gemacht werden. Bei Regen und Wind ist ein Gebrauch zu unterlassen.

Vorteile
  • Schnelle Wirkung
  • Einfache Anwendung
  • Für große Flächen geeignet
Nachteile
  • Gefährlich für Menschen, Tiere und Natur
  • Du musst viele Regeln und Anweisungen beachten

Chemische Unkrautvernichter sind die zuverlässigsten Werkzeuge zur Unkrautbeseitigung. Trotzdem sollten sie aber aufgrund der Gefahren, die von ihnen ausgehen, die letzte Wahl zur Unkrautbeseitigung sein.

Biologische Unkrautvernichter

Biologische Unkrautvernichter

Biologische Unkrautvernichter bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen und Pilzsporen, welche biologisch abbaubar sind. Sie stellen keine Gefahr für die Natur und Tierwelt Deines Gartens dar und sind somit auch ungefährlich für Kinder und Haustiere.

Der Vorteil von biologischen Unkrautvernichtern ist ganz klar ihre umweltschonende und ungefährliche Wirkweise und Anwendung. Sie können im Gegensatz zu chemischen Unkrautvernichtern bedenkenlos benutzt werden. Im Vergleich zu diesen sind die biologischen Unkrautvernichter aber teurer und oft nur für bestimmte Unkrautarten geeignet.

Vorteile
  • Umweltschonend
  • Ungefährliche Anwendung
Nachteile
  • Teuer
  • Nur für bestimmte Unkrautarten geeignet

Als biologische Alternative für Präparate aus dem Gartenmarkt kannst Du auch einfach heißes Wasser zur Unkrautbekämpfung verwenden. Hierbei musst Du das Unkraut vor dem Ausstechen bei der Nachsaat mit heißen Wasser begießen.

Zudem wird häufig immer noch zu Essig und Salz gegriffen, um Unkraut aus Fugen oder Beeten zu entfernen. Das solltest Du lieber sein lassen, da Essig und Salz nicht nur Unkraut, sondern auch dem Boden und anderen Pflanzen schadet. Es ist seit 2012 per Gesetz verboten, Essig und Salz auf versiegelten Flächen anzuwenden.

Die Produkte, die für die private Verwendung in Deinem Garten zugelassen sind, müssen biologisch abbaubar sein und werden von der Bundeszentrale für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gelistet.

Unkrautvernichter mit Rasendünger

Unkrautvernichter mit Rasendünger

Zudem gibt es sowohl chemische, als auch biologische Unkrautvernichter, bei welchen Rasendünger zugesetzt wird. Nach einer Behandlung mit Herbiziden ist die Rasenfläche häufig geschädigt und weist Löcher auf. Eine Nachsaat ist oft notwendig. Bei dem Kauf von Unkrautvernichter mit Rasendünger sparst Du Dir dabei einen Arbeitsschritt und kannst direkt mit dem mechanischen Aussähen beginnen.

Du hast also einen geringeren Zeitaufwand, wenn Du Dich für einen Unkrautvernichter mit Rasendünger entscheidest. Außerdem kannst Du Geld sparen, denn Kombipräperate sind meistens günstiger, als zwei separate Produkte.

Trotzdem solltest Du beachten, dass bei einem unsachgemäßen Gebrauch große Schäden an Rasen und Tieren entstehen könnnen. Eine richtige Dosierung ist essenziell. Sie sind somit nur für erfahrende Gärtner geeignet.

Vorteile
  • Geringer Zeitaufwand
  • Zwei Arbeitsschritte in Einem
  • Du kannst Geld sparen
Nachteile
  • Ähnlich gefährlich wie Chemische Unkrautvernichter
  • Nicht alle Inhaltsstoffe passen zu Deinem Rasen

Du solltest beachten, dass nicht alle Inhaltsstoffe des Düngers zu Deinem Rasen passen. Gegen manche Unkrautarten sind Düngemittel unwirksam. Häufig ist es schwierig, die passenden Inhaltsstoffe zu ermitteln. Fachwissen ist somit notwendig, um sich für das richtige Produkt zu entscheiden.

Mechanische Unkrautvernichter

Mechanische Unkrautvernichter

Als mechanische Unkrautvernichter gelten jene Maßnahmen zur Unkrautbeseitigung ohne Einsatz von chemischen oder biologischen Mitteln. Es werden Werkzeuge und Geräte eingesetzt, um das Unkraut zu entfernen. Mechanische Unkrautvernichter sind biologisch unbedenklich und gegen fast alle Unkrautarten wirksam.

Die einfachste mechanische Form Unkraut zu entfernen ist das Jähten, also das Entfernen des Unkrauts per Hand. Jähten ist biologisch vollkommen unbedenklich und einfach in der Anwendung. Allerdings ist Jähten auf Dauer sehr anstrengend und begünstigt Rückenschmerzen.

Eine rückenschonende Alternative zum Jähten sind Thermo-Unkrautvernichter. Hierbei wird Unkraut durch das Wegbrennen durch heiße Luft entfernt. Das größte Problem ist allerdings, dass dadurch nicht die Wurzel des Unkrauts entfernt wird. Das Unkraut wächst nach.

Vorteile
  • Einfache Anwendung
  • Einsetzbar gegen jede Unkrautart
  • Biologisch unbedenklich
Nachteile
  • Anstrengend
  • Begünstigt Rückenschmerzen
  • Nicht so wirksam wie andere Unkrautvernichter

Fugen und Wege können außerdem auch einfach mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden. Neben Unkraut wird allerdings auch Fugensand entfernt, den Du später wieder auffüllen musst. Zudem wird bei dieser Art der Unkrautbeseitigung viel Wasser verbraucht.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Unkrautvernichter ausführlich beantwortet

Im Folgenden werden Dir die wichtigsten Fragen beantwortet, die Du Dir vor einem Kauf von Unkrautvernichtern stellen solltest:

Wann sollte man Unkrautvernichter anwenden?

Chemische Unkrautvernichter solltest Du in der Hauptwachstumszeit des Rasens verwenden. Diese liegt zwischen Mitte April und Ende Mai. Im Hochsommer solltest Du keine Unkrautvernichter benutzten, da hier der Rasen sowieso schon gestresst ist und die Behandlung mit Chemie nicht gut verträgt.

Benutze keinen Unkrautvernichter im Hochsommer! Die Tagestemperatur sollte aber nicht unter 15 Grad Celsius liegen.

Anfang September ist der letzte Zeitpunkt im Jahr, an dem Du Herbizide verwenden solltest. Die Tagestemperatur sollte nicht unter 15 Grad Celsius liegen. Es sollte bei der Anwendung nicht regnen und windig sein.

Im Ansaatjahr solltest Du die Unkrautbekämpfung mit Herbiziden unterlassen. Die Gräser sind noch nicht robust genug. Zudem ist mit Unkrautbefall im Ansaatjahr selten zu rechnen.

Mechanische und biologische Unkrautvernichter kannst Du das ganze Jahr lang verwenden.

Wo kann man Unkrautvernichter kaufen?

Du kannst Unkrautvernichter sowohl Online, als auch im Bau- und Gartenmarkt kaufen. Hier siehst Du eine Liste mit Beispielen:

  • Amazon
  • Ebay
  • Idealo
  • Obi
  • Hornbach
  • Dehner
  • baldur-garten.de
  • garten-schlueter.de

Beliebte Hersteller sind:

  • Compo
  • Bayer Garten
  • RoundUp
  • Celaflor
  • Gloria
  • Wolf
  • Neudorff

Wie teuer ist ein Unkrautvernichter?

Wie viel Geld Du für die Unkrautbekämpfung ausgibst, ist von der Art des Unkrautvernichters und von der Marke abhängig. Preise können je nach Hersteller schwanken.

Chemische Unkrautvernichter sind im Vergleich zu biologischen Unkrautvernichtern günstiger. Du bekommst ab ca. 10€ 200 ml Konzentrat. Biologisch abbaubare Unkrautvernichter hingegen sind ab 18€ pro Liter erhältlich, aber meistens weniger ergiebig, als die chemische Variante.

Bei chemischen und biologisch abbaubaren Unkrautvernichtern sinkt der Preis in der Regel mit steigender Menge.

Typ Preis in €
Chemischer Unkrautvernichter ab 10€ für 200 ml Konzentrat
Biologischer Unkrautvernichter ab 18€ pro Liter
Mechanischer Unkrautvernichter ab 4€
Thermischer Unkrautvernichter ab ca. 20€

Mechanische Unkrautvernichter sind die günstigsten Alternativen zur Unkrautbekämpfung. Unkrautstecher sind oft schon ab 4€ zu erwerben und beliebig oft einsetzbar. Thermische Unkrautvernichter wie zum Beispiel Abflammgeräte sind teurer und ab ca. 20€ zu erwerben.

Welche Unkrautvernichter sind erlaubt?

Generell sind alle Unkrautvernichter für die Verwendung auf Flächen erlaubt, die landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. Somit darst Du auch in Deinem Garten Herbizide verwenden, soweit dies nicht von Deiner Gemeinde explizit verboten ist.

Möchtest Du Unkraut auf versiegelten Flächen wie Einfahrten oder Wegen entfernen, ist besondere Vorsicht geboten. Hier dürfen Unkrautvernichter, mit Ausnahme von mechanischen Unkrautvernichtern, nicht benutzt werden. Auch das Verwenden in der Nähe von Gewässern ist untersagt.

Das Verwenden von Herbiziden auf versiegelten Flächen ist verboten! Es kann zu hohen Geldstrafen kommen.

Es kann passieren, dass Schadstoffe ins Abwasser und in die Kanalisation gelangen, weil die Mittel nicht im Boden versickern können. Bei einem Verstoß drohen saftige, fünfstellige Geldstrafen. Das Verbot gilt auch für Hausmittel wie Essig und Salz.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, benutze mechanische Unkrautvernichter wie Abflammgeräte oder Hochdruck, um Unkraut auf versiegelten Flächen zu entfernen. Dabei schadest Du nicht der Umwelt und musst keine Strafen befürchten.

Wie giftig und gefährlich sind Unkrautvernichter?

Die Inhaltsstoffe chemischer Unkrautvernichter sind teilweise sehr schädlich für den Menschen. Deswegen ist eine Verwendung nur mit Schutzmaßnahmen wie Handschuhen, Schutzbrille und Mundschutz gesundheitlich unbedenklich.

Vor allem der beliebte Wirkstoff Glyphosat hat aufgrund pontenzieller Krebsgefahr Schlagzeilen gemacht.

Viele Inhaltsstoffe wirken hautreizend und ätzend. Um Gefahren bei der Anwendung zu minimieren, solltest Du dir die Packungsbeilage sorgfältig durchlesen und Dich bei dem Kauf von Unkrautvernichtern beraten lassen.

Was muss man bei der Anwendung von Unkrautvernichtern beachten?

Du solltest die Angaben auf der Verpackung für die Verwendung von Unkrautvernichtern genau beachten. Nur so kann der gewünschte Effekt erzielt und Schäden an Flora und Fauna vermieden werden.

  • Mähen: Vor und nach der Anwendung von Herbiziden solltest Du Deinen Rasen fünf Tage lang nicht mähen, um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu gewährleisten.
  • Regen: Damit der Wirkstoff ausreichend aufgenommen wird, sollte es acht Stunden vor und nach der Anwendung nicht regnen.
  • Temperatur: Die optimale Temperatur zur Unkrautbekämpfung liegt bei 15-25 Grad Celsius. Es wird geraten, Herbizide in den Abendstunden zu verwenden.
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Flüssige Herbizide werden am einfachsten mit Sprühflaschen oder anderen Hilfsgeräten aufgetragen. So wird die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt und kann optimal einwirken.
(Bildquelle: Zefe Wu/ Pixabay)

Von dem Unkrautvernichter mit Rasendünger kannst Du etwas mehr auftragen, als von Herbiziden mit nur einer Funktion. Wenn Du flüssigen Unkrautvernichter benutzt, ist es ratsam, eine Sprühflasche zu verwenden. So kannst Du die Flüssigkeit genauer dosieren und punktgenau auftragen. Granulat kannst Du am besten mit einem kleinen Streuwagen dosieren. Achte auf ausreichende Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille und Mundschutz.

Welche Alternativen gibt es zu chemischen Unkrautvernichtern?

Um Unkraut zu beseitigen, musst Du nicht unbedingt die Chemiekeule schwingen. Es gibt mehrere Arten, wie Du Unkraut schonender und umweltfreundlicher entfernen kannst.

Als Alternative zu chemischen Unkrautvernichtern werden die biologisch abbaubaren Produkte und die mechanischen Unkrautvernichter gelistet. Hierbei hast Du den Vorteil, dass Du Risiken für Dich und die Umwelt minimieren kannst und keine rechtlichen Vorgaben beachten musst.

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Unkraut zwischen Fugen und in Spalten kannst Du mit kochenden Wasser entfernen. Dazu musst Du die betroffenen Stellen einfach mit kochenden Wasser übergießen, sodass das Pflanzengewebe zerstört wird.
(Bildquelle: Markus Distelrath / Pixabay)

Du kannst auch alltägliche Flüssigkeiten zur Unkrautbekämpfung einsetzen. So bewirkt zum Beispiel das Begießen des Unkrauts mit kochenden Wasser, dass das Gewebe der Pflanzen zerstört wird. Unverdünnte Cola hingegen kannst Du zur Moosbekämpfung einsetzen.

Alternative zu chemischen Mitteln Beschreibung
Biologischer Unkrautvernichter Umweltfreundliche Alternative zu chemischen Unkrautvernichtern
Mechanische Unkrautvernichter Unkrautentfernung mit Hilfe von Werkzeugen und körperlichem Einsatz
Kochendes Wasser Zerstört das Gewebe von Pflanzen, kann als kurzfristige Lösung angesehen werden
Unverdünnte Cola Kann zur Moosbekämpfung eingesetzt werden

Oft ist aber eine Unkrautbekämpfung nicht unbedingt notwendig. Viele Unkrautarten blühen hübsch und bereichern zum Beispiel Wegesränder und bieten so Abwechslung zur eintönigen Asphaltierung.

Wie lange muss ich Unkrautvernichter einwirken lassen?

Chemische Herbizide müssen eine gewisse Zeit im Rasen einwirken, um ihre Wirkung optimal zu entfalten. Du solltest zwei Stunden Einwirkzeit einkalkulieren. Regen verlängert die Einwirkzeit.

In dieser Zeit solltest Du den behandelten Rasen oder die Beete nicht betreten. Die Herbizide müssen trocknen, um zu wirken. Warte lieber einen Tag länger mit dem Betreten der Flächen.

Betrete den Rasen nicht, während der Unkrautvernichter einwirkt! Die Herbizide müssen trocknen, um zu wirken.

Probiere nicht auf die behandelten Flächen zu treten, um das Herbizid nicht mit den Schuhen in Dein Haus oder Wohnung zu tragen. Auch Deine Kinder und Haustiere sollten den Rasen zunächst nicht betreten.

Die Einwirkzeit variiert von Hersteller zu Hersteller. Beachte die Angaben in der Packungsbeilage. Wird der Rasen mechanisch durch zum Beispiel jähten bearbeitet, kannst Du ihn natürlich wieder sofort betreten.

Wo entsorge ich Unkrautvernichter?

Schütte niemals die Reste von chemischen Unkrautvernichtern in den Abfluss! Brauche am besten die Produkte restlos auf, bevor Du sie entsorgst.

Nur komplett leere Verpackungen entsorgen! Nach Gebrauch ausspülen!

In manchen Fällen herrscht eine gesetzliche Beseitigungspflicht, wenn der Unkrautvernichter einen von der EU nicht genehmigten Wirkstoff enthält. In diesem Fall musst Du die leeren Unkrautvernichter fachgerecht entsorgen. So ist eine Entsorgung über bestimmte Entsorgungsfirmen, über Sammelstellen der Landkreise / Kommunen oder über Schadstoffmobile möglich.

Vor der Abgabe ist es ratsam, Verpackungen gründlich zu säubern und auszuspülen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.garten-und-freizeit.de/magazin/bio-unkrautvernichter

[2] https://www.mein-schoener-garten.de/unkrautvernichter-herbizide-14726

[3] https://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Toedlich-fuer-Unkraut-gefaehrlich-fuer-Menschen

Bildquelle: Welcomia/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Brigitte hat Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt der Pflanzenkunde studiert und arbeitet jetzt in der Forschung. Dadurch hat Brigitte viel darüber gelernt, welche Pflanzen zusammenpassen und welche Bedingungen diese benötigen, um gesund zu wachsen.